Rinderausbildung

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Rinderausbildung

Beitrag#1von Dine » Donnerstag 14. November 2013, 11:49

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade über den folgenden Link gestolpert und hoffe, dass es etwas für euch sein könnte. :smileyvieh:

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Dine.
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Re: Rinderausbildung

Beitrag#2von schnuckened » Freitag 15. November 2013, 20:06

phantastisch! gut, ob es unbedingt sein muß, dass auf der kuh geritten wird sei dahin gestellt. aber anreiz bildet dieser film genug, dass kühe zu mehr taugen als staks und milch zu geben. zu meiner kinderzeit sind hier vor dem tor ständig kuhgespanne vorbei gezogen, den gummiwagen hinter sich her, beladen mit M ist, rüben, heu und noch früher meiner oma! die straße hatte noch keinen asphalt und für uns barfüßigen kinder ab und zu unter dem staub nen kuhfladen versteckt...

grüße

ed
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Re: Rinderausbildung

Beitrag#3von Herwig » Dienstag 19. November 2013, 06:41

Hintergrund war und ist das Dreinutzungsrind, schön ist es, dass sich "junge" Menschen wieder darauf besinnen, damit Fertigkeiten und Wissen darüber nicht verloren geht. Man hört, dass es Geduld braucht bis ein Rind zufriedenstellend arbeitet.
Mein Großvater war anderer Meinung, als "Afrikaner" hat er sogar eine Kutsche mit Zebras gefahren. Sein Standardspruch war: Wenn Du keine Geduld mit Tieren hast, kauf dir ein Zebra, das lehrt dich Geduld! Sein Vater (mein Urgroßvater) hat davor mit Ochsenkarren Goldtransporte gefahren für Letto Vorbeck, um es schneller zu schaffen versuchte er es mit Zebras. Es gab auch ein Foto von einem vierer Zug vor einem beladenen Ackerwagen mit Holzrädern, er hat es mir gezeigt als Junge, nach seinem Tod haben wir das Foto leider nicht mehr gefunden. (oder einer der Erben hat es entsorgt)
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Re: Rinderausbildung

Beitrag#4von alfredo » Sonntag 21. September 2014, 16:10

Möchte nur kurz mitteilen, dass unsere Original Schwarzbunte während des Erntedankumzuges bewundernde Blicke aller Schaulustigen erntete.
Ja am Samstag, 13.09. 2104 feierte das Altmarkdorf Schinne in diesem Jahr sein Erntefest.
Schon vor Wochen wurde ich angefragt ob ich vielleicht ein Kuhgespann präsentieren könne.
Schon als Kalb handzahm und halfterführig begann ich die dreijährige DSN-Kuh am 10.08.2014 auszubilden.
Ausbildung und Mais nachsammeln ließ sich gut verbinden.
Und nun zwei Fotos von unserer Leni, mit denen ich alle Rinderfreunde zum Anpannen ermutigen möchte-
(Übrigens durfte ich erneut die Erfahrung machen, dass Rinderausbildung unproblematischer verläuft als Pferdeausbildung)

www.mitgeschoepfe.de
Zuletzt geändert von alfredo am Sonntag 21. September 2014, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rinderausbildung

Beitrag#5von alfredo » Sonntag 21. September 2014, 16:21

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Re: Rinderausbildung

Beitrag#6von alfredo » Sonntag 21. September 2014, 16:26

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Re: Rinderausbildung

Beitrag#7von Alex » Sonntag 21. September 2014, 21:22

Hallo,

meine Scarlett hat auch angefangen sich mit einer unserrer Hinterwäldern zu beschäftigen, sie möchte sie einmal soweit haben, sie zu reiten. Die Jungkuh hat einen G>eburtsfehler, wir wissen nicht ob man sie mal besamen kann und Scarlett ist aber ganz verliebt in sie, weil sie hat ein ausgesprochen nettes Wesen. Und damit ich nicht auf die Idee komme aus ihr Salami zu machen, will sie eben, dass sie einen anderen Nutzen hat. Ich habe auch schon mal nach entsprechender Literatur gesucht, wurde aber nicht fündig. Weil ich habe keine Ahnung wie man Rinder ausbildet und meine Tochter eben auch nicht. Im Moment geht sie viel mit ihr spazieren und übt Gangarten. Sie ist auch erst eineinhalb. vielleicht kann uns jemand Tips geben, wie man was in welcher Reihenfolge übt.

