Hofcafe auf Nutztierarche?

Moderator: armin


FollowersFollowers: 0
BookmarksBookmarks: 0
Views: 3725

Hofcafe auf Nutztierarche?

Post#1by ranulf » Saturday 19. April 2008, 13:52

Moin moin Liebe Mit Imagehalter.

Hat jemand Erfahrung mit einem Hofcafe gesammelt? ich kann mir vorstellen, das eine Nutztierarche, gekoppelt an einen gastronomischen Betrieb eine gute idee sein kann. Was mir fehlt, sind die rechtlichen Grundlagen um ein Hofcafe zu gründen. Für mich als kleiner Hof kann es eine gute Möglichkeit zum Zuerwerb sein, ohne den Hof vom Land her zu vergrößern (was bei und fast unmöglich ist) und unsere FEWO zu nutzen.

Wo meldet man sowas an, welche Hygienischen Grundlagen braucht man und ab wann ist man gewerblich? Wieviele seiner Produkte kann man verarbeiten, z.B. auch Kuhmilch zu Schlagsahne auf der Torte?

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen gesammelt.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf
User avatar
ranulf
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Posts: 134
Joined: 12.2006
Location: Nordfriesland
Gender: None specified

Post#2by dani » Saturday 19. April 2008, 13:56

Hallo Ralf,

diese Idee habe ich auch im Kopf. Leider kann ich sie auch Platzgründen derzeit nicht realisieren. Wenn du Produke vom Hof verwendest, musst du die Hygienebestimmungen beachten. Bei Sahne, wird das bedeuten: pasteurisieren. Frag doch einfach beim Veterinäramt nach. Die können (und wollen vielleicht) Auskunft geben.

LG
dani
User avatar
dani
Moderator
Moderator
Posts: 352
Joined: 11.2006
Location: Salgen
Gender: Female

Post#3by klosterbauer » Saturday 19. April 2008, 14:55

Hallo Ralf,

Hofcafé ist spitze, allerdings keine Landwirtschaft mehr. ist eigener Gewerbebetrieb, so habe ich es zumindest hier erlebt.

Also gelten grundsätzlich die Bestimmungen für Gastronomie, die entsprechenden Ansprüche an Küche, sanitäre Anlagen etc.

Für Dich wäre dies ein neuer Betriebszweig. Warum auch nicht. Da habe ich allerdings damals nicht weiter recherchiert, da erst mal Stallbau im Vordergrund steht. Aber checkt mal das Internet nach Hygriene für Gastro, dann kommt Feuerlösch, Sanitär, Baurecht etc.

Buschenchänken wie beim Weinbau sind so einfach nicht - und nur saisonal. Da hab ich mir schon mal hier die Zähne dran angeknabbert (noch nicht ausgebissen, da muss ich noch ran).

Soweit für jetzt - Bergische Grüße von
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** The link is only visible for members, go to login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
User avatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Posts: 758
Joined: 12.2007
Location: 51645 Gummersbach
Gender: Male

Post#4by klosterbauer » Sunday 20. April 2008, 16:12

Noch ein Nachsatz - statt Veterinäramt würd ich zuerst die Landwirtschaftskammer interviewen - sonst verplappert mensch sich, und dann hängt man drin ...

Bergische Sonntagsgrüße von
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** The link is only visible for members, go to login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
User avatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Posts: 758
Joined: 12.2007
Location: 51645 Gummersbach
Gender: Male

Post#5by knüllbergfarm » Sunday 20. April 2008, 21:49

Hallo Ralf das mit den Hofcafe ist ne gute sache.
Da sind wir seit drei Jahren am Umbauen allerdings must du da erst einen Sachkundelergang für Gastronomi machen ,da fragst du ambesten bei deiner zuständigen Industri und Handelskammer nach die sagen dir den wo du den Lehrgang machen kannst. Wegen den Umbau must du bei deinen zuständigen Bauamt nachfragen wie gross das Cafe werden soll demendsprechend viele Toiletten must du einbauen und dan ist das ganze eine Nutzungsänderung und wie Peter schon erwähnt hat ein eigener Bertiebszweig .Ich hab das ganze schon vor drei Jahren mit einen Firmengründungskonzept angefangen
leider hat die Bank nicht mitgespielt deswegen bin ich auch noch nicht vertig,ich Baue das alles selber um.
wenn du nochmehr wissen möchtest schaue ich gerne in meinen Unterlagen

