Was für ein Gefühl?

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Was für ein Gefühl?

Post#1by schnuckened » Wednesday 13. August 2014, 18:50

Was muss es für ein großartiges Gefühl von Heldentum sein, ein streng geschütztes wildlebendes Tier hinzurichten und auf bestialische Weise zu verstümmeln, seinen Kadaver gut auffindbar am Straßenrand abzulegen und der Welt so ein Zeichen zu setzen: hier bin ich! das kann ich, ich habe die Macht über Leben und Tod, nicht weil ich der Klügere bin, aber der Stärkere, denn ich habe die Waffe und damit das Recht das zu tun auf meiner Seite!

Ende Letzter Woche wurde in der Lieberoser Heide an der B 168 ein Wolf tod abgelegt, irgendwo mit Schrotkugeln gestreckt und der Kopf abgetrennt.
Dort mache ich das Wolfsmonitoring.
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#2by steinkauz » Thursday 14. August 2014, 23:02

Hallo Schnuckened,
ich weiß nicht obs ein großartiges Gefühl ist?
Ich kann nur für mich sprechen, ich hab einmal das Gluck gehabt ein Pärchen Luchse an mir vorrüberziehen zu sehen, nie im Traum hätt ich daran gedacht meine Waffe auf sie zu richten. Ein anderer hats da anscheinend anders gesehen.
Ob der Schütze gleichzeitig der ist der da den Kopf abgetrennt hat bezweifle ich, ich sag dir auch warum. Ich jage aktiv und bin mir der Wirkung meines Schusses bewust. Einen Wolf mit Schrot zu erlegen ist richtig schwierig, man muss wissen das Schrot nur auf, ich würde mal sagen in Bezug auf die Größe eines Wolfs höchstens 20m sofort tötlich wirkt. Du mußt dich da besser auskennen, kommt man so nah an einen wilden Wolf heran??
Ich glaubs nicht, ich denke der Schütze hat aus größerer Entfernung schiesen müssen und dann bleibt so ein angeschossenes Tier mit Sicherheit nicht am Platz. Man müsste mehr wissen um Schlüsse ziehen zu können, welche Schrotgröße, wieviele Schrotkörner auf welcher Fläche im Körper verteilt,......
Ich gehe davon aus das der Wolf nach dem Schuss geflüchtet und an der Straße verendet ist. Wer ihn da gefunden hat und dann eine Trophähe darin sah wird leider ein Geheimniss bleiben. Auch der Schütze wird schwerr zu ermitteln sein, Schrotkörner kannst du keinem Gewehr zuordnen anders als ein Büchsengeschoss hinterläst da der Lauf leider keine eindeutigen Spuren.
Aber noch eine Frage an dich, da du ja schreibst das du in das Monitoring dort involviert bist, wieso kennt man das Tier nicht wenn er doch schon 2-3 Jahre alt ist, kann man ihn keinem Redel zuordnen um sein Streifgebiet zu ermitteln?
Über die Gendatenbank müsste er doch zweifelsfrei zuzuordnen sein?
Dan hätte man den Täterkreis schon sehr eingeschränkt.
Schade das wieder mal ein Tier darunder leiden muß, sollte doch eigentlich nicht mehr passieren.

Gruß Helmut
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#3by schnuckened » Friday 15. August 2014, 09:30

tja Steinkauz (der nickname gefällt mit gut!) , ich finde auch selbst, dass die Sache etwas misteriöser daher kommt, als es zunächst den Anschein hat. Das Tier ist eindeutig mit Schrot erschossen worden! Aber du hast Recht, welcher Jäger geht auf Ansitz auf einen Wolf mit Schrot, um ihn aus Nahdistanz erlegen zu wollen? Im Prinzip fast ein Ding der Unmöglichkeit! Noch ist ja überhaupt nicht erwiesen, woher das Tier überhaupt stammt! Ist er wirklich aus unserer Heide?
Das hier sieht mir eher aus wie ein Tierparkmord. Man muss wissen, die Lieberoser Heide ist ein riesiges, ehemaliges russisches Militär-Gebiet von 27000 ha. , markant durchschnitten von einer mäßig befahrenen Bundesstraße, die das Areal in Ost und West geographisch teilt.
Ich treibe mich bevorzugt in der Osthälfte herum, hier befindet sich im Zentrum ein 320 ha umfassender Solarpark, den das Wild und auch die Wölfe als "Zwangswechsel" umgehen muss. Das ist alles trotzdem sehr verlassen und ruhig hier. Hier habe ich auch nach dem Mord Spuren eines Einzeltieres gefährtet, mehrfach in der letzten Woche, sowie eine weitere Einzelspur weit Nordöstlich davon. Nun muss man aus der Rudelbiologie her wissen, die Rudel trennen sich nicht wirklich weiträumig, also scheint es, sowohl hier am Solarpark, als auch nordöstlich ist auch nach dem Mord ein Einzelwolf, vermutlich der Rüde, vorhanden. Denn die Fähe dürfte sich näher am Welpenstandort aufhalten, der Boss muss jagen! Jetzt ist gut möglich, dass auf dem Areal westlich ein weiteres Rudel zu Hause ist, das ist aber nicht bestätigt. Du siehst, das ist eine Heidenarbeit, Solches nachzuweisen. Das ganze muss dann genetisch zugeordnet werden. das Ergebnis ist noch nicht bekannt, wird aber in den nächsten Tagen sicher in Erfahrung zu bringen sein. Bin selbst gespannt...

