Hexenring

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Hexenring

Post#1by schnuckened » Sunday 13. October 2013, 19:36

der fachkundige leser wird es wissen, dass es sich hierbei nicht um einen arbeitskreis spiritueller userinnen handelt, sondern um eine laune der natur, wobei sich pilzmyzel sternförmig ausbreitet und die fruchtkörper der pilze ringförmig aus dem boden sprießen lässt. einfach schön anzusehen sowas. und wenn man noch das glück hervorragenden pilzgeschmackes gratis dazu bekommt, ist die freude groß. mir ist heute auf einer schlaubetalwanderung dieses glück zum 3. mal zuteil geworden. so an die 30 exemplare vom violetten rötelritterling waren es heute, ein fast unverwechselbarer sehr guter speisepilz mit fruchtartigem geruch, der sich auch nach dem zubereiten auch im geschmack noch wiederfindet. in der konsistenz etwa mit dem austernseitling zu vergleichen, der ja auch kultiviert wird und dadurch etwas bekannter ist in meiner schafkoppel wachsen zudem noch die leckeren edelreizker, ein paar butterpilze zum waldpilzgeschmack, das gibt ein hervorragemdes mahl. es wird wohl für 2 portionen reichen, denn neben dem hexenring wurden noch einige einzelexemplare gefunden.
im fleischigsten teil, den übergangsbereich von stiel zum hut waren die ritterlinge oft (nur ein wenig) madig. da kam mir doch der gedanke, die maden können doch eigentlich auch nur nach pilz schmecken. essen wir sie nur aus "ekel" nicht mit, oder gibt es dafür eine medizinische oder wissenschaftliche begründung? haben die urmenschen auch die maden rausgepult?
natürlich bekommt ihr auch ein bild von einem hexenring, nicht von heute, aber der hier, auch ein violetter rötelritterlingshexenring, ist aber viel schöner, vom vorigen jahr und mangels transportkapazität stehen geblieben. die farben waren leider nicht der wirklichkeit entsprechend hinzubekommen...

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Re: Hexenring

Post#2by Uwe » Sunday 13. October 2013, 20:09

... und ich dachte immer, alle Pilze, die Hexenringe ausbilden, sind giftig!
Bei mir in der Schafweide laufen gerade - wie jedes Jahr - Unmengen an Parasolpilzen (Riesenschirmlinge) auf. Muss die auch morgen mal fotografieren.
Die sollen ja tolle Speisepilze sein - aber ich traue mich nicht!

Edit: Dann warte ich auch mal auf diese schönen Boviste, jedes Jahr auf Handballgröße ausgewachsen. Die schmecken auch paniert nach nichts ...
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Hexenring

Post#3by Mauki » Sunday 13. October 2013, 21:26

Ist ja interessant, das du dich ans Essen solcher Pilze ranwagst, dazu fehlen mir die Kenntnisse, leider! Ich würde die immer für Giftpilze halten. Aber lieber einmal zuviel einen mutmaßlichen Giftpilz nicht gegessen, als einen flaschen Eßbaren verspeist.
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Re: Hexenring

Post#4by Alex » Sunday 13. October 2013, 21:36

Parasol habe ich heuer auch schon zur Genüge verspeist, gibt es dieses Jahr sehr viele, sehr lecker, ist eh ein reichaltiges Pilzjahr, auf sämtlichen Holzbrettern liegen die zuviel gesammelten Waldpilze zum trocknen, für die Eintöpfe im langen Winter. Es hat schon seine Vorteile, wenn man gleich am Wald wohnt.

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Re: Hexenring

Post#5by lucky9 » Sunday 13. October 2013, 22:21

Hi.

also wir meinen das auf den weiden die längere zeit von Schafen beweidet werden mehr Pilze wachsen meist die Parasols die kann man ruhig essen sind richtig gut. Wie ein schnitzel.
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Re: Hexenring

Post#6by Uwe » Sunday 13. October 2013, 22:28

Genau, auf meiner Schafweide stehen die ...was mache ich am Besten mit denen??
Dennoch: Eigentlich traue ich mich nicht, bin mir nicht sicher!
Morgen mache ich einige Bilder ...
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Re: Hexenring

Post#7by schnuckened » Monday 14. October 2013, 06:20

das mitnehmen solcher "giftpilze", also solche, an die sich keiner heran wagt, bestimmen auch bei mir angebot und nachfrage. alleine essen macht keinen spaß und wenn muttern wieder mit nem arm voll steinpilze aus dem nahen wald geschlendert kommt, kann ich mir die putzerei auch ersparen. aber bei diesem ritterling muss ich einfach ran. mit den parasolen ist es auch bei uns wie beschrieben, meine bessere hälfte mag sie inzwischen nicht mehr, schon gar nicht wie schnitzel, denn in den lamellen verfängt sich zu viel bratfett. es ist schade, denn der nussige geschmack ist eigentlich gut! jetzt geht auch die grünlingsaison wieder los. auch eine der hervorragenden lieblingsarten, jedoch sollen die inzwischen bedenklich wegen der giftigkeit sein. bis jetzt sind mir die fußnägel noch nicht ausgefallen, wir nehmen sie jedes jahr.
uwe, parasol einfach probieren. fang am besten mit den geschlossenen jungexemplaren mal an, stiel, versteht sich, wegschmeißen! bereite sie ganz normal zu, um dir ein geschmacksurteil zu bilden, bevor du dich ans "schnitzel" panieren heran wagst. wir haben uns leider damit überfuttert und dadurch einiges versaut! aber wenn du riesenboviste nimmst, tut es der parasol allemal!

