schweinezucht

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Post#1by afrika » Sunday 23. May 2010, 10:44

Trah,Guei Georges
Smetanarweg 31
64291 Darmstadt

Ich suche jemanden der an einer Partnerschaft interessiert ist und Landwirt ist und mit mir in die Elfenbeinküste (Westafrika) geht um dort eine Schweinezucht aufbaut, denn Schweine bringen in der Elfenbeinküste eine menge Geld. Ich bin dort geboren und aufgewachsen dort wird viel Französisch gesprochen aber auch Englisch und Deutsch. Ich besitze dort 170ha Land. Würde mich über eine antwort freuen.

Mit freundlichem Gruß
E-mail:georges@g-trah.de
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Post#2by Frankenvieh » Tuesday 25. May 2010, 09:47

Wie groß soll den die Schweinezucht werden?
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Post#3by Frankenvieh » Tuesday 25. May 2010, 10:18

Ich habe mal gegoogelt, es scheint so als würden die Europäer wiedermal Kleinbäuerliche Betriebe kaputtmachen. Da sinken doch die Schweinepreise? Also müsste man wohl oder übel eine Schnitzeltierfabrik bauen. Wo einer alleine 5000und mehr Mastschweine betreut.

Ich weiß das in diesen Ländern solche Anlagen gebaut werden, weil unsere Fütterungsanlagenbauer um die ganze Welt reisen um solche Anlagen mit Technik auszurüsten. Hier wird noch auf Tierschutz geachtet und solchen Hühner- oder Schweinebaronen "das Leben schwer gemacht". Die HühnerKZkäfige sind nicht auf dem Schrott gelandet, nein, fein säuberlich abgebaut und sonstwo noch mehr Hühner reingestopft.




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Post#4by afrika » Tuesday 25. May 2010, 10:24

bitte wir können uns telefonen
georges trah +49 61508503424
mobil.+49 160 925 38 399

die groß kann 100 bis 300 Schwein.
Danke.
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Post#5by Herwig » Tuesday 25. May 2010, 14:39

Also an sich mal eine Bemerkung:

Ich habe bei diesem Post etwas Gänsehaut.

Wenn jemand schreibt das Schweine eine Menge Geld bringen und Geflügel auch gleich, werde ich das Gefühl nicht los, dass es um Masse geht und nicht um Qualität.

Schweine bringen überall eine "Menge Geld", es kommt nur auf die Menge an und auf die Summe der gemästeten Schweine.

Um welche Haltungsform geht es hier eigendlich??
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Wie alt?

Post#6by plaetzchenwolf » Monday 31. May 2010, 06:19

Bei mir wirft sich immer deutlicher die Frage auf:
Wie alt werden Schweine bei welcher Haltung, wo kann man Fleisch -generell- beziehen, das NICHT von jungen Tieren stammt,
die bitteschön artgerecht gehalten wurden?
Zum OP: Der Inhalt erinnert mich an einige Geldanlage-Mails, die ab und an auftauchen...
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Post#7by Herwig » Monday 31. May 2010, 09:03

Bei uns feiern die Schweine immer erst Geburtstag...
Generell ist es aber nicht eine Frage des Alters, sondern des Gewichts und der Fütterung. Der Verbraucher will mageres Fleisch, darum werden normalerweise Schweine mit Mastfutter gemästet das sehr eiweißhaltig ist, (Soja)
Diese Methode wird in der konventionellen Haltung angewendet, aber auch in der BIO Wirtschaft. Das Mastfutter stammt dann eben aus biologischem Anbau und die gemästeten Tiere sind Hybriden aus Bio-Zucht. Also auch in der Biolandwirtschaft werden die Tiere in der Regel nach 5 Monaten geschlachtet.

Das ist mit den alten Rassen, die in Nutztier-Archen gehalten werden anders. Die alten Rassen wachsen nicht nur viel langsamer sondern in der Nutztier-Arche ist auch Mastfutter verpöhnt. Die alten Rassen würden sonst hoffnungslos verfetten. In Nutztier-Archen erhalten die Schweine in der Regel nur Gemüse, etwas Schrot, Heu oder Gras.
Dieser Umstand führt eben dazu, das die Tiere erst, mit viel Glück, im Alter von 1 Jahr ca. 100 bis 120 kg wiegen.

