Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#101by Deichwolf » Tuesday 8. October 2013, 21:32

Albern? Nein,ich nenne sowas eine Art von ´´Rassismus´´. Ich habe Verständniß dafür das jemand auf Grund eines persönlichen Traumas eine bestimmte Hunderasse nicht mag.Aber solche Kommentare zu hinterlassen ist unter aller Sau. Es zeugt so finde ich von absoluter Engstirnigkeit und Unwissen. Junge Junge Junge.
Genauso beknackt wäre es den VW Golf zu verbieten weil der an den meisten tötlichen Verkehrunfällen beteiligt ist. Einfach weil es da die meisten von gibt, genau wei beim Schäfi.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#102by Deichwolf » Tuesday 8. October 2013, 21:35

Genau das ist euer Problem.
Ihr wollt Tiere zu Haustieren machen, die es defakto nicht sind![/quote]

Na das erkläre mir mal. Wir reden hier vom normalen Deutschen Schäferhund oder? Ich bin mit einem aufgewachsen dem ich als Kleinkind das Futter aus dem Napf nehmen konnte und zusammen im Körbchen geschlafen habe.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#103by Claudia » Tuesday 8. October 2013, 21:36

Mettbrötchen wrote:[

Genau das ist euer Problem.
Ihr wollt Tiere zu Haustieren machen, die es defakto nicht sind!



Das steht wo? Ich finde gerade den Absatz nicht- hilfst Du mir weiter?
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#104by Deichwolf » Tuesday 8. October 2013, 22:28

Wo habe ich hier die Nazikeule herausgeholt? Ich glaube es reicht wirklich... Überdenke bitte mal gründlich was du hier für einen Müll schreibst...

Im Übrigen ist deine Forderung tatsächlich Rassistisch im wahrsten Sinn der Definition. Siehe Wikipedia...
Rassismus

"Rassismus zielt dabei nicht auf subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit und im Extremfall deren Existenzberechtigung in Frage. Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen."

Da dies normalerweise im Alltäglichen wirklich nur im Kontext mit Nationalsozialismus genannt wird und ich dir diesen wirklich nicht unterstellen möchte, habe ich sogar die Anführungszeichen hinzugefügt. Aber ja, ich bleibe dabei: deine totalitäre Forderung ist und bleibt tatsächlich rassistisch.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#105by Alex » Tuesday 8. October 2013, 22:53

Im Prinzip ist jedes Tier gefährlich, umso größer umso gefährlicher, auch Rinder oder Pferde bringen immer wieder ihre Besitzer um, aber das gefährlichste aller Raubtiere ist und bleibt der Mensch. Es werden wohl weltweit mehr Menschen von Menschen getötet, und das oft mit voller Absicht, als von Wölfen oder Hunden.

Ich sage auch nicht, dass man alle Alkoholtrinker erschießen soll, obwohl ich jetzt schon drei Menschen persönlich kenne bzw kannte, die von Alkoholisierten tot gefahren wurden. Wir werden nie alle Gefahren auslöschen können.

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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#106by Jaegertom » Wednesday 9. October 2013, 00:06

Wenn ich das weitergehend so lese gehe ich lieber unter die Wölfe..... die haben Sozialverhalten...
wenn sie auch mal ein paar Schafe niedermachen.. aber bei weitem nicht so sich selbst.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#107by Herwig » Wednesday 9. October 2013, 07:38

Man sollte hier dringend zur "sozialen Kommunikation" zurückkehren und zum Thema.
Plötzlich wird hier über Schäferhunde diskutiert und deren Eliminierung.
Ein sensibles Thema wie dieses, sollte nicht mit Kraftausdrücken bedient werden, auch wenn es hochemotional ist!!
Ich halte dieses Thema für außerordentlich wichtig, sonst hätte ich es wohl längst geschlossen.
Auch ich habe längst die Lust verloren, mich hier zu beteiligen, wenn Ausdrücke wie "Mistviecher", "Drecksviecher" oder ähnliches hier fallen.
Durch diese Ausdrucksweise werden hier Menschen abgeschreckt sachlich mitzudiskutieren. Die ausgehende Frage war: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf!
Nicht etwa: Wie rotte ich Wölfe oder Schäferhunde aus. Wir sind ein Forum für Agrobiodiversität, dazu gehört auch die Diversität der Natur. Beides ist gleichwertig.
Wenn ich für den Erhalt des Wolfes eintrete, ist das nicht gleichzusetzen mit der Toleranz um jeden Preis und Stilisierung zum "Streicheltier".
Ich fordere also hier alle auf, die Ausdrucksweise zu mäßigen!!!
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#108by Conny » Wednesday 9. October 2013, 10:39

Guten Morgen,

bitte beruhigt euch wieder, wir sollten zum Ursprungsthema zurückkommen, nämlich "Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf".

