Mit Fleisch oder ohne Leben

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Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#1by Herwig » Tuesday 25. December 2012, 16:30

Aus dem anderen Thema (Industrie-Bio) hier mal neu aufgemacht.

Grundsätzlich ist das ein umfangreiches Thema. Viele Diskussionen mit Veganern und Vegetarieren habe ich schon führen "müssen" und bin nicht der Meinung ich hätte in dem Bereich die "Weisheit mit Löffeln" gefressen.
Mir geht nur ab und zu dieses Gutmensch Gehabe der Veganer auf die Nerven, die sich herausnehmen mich Leichenfresser zu nennen. Vor kurezem sagte ein Veganer zu mir: Nimm doch mal an einem Kochkurs für Veganer teil, um mal etwas anderes als Fleisch zu essen!
IN solchen Momenten steht ich kurz davor zu explodieren. Ja was denken die eigendlich?? Nur weil ich zugebe, dass ich Fleisch esse, bin ich noch lange keiner, der jeden Tag FLeisch braucht oder isst. Wir müssen zurück zum Sonntagsbraten! Niemand, auch kein Veganer schaftt es zu leben, ohne Tiere zu tötten, dass werde ich jeder Zeit beweisen können.
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#2by Alex » Wednesday 26. December 2012, 16:53

Der Meinung bin ich auch, man kann nicht leben, ohne dabei Tiere indirekt oder direkt zu töten. Auch nicht als Veganer. Dann darf man auch nicht Auto/Zug fahren, weder mit Öl noch mit Holz heizen, keine Fliegen erschlagen(das sind ja auch Tiere) Auch beim Biologischen Ackerbau sterben Tiere. Und ich möchte den Veganer sehen, dessen Kind mit Sepsis im Krankenhaus liegt und sagt, sie sollen es sterben lassen, weil er keine Medikamente möchte, die durch den Tierversuch gegangen sind.

Ich habe nichts gegen Veganer, solange sie mich auch in Ruhe leben lassen. Persönlich finde ich auch, dass zuviel Fleisch, ohne Respekt für das Tier gegessen wird, aber das betrifft im Prinzip ja nicht nur das Fleisch, der Respekt allgemein gegenüber jedwegigen Lebewesen, ist in unsererer Gesellschaft abhanden gekommen, wir leben im puren Kapitalismus, es wird konsumiert ohne Rücksicht auf irgendwas, jeder will alles, und kaum einer ist aber damit glücklich, deshalb muss es immer noch mehr sein.

Fleisch oder nicht ist ja nur ein kleiner Teil, geht ja weiter mit Klamotten nur noch aus fairem Handel, 100%Ökostrom, nur noch Fahrrad oder zu Fuß, keine Medikamente mehr, wer bitte schafft das? Was jetzt nicht heißen soll, dass man gar nichts besser machen soll, es kann sicher jeder die Welt ein Stückchen besser machen, und ein Veganer versucht es indem er halt kein Fleisch isst.

Meine persönliche Meinung ist aber, dass allgemein Verzicht zu üben aber der richtige Weg ist, ein bißchen bescheidener und man kann sich plötzlich über kleine Dinge wieder freuen.

Einem Veganer der mich als Aasfresser beschimpft antworte ich nur, dass ein lebendes Lamm immer so unangenehm zappelt im Mund.

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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#3by Herwig » Wednesday 26. December 2012, 17:45

Ich bezichtige Menschen, die mich Leichenfresser nennen als Kompostfresser!
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#4by Dine » Thursday 27. December 2012, 13:22

Ich hatte gerade in den letzten Tagen am reich mit Wurst, Käse und Eiersalat gedecktem Familientisch eine kleine Diskussion mit drei Teenagern (Nichten), die ich angesichts ihres Outfits und der erzählten Geschenke gern als "Konsumkinder" bezeichnen möchte.

Wir berichteten auf deren Nachfrage von unserem Hof und den Schafen und auch, dass wir uns eine Keule für Weihnachten aufgespart hatten und die wirklich toll gewesen wäre und so lecker... Die Teenager verzogen die Gesichter und meinten, also SIE würden DAS ja nicht können. Tiere zu essen, die sie selber großgezogen hätten. Ich guckte mich nur auf dem Tisch um und fragte sie, wieviele der geschlachteten Tiere hierfür hätten denn bis zur letzten 1/4 Stunde ihres Lebens draußen unter freien Himmel auf einer grünen Koppel inmitten ihrer Herde leben können? Stille. Dann, vorsichtig: Keines? Ja, vermutlich...

Wisst ihr, die hungern sich runter bis zur Größe Zero, nehmen nur noch ein bißchen Fleisch... aber dann immer den durchwachsenen Speck von Aldi. Den mag sie denn noch. Aber mich anschauen, dass ich lieber meinen Lammbock schlachte...

