Deutschland und Wildnis

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Deutschland und Wildnis

Beitrag#1von schnuckened » Montag 28. April 2014, 20:34

Hier eine Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz, gemeinsam herausgegeben mit dem Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz,
Studie und Umfrage: "Deutsche wollen Wildnis"

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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#2von Herwig » Dienstag 29. April 2014, 15:34

ES kehrt sich immer ins Gegeteil um:
Die Leute in der Stadt haben Sehnsucht nach Wildnis
Die Ureinwohner in der Wildnis haben Sehnsucht nach Stadt und Arbeit
Die Leute in den Slums sehnen sich nach Reichtum und Wohlstand
Die Wohlhabenden haben Sehnsucht nach dem einfach Leben, weil Geld allein auch nicht glücklich macht
Die Kranken haben Sehnsucht nach Gesundheit
Die Gesunden schonen ihren Körper nicht.
Die Armen hoffen auf Reichtum,
die Reichen haben Angst um ihr Geld
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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#3von Jaegertom » Dienstag 29. April 2014, 17:04

Da hat Herwig recht. Wer am Schreibtisch sitzt, sehnt sich nach Wildnis.
Aber wehe man MUSS einmal in der Wildnis sein und mit ihr arbeiten, wie schnell sehnen die sich nach ihrem Schreibtisch zurück.
Je weiter sie davon entfernt sind, desto mehr wollen sie ihren Willen denen aufhalsen, die sogar tagtäglich damit leben müssen.
Wie weltfremd wird Deutschland noch.
Mir machts nichts aus.
Ich kann mit Bären und Wölfen. Notfalls schmecken auch die.
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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#4von schnuckened » Dienstag 29. April 2014, 19:24

Irgendwie freu ich mich total, dass ihr dieser Meinung seid. Hatte ich doch gedacht, es würden jetzt Einzelheiten auseinander gepflückt und ein "Siehste" würde folgen.
Mich dauern diese Leute auch, die "Befragten". Sie sind eingentlich Opfer eines gesellschaftlichen Problems. Und das heißt wieder einmal Wachstum, oder auch Komerz, Gier oder was weiß ich, schon oft hier angesprochen. Das haben sie satt und es macht sie Angst! Aber sie haben nicht erkannt, woher diese Angst kommt! Und so wählen sie statt Not lieber Elend, statt Merkel Gabriel, statt Gott Satan, statt kommerzielle Bodenvernichtung die Wildnis... ganz viel Wildnis!!! ...aber ohne Wolf!!!!!!!... das sagt die Umfrage auch, denn vor dem muss man ja schon wieder Angst haben; aber mit Wildkatze, die ist wieder putzig...

Es ist ein Jammer!

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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#5von Aika » Dienstag 29. April 2014, 22:28

Auf der einen Seite wollen sie Wildnis, auf der anderen Seite wird der eigene Vorgarten geschottert und ein paar Alibi- Koniferen werden reingepflanzt.
Die wilde Natur soll vom eigenen Grundstück Abstand halten, Ordnung muss sein, da arbeitet man gerne mit Unkrautvernichtern usw.
Und falls man sich in der wilden Natur verläuft hat man ja das Handy und kann sich retten lassen. Das passiert hier im Pfälzerwald in letzter Zeit öfter mal, dass die Polizei ausrücken muss um Wanderer zu suchen.
Eigenverantwortung ist irgendwie ein Fremdwort.
Vor ein paar Jahren hatten Pfadfinder ein Zeltlager beim Nachbarort, da tauchte eine ausgebüxte Ziege auf, die Pfadfinder brauchten die Polizei um sie vor der Ziege zu retten. Meine Meinung dazu : Richtige Pfadfinder hätten die Ziege geschlachtet und gegrillt (Ironie an)
Ich kapier manchmal die Welt nicht mehr.
Gruß Bärbel
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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#6von Jaegertom » Mittwoch 30. April 2014, 06:14