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Re: Rinderausbildung

Beitrag#8von alfredo » Montag 22. September 2014, 11:06

Hallo Alex,
sicher vermag eine Kuh einige Kilogramm zu tragen, doch als Reittier über eine " größere Strecke" ist die kleine Hinterwälder sicher weniger geeignet. Jedoch sie vor einen kleinen Karren zu spannen und spazieren zu fahren wäre bestimmt bald möglich.
Denn wie ich lese, ist sie halfterführig, wobei von primärer Bedeutung der Gehorsam ist. Damit meine ich das Anhalten und stehen bleiben.

Vor allem meine einstige Harzkuh hatte ich auch spazieren gehender Weise angelernt. Unmittelbar nach dem Kommando HAAALT (wichtig ist ein ruhiges klares, einsilbiges Wort - wie auch stehhhh ) gab es ein Stück Brot oder Apfel.
Nach dem 4. oder 5. HAAALT blieb sie sofort stehen und erwartete ihr Leckerli. Bleibt ein Tier auf Kommando ruhig stehen hat man sehr viel erreicht - vor allem auch hinsichtlich der Sicherheit.
Es bleibt nämlich leider nicht aus, dass mal etwas am Geschirr reißt oder am Wagen kaputt geht usw.

Sicher sage ich nichts Neues, wenn ich wert auf wenige klare Komandos lege.

Wenn nun Halfterführigkeit und Anhalten funktionieren, dann ist der Zeitpunkt für die lange Leine gekommen.
Auf dessen Stimme sie gehorcht, der sollte nun von hinten mittels Leine, Gerte und Stimme agieren.
Wer in der Ausbildung noch nicht so versiert ist, benötigt unbedingt einen Helfer der vorn am Kopf des Tieres geht und durch einen Führstrick die ersten Male -bis das Tier auf rechts und links abbiegen reagiert- sichert.

Für das spätere Anspannen ist sehr hilfreich, wenn man das Rind immer wieder einmal zum Grasen anpflockt ( ich nutzte bei unserer Schwarzbunten ein 5 m langes, sehr dickes Seil) . Meist lernen die Rinder recht schnell dieses Seil zu akzeptieren und damit "umzugehen" , auch wenn manche anfangs danach schlagen oder sich eindrehen. Ein Rind, welches sich anpflocken lässt, schlägt vor dem Wagen nicht nach Zugsträngen, Scherbäumen oder Gabelbäumen.

Obgleich Hinterwälder ( hatte selbst vor 18 Jahren ein Rind dieser Rasse) wohl etwas temperamentvoller als manch andere Rassen sind,
bin ich überzeugt, dass in wenigen Wochen die kleine Kuh ein Wägelchen ziehen wird.

Beste Grüße
Alfredo
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Re: Rinderausbildung

Beitrag#9von Alex » Dienstag 23. September 2014, 22:27

Hallo Alfredo,

vielen Dank für die Tips, da können wir was anfangen damit. Nur das Arbeiten mit Leckerlis haben wir schon anfänglich versucht und sehr schnell wieder aufgegeben, weil da fingen sie an ständig zu betteln, was bei einer Kuh mit Hörnern sehr unangenehm sein kann.
Weil du da scheinbar weit mehr Erfahrung hast, noch eine Frage, wir müssen unsere zwei immer morgens auf die Weide führen und Abends wieder heim. Bei der kleinen(die Kuschelkuh) funktionierte das sehr schnell, sie darf man nicht unter Druck setzten, sondern mit viel Geduld und Hutschi Gutschi macht die alles mit. Die zweite ist so ziemlich das Gegenteil, sie soll auch nur Halfterführig werden und in die Zucht gehen, aber jetzt nach einem Jashr rauf auf die Weide und wieder runter, ist sie nach wie vor sehr störrisch, teilweise will sie auch stoßen, bleibt entweder einfach stehen und hängt sich ins Halfter oder stürmt unvermittelt los, Wie kann man das am besten abgewöhnen, gibt es da irgendwelche Tricks? Kette über Nase haben wir schon gemacht, nutzt auch nur bedingt. Weil irgendwann könnte das mal ins Auge gehen, wenn sie meint ihre Launen ständig ausleben zu müssen.

Alex
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