Beschimpft hat man mich noch nicht als Leichenfresser. Aber eine Kundin berichtete mir eben mal in meinem Gespräch, dass es für sie so sei und ganz fruchtbar. Wir kamen zwar zu keiner Lösung, aber sie ließ mir meinen Standpunkt (wenn Fleisch, dann lieber aus artgerechter Haltung und wenn möglich BIO) und ich ihr den ihren (wenn sie es so empfindet...). Es gibt also solche und solche. Extremisten bin ich noch nicht begegnet.

Ob es täglich Fleisch sein muss... Nein, für mich nicht, da würde auch 1 oder 2 mal die Woche reichen. Aber da machen die Männer im Haus nicht mit. "Fleisch ist mein Gemüse" Kennt ihr den Spruch? Es ist schwer dagegen an zu kochen.

Ich stimme euch aber aus vollem Herzen zu: wir sollten wieder zurück zu "weniger ist mehr". Die Befriedigung unserer eigentlichen Grundbedürfnisse werden wir auf keinen Fall im Konsum finden. Da gibt einem ein Hof voller (Schlacht- und Zucht)Tiere ein ganz anderes Gefühl des Geerdet-Seins. Auch eine Geburt auf Leben und Tod rückt vieles wieder in eine andere Perspektive.

Dieses tiefe Gefühl der Befriedigung und des Verbunden seins mit den Tieren und dem Hof wird auch kein Vegetarier oder Veganer in seinem Konsumverzicht finden.

LG
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#5by permakult2012 » Sunday 6. January 2013, 21:15

Oh je dieses Thema haben wir auch ständig "auf dem Tisch". Ich hab auch schon vegan probiert, aber dann nicht durchgehalten (Sahne liebe ich nunmal und Butter). Tja und wenn man Milcherzeugnisse verwendet, kann man auch Fleisch essen - jedenfalls wenn ich weiß, dass es aus so einer tollen Haltung stammt wie größtenteils hier im Forum. Wir könnten auch unsere Hühner essen oder Ziegen/Schafe (noch haben wir aber nur die Hühner) - dann wären wir sehr viel unabhängiger, aber konsequenter Weise müsste man auch selber töten. Das kann ich nicht und mein Freund auch nicht. Von daher sind wir Vegetarier, also Milch und Eier-Esser. Ja und ich trage auch Lederschuhe etc. Nicht konsequent - ich weiß :-(
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#6by Christina » Saturday 12. January 2013, 17:52

Wir sind doch immer so für die natürliche Haltung. Ich glaube nicht, dass komplett fleischfrei die natürliche Haltung des Menschen ist.
Die Massen an Fleisch allerdings auch nicht...

Als meine Nichte im Sommer jammerte, dass die süßen Enten im Herbst zum Schlachter sollten, hab ich geantwortet, dass es, wenn wir nichts mehr schlachten dürfen, zukünftig auch keine süßen Küken mehr geben würde.
Damit war das Thema im Grunde durch.
Wir verkaufen lebend, was wir los werden, das sind meist die Mädels, der Rest geht zum Schlachter.
...und schmeckt sehr gut. :-)
Es wird immer schwieriger muffiges Fleisch zu essen. Wir haben uns deshalb noch zwei Gänsedamen und einen fleischigen Erpel besorgt... und die Moorschnuckenmädels aus diesem (edit: meinte natürlich letztes!!) Jahr von Uwe, die dann im nächsten Jahr für Braten sorgen.
Es wird... :-)

PS: Ich denke nicht, dass man zwingend selbst schlachten muss, machen wir auch nicht. Wir bauen auch das Heu nicht selbst an. Jeder, was er kann. Damit ist schon viel geholfen! Bekannten haben wir unseren Geflügelschlachter empfohlen. Die waren so begeistert, dass sie zusätzlich zu den Gänsen nächstes Jahr auch wieder Enten mästen wollen. Sie hatten damit aufgehört, weil sie das Rupfen mit den Fingern nicht mehr so gut können. Das bedeutet nun, dass sie 10 Enten weniger im Supermarkt kaufen werden. Ist doch gut!
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#7by Uwe » Saturday 12. January 2013, 22:16

Hallo Christina,
willst Du die Mädels in Teilen auf dem Tisch haben??? Das "lohnt" doch gar nicht!
PS: Nr. 38 macht sich gut als Herscher auf der Weide ...