Schön wie ihr alle diese gesellschaftlichen Lügen durchschaut.
Nur die, die diese Lügen abgeben, glauben noch selbst daran, weil sie keine Ahnung mehr von der Realität haben.
Wildnis pur, mir würde es nichts ausmachen, dann aber mit der Berechtigung mich zu erwehren und Massnahmen ergreifen zu dürfen die mein Überleben sichern.
Was mich etwas freut, ist dass nun langsam die Bevölkerung deutlich macht, dass es hier auch ohne Wolf gehen kann.
Die Ängste wachsen, zuviele Schreckensmeldungen von zerrissenen Tieren tauchen auf.
Ich kann mit Wolf jedrzeit klarkommen, die Frage ist ob er mit mir.
Und sogar mit Wildnis, war schon oft genug in wirklicher Wildnis unter Bären und Wölfen.
Aber die Frage ist, ob es die Schreibtischtäter noch können, die sich nach Wildnis so sehnen.
Manchmal könnte man davon ausgehen, dass nach einer Woche der Ruf ertönt: Hilfe, holt mich hier raus.
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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#7von schnuckened » Dienstag 4. November 2014, 06:59

Landeszeitung Thüringen vom 3.11.2014

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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#8von Jaegertom » Dienstag 4. November 2014, 07:46

Hier eine relativ neutrale Arbeit Erik Zimens.
Ich kanns gerne nochmals einfügen.
Die Quellenangabe ist immer noch die selbe.
Man sollte nur entnehmen, dass der Artikel aus 3 Seiten besteht, die man in der aufgeschlagenen Quelle nacheinander anklicken muss.
Quelle:http://www.sueddeutsche.de/wissen/woelfe-vergiftetes-verhaeltnis-1.1955153-3 vom 11.5.2014


Zitat aus der dritten Seite des Artikels:Heute, im Zeitalter eines veränderten Verständnisses von der Natur, hat der Hass auf den Wolf nachgelassen. Manche leidenschaftliche Wolfsschützer idealisieren ihn geradezu. Erik Zimen beschreibt in seinem Buch ein betrübliches Erlebnis, das ihm ein älteres Ehepaar in den USA geschildert habe: Die beiden machten Unterrichtsfilme für Schulen. Um den Schülern zu beweisen, dass Wölfe im Grunde friedliche Tiere seien, wollten sie Wolf und Lamm zusammen im Garten spielen lassen, was sogar kurze Zeit gelang. Leider überlebte das Lamm nicht bis zum Ende der Aufnahme.
Zitat der dritten Seite ENDE!!!!!!!!!!

BITTE GENAUER LESEN DANN LÖSCHEN.

Gelöscht, da die Quellenangabe sich nicht auf das Zitat bezieht. Vermutlich war der link unvollständig. Claudia
Zuletzt geändert von Jaegertom am Dienstag 4. November 2014, 22:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#9von Jaegertom » Montag 10. November 2014, 09:21

Die meisten in Deutschland wünschen sich mehr Wildnis.
Nach der Forstinventur kann man das klar widerlegen: ES GIBT SIE IN DEUTSCHLAND NICHT MEHR.

ALLES ist Kulturlandschaft, bis auf wenige kleine Flecken im Lande.
Wie soll in einem von Menschen geregelten Wald Wild überleben OHNE vom Menschen ebenfalls geregelt zu werden?
Vielleicht stellt man in diesem Bericht fest, wie weit man schon die angebliche Wildnis in der Hand hat.
Den meisten unbewusst.
Wie dass Rotwild nicht überall leben darf. Aber Großraubtiere herbeirufen obwohl deren Beutetiere keinerlei gesicherte Existenz haben.

Hier der Bericht zur angeblichen WIldnis, WUnschtraum der Deutschen. Ernüchternd.
Quelle :http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article133221218/Mit-Natur-hat-der-deutsche-Wald-nichts-zu-tun.html vom30.10.2014
Zitat daraus:
Mit Natur hat der deutsche Wald nichts zu tun

Der Wald muss alles sein: Holzlieferant, Klimaretter, Ökosystem und Heimat der deutschen Seele. Darüber, wie das am besten funktionieren kann, gibt es in der Forschung sehr verschiedene Ansichten.
Zitat Ende
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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#10von schnuckened » Montag 10. November 2014, 19:38

Und darum ist alles was mit Natur zu tun hat gnadenlos vom Menschen zu kontrollieren, selektieren oder wegzurationalisieren?
Wie überheblich!

Mettbrötchen schrieb:"Sobald ein Tier in D unter Naturschutz steht wird es zur Plage.
Krähen, Maulwürfe, Fischreiher, Kormorane, Bieber...."

Für wen, für die Natur?

Momentaufnahme einer Überkreatur...

