Wölfe auf dem Vormarsch

Moderator: Conny


FollowersFollowers: 0
BookmarksBookmarks: 0
Views: 1531

Wölfe

Post#2by Kuschelkatze » Wednesday 4. March 2009, 14:07

Hallo.

Das schaue ich bestimmt. Ich liebe Wölfe. Fast waren unsere Wölfe zum Abschuß freigegeben.
Angeblich haben sie Schafe in Frd getötet. Dann stellte sich raus, das es ein Hund gewesen sein muß. Wölfe wurden auf jeden Fall als Täter ausgeschloßen. Ich bin der Meinung, das es Versicherungen und gute Hunde gibt. Sicherlich wird Geld kein gutes Zuchttier ersetzen, aber besser als gar nichts.

Bei uns hatte auch mal ein Marderhund alles Kleingeflügel nieder gemacht. Ich glaube wir hatten dann auch Geld bekommen. War zu DDR Zeiten.

Letztens habe ich einen Film über Wölfe in Russland gesehen. Im Endefekt war ein Jäger, und Geldgeber. Der Jäger änderte seine Meinung, und wollte die Wölfe schützen. Sie kauften auf einen Markt 10 viel zu junge Wolfswelpen. Die brachten sie in der Hoffnung, das sie von der Wölfin wieder angenommen werden, in die Nähe des Bau´s , wo sie geboren wurden. Falsch gedacht. Von den 10 Tieren haben 3 Tiere überlebt. Dabei war eine ganz helle Wölfin. Es gibt eine Sage oder so was von einer fast weißen Wölfin.
Die Wölfe ließen auch in der Gegend die Schafe in Ruhe, obwohl sie an Menschen gewöhnt sind.

Es ist schade, das der Mensch alles töten will, wovor er Angst hat. Woanders leben Menschen auch mit Grisslys und Bären in näheren Umgebung zusammen.

Das muß doch bei uns mit Wölfen und Luchsen auch gehen.
Ich will ja gar nicht von dem Bär reden, der in Bayern ( glaube ) abgeschoßen wurde. Die Medien erzählen auch das, was sie vorgeschrieben bekommen.

L.G. Sabine
Zweierlei Dinge eignen sich zur Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens.
---> Katzen und Musik <---

*** The link is only visible for members, go to login. ***
User avatar
Kuschelkatze
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Posts: 75
Joined: 12.2008
Location: 01979 Lauchhammer Brandenburg
Gender: None specified

Post#3by Frankenvieh » Wednesday 4. March 2009, 15:55

Naja mit solchen Aussagen wär ich vorsichtig, also ich würde auch nicht erfreut reagieren wenn plötzlich ein Bär meinen Hühnerstall auseinander nehmen würde oder Wölfe meine Kälber reißen würden....

Es ist auch nicht auszuschließen das sich Hund und Wolf vermischen, wer kann denn das noch unterscheiden.....?

Wenn die nix mehr im Wald zu Jagen haben, dann kommen sie, auch zur leichteren Beute,zu dem Vieh.

Man müsste sich das in Rumänien oder sonst wo anschauen wie die Bauern mit diesem "Problem" umgehen.

Herdenschutzhunde war da wohl mal im Gespräch, würde ich aber dort in diesen Ländern kaufen, weil beim VDH zählen ja leider nur noch Äußerlichkeiten.
User avatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Posts: 641
Joined: 10.2008
Location: Thüringen
Highscores: 38
Gender: Female

Post#4by Kuschelkatze » Wednesday 4. March 2009, 19:21

Warum haben die Tiere nichts mehr zu jagen ?

Warum kommen denn die Wildschweine in die Stadt ?
Bei uns wird jeder qm rekultiviert. Braunkohlefolgelandschaft. Die Wälder werden abgeholzt. Seenlandschaften geschaffen. Dann wird eine Straße nach der anderen gebaut. Dann gleich noch eine Autobahnzufahrt, oder warum nicht geich eine Autobahn ? Wo wollen die Tiere denn hin?

