Pilze

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Post#1by Herwig » Friday 1. October 2010, 14:42

Hallo Pilzsammler,

seit 1986 sammele ich keine Pilze mehr. Meine Frau, als Pilzliebhaberin, versucht mich jedes Jahr auf`s neue zu überreden.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach Tschernobyl sind Wildpilze immer noch radioaktiv belastet - zum Teil stark. Die Höhe der Belastung variiert je nach Sorte und Standort stark. Die Behörden raten davon ab, viele Waldpilze zu verzehren - das gilt besonders für Kinder und Schwangere.
In vielen deutschen Regionen hatte es kurz nach dem Unglück geregnet, wodurch besonders viel Strahlung in den Boden gelangt ist. An der hohen Belastung dieser Gebiete wird sich nach Meinung von Fachleuten auch in den kommenden Jahren kaum etwas ändern, denn das radioaktive Cäsium-137 (Cs-137) ist erst nach rund 30 Jahren zur Hälfte zerfallen.

Wie macht Ihr das, verzichtet Ihr oder geht Ihr auf Risiko, oder habt Ihr gar eigene Pilze gezüchtet??
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Post#2by legasp96 » Friday 1. October 2010, 20:34

Ich habe mich 1986 auch von der Massenpanik anstecken lassen - Konserven ohne Ende gekauft. Naja, ich war noch jung! Aber irgendwo machte das keinen Sinn! Damals wurde, soweit ich mich erinnern kann, davon gesprochen das das radioaktive Cäsium-137 (Cs-137) eine Halbwertzeit von 200 Jahren hat. Die Strahlung ging in den Boden und wenn ich es genau nehme, dürfte ich nichts mehr essen, das dort gewachsen ist, wo die Strahlung ankam.
Ich sammle Pilze und glaube auch nicht daran, das sie mir schaden! Da gibt es sicher andere Dinge, die viel schädlicher sind. Ich denke mal nur an all die guten Dinge, die ich für wenig Geld beim Discounter kaufen kann.
Grüße
Monika
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Post#3by Alex » Sunday 3. October 2010, 01:44

Hallo,

wir leben hier direkt am Wald und ich bin an manchen Tagen regelrecht umringt von Birkenpilzen Maronen Parasol und Co, wie soll man als Selbstversorger da Nein sagen? Meine Kinder können die wichtigsten Pilze auch schon erkennen.

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Post#4by la-pastorella » Sunday 3. October 2010, 11:05

Vor Tschernobyl haben wir immer wider Pilze im Wald gesammelt. Lecker! Nach dem Fallout war klar, dass das in dieser Form erledigt hat. Herwig hat schon recht mit den Zitaten zu den Halbwertzeiten.
Also gibt es seither Pilze aus der Zucht, denn die wachsen auf kontrollierten Substraten (also gemischten Erden, da wird kontrolliert und es gbit Grenzwerte), nicht auf möglicherweise stark kontaminiertem Boden. Es gibt sicher Gegenden, die stärker, und auch welche die schwächer belastet sind, doch woher weiß ich das? Ich hatte Wochenenddienst in der Gärtnerei als der Regen kam, der die radioaktiven Teilchen auf den Boden brachte. Mir ist das noch in sehr lebendiger Erinnerung.
Auch bei Wild bin ich nach wie vor vorsichtig, ich esse es und auch gern, aber in Maßen.
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