Grüße

Ed
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#4by schnuckened » Friday 15. August 2014, 09:45

Ach noch eins dazu! Dieser Wolfsmord ist auch deswegen so ungeheuerlich, weil es so absolut grundlos ist. Wir haben in den vergangenen 5 Jahren (die Förster sprechen von 7 eindeutigen Jahren) , in denen wir den Wolf hier nachgewiesen haben "nur" 2 Nutztierrisse (4 Kamerunschafe, 2 Stücken Damwild im Gehege) gehabt, Wir als "Wolfsschützer" haben fast durchweg ein gutes und entspanntes Verhältnis zu den Förstern und Jägern, die auch sehr interessiert sind und oft Zuarbeiten leisten, Hinweise geben u.s.w.. Natürlich gibt es die eine oder andere Diskussion über Wildbestände, Ängste und Sorgen wie gehabt. Aber die Sache entspannt sich derzeit zusehends. Das war dem Mörder (vielleicht auch den organisierten Mördern) offensichtlich ein Dorn im Auge!

Grüße

Ed
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#5by steinkauz » Friday 15. August 2014, 18:06

Das ist doch mal eine positive Nachricht, wenn ihr mit der dortigen Jägerschaft ein gutes Auskommen habt.
Wir in Deutschland Tendieren leider immer von einem Extrem ins andere, die andere Seite ist dann immer der Schuldige das etwas anders lÄuft als man es gerne hätte.
Ich freu mich mal zu hören wenns wo tatsächlich ein Miteinader gibt. Man muß allerdings sagen das das auf regionaler Ebene meist wesendlich besser und entspannter läuft als die Großen meist vermelden.
Unserer Natur und den Wildtieren täts gut wenns überall ein Miteinander gäbe.
Bitte berichte weiter wenn du was neues dazu hörst.

Gruß in den Osten
Helmut
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#6by Herwig » Saturday 16. August 2014, 17:14

Naja, Mett, wäre es Notwehr gewesen weil der Wolf jemanden angegriffen hätte, wäre er wohl nicht einfach abgelegt und geköpft worden.
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#7by Jaegertom » Monday 18. August 2014, 17:26

Um einen Wolf mit Schrot zu töten, ist die Distanz entscheidend.
Und da war diese mit Sicherheit sehr gering, sonst läuft er weiter.
Wie ich bereits mehrfach beschrieben habe, wird auf Dauer es immer wieder so Zwischenfälle geben, da sich die Menschen nicht anders zu Wehr setzen können.
Die Toleranz zu Wölfen schwindet unhaltbar, die Befürworter können Propaganda machen so viel sie wollen.
Es mehren sich weltweit die Angriffe gegenüber Menschen wenn die Besiedlungsdichte nicht mehr stimmt wie kürzlich in China von einem Wolfsrudel fünf Menschen schwerst verletzt wurden.
Das einfachste wäre, den Wolf ins jagdrecht aufzunehmen und ab und an regulierend eingreifen.
Mal gespannt wann in BRD das erste vorhersehbare Malheur passiert.
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#8by adolf » Tuesday 19. August 2014, 05:26

