Maronenbaum (od. Esskastanie) gesucht

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Maronenbaum (od. Esskastanie) gesucht

Post#1by karinenhof » Wednesday 12. September 2007, 13:07

nun bin ich aber gespannt.

Ich möchte gerne auf meinen Hof einen Maronenbaum (Esskastanie) pflanzen. Die Angebote aus umliegenden Baumschulen sind für mich nicht machbar und aus kostengründen habe ich dankend abgelehnt.

Wenn bei Euch so etwas wächst und sich unter einem Mutterbaum ein Tochterbaum gebildet hat, würde ich diesen gerne in´s Havelland umsiedeln und ihn hegen und pflegen, bis auch er Früchte trägt.

Ist das überhaupt möglich?

fragende Karin vom Karinenhof im Havelland
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Post#2by Herwig » Wednesday 12. September 2007, 14:54

Hallo Karin,
da hast du aber Glück.
Bei uns im Dorf gibt es einen Maronenbaum am Straßenrand!!
Wie der da hingekommen ist, weiß kein Mensch. Der ist ca. 8 Meter hoch und hat mehrere Stämme. Das legt die Vermutung nahe, das da jemand einfach ein paar Maronen hingeschmissen hatte
Ich kann ja mal nachsehen ob da etwas nebenher wächst. Glaube ich aber nicht. Ich habe mich schon vielfach dafür interessiert.
Fakt ist folgendes:
Die FRüchte fallen immer zu früh ab
Die Maronen sind klein und mickrig
Die Maronen haben kein Fruchfleisch, sind hohl, es ist quasi nur die ledrige Haut.

Denen ist vermutlich einfach zu kalt.

Es ist also so, das der Baum wohl schon wächst aber die Früchte nicht genießbar sind bei unserem Baum, der vermutlich ein "schwarzer Urlaubsimport ist".
Vielleicht ist die Baumschulenqualität ja anders??

Wenn du auf ein paar Maronen Wert legst, kann ich dir welche schicken, allerdings ohne Anwachsgarantie.
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Post#3by karinenhof » Thursday 13. September 2007, 08:45

ich habe im vergangenen Jahr ein paar Maronen gekauft und die in Erde gelegt. Leider sind die alle verfault. Zu feucht waren die Töpfe nicht. Nun dachte ich schon, es liegt an den gekauften Früchten.
Baumschule ist mir ersten zu teuer und zweites finde ich solche Experimente viel spannender als nur einfach kaufen.
Aus diesem Grund würde ich mich über ein paar Maronen zum erneuten testen auf jeden Fall freuen.

Hoffe aber ehrlicher weise noch auf eine mini- Marone mit Wurzeln Image.

Liebe Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Post#4by dani » Saturday 15. September 2007, 17:39

Hallo Karin,

ich ziehe mit regelmässig Maronenbäume. Bis zum Winter wachsen sie wunderschön, die überwinterung klappt ausgepflanzt auch noch, im Frühjahr treiben sie aus, und dann mickern sie sich zu Tode. Dann probier ich es wieder, immer in der Hoffnung dass es doch was wird.
Ich denke auch dass es denen bei uns zu kalt ist. Selbst wenn mal einer groß werden würde zweifle ich daran dass er Früchte trägt, leider.

LG
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Post#5by HolzClaas » Wednesday 11. June 2008, 14:48

Hallo - Ich habe zwar selbst keinen Maronenbaum, aber in der Nähe steht einer - der ist zwar eher ein Busch (höchstens Halbstamm). Er steht Richtung Südwesten quasi vor einer Gebäudemauer, aber die Früchte fallen auch immer zu früh ab und sind meist auch nicht ausgereift. Ich denke Maronenbäumen ist es hier zu kalt.

Vor einigen Jahren war ich auf Kreta im Urlaub, und da habe ich ganz stattliche Exemplare in den Bergen stehen gesehen.
Ich glaube wenn du einen pflanzst sollte er wirklich gen Süden ausgerichtet sein.
Haben die in der Baumschule keine Pflanzanweisung? Würde mich ja auch mal interessieren was für Lagen diese Bäume so brauchen.

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Last edited by HolzClaas on Wednesday 11. June 2008, 23:03, edited 1 time in total.
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Post#6by HolzClaas » Wednesday 11. June 2008, 14:56

so - schnell mal bei Wikipedia geschaut

Edelkastanien sind sommergrüne Bäume, selten wachsen sie strauchförmig. Sie werden durchschnittlich 20 bis 25 Meter hoch, die Maximalhöhe liegt bei 35 Meter. Der Stammdurchmesser (BHD) liegt meist bei ein bis zwei Meter. Sehr alte Bäume können vier Meter erreichen, in Extremfällen auch sechs Meter. Der Stamm ist gerade und kräftig, die Verzweigung beginnt meist in geringer Höhe, wobei wenige starke Äste gebildet werden. Die Krone ist weit ausladend und hat eine rundliche Form. Edelkastanien werden häufig 500 bis 600 Jahre alt.

Wurzeln

Das Wurzelsystem der Edelkastanien ist sehr kräftig ausgeprägt. Sie bilden eine Pfahlwurzel, diese dringt allerdings nicht sehr tief in den Boden ein. Es gibt relativ wenige Seitenwurzeln, die aber intensiv verzweigt sind. Diese Verzweigungen erschließen den Boden vertikal und horizontal gut. Sämlinge bilden in ihrem ersten Jahr eine bis 40 Zentimeter lange Pfahlwurzel. Dieser folgen im zweiten und dritten Jahr Seitenwurzeln.