Die haben gar keine Chance in den Wäldern.
Das ist zumindest meine Meinung.

Was würdet Ihr denn machen wenn jemand durch euer Grundstück einen öffentlichen Gehweg baut ?
Würdet Ihreuch noch wohlfühlen ? Oder würdet Ihr umziehen ?

Ich denke mal die Wölfe sind gar nicht so schlecht für die Region hier. Dann hat z.B. ein Marderhund auch einen natürlichen Feind.

L.G.Sabine
Zweierlei Dinge eignen sich zur Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens.
---> Katzen und Musik <---

*** The link is only visible for members, go to login. ***
User avatar
Kuschelkatze
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Posts: 75
Joined: 12.2008
Location: 01979 Lauchhammer Brandenburg
Gender: None specified

Post#5by Frankenvieh » Thursday 5. March 2009, 07:28

Warum Tiere in die Stadt kommen? Ganz einfach, in unserer Wegwerfgesellschaft gibt's viel Futter zu finden. Und die schlauen Stadtmenschen meinen die Tiere ja noch füttern zu müssen, egal ob Fuchs oder Wildschwein..... Da wundere ich mich nicht. Berlin ist der einzigste Bezirk wo der Fuchs Schonzeiten hat. Manchmal wird der Tierschutz arg übertrieben.
In Rumänien kommen die Bären auch in die Stadt und nehmen Mülltonnen ausseinander.

Ich habe weder was gegen Wölfe,Luchse oder Bären, aber bei unserem wenigen Platz was wir haben, stellt sich die Frage ob das gutgeht, wenn sie sich weiter ausbreiten.

Ich halte die Hecken auch kurz, damit meine Viehcher was zu Fressen haben, letztes Jahr haben wir einen Graben entschlämmt, damit das Wasser von den Wiesen wegkann. Dabei haben wir wohl ein Bisamrattennest zerstört.... auf der anderen Seite hänge ich Nistkästen auf, Schaffe Winterquartiere für den Igel. Wir können unsere Kulturlandschaften nicht einfach verwildern lassen, oder wie stellst du dir das vor?
User avatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Posts: 641
Joined: 10.2008
Location: Thüringen
Highscores: 38
Gender: Female

Hallo

Post#7by Kuschelkatze » Friday 6. March 2009, 09:32

Hallo.

20:15 kam doch Außenseiter Spitzenreiter auf Mdr. Ich kam zwar später Heim. Habe noch gesucht, aber nicht mehr gefunden. Es gibt sicherlich eine Wiederholung.

Dann denkt wenigstens einer so ählich wie ich. Sicherlich reden wir auch von den gleichen Wölfen. (Ich wohne auch nicht so weit von Fiwa weg.) Das will ich damit sagen. Vielleicht drücke ich mich nur schlecht, oder unverständlich aus. Es wird auch immer Gegener von einer Sache geben.

@ Frankenvieh. Unsere Müllplätze sind eingezäunt, und da liegt auch nichts rum. Ich kann auch gern ein Bild machen. Ist mir aber ehrlich gesagt zu blöd.
Wie gesagt jeder hat seine Meinung.

Vielleicht reißt ja das ein oder andere Wolfsrudel mal ein Wildschwein? Oder die Frischlinge werden nicht alle groß.
Die Jäger haben dieses Jahr Frischlinge abgeschossen, das es der 2. Wurf war, und die sowieso nicht großß genug geworden wären.

L.G. Sabine
Zweierlei Dinge eignen sich zur Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens.
---> Katzen und Musik <---

*** The link is only visible for members, go to login. ***
User avatar
Kuschelkatze
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Posts: 75
Joined: 12.2008
Location: 01979 Lauchhammer Brandenburg
Gender: None specified

Re: Hallo

Post#8by Frankenvieh » Friday 6. March 2009, 11:04

Kuschelkatze wrote:Hallo.