Für alle anderen Themen bitte einen neuen Thread eröffnen. Es wird hier sonst viel zu unübersichtlich.

Danke.

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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#109by Jaegertom » Wednesday 9. October 2013, 12:56

Wie bereits beschrieben, hier noch mal der Artikel mit Quellenangabe als Link.
Zieht euch warm an in Niedersachsen!!!
Wie überall versuchen nun die Behörden, Kosten abzuwälzen weil sie genau wissen was für eine Flut auf sie zukommen wird.
Alleine Niedersachsen mit seiner großen Anzahl Nutztiere.
Wie würdet ihr privat aus eurer Tasche sowas finanzieren?
Vor allem denke ich dass man auf alle Fälle dafür Vorkasse leisten muss. Ein ha mit zwei Schutzhundendie zuerst einmal in der Herde über ein Jahr aufwachsen müssen, eingegrabenem Zaun und jeden morgen austreiben und abends reinholen, wer könnte das von euch definitiv machen?
Habt ihr gute Versicherungen um auch eventuelle Übergriffe der Schutzhunde auf Spaziergängerhunde zu begleichen wie es nun vorkommt? Bitte um ehrliche Antworten.

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Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) lässt eine finanzielle Unterstützung von Schafhaltern für das Errichten von Schutzzäunen zur Abwehr von Wölfen prüfen. 'Ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass Schäden, die durch natürliche Ereignisse ausgelöst werden, mit öffentlichen Geldern nicht ausgeglichen werden können', sagte der Minister.
'Wenn ein Wolf Schäden an Nutztieren verursacht, handelt es sich um ein solches Ereignis.
Aber anders etwa als bei Schäden durch Gänse oder Füchse, wo Jäger den Betroffenen durch verstärkte Bejagung helfen können, wollen wir dies beim Wolf natürlich nicht. Doch wollen wir die Nutztierhalter, vor allem die Schafhalter, nicht allein lassen.' Im August hatte ein Wolf in Munster vier Heidschnucken getötet. Das Umweltministerium leistet bereits Zahlungen auf freiwilliger Basis im Fall von nachgewiesenen Wolfsrissen.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#110by Christina » Wednesday 9. October 2013, 13:30

O.K. Ich lebe in Niedersachsen...
Hier nun meine derzeitige Idee der weiteren Vorgehensweise:
Schutzhunde kommen für mich persönlich nicht in Frage, weil ich am Ortsrand lebe und rund um meine Weide ein "Gassifeldweg" führt. Da hab ich gar keine Lust auf den Stress...
Da wir sowieso morgens und abends die Runde drehen, um das Geflügel und die Pferde zu versorgen, wird - falls es denn zu vermehrten Wolfsaufkommen bei uns kommen sollte - ein Stall mehr abends geschlossen. Ich gehe davon aus, dass mein Mann für die Öffnung morgens sehr schnell eine Automatik eingebaut haben wird wie wir es auch beim Geflügel haben.
Etwas nachdenken müsste ich noch über die Weideaufteilung und die Zuwegungen zum Stall, da das im Moment nicht auf nächtliches Aufstallen der Schafe ausgelegt ist, aber auch das wird irgendwie möglich sein.
Bisher hab ich mich noch gegen das Einziehen von weiteren Litzen entschieden. Ich hab die unterste Litze auf 50 cm mit einem Laufgang für die Pferde ganz außen rum, so dass wir nur 2 x im Jahr an den Stellen mit Brombeeren freischneiden müssen. Würde ich auf 20 cm eine Litze einziehen, würde das zu deutlicher Mehrarbeit führen. Sollte dies eines Tages notwendig sein, dann ist das so....
Vielleicht bin ich zu blauäugig, aber das Geflügel hab ich mir bisher auch nie ersetzen lassen und für die Luken und Geflügelzäune keine Ausgleichszahlungen bekommen. Warum soll der Staat bezahlen, wenn ich nicht ordentlich auf meine Tiere aufpasse? Dass eine höhere Bejagung mir gegen Füchse helfen sollte wage ich stark zu bezweifeln. Wird ein Fuchs geschossen, rückt ein anderer nach... Und der ist vielleicht viel hungriger als der alte und holt auch tagsüber etwas. Da bleibe ich lieber beim bekannten Fuchs.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#111by Conny » Wednesday 9. October 2013, 15:11