Gruss ThomasImage
User avatar
knüllbergfarm
... hat gut Ahnung
... hat gut Ahnung
Posts: 579
Joined: 06.2007
Location: 21702 Wangersen
Gender: None specified

Post#6by ranulf » Monday 21. April 2008, 20:10

Moin, Moin Ihr!
Gibt es gar keinen Unterschied zu "normalen Cafe" ich habe in Schleswig-Holstein den eindruck, die Landcafe gehen mit relativ wenig Aufwand an den Start. Dazu kommt, das ich im absoluten Aussenbereich liege und für die Umnutzung nur mit Mühe und Not eine Genehmigung durchsetzen werden kann. Hilft es mir dabei, eine Bestätigung als Nebenerwerbslandwirt zu erhalten?

Vielleicht sammeln wir hier ja noch mehr Erfahrungen.

Schöne Grüße
Ralf
User avatar
ranulf
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Posts: 134
Joined: 12.2006
Location: Nordfriesland
Gender: None specified

Post#7by klosterbauer » Tuesday 22. April 2008, 03:06

Hallo Ralf,

ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten. Hier habe ich zwei Hofcafés bei der Entstehung ein wenig beobachten können. Alle haben längere Zeit gebraucht, eines gleich so an die vier Jahre. AUch Außenbereich, landw. Betrieb etc.

Natürlich hilft die Privilegierung - rede wirklich mal mit der Landwirtschaftskammer. Die haben sich hier sehr engagiert eingesetzt. Das Café, was zig Jahre brauchte, bis es an den Start geht, ist jetzt ein Restaurant, hatte Schwierigkeiten mit dem Baurecht etc. (also kommunal und Nachbarkreis), läuft aber jetzt wie Nachbars Lumpi (so sagt man hier). Da hat sich die Arbeit sicher gelohnt ...

Was besseres fällt mir heute leider nicht ein.

Bis bald
der Bergische Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** The link is only visible for members, go to login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
User avatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Posts: 758
Joined: 12.2007
Location: 51645 Gummersbach
Gender: Male

Post#8by knüllbergfarm » Thursday 24. April 2008, 14:53

Ambesten du du Fragst mal ganz unverbindlich beim Bauamt nach.Wir haben das auch gemacht die können dir genau sagen was du machen must damit du das auch Genemigt kriegst.
Ich habe voreiniger zeit in der Land und Forst gelesen das Hofcafes eventuell einfachere auflagen bekommen können Image.
Gruss Thomas
User avatar
knüllbergfarm
... hat gut Ahnung
... hat gut Ahnung
Posts: 579
Joined: 06.2007
Location: 21702 Wangersen
Gender: None specified

Post#9by klosterbauer » Thursday 24. April 2008, 21:53

Hey Thomas - wenn Du das gelesen hast, hast Du noch ein pdf oder scan für die Neugierigen unter uns. Ich bin so einer ....

Bergische Grüße in den Norden
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** The link is only visible for members, go to login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
User avatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Posts: 758
Joined: 12.2007
Location: 51645 Gummersbach
Gender: Male

Post#10by knüllbergfarm » Friday 2. May 2008, 07:59

Hallo Ralf,Peter ich zuch den beitrag immer nochImage hab noch nichts gefunden da wir nicht alle
Land und Forst aufheben bleib aber dran wie geschrieben bin auch dabei ein Hofcafe zu Integriren.

Gruss Thomas saus jetzt aber raus Imagecher Füttern
User avatar
knüllbergfarm
... hat gut Ahnung
... hat gut Ahnung
Posts: 579
Joined: 06.2007
Location: 21702 Wangersen
Gender: None specified

Post#11by klosterbauer » Saturday 3. May 2008, 09:19

nur kein Stress - und beste Grüße
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** The link is only visible for members, go to login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
User avatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Posts: 758
Joined: 12.2007
Location: 51645 Gummersbach
Gender: Male