LG Uwe
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#8by Christina » Saturday 12. January 2013, 22:36

Nein, um Gottes Willen. Die Mädels haben doch jetzt Namen! Aber ihre männlichen Nachkommen werden wohl im Ofen landen, so Shawn, wie Nr. 38 hier hieß, denn im Herbst welche zeugen wird. ;-)


PS: Ein guter Psychologe sagte mir mal in einem Gespräch, heute hätten alle Menschen Angst, "Täter" zu sein. Niemand möchte "schuldig" sein. Dabei gehört das zum Erwachsensein, zum wirklichen Handeln dazu.
Ich denke fast, das ist auch im Zusammenhang mit Veganern / Vegetariern zu sehen. Ich mag das jetzt selbst schreiben, weil ich auch schon oft darüber nachgedacht habe, ob ich mich damit besser fühlen würde. Aber soll ich den Greifvogel oder den Fuchs verurteilen, nur weil er seinem Instinkt nachgeht? Beide haben mir schon Tiere weggeholt... Nee, ich verurteile sie nicht. Bin ich dumm? Nee, oder?!!? Warum also soll ich den Menschen dafür verurteilen????
Wir sollten uns endlich eingestehen, dass zum Menschsein auch Handlungen dazu gehören, die im ersten Moment unschön aussehen.
Blöder Gedankensprung, aber fällt mir gerade ein: Dann hätten wir auch weniger Probleme damit, alte Menschen bis zum Schluss an unserem Leben teilhaben zu lassen, oder liebe Menschen beim Sterben durch Krankheit zu begleiten. Es gehört einfach dazu! Auch wenn die Werbung im Fernsehen uns das immer vorenthalten will. Und nun zum Schluss noch ein sehr abgegriffenes und doch passendes Zitat: Der Berg hat nur eine Sonnenseite, weil er auch eine Schattenseite hat!
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#9by Christina » Sunday 13. January 2013, 00:00

Für mich geht es da weniger um die Ehrerweisung als um das Handwerkliche!
Dabei bleiben ist eine Sache, es selbst machen und handwerklich können die andere...
Ich hab nicht gelernt, mir selbst die Haare ordentlich zu schneiden, ich werde auch nicht lernen, selbst ordentlich zu schlachten. Also lasse ich beides.
Vielseitigkeit ist gut und vorteilhaft, hat aber für mich seine Grenzen. Jeder wie er will...

Und übrigens: Nein, ich selbst bin nicht beim Schlachten dabei! Das Wassergeflügel gehört meinem Mann, deshalb muss er das übernehmen. ;-))
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#10by Alex » Sunday 13. January 2013, 00:34

Ich bin bei allen meinen Tieren beim Schlachten dabei und geh dem Metzger zur Hand, ich habe schon das Gefühl das ich ihnen das schuldig bin. Ich denke meine Schweine, Ziegen usw. sind ruhiger, wenn der den sie kennen da ist. Obwohl ich das als den schwersten Teil der Selbstversorgung empfinde, es ist auch nach 15 Jahren Schlachten einfach ein mieses Gefühl, wenn mir mein Schweinchen treu und unbedarft hinter her läuft, quasi direkt ins Messer. Obwohl so angstfrei und für das Tier nicht vorhersehbar, zu sterben wohl weitaus einfacher ist, als z.B. im Schlachthof. Bis zu einem gewissen Grad hab ich mich auch schon daran gewöhnt, aber es wird mir wohl immer schwer fallen. Ist es tot , dann ist alle Gefühlsduselei verschwunden.

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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#11by Dine » Monday 14. January 2013, 13:22

Hmmm... ein sehr schönes Thema, im Grunde, das ihr hier gerade diskutiert...
Gerades Christinas Anmerkung mit dem Erwachsen-sein durch die Übernahme von Verantwortung auch am Tod eines Mitgeschöpfes, finde ich sehr bemerkenswert und wahr. Nur wenn wir selbst bereit sind, auch diese "Schuld" auf uns zu laden (nachdem wir den Tieren ein lebenswertes Leben ermöglicht haben), können wir uns von einer in meinen Augen viel größeren "Schuld" befreien, nämlich die Agrarindustrie mit ihrer Massentierhaltung zu unterstützen. Es mag nur vielleicht für viele leichter zu ertragen und auszublenden sein, da es viel unpersönlicher ist.

Alex, sei dankbar für deine Hemmung. Wenn Du die verloren hast und du leichtfertig ein Leben nehmen kannst, dann würde ich mir viel größere Sorgen machen. Ich zumindest sitze bei jeder Mahlzeit, bei der wir ein (köstliches) Stück unseres Lamms auf dem Teller haben ganz automatisch einen kleinen Moment da und denke an dieses Tier. Mit einem gewissen Grad an Dankbarkeit aber auch "Schuld".