@ Frankenvieh. Unsere Müllplätze sind eingezäunt, und da liegt auch nichts rum. Ich kann auch gern ein Bild machen. Ist mir aber ehrlich gesagt zu blöd.
Wie gesagt jeder hat seine Meinung.

L.G. Sabine
Jaaa sind sie aber nicht überall und du bist sicherlich auch nicht eine von denen, die meinen irgentwelche Wildtiere anzufüttern. Wie gesagt ich habe nichts gegen Raubtiere. Ich hoffe nur das sie einen Platz in unserer raren Wildnis findenImage

Wir haben wohl beide aneinander vorbeigeschriebenImage

Wenn alle Bauern so einsichtig sind wie Ralf, kann eigentlich nix schief gehen.
User avatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Posts: 641
Joined: 10.2008
Location: Thüringen
Highscores: 38
Gender: Female

Post#10by Dinkelkörnchen » Saturday 7. March 2009, 05:43

Frankenvieh wrote:Naja mit solchen Aussagen wär ich vorsichtig, also ich würde auch nicht erfreut reagieren wenn plötzlich ein Bär meinen Hühnerstall auseinander nehmen würde oder Wölfe meine Kälber reißen würden....

Es ist auch nicht auszuschließen das sich Hund und Wolf vermischen, wer kann denn das noch unterscheiden.....?

Wenn die nix mehr im Wald zu Jagen haben, dann kommen sie, auch zur leichteren Beute,zu dem Vieh.

Man müsste sich das in Rumänien oder sonst wo anschauen wie die Bauern mit diesem "Problem" umgehen.

Herdenschutzhunde war da wohl mal im Gespräch, würde ich aber dort in diesen Ländern kaufen, weil beim VDH zählen ja leider nur noch Äußerlichkeiten.



Ich halte seit 1984 polnische Herdenschutzhunde, zur Zeit besitze ich drei.
Sie weisen auch 140kg schwere Bachen mühelos in ihre Schranken und kümmern sich sehr gut um die Verteidigung des Grundstücks und der anderen Tiere.
Hier müssen sie mit Schafen, Ziegen,Pferden, Schweinen, Hühnern, Gänsen, zahmen Wildschweinen und Eseln zurechtkommen, was auch hervorragend klappt.
Sie haben keinen Jagdtrieb, sind als Welpen aber durchaus an allem interessiert, was sich bewegt, bis sie es kennengelernt haben.
Meine Hunde sind alle aus Deutschland.
Leider kontrolliert bisher kein Zuchtverband, ob sie auch ihrer eigentlichen Aufgabe gewachsen sind.
Bei den vielen Owzarek Podhalanski , die ich seit 1982 kennengelernt habe (teils direkt aus Polen, teils Nachzucht aus Deutschland) kann ich aber nur feststellen, daß sie sich alle nach einem gewissen Schema verhalten, welches angeboren zu sein scheint.
Bei Fremden sind diese Hunde sehr mißtrauisch, stellen diese meist und nehmen auch kein Futter an.
Man kann sie nicht abrichten, aber wenn man ganz klar der Chef bleibt, sind die Podhalaner die gehorsamsten und unkompliziertesten Hunde, die man sich vorstellen kann. Sie übernehmen ihre Aufgabe eigentlich selbsttätig, wobei man regulierend eingreifen sollte, damit sie es nicht übertreiben.
Am besten schafft man sich Welpen an und gewöhnt diese von Anfang an an ihre Schafherde.
Ich halte meine zum Schutz meiner Tiere vor zweibeinigen "Wölfen". Was hervorragend klappt- sie können sehr unangenehm werden, wenn jemand Fremdes ungebeten auf dem Grundstück auftaucht, aber man hat immer die Sicherheit, daß sie hauptsächlich drohen, einschüchtern und stellen, aber niemanden so schnell beißen. Ihr Verhalten ist so unmißverständlich, daß eigentlich niemand auszuprobieren wagt, was passiert, wenn er nicht ruhig stehenbleibt und auf den Besitzer wartet.
An Kinder sollte man die Hunde gewöhnen, zu diesen sind sie aber eigentlich immer sehr freundlich.