Huetehunde kommen für uns nicht in Frage, würde sich bei einem Stamm von 6 Schafen zzgl Nachwuchs von ca. 10 Tieren nicht lohnen. Da unsere Schafe abends sowieso von ganz alleine zum Offenstall kommen, müsste dieser nur um Türen, welche fest verschlossen werden können, erweitert werden (wäre also machbar). Der Weidezaun (Knotengitter) in Höhe von 1,80m ist bereits auf der gesamten Fläche von 1 ha im Boden eingegraben und zusätzlich mit E-Zaun versehen. Mehr ist auch nicht machbar, da der Kostenaufwand viel zu hoch.

Würde es hart auf hart kommen, müsste über eine Trennung von den Schafen nachgedacht werden. Wir betreiben unsere gesamte Tierhaltung nur aus Liebe zum Tier und zur Selbstversorgung.

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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#112by schnuckened » Wednesday 9. October 2013, 22:02

Jaegertom wrote:...Also erzählzt mir nichts dass die nicht angreifen...So hart es klingt, gehören die eliminiert.


im beitrag ging es zwar meist um hybriden und schäferhunde, trifft das alles jedoch auf freilebende wölfe zu, werden diese ebenfalls nach entsprechendem beschluß entnommen, das ist in allen bisherigen managementplänen der länder verankert.

außerdem leute, da ist man 3 tage mal nicht da und schon beißen wildgewordene hunde um sich, in einem thema, in dem es um den wolfschutz geht. hm ...

mit jägertoms neuem link gehe ich jedoch voll mit, hier liegt die "deutsche" wolfswiedereingliederung doch sehr im argen. beim letzten schadensbericht von "beelitz" berichtet doch frecher weise die bildzeitung, schafhalter in brandenburg erhalten förderung für prävention. das ist eine halbwahrheit, im grunde eine 7/8 wahrheit. denn die vielen hobbyhalter erhalten nichts! im gerade herausgegebenen managementplan ist festgeschrieben, dass herdenschutz auch für hobbyhalter wichtig, jedoch aber vom land derzeit "noch" nicht finanziert werden kann. herausgeredet wird sich damit dass im tierschutzgesetz der tierhalter verpflichtet ist, für ausreichenden schutz von übergriffen von raubwild zu schützen. das stammt jedoch aus jenen zeiten, als die "dimension wolf" noch keine berechenbare größe in deutschland war. fragwürdig jedoch bleibt wieso sachsen zu 60 %, meck pom und schlesw./hst zu 100 % auch präventionsmaßnahmen für hobbyhalter finanzieren können? 2011 beim kreisnaturschutztag bemängelte ich bereits die fehlende finanzierung in brandenburg, indem ich darauf hinwies, dass im forstbereich hunderte hektar waldfläche zum verbissschutz vom wild abgezäunt werden, für hobbyhaltungen, die sich sehr oft mit kleineren herden seltener nutztierrassen befassen (damals kannte ich VIEH noch gar nicht), nicht einen cent bekommen. ich glaube, das ist der ansatzpunkt, auf den wir hier unsere ganze kraft eisetzen sollten. wenn wenigstens erreicht wird, dass neben den haupt- und nebenerwerblern die hobbyhater von nutztieren ab der kategorie "unter bestandsbeobachtung stehend" förderung erhalten, dann bekommt unser wirken hier einen wirklichen sinn.

grüße

ed
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#113by Dine » Thursday 10. October 2013, 13:59

Wir werden unsere Tiere abends in Zukunft auch Aufstallen, ähnlich wie Conny es schon anspricht. Mit einer kleinen Handvoll Leckerlies sollte dies schnell zu einem Ritual etabliert werden können. Unser Stall war von vorne herein mit Türen geplant, diese waren allerdings nur für das Aufstallen bei Schur, Klauenpflege oder zur Ablammzeit gedacht, aber dann eben so. Die Raubwildsicherheit ist jetzt aber auf jeden Fall ein größeres Thema als zuvor.

