welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?


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welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#1by tunk » Saturday 14. July 2012, 20:11

Welche Puten der alten Lienien ( also keine weißen Mastputen ) !
Bei uns auf dem Hof lebten vor ca. 50 Jahren auch Puten die ihre Jungen darußen führten zwischen allem andern Geflügel auf dem ganzen Grundstück. Habe noch Bilder gefunden von den Puten, sie sehen aus als währen es pronze Farbene gewesen. Welche Rassen gibt es in Pronze die den damaligen ensprechen können und robust sind ?
Was mich wundert, ist das die Puten damals auch bei den Hühnern waren und weder mein Opa noch mein Vater können sich nicht an schwarzkopfkrankheit erinnern.
Danke für jede Antwort.
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#2by Herwig » Sunday 15. July 2012, 07:11

Vermutlich meinst Du die Bronze Pute.
Allerdings muss man sich von dem Gedanken verabschieden, dass diese Rasse heute noch richtig robust ist.
Auch im Bereich der Puten haben die vielen Möglichkeiten der Medikamentengaben dazu geführt das Puten empfindlicher geworden sind.
In meinem alten Veterinärbuch von 1875 wird auch schon die Schwarzkopfkrankheit erwähnt. Empfohlen wird, nicht viel außer einige Kräutergaben. Das zeigt, dass damals nur die widerstandsfähigen Tiere überlebt haben. Es wurde also natürlich selektiert auf Imunität gegen diese Krankheit.
Um das also wieder umzukehren müsste man Generationen von Puten versterben lassen, nur die Tiere, die es ohne Medikamente schaffen dürfen sich vermehren. Sowas wäre nicht durchführbar, es scheitert an finanziellem Aufwand und natürlich ethischen Einwänden.
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#3by Eastwood » Sunday 15. July 2012, 23:00

Hallo,

Von schon verschiedene halter der Ronquières Puten habe ich gehört das diese alte rasse sehr robust ist.
Also, keine eigene efahrung.
Sie können aber angeblich das ganze jahr draussen bleiben, schlafen auf den bäumen und auch die küken sollten um einiges robuster sein wie andere rassen!!!

Gruß Berti
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#4by Frankenvieh » Monday 16. July 2012, 07:45

Angeblich sind Cröllwitzerputen resistent gegen Schwarzkopf. ich halte sie bei den Hühnern, bis auf Trudi mit den 13 Küken, die hat ihren eigenen Stall + Auslauf, aber auch da sind die hühner im Winter drauf.
Was Herwig da schreibt ist gar kein schlechter gedanke, ich füttere viel Brennnessel, die hat dreimal soviel Eiweiß wie Soja. Dazu kommen Haferflocken, Oregano, Thymian, möhren, Pflanzenöl, Knochenmehl und saure milch. Ist natürlich ein großer Aufwand, zumal man dann keine Küken haben darf, wenn es noch keine Nesseln gibt! geschlüpft sind 15 Küken, zwei sind eingegangen. Ich päpple nichts mehr mit Antibiotika auf, was wird das wird! Das einzigste worauf ich achte ist Nässe, bei Regen dürfen die ganz kleinen nicht raus. ich habe sie immer bis Mittag eingesperrt gelassen, bis auch das Gras trocken war. Im übrigen kenne ich viele die sogar Hühnerküken und Putenküken gemeinsam aufziehen. also es geht!
Wenn ich hier im Landhandel bin und mir die beipackzettel der Kükenfuttermischungen durchlese wird mir mittlerweile schlecht. das dürfte es eigentlich nur in der Apotheke geben.
@Herwig: Was für Kräutlein empfehlen die in deinem Buch?
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#5by Eastwood » Monday 16. July 2012, 18:01

Frankenvieh wrote:Ich päpple nichts mehr mit Antibiotika auf, was wird das wird!


Das ist super!! Mache ich auch so! Nur so bekommt man nach einer gewissen zeit robuste tieren.
Obwohl dieses jahr ist es sehr schwer um küken problemlos auf zu ziehen...einmal habe ich Baycox gegeben sonst hätte ich jetzt wirklich gar nichts mehr. Scheint jetzt rum zu sein, die schwere zeit. Obwohl der sommer immer noch nicht da ist klappt es irgendwie auf einmal besser?!??!


Frankenvieh wrote:Das einzigste worauf ich achte ist Nässe, bei Regen dürfen die ganz kleinen nicht raus. ich habe sie immer bis Mittag eingesperrt gelassen, bis auch das Gras trocken war.


Haha...dan waren die dieses jahr nicht viel draussen, oder??? Was fürn sommer....

Gruß Berti
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#6by Frankenvieh » Monday 16. July 2012, 18:17

berti, nur die gaaaanz kleinen, jetzt rennen sie auch im Regen rum. haben ja jetzt Federn!
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#7by tunk » Tuesday 17. July 2012, 21:28

Kann man Puten mit einem Huhn aufziehen ? ( wegen Krankheiten und so )
Wo bekomme ich im kommenden Jahr Bruteier von den Pronze Puten des alten Schlags Bruteier ?