Image

Image

Image

Image
You do not have the required permissions to view the files attached to this post.
User avatar
Dinkelkörnchen
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Posts: 7
Joined: 02.2009
Gender: None specified

Wölfe

Post#11by Kuschelkatze » Saturday 7. March 2009, 09:44

Hallo.

Gefällt mir dein Kommentar.

Wolf und Schaf kann man sicherlich auch mit Fuchs und Huhn vergleichen.

Ich war mir seit einiger Zeit sicher, das ein Fuchs durch meinen Garten streift. Des öfteren war der Zaun eingedrückt und meine Hühner verstört. Das begann, als ich mir die Hühner zugelegt hatte. Beweisen konnte ich es aber nicht. ich habe überall Gras, daher waren keine Spuren zu finden.

Da ich um 5 Uhr spätestens los muß und meist erst gegen 18 oder 19 Uhr wieder nach Hause komme, wa ich in der Zwangslage, was ich tue. Lasse ich die Hühner raus, und er buttelt sich mal durch, habe ich Pech. Ich habe die Hühner dann doch rausgelassen. Wenn mein Bekannter 2. Schicht hatte, hat er sie rausgelassen. Das war dann etwas später.

Im Späten Herbst hatte mein Bekannter Frühschicht. Die beginnt 4:30 Uhr. Er fuhr am meinem Garten vorbei, und sah einen ( wie er sagte, wunderschönen ) Fuchs aus meinem Garten kommen. Ich sagte immer noch, vielleicht war es Zufall. Er ist heute noch von dem schönem Tier beeindruckt. Es war ein sauberes, wohlgenährtes Tier.
Im schneereichem Winter sah ich dann, das der Fuchs jeden Früh bei meinen Hühnern am Gehege stehen mußte, schnupperte und dann weiter trottete.

Warum soll ich jetzt alle Füchse erschießen ? Wenn ein Raubtier wenig Aussichten auf erfolgreiche Beute hat, wird es keine Energie unnütze verschwenden.

Ist meine Meinung. L.G.
Zweierlei Dinge eignen sich zur Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens.
---> Katzen und Musik <---

*** The link is only visible for members, go to login. ***
User avatar
Kuschelkatze
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Posts: 75
Joined: 12.2008
Location: 01979 Lauchhammer Brandenburg
Gender: None specified