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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#11von schnuckened » Dienstag 11. November 2014, 07:31

Mettbrötchen, son feiner Kerl wie du eigentlich bist, aber: Ich glaube, dieses Forum ist für dich das falsche!

Ich will dich nur mal daran erinnern, dass hier Agrobiodiversität ganz groß in der Überschrift steht!

Und in dem Zusammenhang, und nur in diesem Zusammenhang der mir wirklich ganz wichtig ist, sage ich dir Ja! Mir ist es egal!

Nur mal so am Rande, du verteufelst gerade sogar dem Maulwurf! Ok, ich weiß um den Mehraufwand den der bereitet.
Wir haben neben der Wolfsaufgabe vom LUGV einen Erfassungsbogen auszufüllen, in dem es um den Bestand von Kleinsäugern wie Maulwurf, Igel, Eichhörnchen, Mauswiesel etc. geht. Es sind in den Karten ganz viele weiße Flecken, in denen sowas überhaupt nicht erfasst ist! Nach dem Sinn einmal gefragt wurde mir die Antwort gegeben, dass es möglich ist, dass man schon in 20 Jahren bei einigen Arten dankbar sein wird, dass so etwas mal gemacht wurde. Der Wut und der Intolleranz gegenüber diesen Arten entgegen zu wirken, dass sehe ich als eine ganz wichtige Aufgabe an. Willst du wirklich auch den Maulwurf in Jägertoms Reservate verbannen? Ich glaube, du solltest deine Einstellung zu dem was dich umgibt schnellstens überdenken und deine Tolleranzgrenzen erheblich verschieben!

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Re: Deutschland und Wildnis

Beitrag#12von Jaegertom » Dienstag 11. November 2014, 07:51

Ed, es geht nicht darum 30 Schafe zu hüten, sondern davon zu leben.
Unsere Existenz steht jeden Tag immer wieder auf dem Spiel.
Auch mir hat ,zwar nicht der Maulwurf dafür aber die Wühlmaus über 1500 € an Mähwerksschäden eingebracht.
Agrobiodiversität ist ein Vorhandensein vieler Spezies, aber nicht das Überhandnehmen, und das gleist aus dem Ruder.
Was bringt ene Wiese, die nicht mehr maschinell nutzbar ist vor lauter Erdhügeln?
Ich spreche nicht von ausrotten, aber reduzieren sollte angebracht sein.
SO ist es mit allem. Das Mittelmass fehlt. Entweder sind es fanatische Schützer oder nur erbitterte Gegner.
Alle meiinen immer, das bisschen Schaden muss man hinnehmen. Wenn der Fuchs die vielen Wühlmäuse fressen würde und nicht meine Enten, dann würde ich ihn nicht jagen.
Aber es leppert sich zusammen. Da Maulwürfe, hier Kormorane, dort Fischreiher und so geht es gerade weiter.
Hast du nicht gewusst dass vor lauter Kormoranen die Teichwirtschaft im Osten kurz vor dem Zusammenbrechen war? Wem hätte das genutzt?
Nur ein paar Ökofaschisten die davon nicht leben müssen.
Auf Druck der Teichwirte wurde der Abschuss genehmigt, und nun? Sind die Kormorane ausgestorben? Nein, es dreht sich nur darum Schaden zu begrenzen und einfach nicht zu viele zu haben.
Aber genau diese Maßhaltigkeit wird durch wildnisliebende Schreibtischfanatiker sehr strapaziert.
Ich weiß wie viele Rehe mein Revier verträgt , ohne sie auszurotten.
Nicht weil ich Jäger bin, sondern im Forst mitarbeite.
Aber wenn Wildbestände anderer Art durch sinnloses und unüberlegtes Handeln gefährdet sind, muss ich klar Unverständniss unterstellen von Menschen die sich absolut mit der Materie nicht auskennen.
Wieviele Jahre hast du im Wald verbracht Ed?
Als Jäger oder Forstarbeiter?
Und die Frage muss ich vielen anderen stellen, da das Wissen um MANCHE Tiere zwar vorhanden ist, aber der gesamte Komplex nicht verstanden wird weil einfach nicht gelernt oder unbekannt.
Und da endet bei mir dann das Verständnis, wenn Agrobiodiversität gefordert wird, aber der Untergang anderer Arten (unwissentlich??) toleriert wird.
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