Ärger mit dem Nachbarn?

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Ärger mit dem Nachbarn?

Post#1by Herwig » Thursday 2. April 2009, 08:24

Mich erreichen öfter Anfragen die sich auf den Ärger mit Nachbarn von tierhaltenden Hobby- oder Nebenerwerbslandwirten beziehen.

Meistens sind es die krähenden Hähne. Aber auch ausbrechende Ziegen, kläffende Hunde, blökende Schafe oder "stinkende" Schweine sind die Ursache für einen handfesten Nachbarschaftskrieg.

Ich möchte hier einen Thread eröffnen, der Lösungsvorschläge beinhaltet.

Wer hatte oder hat schon Ärger mit senen Nachbarn und wie wurde das Problem gelöst, bzw. warum besteht es noch? Wer hat gar polizeiliche oder gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen, bzw. wie ist das ausgegangen?? Wer kennt sich aus mit geltendem Recht in dem Bereich, bzw. hat Erfahrungen machen müssen??
Ich denke das die Berichte nicht nur im Interesse der Agrobiodiversität wichtig sind, denn oftmals bleibt einem ja nichts anderes übrig als die Tiere abzuschaffen ( in meinem Falle war das so!), sondern auch zur Förderung des friedlichen Miteinanders.
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Post#2by steinadlerehemann » Thursday 2. April 2009, 15:06

Hallo Herwig,
der Streit - es kommt immer darauf an, in welcher Ortschaft es ist.
Ist es ein Mischgebiet oder nicht.
In meinem Falle wurde z.B. das Rathaus bzw. das Ordnungsamt hinzugezogen, weil es angeblich
stank bei mir.
Inmitten von Neukloster hält jeder in meiner Straße hier Hühner, Enten, Gänse und auch sogar Schafe.
Man darf in einem Mischgebiet nur diese Tiere halten wenn folgende Aspekte erfüllt sind
- die Leute in der STraße halten auch Tiere
- in dem Haus und auf dem Grundstück wurden schon Tiere gehalten
Wenn nun früher hier keine Tiere gehalten wurden, darf der Eigentümer eigentlich keine Tiere halten.
Aber.....
weil die anderen auch die gleichen Tiere halten, müßten sie sie abschaffen - denn gleiches Recht für alle.
Also halten alle Hühner, Enten, Gänse, Schafe und Puten oder alle müssen sie abschaffen.
Egal, ob in diesem Haus früher Tiere gehalten wurden.

Da das Ordnungsamt hier in Neukloster sich schwer tat mit abschaffen, dürfen also alle Tiere halten.
Ich habe dem Ordnungsamt aber gesagt, dass ich nur die Jungtiere hier großziehe - und die großen
adulten Tiere hinten auf den Höfen sind.

Nachdem das Ordnungsamt gegangen war, kam ne neue Idee. Ich durfte ja Tiere halten, aber wie schafft man es, dass sie doch abgeschafft werden?
In dem man vorgab, man hätte eine Allergie - oder der Komposthaufen stinkt ja - eigentlich ja die Hühner...
Ich sagte dem Ordnungsamt, sie können jederzeit vorbeikommen und sich vor Ort hier überzeugen - auch
wenn ich nicht da bin - einfach sehen. Es stinkt nicht. Denn ich reinige jeden Tag die Ställe.
Das Ordnungsamt kam vorbei - es stank nicht - und die Tiere blieben. Die Allergie war verpufft.

Ja - aber irgendwie störten die Tiere - man ließ es aber an anderen Dingen dann aus - unsere schöngewachsenen Koniferen störten - sie nahmen dem Gewächshaus ja Licht - die Pflanzen konnten nicht
gedeihen. Also wurden sie gekürzt.
Ja - die anderen Koniferen auf der rechten Seite störten auch noch, weil die Nadeln das frisch gekaufte Auto zerkratzten. Ja - nicht der Lack mußte bezahlt werden .. ..... - nein, die Koniferen wurden auch hier gekürzt.
Aber siehe da, sogar der Nachbar half beim Sägen der Bäume.
Jaaaaa.... der Komposthaufen. Er würde doch die Ratten anziehen.... dabei ist dort nur der Rasenschnitt abgeworfen, weil der andere Komposthaufen auf Wunsch diesen Nachbars ja im Junghennenstallgehege untergebracht wurde, wegen seiner Feriengäste.