Um den Stall herum ist ein Pferch von ca. 120cm höhe aus Knotengitter gezogen. Mit wenig Aufwand ließe sich da bestimmt noch eine Stromführende Litze oben herum anbringen, so dass wir auf 150cm kommen könnten. Das Knotengitter ist allerdings nicht eingegraben. Da ließe sich aber vielleicht mit einem 20cm über dem Boden angebrachten, ebenfalls stromführendem Glattdraht von außen behelfen. Die 1ha Koppel auf der der Stall entsteht ist bereits mit 5 Litzen gesichert (wegen der ausbüchsenden Lämmer eigentlich) und steht ordentlich unter Strom. Die "neue" Koppel zur Strassenseite hin von nochmal 1,5ha haben wir erst diesen Sommer eingezäunt und sie ist im Moment "nur" mit 3 Litzen (50cm, 100cm und 150cm) und 1 Glattdraht auf 20cm Höhe gesichert. Aber auch da ließe sich ein Zwischendraht auf 35cm Höhe bestimmt noch ziehen.

Herdenschutzhunde kommen für uns auch nicht in Frage, dafür wohnen wir definitiv zu sehr im Dorf und zuviele Nachbarn haben Hunde und laufen mit diesen an unseren Koppeln vorbei.

Wenn alle Stricken reißen und das Auftreten von Raubwild nähme massive Formen an, müssten wir wirklich sehen ob man die Werkstatt (ehemaliger Kuhstall) wieder in einen Schafstall zurück bauen könnte und wollte, so dass die Tiere wirklich wieder hinter Stein und massivem Tor mit Riegel stehen. Wenn ich jedoch von einer Situation ausgehe, die mich zu solchen Massnahmen zwingen sollte, dann würde ich allerdings auch die großen Tore zum Pferdeoffenstall nachts schließen und diese ebenfalls nachts nicht mehr frei im Paddock laufen lassen.

ich glaube, das ist der ansatzpunkt, auf den wir hier unsere ganze kraft eisetzen sollten. wenn wenigstens erreicht wird, dass neben den haupt- und nebenerwerblern die hobbyhater von nutztieren ab der kategorie "unter bestandsbeobachtung stehend" förderung erhalten, dann bekommt unser wirken hier einen wirklichen sinn.

Klingt gut. Aber wie und wo könnte man Ansetzen?
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#114by Herwig » Thursday 10. October 2013, 18:38

Tierzucht ist Ländersache, somit auch die Förderung der Zucht von gefährdeten Nutztierrassen. Aus diesem Grunde sind in allen Bundesländern verschiedene Rassen förderungswürdig. Der erste Stein des Anstoßes wäre also der Verlust eines weißen Bergschafes in Niedersachsen durch einen Wolf, für das es keine Fördermittel gibt. Einem Halter mit Moorschnucken in Bayern würde es genauso gehen. Ansetzen müsste man beim Landes-Landwirtschaftsminister mit einer Eingabe, Dazu müsste aber, nach meiner Meinung, erstmal ein wirklicher Anspruch entstehen, der nicht über andere Förderungen abgedeckt wird.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#115by Claudia » Friday 11. October 2013, 19:03

Ich lass alles wie bisher.
Meine Pferde, Schafe, Ziegen sind - je nach Wetter und Wiesenwachstum von März/Mai bis Oktober/November 24 h draussen.
Die Wiese von 2,3 Hektar hat Wildzaun von ca 1m (wegen Baumbewuchs von oben) und 1,80 m. Dazu eine 1-3 Litzen je nach Ausbruchgefahr zu dieser Seite.Die Gefährdung von Nachbarn durch Ziegen halte ich für höher als die Gefahr durch den Wolf für die Ziegen/Schafe

Herdenschutzhunde lehne ich für unsere "dichtbesiedelte" Region (23 Einwohner /km²) ab.