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Re: Hexenring

Post#8by Claudia » Monday 14. October 2013, 06:23

Uwe ich versteh Dich!
Ich trau mich an Pilze auch nicht ran, musste zwar als Kind immer für meine Oma die Champions von der Pferdewiese holen, aber die hab ich nie gegessen.

@ed
Hexenringe habe ich auf einem Distanzritt im Siegerland mal an einer Stelle zuhauf gesehen, ein recht großes Waldstück bestand eigentlich nur aus Hexenringen und ganz viel Fliegenpilzen (die erkenn ich)
Auf wenn der Verstand weiß, warum das so ist- wurde mir dort doch klar warum eine solche mytholgische Bedeutung daran hängt :geist:
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Re: Hexenring

Post#9by Dine » Monday 14. October 2013, 11:40

musste zwar als Kind immer für meine Oma die Champions von der Pferdewiese holen


Wie kommt es eigentlich, dass nach einer Weile auf Schaf- bzw. Pferdekoppeln immer Pilze wachsen? Bei uns auf den Koppeln habe ich auch vermehrt Pilzwachstum festgestellt, trau mich da aber gar nicht ran, weil ich nicht die allergeringste Ahnung davon habe...! Ich züchte lieber auf Strohballen, da hoffe ich zumindest zu wissen, was da kommen wird... :essen1:
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Re: Hexenring

Post#10by Claudia » Monday 14. October 2013, 12:58

keine ahnung, aber früher haben die holländer immer in den ställen den pferdemist mit dem lkw abgeholt für ihre championkulturen. ich hab die auch nirgendwo mehr so gut wachsen sehen, wie auf dieser wiese : )

strohballen hab ich auch schon mal überlegt, nur aus platzmangel bisher sein gelassen. wo hast du die kulturen her?
geht das ganzjährig und wielange halten die kulturen?
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Re: Hexenring

Post#11by Alex » Monday 14. October 2013, 22:05

Wir machen die Parasol, wenn sie offen sind und dann panieren, so mag ich die am liebsten. Champions wachsen bei mir auf der Weide besser als die Kulturen, war ziemlich teuer im Verhältniss zum Ertrag. Kulturen kannst du als Anfängerpaket mit Erde und allem drum und dran kaufen.

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Re: Hexenring

Post#12by schnuckened » Tuesday 15. October 2013, 03:02

na ganz einfach, durch den eintrag der natürlichen substrate wird ein millieu geschaffen, welches die ansiedlung von pilzen fördert. in der schule haben wir bereits gelernt, dass pilze mit den umgebenden pflanzen eine sybiose eingehen, also beide voneinander profitieren. die pilzsporen verteilen sich durch den wind rasch in alle winkel , diese sporen warten nur darauf, ein passendes millieu zu finden. das schafft man durch die viehhaltung. die pilze zersetzen diese organischen stoffe, sodass die bakterien die nährstoffe schnell freisetzen können. die pflanze bietet den lebensraum, der pilz hilft bei der nahrungsaufnahme. so funktioniert natur!

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Re: Hexenring

Post#13by karinenhof » Tuesday 15. October 2013, 16:53

Die Parasolpilze od. Schirmpilze, sind für uns mit die schmackhaftesten Pilze. Sie sind relativ sauber und brauchen deshalb nicht gewaschen werden. Evt. abbürsten od. die Lamellen vorsichtig auspusten. Dann panieren und braten wie Schnitzel. Ei und Semmelmehl. am besten das gequirlte Ei gut würzen mit Pfeffer und Salz, weil am Pilz nichts haften bleibt. Die sind soooooooooo lecker. Probier mal.

Grüße von Karin aus dem Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Re: Hexenring

Post#14by Dine » Monday 28. October 2013, 16:19

@Karin: Mift! Jetzt hab ich Hunger... :boyspiegeleier: :biggrin:

Ich hatte für meinen Vater mal Braunkappen besorgt und die haben wir einfach auf alte Strohballen ausgebracht, nach draußen an geschützter Stelle an den Knick gelegt und immer gut gegossen über Sommer. Ging prima!
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Re: Hexenring

Post#15by Fuhrmann » Monday 28. October 2013, 16:31

So was wie die Hexenringe gibt es auch auf der Wiese. Da gab es letztens in Planet Wissen eine Sendung, habe das aber verpasst was das für Pilze sind die auf Wiesen die Ringe bilden. Weiß das jemand ?
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Hexenring

Post#16by schnuckened » Monday 28. October 2013, 18:10

stimmt fuhrmann, habe sowas nun auch auf unserer wiese, einen ocker gelblich farbenen trichterling oder sowas, dicht an dicht der inzwischen schon braun am absterben ist. ich denke, sowas kann man nicht einer bestimmten pilzart zuschreiben, eher ner ganzen gattung. auf alle fälle neigen die ritterlinge und trichterlinge dazu, aber da gibt es sicher noch mehr kandidaten. auch bei den schwindlingen kann ich mir das vorstellen, von denen es gute würzpilze gibt, aber bin dann doch etwas zu feige. übrigens waren vater und ich am vergangenen donnerstag grünlinge sammeln, ne stunde rin in den wald, körbe vollgschmissen und wieder raus! sowas hab ich noch nicht gesehen, solche massen! :zahnstocher:
und gestern noch ein highligt, im pücklerpark branitz an einer abgestorbenen buche wucherte der ganze stamm mit austernseitlingen zu! der welthunger hätte gestillt werden können! meine frau verbot mir sie zu ernten, ich weinte!!!! :vordiewandrenn:

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