Und ich glaube, die Geschichte geht weiter.
Aber ein Gutes hat es, der direkte Nachbar von mir macht sich jetzt Gedanken um das Wohl meiner Zwerghühner. Sie können doch nicht so recht scharren und drückte mir ne Hacke in die Hand, ich solle
doch paar Furchen ziehen. Aber - die Eier schmecken doch so gut.....

Ich denke Herwig, Du siehst an meiner Geschichte, dass es schwierig ist.
Ich habe noch keine Schweine und halte keine Rinder, denke aber, dass das noch wesentlich schwieriger
ist - oder ebend die Ziegen, die ausbrechen können.

Bin mal gespannt, wer hier noch was dazuschreibt.

Ganz liebe Grüße
Christiane
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Post#3by knüllbergfarm » Friday 3. April 2009, 06:40

Na da bin ich ja froh das wir einen Resthof gekauft haben auf den wurden schon immer Schweine und Rinder
gehalten.
Bis jetzt haben sich die Nachbarn noch nicht über die Tierhaltung beschwert,jedenfals nich direkt.
Vor 2 Jahren hat sich das ganze Dorf über unsere Hunde beschwert diese solten Nachts immer wieder Bellen Image ein Nachbar der ihn dieser Strasse geboren ist und seinen Hof hier hat sagte uns dieses,haha
der Hund von unseren Nachbarn vor uns zur Hauptstrasse ist auch Nachts im Zwinger und der Bält auch miten ihn der Nacht Imageunsere drei sind nämlich drinen.
Wenn unser Nachbar sein Sohn meint er muss Sontags den Bohrhammer benutzen krieg ich die Schuld .
Die unmittelbaren Nachbarn haben uns 1,5 Jahre lere Wein und Wyskiflaschen auf die Hofeinfahrt geschmissen.
Wie wir unseren 945 Volvo vor 1,5 Jahren mal 2Tage vorm Hoftor übernacht abgestelt haten haben
uns irgendwelche Banausen Bremsflüssigkeit aufe Motorhaube geschüttet sieht echt gut ausImageImageImage inmomet sind heile Flaschen dran die ligen dan vorm Hoftor
Jaja so ist das wenn man aufs Dorf zieht und Tiere anders hält wie die Einheimischen.

Aufgeben tun wir trozdem nich gruss Thomas
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Post#4by steinadlerehemann » Friday 3. April 2009, 13:04

Hallo Thomas, Image Image
wegen des Ärgers ist es aber auch wichtig, die rechtliche Seite zu kennen.
Bei mir war es wichtig, zu wissen, welche Gebiete wo und wie aufgeteilt werden.
Das kann sich auch innerhalb eier Stadt ändern.
Da hier viele von den Touristen leben, sind Tiere nicht willkommen.
Hihi.... und derzeit laufen bei mir junge Enten - 19 an der Zahl schon rum. Die machen
aber auch keinen Lärm. Image

In zwei Wochen schwirren bei mir dann Gänsegössel dort..... bin mal gespannt, ob es wieder
stinkt...

Liebe Grüße
Christiane
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Post#5by Conny » Friday 3. April 2009, 17:49

Wenn ich euch beide so lese, kann ich nur froh sein, dass sich unser Hof in einem klitzekleinen Dorf befindet, in dem schon immer Landwirtschaft großgeschrieben wurde. Auch wenn viele Höfe an Berliner verkauft wurden, von denen die wenigsten Tiere halten, ist der Nachbar so weit weg, dass es nicht stört. Dazu sind wir auch noch der letzte Hof.

LG
Conny
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Post#6by steinadlerehemann » Friday 3. April 2009, 19:32

nabend Conny,
da hast Du wirklich Glück - ich fände das auch besser, wenn man Tiere hält, lieber etwas abgeschieden
mit dem Hof zu leben. Ebend wegen der Nachbarn.
Wir mußten wegen meiner Schwiegermutter was städtisches suchen (obwohl ich Neukloster weiß Gott
nicht städtisch finde mit 400 Ew). Und mein Vater ist ja noch dazugekommen. Der Pflegedienst hat auf
dem Land viel mehr Probleme, auch der Arzt hier.
Tja... in den sauren Apfel beißen.....