Post#13by Dinkelkörnchen » Sunday 8. March 2009, 14:20

Sie fressen zu zweit knapp einen Monat an einem 20 kg Trockenfuttersack. Wenn sie genug haben, lassen sie einfach was stehen und futtern später weiter.
Unser damaliger Nachbar hatte selbst 1980 Podhalaner aus dem Urlaub in Polen mitgebracht und in Deutschland 2 Würfe gehabt, von denen ich einen Welpen geschenkt bekam. Ich habe mich auch viel mit seinen Hunden beschäftigt, und natürlich mit meinem, den ich täglich mit zu unseren Pferden nahm. Alle Hunde waren sehr wachsam und die Rüden bei der Begegnung mit anderen Rüden sehr laut und gefährlich wirkend, aber sie pöbelten nur herum und wollten eher abschrecken denn ernsthaft kämpfen. Wir wohnten damals, wie auch unser Nachbar, mitten in einer Wohnsiedlung.Außenherum viele Felder und viel Natur. Ich denke, die Rüden betrachteten in Ermangelung eines großen eigenen Gebietes diese Siedlung und die nähere Umgebung als ihr Ersatzrevier, das sie verteidigen mußten. Wirklich bissig oder gefährlich war keiner der Hunde, aber ihr gesamtes Auftreten ware extrem imposant und einschüchternd. Bei uns hat niemals jemand versucht, einzubrechen ;) ...
Der Kuvasz sieht ähnlich aus, wird aber zu anderen Zwecken eingesetzt und gezüchtet. Ich hab auch von Exemplaren gehört, die Jagdtrieb haben oder keine gute Beißhemmung mehr besitzen.
Ich hatte 1995 auch selbst einen Kuvasz, der mir mit (wie ich hinterher herausfand) gefälschten Papieren als halbwüchsiger Owzarek Podhalanski verkauft wurde (von Privat). Er hieß Numi.Nachdem ich so viele Podhalaner kannte, hab ich mich dauernd gewundert, warum sich so eigenartig verhielt. Er hatte eine niedrige Reizschwelle, geriet in Beißereien mit anderen Rüden, verfolgte Hasen im Feld und hat auch Menschen angegangen bis hin zu Verletzungen, wenn er sie maßregeln wollte. Sowas habe ich bei einem Podhalaner niemals erlebt. Numi war trotz 4jähriger Bemühungen unsererseits zuletzt so unberechenbar und gefährlich, daß wir ihn einschläfern lassen mußten. Ich muß dazu sagen,daß er eine sehr schlechte Vorgeschichte hatte mit unschönen Erlebnissen, bevor er zu uns kam. Möglicherweise hatte er auch einen Tumor im Gehirn oder eine nervliche Störung, die das eigenartige Verhalten hervorriefen. Da diese Hunde aber extrem groß sind und jemanden auch schon zufällig schwerst verletzen können, ohne auch nur wirklich zuzubeißen (das hat er zum Glück nie gemacht, aber die Verletzungen durch das Schnappen reichten bis zum Loch in der Hand), wurde die Situation immer gefährlicher. Trotz alledem hat dieser Hund immer sofort abgelassen, wenn jemand hingefallen ist. Man konnte nur nie voraussehen, was als nächstes passiert, und wir mußten ihn ständig anbinden. An und für sich war es ein sehr freundlicher Hund, wie man hier sieht (zu Kindern und Fremden war er immer sehr nett)
Image
Ich habe solch ähnliche Beschreibungen schon von anderen Kuvaszhaltern und sogar einer Züchterin gehört. Nicht alle so extrem, denn ich denke immer noch, der arme Hund hatte ein nervliches Problem, da er von "lieb" auf "gefährlich" innerhalb Sekundenbruchteilen umschalten konnte und sich nach eine Attacke manchmal 2 Tage lang so verhielt, als hätte er einen epileptischen Anfall gehabt.
Leider wußten wir ja auch nicht, was mit ihm in seiner Welpenzeit und in den ersten Lebensmonaten gewesen ist, als wir ihn bekamen, war er schon so gut wie ausgewachsen und bereits völlig vermurkst. Ich hatte nur gehofft, daß ich es wieder hinbekomme. Allerdings wußte ich auch nicht, daß ich mir keinen Podhalaner gekauft hatte, sondern einen ganz anderen Hund. Ich nehme an, sobald eine Rasse so "modern" wird wie die Kuvasz, gibt es auch immer wieder Züchter, die völlig gewissenlos mit ungeeigneten Hunden züchten- Hauptsache, es gibt Geld für einen schön aussehenden Hund.