Gruß tunk
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#8by Frankenvieh » Wednesday 18. July 2012, 05:17

Meinst du eine Hühnerglucke? wohl kaum, die wenigsten Hühner sitzen so lang! Kauf dir am besten erwachsene Tiere von einem Züchter, der die Puten mit Hühnern hält. truthennen sind sehr zuverlässige Mütter! Geh doch mal auf die Seite von VIEH und suche unter den Züchtereinträgen. Aber bitte nach Bronzeputen....
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#9by tunk » Wednesday 18. July 2012, 20:19

Also meine Hühner Sitzen ohne Probleme 5 Wochen . Ja ich werd mein Glück versuchen.
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#10by Frankenvieh » Thursday 19. July 2012, 06:14

Ich würde es trotzdem mit einer Truthenne versuchen, puten führen anders als Hühner. Aber das musst du selber wissen.
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#11by Frankenvieh » Thursday 19. July 2012, 06:14

Ich würde es trotzdem mit einer Truthenne versuchen, puten führen anders als Hühner. Aber das musst du selber wissen.
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#12by Leykur » Saturday 18. August 2012, 15:58

Hallo,
Ich kann dir da nur die Gröllwitzer Puten empfehlen. Das ist ein Farbschlag der Ronquières Puten. Eine ziemlich alte Putenrasse aus Belgien. Weiß-schwarz gezeichnet. Wenn der Puter balzt wird er im Gesicht blau. Mein extrem großer Hühnerstall wurde von mir mit einem kleineren Abteil abgetrennt und dort habe ich die Putenküken reingesetzt. Am Anfang noch unter Rotlicht. Die ersten die ich gekauft habe, waren schon so weit dass sie normales Futter gefressen haben. Die Tiere bleiben komplett im Stall bis sie ihr Gefieder aufgebaut haben. Erst dann dürfen sie überhaupt raus. In den ersten Wochen immer nur dann wenn die Wiese abgetrocknet ist und bei schlechtem Wetter überhaupt nicht. Das mache ich so ca. 3-4 Wochen und dann geht morgens die Tür auf und sie sind den ganzen Tag gemischt mit Enten, Gänsen und Hühner im Freien. Die erwachsenen Tiere weigern sich sogar bei Regen einen Unterstand auf zu suchen. Da ich aber in Waldnähe lebe und mit Fuchs und Marder zu kämpfen habe, werden alle Tiere grundsätzlich abends eingestallt. Ich halte einen Puter und drei Puten und die sind auch im Stall mit Pommerschen Landgänsen und Warzenenten zusammen. Sie brüten wie irre dieses Jahr habe ich bereits 4 Gelege gehabt und eine Pute sitzt schon wieder.

Sie werden jedoch nicht so schwer (Portionsputen Puter max. ca. 8-9 Kg Puten ca. 2 kg weniger) und mit den Küken hat man mehr Mühe als z.B. mit Hühnerküken. Ich kann die Küken leider wegen Kolkraben nicht bei der Henne lassen und muß dementsprechend auch für die Fütterung sorgen. Die Küken rühren jedoch in der Regel das Aufzuchtfutter nicht an. Da gibt es Brennessel mit gekochtem Eigelb, das funktioniert sofort. Nach 2-3 Tagen werfe ich dann etwas Kükenaufzuchtfutter in den Mixer und mische das unter die Brennesseln. Funktioniert hervorragend. Übrigens auch mit Pronzeputen. Auch die werden nicht so schwer.

Gruß Leykur
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#13by Conny » Saturday 18. August 2012, 18:46

Hallo,

mit Aufzuchtsfutter und Putenküken gibt es bei mir nie Probleme, egal ob Natur- oder Kunstbrut. Erwachsene Puten weisen eine gewisse Resistenz gegen die SKK auf, bei Putenküken wäre ich da schon vorsichtiger und ich persönlich würde sie getrennt von anderem Geflügel aufziehen. Wenn man Pech hat, verzeichnet man große Verluste, manchmal sogar der ganzen Putenküken.

LG Conny
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Re: welche Putenrasse ist am unempfinlichsten ?

Post#14by steinkauz » Saturday 9. August 2014, 12:27

Ich hatte Jahrelang kanadische Wildputen, sie waren sehr robust und fleisige Brüter.
Mit Räubern aus der Luft und Mardern gabs keine Probleme, nur der Fuchs war ihnen eine Nummer zu groß.
Medikamente waren nicht nötig obwohl sie ganzjährig draußen waren.
Ein kleines Problem war, das sie sehr gut fliegen. Allerdings waren sie sehr Ortsgebunden und blieben auf unserem Grundstück.
Leider wurde mir in der Weihnachtszeit vor einigen Jahren mein gesamter Restbestand gestohlen.

Gruß Helmut
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