Für Dich finde ich es aber echt prima.
Ganz liebe Grüße
Christiane
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Post#7by knüllbergfarm » Sunday 12. April 2009, 07:00

Hallo ihr beiden
dieses Dorf ist auch noch Landwirtschaftlich geprägt,leider meinen die Jüngeren hier Geborenen und aufgewachsenen das Sie was besseres sind und wir sowiso nur rumspielen weil unsere Tiere nicht auf Betonspalten im festen Stall untergebracht sind, die werden hier nich Schlauer weil sies nich anders kennen oder wollen.
Die können uns alle mal wenn ich das hochgequälle der Masttiere sehe und dan den Verdienst und dann immer dieses blöde gelaber weil sie ja noch Subventionen kriegen und immer noch nich genug bekommen meinen sie nein danke meine Tiere sollen es wenn diese nicht in die Zucht aufgenommen werden es bis
zum Schlachten gut haben und ich weiss was ich ihnen gefüttert habe weil ich kein Fertigfutter kaufe,
Und der Verdienst ist auch inordnung weil ich selbst Vermarkte.
Imagecherische grüße Thomas
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Post#8by Christina » Sunday 12. April 2009, 08:58

Hey Thomas und ihr Vorschreiber,

das war tatsächlich mit ein Grund, warum ich mit der Pferdehaltung gerne in meinen Geburtsort zurück gezogen bin. Wer gebürtig aus dem Ort kommt, hat es deutlich leichter als Zugezogene, vielleicht auch, weil man eher "eine Sprache" spricht? Ich halte meine Pferde zwar auch das ganze Jahr über draußen und äppele täglich ab, was für die Hannoveranerbesitzer nebenan wohl äußerst merkwürdig ist, aber ich versuche trotzdem oder gerade deshalb gute Kontakte zu pflegen, was mir als "Einheimische" natürlich leichter gemacht wird. Da fragt man nach der Gesundheit des Übernachbarn, was aus dem Sohn von soundso geworden ist usw... Das verbindet irgendwie. Ich frag auch mal nach Hilfe oder deren Wissen... Kaufe Heu beim Überübernachbarn, lasse mir Sand von einem Bekannten liefern, die Tochter eines anderen das Pony putzen.... Je besser man sich im Netz des Dorfes verwebt, desto einfacher hat man es. Letztendlich ist es ein sehr ursprüngliches lebensnotwendiges Verhalten der Lebewesen, andersartige auszugrenzen. Schicke einen Araberschimmel in eine Isländerherde und du wirst sehen, was Mobbing heißt!!!
Das bedeutet nun aber nicht, dass ich zum Frieden im Dorf meine Ansichten aufgeben und die Pferde einsperren würde. Ich versuche nur, meine anderen Ansichten etwas bedeckt zu halten.... und im Dorf mit den Menschen zu leben. Ausgrenzen bedeutet im Grunde nur die Angst der Masse, dass an ihren Grundfesten gerüttelt wird. Ich rüttele da nicht, ich schubse nur hin und wieder mal ein kleines Stückchen. ;-)

Ich finde sogar, dass das Leben im Dorf und mit dem Dorf auch für diese Seite ein wichtiger Aspekt ist. Denn alte Tierrassen zu erhalten bedeutet ja auch etwas, alte Dinge zu erhalten. Früher ging es im Dorf gerade in der Landwirtschaft nur miteinander!

Viele Grüße,
Christina
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Post#9by steinadlerehemann » Tuesday 14. April 2009, 23:03

Hallo Christina,

nicht jede/r hat aber die Möglichkeit, in ihr "Dorf" zurückzugehen.
Das ist meilenweit entfernt von Meck-Pomm bei mir. Hier ist die Heimat meines Mannes,
nicht von mir.
Und glaube mir, ich werde hier nicht akzeptiert. Ich bin Wessi, was solls.
Nach etlichen Jahren habe ich erst eine Bekannte hier aus der Nähe, die mich so akezptiert
wie ich bin.
Meine Einstellung zu Tieren ist ganz anders, als die Leute sie hier haben.
Eines aber hat sich schon rumgesprochen - meine Tiere sind gesund und werden geimpft.
Der Stall ist sauber.
Jetzt - langsam - kommen sie. Und rufen sogar mal an, wenn sie Hilfe brauchen.
Es scheint wohl so ähnlich zu sein, so wie bei Conny.