Kann die 40cm Pfahlwurzel der Grund sein warum sie in Töpfen kapput gehen???
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Post#7by Conny » Wednesday 11. June 2008, 15:45

Ihr macht mir ja wenig Hoffnung. Habe mir letztes Jahr Ableger aus der Nähe von Heidelberg (dort wohnt die Familie meines Mannes) mitgenommen. Fünf sind gut angewachsen und treiben ordentlich Blätter. Gepflanzt habe ich sie teilweise im Freien und einige sind noch im Topf (stehen aber im Freien). Die geplanzten Setzlinge wollte ich eigentlich nicht wieder in einen Topf umpflanzen, sondern draußen überwintern lassen.

LG
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Post#8by karinenhof » Wednesday 11. June 2008, 22:47

holla die Waldfee.
40 cm lange Pfahlwurzeln. Da muß ich mir aber ganz schnell etwas einfallen lassen.
Ich habe im vergangenen Jahr eine Mini Baum (ca. 15 cm hoch) und zwei Hände voll Maronen geschickt bekommen. Den "Baum" habe ich im Topf (und den Topf dann in der Erde versenkt) überwintern lassen. Er hat diesen warmen Winter auch gut überstanden. Aber nun muß ich wohl was tun. Kleiner Baum - kleiner Topf. Das scheint nicht zu gehen. Da werde ich ihn ganz schnell am Wochenende umpflanzen.
Danke für den Tip sagt

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Post#9by HolzClaas » Wednesday 11. June 2008, 23:05

Immer gerne - Freiheit für die Pflanzen, weg mit den Töpfen! :P
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Post#10by Weitersbacher Hof » Thursday 12. June 2008, 22:28

Guten Abend,
nach meiner Erfahrung ist es am besten, wenn ein männlicher Baum zur Befruchtung in der Nähe steht. Oben im Wald gibt es einen Kastanienbaum, der noch nie getragen hat. Am Garten stehen 3 Kastanienbäume, die seit mehreren Jahren ganz ordentliche Erträge bringen.
Bei uns ist es ein paar Grad kälter als in der Vorder-, Süd- und Kurpfalz, trotzdem gedeihen die Bäume. Stauende Nässe vertragen sie anscheinend nicht.
Heidelberg hat doch sogar Feigen und Mandeln, die Trauben sind wesentlich größer und süßer als bei uns. In der Vorder- und Südpfalz werden im Herbst tonnenweise Maronen gesammelt und an der Straße verkauft. So dick werden die hier nicht, etwa wie ein Amselei, schmecken aber sehr gut.
Neuerdings gäbe es auch selbstbefruchtende Sorten, aber normalerweise sind die Bäume einhäusig.
Grüße
Doris
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Post#11by karinenhof » Friday 13. June 2008, 10:09

hallo Doris,

das erschwert mein Vorhaben um einiges. Dann will ich mal hoffen, dass die Maronen, die ich zum keimen in die Töpfe gelegt habe, auch keimen. Dann steht einem "Maronenwald" nichts im Wege. Platz haben sie genug. Ob die Bedingungen gut genug sind, um Früchte zu bringen? Das erfahrt ihr hier in ca. 4 - 6 Jahren. Oder noch später Image. Ich habe keine Ahnung, wann von Sämlingen die ersten Früchte zu erwarten sind.
Bei Walnuß dauert es recht lange. Hier bei Maronen wohl auch.

in diesem Punkt Geduld habende Karin vom Karinenhof im Havelland
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Post#12by Conny » Sunday 15. June 2008, 20:53

Dumme Frage eines Laien: woran erkenne ich einen männlichen Maronenbaum?
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Post#13by Weitersbacher Hof » Sunday 15. June 2008, 21:31

Hallo Conny,
das ist eine gute Frage.
Wenn Du 5 Setzlinge hast, ist die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein männllicher dabei ist, wohl größer... haben wir einen Biologen hier?
Frage zurück: was für eine HD-Presse habt Ihr (wegen der Bilder)? Das fasziniert mich, wenn jemand freiwillig HD-Ballen macht.
Grüße
Doris
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Post#14by Conny » Monday 16. June 2008, 12:06

Hallo Doris,

das ist eine Welger-Presse, ersteigert bei e-bay Image. Hier möchte ja keiner mehr kleine, für Frauen handliche, Ballen pressen, also mussten wir eine Lösung für uns finden. Ist nur komisch, seit wir sie haben, kommen viele aus dem Dorf und fragen nach, ob wir ihnen nicht auch welche pressen würden Image

Die wenigen Rundballen, die wir benötigen, lassen wir fremd pressen.

LG
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Post#15by Ludger » Friday 18. July 2008, 00:22

ihr braucht keinen mänlichen, nur zwei genetisch verschiedene, die befruchten sich dann gegenseitig.
ist halt kein selbstbestäuber..oder: maronen sind selbststeril.
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Post#16by karinenhof » Friday 18. July 2008, 09:13

hallo Ludger,

vielen Dank. Das sollte passen. Inzwischen sehen meine Sämlinge und das Bäumchen schon richtig gut aus.
Allerdings bin ich etwas traurig, dass aus den ca. 25 Maronen nur drei ausgewachsen sind. Will hoffen, dass die auch durchkommen.
Ich hatte die von verschiedenen "Spendern". So ist auch die unterschiedliche genetik gegeben.
Bei Gelegenheit mach ich mal ein paar Bildchen.

bis dahin Imagele Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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