Page 1 of 1

Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Tuesday 11. September 2012, 22:52
by lucky9
Hallo,

Ich nochmal man soll ja Puten nicht bei Hühnern halten wen ich das bis jetzt richtig verstanden habe, was wen die Puten auf der anderen Seite des Hofes währen wie hoch währe die Gefahr das die da krank werden diese SKK oder wie der Dung heißt?

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Wednesday 12. September 2012, 05:55
by Herwig
Probieren geht über studieren. Dazu wird Dir niemand verlässliche Angaben machen können, denn die Gefahr das die Puten an SKK erkranken besteht immer, am höchsten ist die Gefahr, wenn Hühner und Puten zusammen in einem Auslauf leben. Bei mir haben viele Jahre Puten und Hühner einen Auslauf geteilt, ohne Probleme. Beim Nachbarn sind die umgekippt.
Ich glaube die Krankheit ist einfach unberechenbar.

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Wednesday 12. September 2012, 09:29
by lucky9
Hi,

ok na probieren wollen wir es doch auf jeden Fall mal ich denke auch das es was mit der Rasse zu tun haben kann ist natürlich nur ne blutige Vermutung. Ist da eigentlich was wahres dran das Puten kein Männchen brauchen sondern Eier legen aus denen ohne Befruchtung ausschließlich Männchen schlüpfen? Und könnte man die zusammen mit Enten und Gänsen auf eine weide treiben und abends wieder abholen? Danke schon mal im voraus das du mir die ganzen fragen beantwortest.

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Wednesday 12. September 2012, 11:13
by mangalitza
rein theoretisch ist es bei Puten möglich, nennt sich Parthenogenese; bildet bei Puten meines Wissens aber nur embryonales Gewebe und keine echten Embryonen.

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Thursday 13. September 2012, 17:42
by Leykur
Hallo,
also ich glaube auch, das ist reine Glückssache so wie Herwig dir das auch gesagt hat. Wir haben in Ermangelung von Züchteranschriften zuerst die weißen Mastputen vom Wagen gekauft. Die wurden so lange im Stall gehalten, bis sie voll befiedert waren. Nach ca. 6 Monaten Freilandhaltung fing zuerst der Puter an zu hinken, kurze Zeit später die Puten. Wir dachten zuerst die Tiere wären krank, doch dann hat sich herausgestellt, sie waren einfach nur zu schwer und hatten die Gelenke kaputt. Sie wurden sofort geschlachtet und der Puter hatte ein ausgeschlachtetes Gewicht von 30 kg bei eine Alter von ca. 9 Monaten und ohne ein Gramm Mastfutter. Danach haben wir ein Jahr mit Puten ausgesetzt bis wir Gröllwitzer kaufen konnten. Auch die wurden zuerst eingestallt bis sie voll befiedert waren(damit die Jungtiere keine nassen Füße bekommen) und seither laufen sie den ganzen Tag mit allem möglichen zusammen auf dem Auslauf. Hühner, Gänse, Enten und zeitweise auch Ziegen und Schafe. Das Gelände ist ca. 1 ha groß. Ob Regen oder Schnee, die Tiere sind täglich zusammen. Lediglich wegen Fuchs und Marder werden sie abends eingestallt. Gänse Puten und Enten in einem Stall, die Hühner in einem anderen. Nicht eines der 4 Tiere hatte bislang eine Krankheit.
Das wirst du wirklich selbst ausprobieren müssen.
Gruß Leykur

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Monday 24. September 2012, 09:51
by Radieschen
Wir haben einen 7 Monate alten weißen Mastputer (nicht zum Verzehr gedacht allerdings), und der hatte auch Probleme mit dem Laufen. Wir haben ihn auf Diät gesetzt und das Gewicht verbessert sich enorm. Er kann sogar wieder rennen.

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Tuesday 25. September 2012, 18:01
by Conny
Mastputen eignen sich nicht zur längeren Haltung. Sie sind auf's Fressen gezüchtet, setzt man sie auf Diät, tut man ihnen nichts Gutes, ganz im Gegenteil.
Sie sind und bleiben halt Schlachtgeflügel. Will man Mastputen etwas Gutes antun, dann kauft man sie nicht.

LG Conny

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Wednesday 26. September 2012, 05:47
by Herwig
Ich sehe das wie Conny.
Bei Mastputen handelt es sich in meinen Augen um sogenannte Qualzuchten, sie sind erzüchtet für eine kurze Lebenszeit, ihr Körper ist ausgelegt auf hohe Futterverwertung. Bekommen sie dieses Futter nicht, leiden sie an Hunger und Nährstoffunterversorgung.

Re: Puten wirklich so ne heikle sache?

PostPosted: Thursday 4. October 2012, 17:37
by alfredo
liebe Putenfreunde,
unseren Hahn hat leider im April der Waschbär gerissen. Einige Zeit später begannen die beiden Hennen zu legen, so dass ich dennoch auf vorherige Befruchtung hoffte - leider 0 Schlupf.
Ich habe bisher nur Alte Putenrassen sehr erfolgreich gezüchtet aber immer die Kücken bis zur 14.Woche in der Voliere belassen.
Puten haben wohl nicht direkt Probleme mit nassem Gras, aber sehr wohl indirekt, weil dann die mit tödlichen Parasiten belasteten
Regenwürmer aufgenommen werden, bzw, deren Eier.
Soweit meine Erfahrungen
in der Nutztier-Arche-Mitgeschöpfe