Ganz liebe Grüße und Dir einen schönen Abend noch
Christiane
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Post#10by Christina » Wednesday 15. April 2009, 16:23

Hallo Christiane,

natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit / das Glück.... Ist mir schon klar. Wollte damit auch eigentlich nur sagen, dass mir als "zurück gezogene Eingeborene" bewusst ist, wie ich davon profitiere wieder hier zu sein und wie solche Probleme oft entstehen. "Fremde" werden bei allen Lebewesen von Natur aus schräg angeguckt, da machen wir Menschen keine Ausnahme. Wenn zu dem Fremdsein dann auch noch eine für die Gegend ungewöhnliche Tierhaltung kommt, ist es meist zu viel für viele Dorfbewohner.

Die Ost-West-Geschichte kenne ich auch selbst aus 5 Jahren Beziehung - allerdings im Westen. Im Osten ist die Tierhaltung häufig noch eine ganz andere, man sieht zum Beispiel viel eher nochmal einen "Kettenhund", auch die Menschen sind anders geprägt (Ganz ohne Wertung! Einfach anders!). Ich hab schon bei den Familienbesuchen bemerkt, dass ich dort keinen Fuß fassen könnte, aber das geht mir in Bayern etc. ebenso. Ich bin einfach ein echtes Nord(-west-)Licht. Image

Viele Grüße,
Christina
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Post#11by steinadlerehemann » Wednesday 15. April 2009, 17:15

Hallo Christina,

ich finde es aber toll, dass Du es auch so siehst. Für mich war bzw. ist es noch immer schwierig.
Die Menschen hier sind wahrlich sehr viel anders, manchmal würde ich mir wünschen, die Landschaft
von Meck-Pomm nach Hannover oder Bremen. Und dort wohnen.
Die Tierhaltung hier läßt häufig zu wünschen übrig. Und manche fragen sich, wie ich das mache,
dass bei mir die Tiere sich wohl fühlen. Das mit dem Kettenhund, das wäre noch toll.
Ich habe schon Verliese gesehen - quadratisch praktisch gut von 1m x 1m für einen Jagdterrier.
Und der wurde dann auch noch stark gehänselt. Die Leute wunderten sich, dass er dann den Sohn
anfiel, als man mal die Türe aufmachte. Und zu mir kam er freudestrahlend angesprungen.
Und - Ende vom Lied - erschossen. War ich stinkig.
Heute holte sich z.B. der Nachbar seine Gössel ab, die ich ihm ausgebrütet habe, und war überrascht,
wie zahm sie schon gleich waren - bei nur einem Tag.
Und dass das Brutergebnis so gut sei, sonst hat er nämlich immer beim Geflügelhof ausbrüten lassen
und bekam nicht viel zurück. Wobei ich denke, dass da Unehrlichkeit mit im Spiel war.
Er lernt jetzt von mir, wie man seine Gänse z.B. füttert, dass das Brutergebnis besser wird.
Früher hätte er das nie gemacht hat er gesagt, aber er sieht, dass sich das lohnt.

Über ihn spricht sich das allmählich hier rum...nur so komm ich an die Leute hier ran.
Mal sehen, wenn das Hofschild bei uns dran ist, bin schon echt gespannt.

Dir noch einen schönen Abend
Christiane
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Post#12by Frankenvieh » Wednesday 15. April 2009, 19:17

Christina wrote:Hey Thomas und ihr Vorschreiber,

Isländerherde und du wirst sehen, was Mobbing heißt!!!
Das bedeutet nun aber nicht, dass ich zum Frieden im Dorf meine Ansichten aufgeben und die Pferde einsperren würde. Ich versuche nur, meine anderen Ansichten etwas bedeckt zu halten.... und im Dorf mit den Menschen zu leben. Ausgrenzen bedeutet im Grunde nur die Angst der Masse, dass an ihren Grundfesten gerüttelt wird. Ich rüttele da nicht, ich schubse nur hin und wieder mal ein kleines Stückchen. ;-)

Ich finde sogar, dass das Leben im Dorf und mit dem Dorf auch für diese Seite ein wichtiger Aspekt ist. Denn alte Tierrassen zu erhalten bedeutet ja auch etwas, alte Dinge zu erhalten. Früher ging es im Dorf gerade in der Landwirtschaft nur miteinander!