Was hier passiert, ist , ist sehr bedenklich. Es stimmt mich nachdenklich. Ich versuche mich in diesen Menschen, hineinzuversetzen. Welche Beweggründe,
hat er (sie ). Bei uns läuft einer rum , der tötet Rehböcke , und hängt Teile davon ( sichtbar für jeden ) an die Ortsschilder. Was will er damit, sagen. Es wird immer solche Menschen, geben. Fakt ist , das die Wiederansiedlung ( Wölfe - Bären-Luchse ) auf einseitiger Basis , angeordnet wurde. Von Oben
herab. Die Bevölkerung ist verunsichert. Viele haben Angst in den Wald zugehen. In Österreich werden pro Tag, 2 Fußballfelder , zubetoniert.
Auf der einen Seite wird der Lebensraum unserer Wildtiere, wird immer weniger, auf der anderen Seite werden die großen Beutegreifer, wieder angesiedelt
und unter strengen Schutz , gestellt. Nach dem Motto, ( Schluss Pasta damit müsst ihr, leben.) Ich stimme Jaegertom zu, ( wenn die Population überhand
nimmt, regulierend einzugreifen.) In Schweden werden pro Jahr ( laut Zeitungsbericht ) die stärksten 10 Wölfe , entnommen. Das Leben besteht aus geben,
und nehmen. Jede Einseitigkeit, rächt sich. Bei uns in den 80er Jahren wurde ein Bärenansiedelungsprojekt ( 30 Bären ) durchgeführt. In den 90er Jahren,
waren die besendeten Bären, verschwunden. Es wurde von der Regierung eine Abteilung ( Nachforschung ), ausgesand. Der Schlußsatz des Berichtes lautete: In den betroffenen Tälern bei der Bevölkerung stießen wir auf eisiges Schweigen. Erst wenn man die Dinge von 2 Seiten betrachtet, wird es eine
zufriedenstellende Lösung, geben. Bis dahin haben wir noch viel Zeit , um uns auszutauschen!
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#9by schnuckened » Tuesday 19. August 2014, 07:11

Jaegertom wrote:Die Toleranz zu Wölfen schwindet unhaltbar, die Befürworter können Propaganda machen so viel sie wollen.


Das stimmt nicht, wie eine ganz frische Internetumfrage für Brandenburg zeigt. Es ist eher ein ständiges Auf und Ab der Emotionen, jetzt durch den Wolfsmord eher eine Pro-Tendenz.

Für Niedersachsen, wo die Landesjägerschaft die Schirmherrschaft über das Monitoring übernommen hat, machen tendentiell eher die Nutztierhalter als Gruppe spürbaren Druck.

Ausgerechnet in Sachsen, dem einzigen Bundesland in dem der Wolf im Jagdrecht ist und es einen Rechtsanspruch auf Entschädigungen gibt, gibt es den meisten Zoff.

Alle Anderen gehen doch ziemlich gelassen mit dem Thema um!

Grüße

Ed
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#10by Jaegertom » Tuesday 19. August 2014, 08:47

In Deutschland, wo das Problem relativ neu ist, ist es noch etwas schwieriger.
Internetumfragen glaub ich eh nicht. Gab schon mal eine, wo sich dann Befürworter bei JEDEM Einloggen positiv mit einer Stimme äußern konnten.....
In allen anderen Ländern ist die Tendenz schwindend, da kann man sagen was man will.
Auch wird in anderen Ländern kein solch Gezetere gemacht, meit ihr, die Italiener oder Franzosen in den Bergen lassen sich lange von einem Wolf auf der Nase rumtanzen?
Auch in Polen wird relativ einfach damit umgegangen, der betroffene Wolf fehlt halt einfach.
AUßerdem wurde in Deutschland seltsamerweise bereits ein geöteter Wolf durchtransportiert und abgelegt, wer hat wohl daran Interesse?
Ich als Jäger und viele meiner Kollegen gewiss nicht.
In Amerika wurden zu Besiedlungszeiten Weiße Siedler bewusst von Weissen Gangstern mit Indianerpfeilen getötet, um den Gegenangriff zu rechtfertigen....
Und nochmals: Um einen Wolf zu töten bedarf es nicht immer eines bösen Jägers.
Auch enttäuschte Nutztierhalter lassen sich nicht mehr alles gefallen.
In Deutschland sorgt solch ein Medienaufschrei immer kurzfristig für Getümmel.
Wer allerdings von Jägern und Nutztierhalter schlau ist, würde sowas nicht tun..
Dieser Fall sollte bewusst AUfmerksamkeit erregen und eine Seite misskreditiern.
Und da ich weiß, mit welcher Fanatik auch die Befürworter umgehen, halte ich in deren Kreisen ebenfalls alles für möglich nur um die andere Seite anzuschwärzen.
Und da laut Auskunft der Schützer die Wölfe so scheu sein sollen, halte ich es nochmals mehr für sehr seltsam, dass so dicht ein WOLF an eine Person herankommt, dass Schrot wirksam wird.
Was noch mehr Aufschluss geben könnte, wäre ein Trefferbild der Schrote am getöteten Tier. Aber solch Daten werden ja nicht herausgegeben.
Und vor allem noch mal klar eins: In Deutschland wird mit Kopfgeld der Naturschützer MEHR GELD für die Ergreifung eines Wolfskillers locker gemacht als für die Ergreifung eines Kinderschänders. Das sollte mal zu Denken geben.
Die Relation ist für Nabu, Bund und WWF beschämend.
Und übrigens,
so beliebt ist der Wolf nicht mehr. Und dass im Osten alles so locker ist, ist auch nicht richtig.
Im Frühjahr 2013 hatten sich mehr als 10.000 Einwohner aus Ostsachsen per Sammelpetition gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Wolfes ausgesprochen. Die Aktion wurde von zwei Schäfern aus Neustadt initiiert. Genau 18 Monate später liefert der Petitionsausschuss des Landtags nun eine Antwort. Darin steht, dass der Abschuss einzelner Wölfe erleichtert werden soll. Außerdem wird versprochen, dass ab 2015 Investitionen in den Herdenschutz zu 80 Prozent gefördert werden sollen, statt bisher 60 Prozent.