Aussenweide für die Pferde (im Naturschutzgebiet), bekommt 2 Litzen.Die unterste recht hoch.
Über diese Wiesen lass ich gern die Hunde laufen, das hält ein wenig Wild und Wildschwein ab. was mir bei mehr und tieferen Litzen gerne den Zaun zerdeppert. Weggelaufende Pferde vors Auto halte ich für eine größere Gefahr, als durch den Wolf gerissen zu werden. Reinholen kommt nicht in Frage, da die Weiden 1-4 km entfernt sind.

Bisher bin ich 2x in den letzten Jahren einem Wolf begegnet und ich lebe noch.Bis ich gemerkt was das war, war der schon weg. Da brauchte ich über Arme hochnehmen und sonstige Tipps gar nicht drüber nachdenken. Im Wald sehe ich in der Dunkelheit die Gefahr durch alternde Jäger erschossen/verwechselt zu werden, größer als die Gefahr Rotkäppchen Großmutter zu werden. Wenn ich seh wer alles mit einer Waffe durch den Wald rennen darf, bleib ich lieber zuhaus.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#116by Herwig » Saturday 12. October 2013, 19:42

Herdenschutzhunde gegen Wöfe schützen, kann man mit einem Spezialhalsband. Just gesehen, ob gut oder nicht entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber aus Italien.
Da beißt der Wolf sich beim Gnickbiss aber echt die Zähne aus....
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#117by Uwe » Saturday 12. October 2013, 20:42

Standard im Kaukasus wie auch in Ex-Jugoslavien (so selbst gesehen) ... umgedrehte Stachelhalsbänder!
Dann noch die dicke Nackenwolle vom Owtscharka und der Wolf hat seine Freude!
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#118by Christina » Saturday 12. October 2013, 21:35

Jupp, kenne ich auch. Ob das für den Hund nun bequem ist, wage ich mal zu bezweifeln, aber vielleicht lieber unbequem als tot? Hinterm Ohr kratzen kann sich der Hund jedenfalls nicht.

Ich muss einfach mal feststellen, dass die Hunde zuckersüß aussehen, was über die Schwierigkeit der Haltung hinweg täuscht.
Beste Grüße,
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#119by Uwe » Saturday 12. October 2013, 21:46

... ich suche gerade Bilder unserer Kora!
DAS sind Hunde! Nicht leicht zu handhaben, die brauchen ein Alphatier ... wo die sind ist Ruhe!
Die legen sich auf dem Grundstück irgendwo an übersichtlicher Stelle ab und liegen da ... bis jemand zu nahe kommt!
Ich mag die ... leider in NDS auf der roten Liste. Ich hätte gerne wieder einen - die hohen Kosten (Hundesteuer) und meine Familie ... halten mich davon ab ! Schade eigentlich!
:mrgreen:
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#120by Christina » Saturday 12. October 2013, 22:12

Tja... Nachdem ich meine Hündin nun seit über 15 Jahren habe... (Damals spontan einen großen, schwarzen, ca. einjährigen, unerzogenen Mix als Anfängerin aus dem Tierheim geholt. Warum einfach, wenn man sich auch echte Aufgaben stellen kann?!?! Nach einer Woche war sie so weit, dass sie das Zepter in der Hand hatte und mich anknurrte, wenn ich ihr etwas nicht geben wollte... Das Auto war eine tobende Burg, wenn wir an anderen Hunden vorbei gefahren sind... Puh, an der bin ich gewachsen... Heute ist sie so lammfromm, dass niemand sich das mehr vorstellen kann. Der Abschied wird mir wirklich schwer fallen, gerade weil wir so viel miteinander gelernt haben und uns zusammen gerauft haben....) ...stehe ich demnächst wohl das erste Mal in meinem Leben vor der Überlegung, welche Rasse es denn nun werden soll, wenn wir wieder einen bekommen.
Eigentlich wäre von der Aufgabenstellung ein Herdenschutzhund perfekt, weil ich nichts anderes brauche. Aber da traue ich mich nicht ran und hier sind einfach zu viele Nachbarn mit Hunden, zu viele Besucher usw.
Ein Freund von mir hatte mal einen Kuvacz-Schäferhund. Ein Bild von einem Hund und absolut angenehm im Umgang. Aber das Glück (und Können) muss man erstmal haben...
Beste Grüße,
Christina