Viele Grüße,
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Das hast du schön geschrieben!
Hier in meinem Heimatdorf sind sie plötzlich alle traurig das wir weg ziehen....10km weiter...
Vor dem "Neuen" hab ich so gemischte Gefühle, die alten Höfe sind zwar noch tlw in Betrieb, aber auch viele Neubauten. Neben uns ist ein urlauberhof, mit nur ganz wenig Tieren. Die freuen sich schon angeblich, das wir kommen mit den ganzen Viehchern. Wir haben uns auch schon kundig über Ortsvereine gemacht, dadurch kann man sich prima integrieren! Die Alten sind alle in der LW aufgewachsen, haben den ganzen LPG-Quatsch mitgemacht. Die sind sicherlich ein bißchen froh drüber.
"Leider" haben die keinen Kleintierzuchtverein, so bleibt mir ein Stückchen alte Heimat erhaltenImage
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Post#13by Christina » Wednesday 15. April 2009, 20:00

Ja. Und so bekommt man die Nachbarn auf seine Seite: Sie müssen Vorteile durch den Kontakt zu Euch / uns haben!!
Der eine bekommt viele tolle Gössel und der andere ein prima Angebot für seine Urlaubsgäste: "Erleben Sie das Landleben "hautnah". Während Sie sich bei einer Tasse Kaffee auf der weitläufigen Terrasse mit Blick auf die Felder entspannen, erfreuen sich Ihre Kinder auf dem Nachbarhof am betreuten Umgang mit den Tieren." ...oder so ähnlich vielleicht könnte zukünftig das erweiterte Angebot des Urlaubshofes sein. Schon haben sie einen direkten Vorteil durch die Tiere und werden sie viel eher und gerne hinnehmen (klappt natürlich auch nicht immer, aber ist ein Ansatz).

Es ist einfach so, dass das Netz im Dorf (und überall sonst) verwoben werden muss. ...und das geschieht durch ein Geben und Nehmen. Wenn wir wollen, dass die unsere Tiere (hin-)nehmen, dann fällt es ihnen viel leichter, wenn wir dafür geben - wie auch die Eier oder das Glas Honig über den Zaun.

Je mehr man wirklich gerne gibt, je mehr gleichmäßig ausgetauscht wird, desto besser werden alle Beziehungen um einen rum, auch die Ehe - und sie scheitert, wenn es zwischen Geben und Nehmen ein Ungleichgewicht gibt.

So. Genug Psychologie. Image

PS: Ich gebe meinem Mann heute übrigens einen ruhigen Fußball-Fernsehabend. Diese Form des Gebens fällt mir besonders leicht Image ...und das beste ist: Er ist echt sehr dankbar dafür. Image Gesegnet seien die Zicken vor mir, die ihm das untersagt haben. Image
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Post#14by Frankenvieh » Thursday 23. April 2009, 06:58

So, jetzt ist mein Männe ausgerastet! Wir haben uns IMMER gewundert warum unsere Hähne so oft krähen. Es sind zwar Bergische Kräher, aber eigentlich krähen die nur ab und zu, das halt laaaang. Ist ja auch anstrengend. Aber unsere schreien den ganzen Tag, es ist nun schon der Dritte der das so macht.
Ist klar die Nachbarn, neu zugezogen, aus der Stadt regen sich auf..... ABER sie sind selber Schuld, wie kann man auch so blöd sein und den Hahn mit Steinen bewerfen? Erst dachte ich es sind bloß die Kinder, aber nein auch die Ollen haben fleißig mitgemacht, auf frischer Tat ertappt! Ich habe gedacht ich sehe nicht richtigImageImageImage
Die Kinder spielen gerne Fussball, da fliegt der Ball schon mal übern Zaun. Ich habe sie auch schon ermahnt KEINE Stöcke oder Steine nach den Tieren zu werfen und habe mich gewundert warum die Eltern NIX dazu sagen..... weil sie es selber so machen...Image
Ich nehm auf die Keine Rücksicht mehr.... Da wir hier wegziehen und die Hühner ja mitnehmen, werde ich meinem Vater ein Pärchen Perlhühner schenken, oder wieder PutenImageImageImage
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Post#15by Herwig » Friday 24. April 2009, 08:40

Vicki, ich empfehle auch einen Pfauenhahn, der schreit morgens um 4 durchs ganze DorfImage
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