Nordmagazin - 13.08.2014 19:30 UhrWährend sich Tierschützer und der Landwirtschaftsminister über den Zuwachs junger Wölfe freuen, sind die Schäfer in Mecklenburg-Vorpommern besorgt.

Seit der Rückkehr des Wolfes nach Brandenburg vor 14 Jahren hat die Population der Raubtiere ständig zugenommen. Immer häufiger tauchen die Tiere daher auch in der Nähe von Schaf- oder Rinderherde auf. Viele Züchter fordern deshalb, dass Wölfe auch geschossen werden dürfen. Wie viel Natur brauchen wir in Brandenburg?


Auch im Nachbarland Schweiz sinkt RAPIDE die Zustimmung, da der Wolf nun in dichter besiedelte Gebiete vordringt und den Stadtpolitikern, die damals dafür waren, nun Probleme macht.
Die sind jedenfalls bedeutend weiter mit ihren Ansichten und nicht so naiv und blauäugig wie die deutsche Politik.
Obschon die bisher wolfsfreundlichen Ständeräte den Vorstoss stillschweigend mitgetragen haben, wollen sie sich keineswegs als Wolfsgegner etikettiert sehen. Der Berner Hans Stöckli (SP) etwa spricht von einer Anpassung an die Realität. Gegen eine Koexistenz von Wolf, Mensch und Nutztier, wie sie Engler verlange, könne niemand etwas haben. Verena Diener (GLP) spricht von einem pragmatischen Weg. «Anders als in Berggebieten hat der Wolf in Städten und Agglomerationen mit ihrer dichten Besiedlung schlicht keinen Platz», sagt die Stadtzürcherin. Konflikte mit der Bevölkerung wären sonst programmiert. 2011 hatte Diener die Smartvote-Frage mit ­einem Ja beantwortet. Verstanden habe sie dies als Bekenntnis zur Berner Konvention, jenem völkerrechtlichen Vertrag, der unter anderem Grossraubtieren wie dem Wolf das Überleben in Europa sichern soll – und damals innenpolitisch unter Beschuss war. Für einen absoluten Schutz des Wolfs sei sie schon damals nicht eingestanden, versichert sie.

Ihre Position revidiert haben auch jene wenigen Politiker aus den Bergkantonen, die sich bis dato im Lager der Wolfsfreunde verorten liessen. Dass der Wolf so schnell ins Mittelland einwandere, habe niemand erwartet, sagt etwa der Urner Markus Stadler (GLP) und beteuert: «Ich will nicht alles erschiessen, was sich links und rechts von mir bewegt.» Angesichts der neuen Ausgangslage sei aber eine «gewisse Relativierung» des Wolfsschutzes nötig – und zwar mit dem Ziel, ein Nebeneinander von Mensch und Wolf zu ermöglichen, auch in etwas dichter besiedelten Gegenden.