Genrell bin ich ein Gegner der Schlachtung von "Tierkindern", also kein Kalbfleisch, Babyschweine oder Lämmer. Es ist allerdings häufig mit der Begrifflichkeit in der Landwirtschaft etwas komplizierter. Ein Lamm gilt noch als Lamm, wenn es 9 Monate alt istImage, züchterisch gilt es aber nur 3 Monate als Lamm, dann als Zutreten und Tiere mit 9 Monaten sind schon Muttertiere. Das heißt, dem Verbraucher soll vorgegaukelt werden, es handele sich um Lämmer, die ja bekanntlich besser schmecken sollen. Ähnlcih ist es bei Ferkeln, Ferkel heißen die ja nur 8 Wochen, dann Läufer und mit 9 Monaten schon Jungsau. Ein Spanferkel unserer alten Rassen mit 60kg Lebendgewicht ist dann schon 6-7 Monate alt, also älter als Hybridschweine die schon längst beim Verbraucher verdaut sindImage. Für den Schlachter wäre das aber ein SpanferkelImage.
Menschen, denen das bewußt ist und die anders handeln wollen, können also nur bei einer alten Rasse davon ausgehen, dass das Tier schon älter ist.

Da sind wir aber wieder am Knackepunkt: Theoretisch müssten dann also die alöten Rassen über doppelt so teuer sein wie Bioschweine um den Mehraufwand aufzufangen. Wer aber will das schon bezahlen, bzw. wem sind die Hintergründe bewußt??
Selbst in de Biomästerei werden die Tiere meist automatisch gefüttert, Nutztier-Archen kennen das nicht, Biobetribe kaufen Absatzferkel und mästen die, Nutztier-Archen müssen einen Eber und eine Sau halten um Nachzucht zu haben, also müssten eigendlich die Ferkel die Futterkosten noch für die Elterntiere einbringen... utopischImage
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Post#8by Frankenvieh » Monday 31. May 2010, 16:26

Huhu!

Wisst ihr woher das Wort spanferkel kommt. SPAN ist altgermanisch (oder so..) und bedeutet "Zitze". Also wäre es ein Zitzenferkel, also beim Absetzen geschlachtet. spanferkel kenn ich mit 25kg. Meist haben die Nabel oder hodenbruch. Nix zum Aufmästen.


@Herwig Nur Soja zufüttern wäre zu teuer. Es werden auch wieder "Abfälle" gefüttert. Biertreber, Weizenstärke, Bierhefe, Weizenkleie, Molke, Kuchenmehl, Apfeltrester....
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Post#9by Alex » Monday 31. May 2010, 21:57

Hallo,

also ich ziehe jetzt seit 10 Jahren Hybridschweine auf, und die füttere ich genauso wie Herwig mit Heu und Schrot Gemüseabfälle Kartoffeln und Molke aus eigener Herstellung, dann halte ich sie in der umgebauten Scheune, wenn alles offen ist können sie rausschauen oder sich in die Sonne legen,dadurch wirds im Winter aber auch kalt, das verlangsamt auch das Wachstum, sie haben im Gegensatz zu normalen Schweinen auch mehr Platz, wodurch sie sich mehr bewegen. meine Schweine brauchen auch mindestens 1 Jahr eher 1 1/2 bis sie 120 kg haben, haben dann aber ein Fleisch "erste Sahne".
die letzte war auch überhaupt nicht fett, aber schön schwer und hatte schönes dunkles Fleisch. Dieses Jahr habe ich mir 4 Kreuzzungsferkel mit SchwäbischHällischer Mutter und Vater Pitraine eingestallt. Schaue mal wie die werden. Reinrassige schwäbische habe ich nicht aufgetrieben, wenns nach Plan geht, krieg ich nächstes Jahr aber welche. Man kann aber bei uns auch Schwäbisch hällische reinrassig züchten mit künstlicher Besamung, muß man den Samen aber vorher bestellen.

Wenn ich Fleisch verkaufe, ist das um einiges teuerer als normal, weil ich sonst bei der langen Aufzucht und den größeren Stall und regelmäßigen misten somit höherer Strohverbrauch viel mehr Aufwand habe. Die, die bei mir kaufen, zahlen aber gerne mehr für die gute Qualität des Fleisches, für die dies nicht zu schätzen wissen, sollen woanders hingehen.

Grüße Alex
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