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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#121by Uwe » Saturday 12. October 2013, 22:25

... jo, ein Kuvacs-Mädel hatten wir auch! Auch ein guter "Aufpasser"!
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#122by Jaegertom » Wednesday 16. October 2013, 10:42

Ausschnitt aus der genannten Quelle.
Mit Idee zum Sichern der Kuhherde.
Und nun???
Die Wölfe kommen locker unter dem Zaun durch .
Herdenschutzhunde sind sehr schwierig auf Rinder zu trainieren.
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01.06.2010 - Zwei Angriffe von Wölfen des Welzoer Rudels auf eine Herde Mutterkühe Anfang Mai, wobei mehrere Kälber getötet wurden, sorgte in den vergangenen Wochen für heftige Diskussionen. Dabei ist das Erstaunliche daran nicht, dass es zu diesen Angriffen kam. Sondern es überrascht, dass zehn Jahre lang kein einziges Kalb oder Rind zu Schaden kam. Bislang wurden nur Risse von Schafen, Ziegen und in zwei Fällen von Gehegewild bekannt. "Es war absehbar, dass soetwas irgendwann passiert", sagt Ilka Reinhardt vom Wildbiologischen Büro LUPUS auf Nachfrage des Freundeskreises Freilebender Wölfe e.V. Wenn über Wochen und Monate Kühe auf der Weide ihre Kälber gebären, bekommen Raubtiere wie Fuchs und Wolf natürlicherweise davon Wind. Vor allem die Nachgeburt lockt mit ihrem blutigen Geruch Raubtiere an. Viele Wildtiermütter fressen sie deshalb sofort auf, was bei Kühen aber eher selten vorkommt.

Füchse wurden schon oft dabei beobachtet, wie sie Nachgeburten fraßen. "Es ist nicht erstaunlich, dass sie es nicht dabei belassen", so Reinhardt. Und was Reineke schafft, ist für Isegrim schon gar kein Problem. In der Regel sorgt allerdings die Mutterkuh dafür, dass ihrem Kalb kein Raubtier zu Nahe kommt - was wohl der Hauptgrund ist, weshalb Angriffe auf Kälber relativ selten passieren. Fleckvieh allerdings, die Rinderrasse der angegriffenen Herde, hat offenbar den natürlichen Instinkt, ihre Jungen zu verteidigen, bereits verloren.

Was muss getan werden? Dort, wo bereits Herden angegriffen worden sind, sollte das entsprechende Bundesland unbedingt Schutzmaßnahmen fördern. Empfohlen werden E-Drähte bzw. Litzen in 20, 40, 60, 90 und 120 cm Bodenabstand mit 4000 bis 5000V. Der Schutz sollte zumindest während der Abkalbezeit gewährleistet sein.
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#123by Herwig » Wednesday 16. October 2013, 14:52

Wenn man vorschlägt es vorher abzumähen, mit dem Mähwerk oder Mulcher ist das Geschrei der Umweltignoranten ja auch wieder groß....
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#124by Alex » Wednesday 16. October 2013, 22:49

Wieso kann man das mit der Motorsense nicht mähen?

Alex
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Re: Wie sichere ich meine Tiere vor dem Wolf

Post#125by Conny » Thursday 17. October 2013, 10:01

Mettbrötchen wrote:......

Bei hausnahen Flächen, wo man ein 230V Weidezaungerät benutzen kann, ist das kein Problem.
Ein 10 KV, 8 Joule Geräte brutzelt den Bewuchs problemlos weg.


Wir besitzen ein solches Weidezaungerät und kann aus Erfahrung sagen, da wird nicht viel weggebruzelt. Und da es mit der Motorsense nicht funzt, muss die gute alte Handsense herhalten. Viel Arbeit und viel Muskelkater und ab und zu einen Elektroschlag (was gar nicht witzig ist).

LG Conny
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