Den Menschen wird es zu viel werden, übertreiben hat noch nie was gebracht!!
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#11by Jaegertom » Tuesday 19. August 2014, 18:51

Für eines waren die Wölfe zumindest gut, sie trugen zur Völkerverständigung bei:

Imageproblem hin oder her: Manchmal allerdings wittern Wölfe fette Beute – und werden aggressiv. So musste der Erste Weltkrieg kurzzeitig unterbrochen werden, weil die deutsche und die russische Front derart massiv von Wolfsrudeln angegriffen wurden, dass sich die Soldaten auf einen Waffenstillstand einigten, um der Wolfsplage Herr zu werden.
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#12by adolf » Tuesday 19. August 2014, 21:37

Ich tue mir zur Zeit ,( mit einen Begriff) schwer. Vielleicht ist es nur meine eigene Sichtweise ? Das Wort
( Wolfsmord ) , da ecke ich an. Mein Sichtweise: Wenn ich einen Wolf (nehmen wir an, gefangen - er kommt mir nicht aus und hat keine Möglichkeit zu , fliehen), gegenübertrete und ihn erschiesse, dann kann ich mit diesen
Wort etwas, anfangen. Einen scheuen Wolf in der Natur so nahe zu kommen , das er auf kurze Distanz mit der Schrot ( 20m - 30m ) beschossen werden kann , ist für mich sehr selten. Und doch ist es , geschehen.
Meines Erachtens , ist die Wortwahl , nicht richtig. Das diese Tat, an sich nicht in Ordnung, ist, spricht für sich,
selbst.
Kleiner Ortwechsel: Vor 3 Tagen , nahe der Grenze zu Kärnten ( auf Italienischer Seite ) laut Bericht in der
Kronenzeitung, hat eine besendete Bärin mit 2 Jungen ( hat diese verteidigt ) , eine Mann in das Bein, gebissen.
Laut Bericht des verletzten Mannes , er habe sich ca. 30 m von der Bärin, hinter einen Baum, aufgehalten.
Dort wurde er ,angegriffen. Danach trollte die Bärin , mit ihren Jungen, davon. Jetzt soll die Bärin gefangen werden,( man hat sie sogar zur Problembärin, auserkoren ) . Es wird von verantwortlicher Seite darüber
nachgedacht , diese Bärin zu töten! Jetzt kann ein jeder sich dazu seine Gedanken ,machen.
Aus der Sicht von uns Menschen, und aus der Sicht der Bärin ( Beschützerinstinkt ).

Adolf
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Re: Was für ein Gefühl?

Post#13by schnuckened » Wednesday 20. August 2014, 07:09

Mettbrötchen wrote:Was für ein Gefühl ist es wohl zwei zerfetzte Kälber auf der Weide zu finden!?


Ein absolut Mieserables! Das ohne Zweifel! Auch hier ist die Gesellschaft angehalten zu handeln, besonnen und konsequent!

D.heißt: entschädigen, fördern, präventieren!

Vielleicht gibt es erste Ansätze auch in Niedersachsen dafür:

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Re: Was für ein Gefühl?

Post#14by Jaegertom » Friday 22. August 2014, 10:00

Was ist das für ein Gefühl, wenn auf der Weide die eliebten Ponies liegen wie in Schweden just passiert?
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Dass der Wolf vor Großvieh nicht halt macht ist und war bekannt.
Deswegen war er nicht mehr in Deutschland.
Nur um 300 Wölfe in Deutschland zu haben, nun ein Hochsicherheitstrakt für alle Wiedetiere zu begründen ist absolut nicht normal.
Es wird in Deutschland ebenfalls weitere Übergriffe geben, die ersten Rinder sind schon dran. Haben die Wölfe erst mal gelernt mit unserem wolfsunerfahrenen Vieh umzuspringen, gibt es keinen Halt mehr.
Und nun, in welcher Relation stehen die zurück zur Natur-Forderungen zu einem Umzäunen von zig Hektar Land, das wie in der Deichwirtschaft oft gar nicht einzäunbar ist?
Welche Hirnakrobaten halsen da aUNS ALLEN Unkosten auf, die vom einzelnen Landwirt TROTZ Zuschüsen gar nicht zu schultern sind?
Zäune mal 500ha mit Patura wolfssicher ein, selbst wenn zu 80 Prozent gefördert wird sind die verbleibenden 20 nicht zu schultern!
Hoffentlich passiert noch mehr, dass diese Unverantwortlichkeit schnellst beendet wird und die Großräuber da drin bleiben wo sie hingehören:
IN EINIGEN AUSGEWIESENEN SCHUTZGEBIETEN IN DEUTSCHLAND WIE DAS ROTWILD AUCH. GLEICHES RECHT.
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