Dennoch bin ich nicht gewillt, von diesem Weg hauptsächlich artgerecht gehaltene Tiere zu essen wieder abzurücken, denn abstrackt betrachtet weis ich, dass dieser Weg der einzig richtige für mich und auch für die Tiere sein kann. Unter freiem Himmel, inmitten der Herde, die Sonne auf der Wolle und das frische Gras oder Heu im Maul. Ohne Antibiotika, ohne Müsing, ohne Stress bis zum letzten Tag.

Gruß,
Dine.
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#12by Alex » Monday 14. January 2013, 22:45

Dine, das hast du jetzt aber schön gesagt.

Ich hab mir auch gesagt, wenn ich mal nicht mehr freudig aufgeregt bei jeder Geburt bin und es mir nicht mehr schwer fällt sie zum letzten Gang zu begleiten, dann ist was falsch gelaufen und ich hör auf und werde Veganer, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da mal hinkomme.

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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#13by rainer1 » Tuesday 15. January 2013, 22:14

Hallo

Ich finde ganz einfach das man den Tieren ein gutes Leben bieten sollte und man mit den Tieren freude hat.
Aber auch das man sich von Anfang an auch im klaren ist das sie geschlachtet werden denn letztendlich hält man sie ja um Fleisch zu haben.
Und drum finde ich auch das man genausoviel freude dran haben soll wenn man sie schlachtet genauso wie bei der Geburt und der Aufzucht denn auf den leckeren Braten freut man sich ja auch also warum bitte soll es einem schwer fallen sie auch zu schlachten das ist genauso Normal wie die Geburt auch da muss man nicht traurig sein sondern es als fest sehen wenn z.b das Schwein wo man hat geschlachtet wird oder es selbst schlachtet.
Und man sollte auch keine unterschiede machen der einzelnen Tierarten finde ich den ob ich nun ein Huhn oder ein Rind schlachte finde ich keinen unterschied den ein Huhn oder Rind hat das gleiche recht zu leben oder geschlachtet zu werden da gibt es keinen unterschied finde ich den wer soll entscheiden wer mehr recht auf leben hat das kann nur der Mensch drum sollte man nicht ein Nutztier höher bewerten als das andere und sagen ein Huhn kann ich schlachten aber ein Rind nicht emotional gesehen das finde ich dann etwas verlogen.
Und wir essen halt nunmal auch fleisch drum sollte man froh und dankbar sein das wir überhaupt was schlachten können und nicht traurig drüber sein.
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#14by schnuckened » Friday 12. April 2013, 06:40

oft sucht man nach worten, um anderen das zu erklären, was man tut. dinge von denen man absolut weiß, dass sie richtig sind!
ich wollte gestern in diesem forum nachsehen, ob hier etwas über pferdefleisch zu finden ist, nicht der skandal, überhaupt dachte ich... und fand nichts. aber das hier habe ich gefunden und war begeistert. besser kann man die situation in der sich viele von uns ab und an befinden nicht beschreiben. DANKE DINE !!!! das "wir" als vorwort hab ich noch mit weg genommen, es ist auch richtig, aber noch wichtiger ist beim "ich" anzufangen. und ich möchte rainers beitrag nicht als letzten stehen lassen, denn doch rainer, es sind immer emotionen dabei! wenn es beginnt, dass diese verschwinden, dann ist der nächste skandal nicht mehr weit...

...selbst bereit sind, auch diese "Schuld" auf uns zu laden (nachdem wir den Tieren ein lebenswertes Leben ermöglicht haben), können wir uns von einer in meinen Augen viel größeren "Schuld" befreien...

grüße

ed
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Re: Mit Fleisch oder ohne Leben

Post#15by Christina » Friday 12. April 2013, 21:50

Als Frau in einem Männerberuf sollte ich das vielleicht nicht schreiben, aber ich denke, es gibt schon die Tendenz, dass Männern das Schlachten (lassen) leichter fällt als Frauen.
Wir Frauen sind mal zum Füttern, Umsorgen, Aufziehen, Hudern der Kleinen gedacht und vom Verhalten darauf angelegt... die Männer für die Jagd und das Erlegen der Beute. Diese Aufteilung wird auch nicht konsequent, aber doch schon relativ häufig so gewesen sein.

Es mag jetzt politisch unmodern sein, aber dennoch sehe ich da die Anlagen dafür, dass Frauen mit dem Schlachten eher emotionale Probleme haben als Männer... die aber natürlich gut daran tun, mehr als einen Funken Respekt vor dem fremden Leben zu behalten.

Und wenn sies nicht haben, sind wir Frauen wieder dafür da, sie auf den rechten Weg zu bringen... hehe...
Bei all der artgerechten Haltung und Schlachtung darf man auch die innerartlichen Unterschiede der Menschen nicht vergessen. ;-)
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