Die polnischen Hunde wurden bislang nicht großartig zu "Modehunden", auch nicht in Polen, und dadurch haben sie eigentlich alle wichtigen Eigenschaften als Gebrauchshund behalten. Ich kenne keinen einzigen, der nicht die Verhaltensmuster zeigt, die ich so sehr schätze. Ich bin jetzt quasi gerade am Testen , inwieweit meine jungen Hunde (die von den Fotos) sich als Herdenschutzhunde eignen. Der große, Aljoscha, ist ja schon zehn. Er war niemals krank und benimmt sich vorzüglich. Wir haben sogar nach 10 Jahren erreicht, daß er sich mal von Fremden anfassen läßt, die er gerade erst kennengelernt hat :D ... Er ist bei Menschen eher zurückhaltend, bei Tieren aber äußerst mutig und unerschrocken. Unsere ausgewachsene Bache hat einmal einen Rangordnungskampf mit unserer sonst sehr selbstbewußten Hovawarthhündin gestartet. Die Hündin war wirklich in Bedrängnis und ich hatte keine Ahnung, wie ich die beiden trennen soll. Aljoscha hatte aber irgendwie gehört, daß da was nicht stimmt und war innerhalb von Sekunden vor Ort und warf sich dazwischen. Er hat das 140 Kilo-Tier einfach mal eben so in seine Schranken gewiesen und den Streit getrennt. Marie, die Wildsau, hatte einen kleinen blutigen Kratzer am Rüssel, und Aljoscha hatte sich im Eifer des (Schein)Gefechts selbst seine Lippe auf den Zahn gespießt - das war alles. Es sah aus und hörte sich an wie Mord und Totschlag. Aber...Aufgabe erfüllt, kein Schaden entstanden.
Da er jetzt mit 10 Jahren nicht einmal krank war und topfit HD-frei ist, werde ich ihn zwar nicht mehr kören , aber dennoch einmal Vater werden lassen. Die Charaktereigenschaften und sein Verhalten auf dem Hof und bei den Tieren sind einwandfrei und genau das, was man bei einem Herdenschutzhund braucht. Jagdtrieb ist übrigens gleich null, diese Hunde spielen nur als Welpen mal kurzzeitig mit Bällen.
Wer sich die Hunde in "Bauernhofumgebung" ansehen mag, ist gern herzlich eingeladen.
User avatar
Dinkelkörnchen
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Posts: 7
Joined: 02.2009
Gender: None specified

Post#14by Frankenvieh » Monday 9. March 2009, 08:08

Wollen wir hoffen das diese schönen Tiere NIEMALS Modehund werden! Ich kenne eine VDH Züchterin mit Komodoren, diesen Rasta-Hunden, die Viehcher völlig gestört, weil keine Aufgabe...
Eigentlich eine Schande so ein Tier nur für Prestige Zwecke zu halten.
User avatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Posts: 641
Joined: 10.2008
Location: Thüringen
Highscores: 38
Gender: Female

Post#15by starkepferde » Sunday 15. March 2009, 00:59

"Der Mensch ist der schlechtere Wolf"
Auch ich bin absoluter Wolfsfan, schaue mir alle Filme an wenns passt und fahre mehrmals im Jahr nach Hanau in die Alte Fasanerie zu den Timperwölfen. Eure Einstellung gefällt mir. Auch ich bin der Meinung, dass die Wölfe, wie auch der Luchs, der ja endlich auf dem Vormarsch ist, in unseren Lebensraum passen. Fasziniert bin ich von den Herdenschutzhunden und deshalb freut es mich ganz besonders von Dinkelhörnchen diese tollen Berichte zu lesen. Wenn man im Suchbegriff "Herdenschutzzentrum Schweiz" eingibt, bekommt man super Links zu Herdenschutzhunden und deren Ausbildung. Interessant ist es aber von Dinkelh. zu lesen, dass sie abgesetzte Welpen (ich denke im Alter von 9 - 10 Wo.) zu den Tieren gibt und es funktioniert trotzdem. Bisher habe ich gelesen, dass diese Hunde in die Herde geboren werden müssen damit ihr Instinkt (Schutzverhalten)
geweckt wird. Ein Problem wird noch sein, die Ziegen an den Hund zu gewöhnen. Da ich meine Ziegen im nächsten Jahr auch auf weiter entfernte Standorte (Naturschutz-Landschaftspflege) bringen will, befasse ich mich mit dem Gedanken, einen solchen Hund anzuschaffen. Meine Appenzeller sind auch ganz tolle Hunde, wollen aber immer nur treiben und hüten. Wäre toll von Dinkelh. noch mehr zu erfahren.
Gruß aus Hessen
Karl-Heinrich
User avatar
starkepferde
Moderator
Moderator
Posts: 156
Joined: 01.2009
Location: Büdingen-Orleshausen
Gender: None specified


Beteilige Dich mit einer Spende
cron