Halbwildes Kamerun

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Halbwildes Kamerun

Beitrag#1von schnuckened » Donnerstag 8. Januar 2015, 18:52

Um die Weihnachtszeit hatte ich ein besonderes Erlebnis an meiner Schafkoppel, kein Wolf, nein ein fremdes Kamerunschaf stattete meinen Schnucken ein Besuch ab. Als ich mich ihm näherte, nahm es im großen Bogen Reisaus! hm, ich verfasste einen Plan, trieb es erneut in die Nähe der Koppel und ließ meine Schafe zum Freigang, um, so glaubte ich die Tiere aneinander gesellen zu lassen, dem Herdentrieb folgend. Mein Bock ging auch Richtúng Kamerun, das äugte neugierig zurück. aber dann lief es in den nahen Wald. Ich versuchte nochmals großräumig um das Schaf herum es in die Nähe meiner Herde zu bringen, aber vergeblich. Das Tier war derart scheu, dass es in einem Affenzahn weit in den Wald lief und verschwand!
Es hatte keine Ohrmarke, war weiblich und wohlgenährt.

Wie verhält sich das rechtlich eigentlich mit dem Tier, wenn sich kein Halter findet? Die befragten 2 Kamerunhalter im Dorf verneinten den Verlust. Verständlich, denn wer möchte verantwortlich sein für so ein halbwildes Tier?

Ist der Besitzer ermittelt müsste der bei Unfangbarkeit des Tieres eine Freigabe an den Jagdpächter erteilen, aber wer trägt die Verantwortung für ein nichtjagbares Tier? Eine natürliche Antwort gäbe es ja...

Grüße

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Re: Halbwildes Kamerun

Beitrag#2von Herwig » Donnerstag 8. Januar 2015, 19:16

Ich hatte ein ähnliches Erlebnis. Mit einer Heidschnucke. Die Heidschnucke war völlig verwildert, wir haben sie eingefangen mit zum Trichter aufgestellten Elektronetzen. Das Tier war so wild ist sofort volles Brett in den Zaun gekracht. Es hat sich dann mit den Hörnern so im Netz verfangen, das wir es festhalten und aufladen konnten. Polizei wurde benachrichtigt.
Die haben dann eine Tagebuchnummer angelegt und nach dem sich nach einer bestimmten Zeit niemand meldete, bekam ich ein Schreiben, dass, wenn ich interessiert wäre, das Tier in meinen Besitz übergehen könnte.
Dem Besitzer hätte ich meinen Zeit und Materialaufwand in Rechnung stellen können.
So habe ich die Schnucke verkauft...
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Re: Halbwildes Kamerun

Beitrag#3von Claudia » Freitag 9. Januar 2015, 05:44

Hier geisterten auch mal für ein paar Wochen ausgebüxte, recht wilde Schafe rum, die sich nicht einfangen ließen. Hatten keine Ohrmarke- konnten damit keinen Halter zugeordnet werden. Es bestand zwar eine Vermutung, aber ohne Ohrmarke kein Beweis.
Kluge Viecher, immerhin haben sie den Wolf in freier Wolf überlebt :biggrinn:
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Re: Halbwildes Kamerun

Beitrag#4von schnuckened » Dienstag 20. Januar 2015, 07:19

Neuster Stand zum Kamerun, 2-3 km duch den Wald auf einem Hof im Nachbardorf wurde das (vermutliche) Schaf eingefangen, war hier überhaupt nicht mehr scheu und ein Bekannter aus unserem Dorf hat es in seine Herde übernommen. Promt ne halbe Woche später wurde ein Lamm geboren, kann hinkommen, denn ich sah das Tier ja auch "gut genährt"!
Rechtlich soll es so nach Aussage eines Ortsjägers sein, dass der Halter selbst nicht zur Freigabe berechtigt ist, sondern so etwas entscheidet grundsätzlich das Veterinäramt. Diese geben es an die untere Jagdbehörde oder wen auch immer weiter! Erscheint mir logisch! Also bei solchen Tierverlusten oder ominösen Sichtungen ist das Vetamt der richtige Ansprechpartner!

Grüße

Ed
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