Post#12by weingut-brenneri » Sunday 20. September 2009, 09:19

Wir leben leider in einem § Dschungel, aber es gibt Möglichkeiten dies zu umgehen, wenn du natürlich ganz offiziell mit einem Hofcaffee werben willst, dann gibst ne Menge Auflagen, Gästetoilette, Küche, Abfallentsorgung....
Aber wo kein Kläger da kein Richter, versuch es doch mit Hoffesten, Workshops, Tag der Offenen Tür, das zieht Besucher an und Du kannst Deine Waren anpreisen, in regelmäßigen Abständen veranstalltet und keinerlei Auflagen, das heißt von Verbandsgemeinde zu Verbandsgemeinde ist das auch noch mal unterschiedlich, in manchen muss man ein Hoffest anmelden, mehr nicht.
Dies wäre eine Alternative um sich durch den § Dschungel durchzumogeln und seine Idee doch in die Tat umzusätzen.

Haben wir auch ne ganze Zeit lang so gemacht.
User avatar
weingut-brenneri
Posts: 2
Joined: 09.2009
Location: Beuren
Gender: None specified

Post#13by Andreas » Sunday 20. September 2009, 11:07

Hallo miteinander,
vor 10 Jahren gab es die sogennanten "Heckenwirtschaften", das waren Gastrobetriebe,die einer Landwirtschaft angeschlossen waren, die nur 4-5 Monate in der Saison öffneten, und mit deutlich geringeren Auflagen ausgestattet waren. Kein Mensch hat kontrolliert ob man im Winter auch "gelegentlich" auf gemacht hat. Villeicht auch mal beim Landwirtschaftsamt nachfragen, über die gab es damals sogar eine Förderung. Und die LVM hat das ganze auch noch kostenlos in der Betriebshaftpflicht mitversichert.

:smileyvieh: le Grüße

Andreas
Sorry,Rechtschreibung kann ich gaaar nicht,
ich hoffe Ihr versteht trotzdem was ich meine.
User avatar
Andreas
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Posts: 162
Joined: 11.2008
Location: 17337 Uckerland/ Karlstein/ Brandenburg
Gender: None specified

Post#14by Bartkaninchen » Sunday 20. September 2009, 18:18

Die jeweils zuständige Industrie- und Handelskammer stellt jedem Interessenten ein Merkblatt zur Verfügung unter welchen Voraussetzungen die sogenannten Besenwirtschaften, Strußenwirtschaften oder auch Strohwirtschaften betrieben werden dürfen. Ich glaube es sind max. 3 Monate im Jahr als Gesantöffnungszeit. Wer also nur an den Wochenenden öffnet kann sich ja ausrechnen wie lange man geöffnet haben darf. Zum Anderen gebe ich Andreas Recht, denn im Winter kontrolliert niemand ob geöffnet ist oder nicht. Es tun aber auch Schildchen an der Tür mit der Aufschrifz "Private Geburtstagsfeier" wahre Wunder. Man soll ja auch nicht gleich ein Transparent draußen hinhängen.
Aber ruf einfach die IHK an. Die schicken Dir die Bestimmungen sofort zu.
"Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.”

Gerhard Uhlenbruck
User avatar
Bartkaninchen
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Posts: 195
Joined: 05.2008
Location: Hohenmölsen OT Rössuln
Highscores: 1
Gender: Male

Vorschriften

Post#15by plaetzchenwolf » Thursday 6. May 2010, 10:12

Wenn ich von diesen Vorschriften lese, wird mir ganz anders um`s Herz:
In den 60igern fuhren wir mit den Eltern nach Österreich, wo man sich bei einem ganz einfachen Bauernhof vor das Haus setzte und
dort das Glas frische Erdbeer-Milch genoß - - ganz ohne irgendwelche "Hygienevorschriften".
Wer wollte konnte auch ein Stück einfachen Kuchen bekommen oder Katenwurst und frisches derbes Brot.
"Toiletten" habe ich keine gesehen... Plumps-Klo und gut war's.
Oft war nicht mal "fließendes" Wasser vorhanden, die Schilder mit entsprechender Aufschrift kamen erst viel später an den Wegrand um "Touris" anzulocken.
User avatar
plaetzchenwolf
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Posts: 128
Joined: 05.2010
Location: Weinbach
Gender: None specified


Beteilige Dich mit einer Spende
cron