Eine Wachtel Eier Katastrophe


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Eine Wachtel Eier Katastrophe

Post#1by Ulrike W.-E. » Wednesday 8. October 2008, 15:54

Ein Hallo in die Runde,

ich brauche dringend Eure Hilfe zumindest für meinen Seelenfrieden.
Ich habe zum ersten mal Bruteier ( Wachteleier ) in einen Brüter ( Cuvatutto 7 ) eingelegt. Ich hoffe, und Denke ich habe mich genau an die Anweisungen gehalten. Am 15 Tag, einen Tag nach dem letzten wenden, war das erste Ei angepickt. Abends waren 6 Küken geschlüpft. Laut Anweisung habe ich nur rein geschaut, und sah, das mindestens 3 weitere Eier angepickt waren. Freude Image

In der Nacht und am nächsten morgen das gleiche Bild. Nichts änderte sich mehr. Nach ca. 22 Stunden nach der Geburt der ersten Küken habe ich den Brüter aufgemacht. Eins von den Geschlüpften war gestorben. Woran war nicht zu erkennen. In den Angepickten nur tote Küken. Zwei lebten, verstarben aber auch unter der wärme Lampe nach ca. 2 Stunden.
Habe die noch geschlossenen Eier noch einen Tag im Brüter gelassen. Es tat sich nichts. Am nächsten Tag habe ich diese 6 dann auch geöffnet. Zwei waren wohl nicht befruchtet, die Restlichen mit toten Küken. Image

Also ich habe 19 Eier eingelegt. 2 Waren nicht befruchtet. 7 sind geschlüpft, die Restlichen 10 Eier tote Küken. Kann mir jemand sagen was passiert ist ? Habe ich was falsch gemacht ? Alle Küken sahen für mich gut entwickelt aus. Ich konnte nicht feststellen, das ihnen etwas fehlte. War kein Spaß die toten Küken zu beschauen. Aber musste ja wohl sein. So Denke ich, das eigentlich genau zum Geburtzeitpunkt was schief gelaufen ist. Habe ich was versäumt ? ??? Mache mir natürlich Vorwürfe und fühle mich als "Wachtelmörder".
Positiv ist nur, die 5 kleinen fressen und trinken, sind total fit, und natürlich super süß. Und bei meinem Glück sicher 5 Hähne. Image

Würde mich freuen, wenn Ihr mir helfen könnt.
LG Ulrike
Last edited by Ulrike W.-E. on Wednesday 8. October 2008, 17:12, edited 1 time in total.
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Post#2by Herwig » Wednesday 8. October 2008, 16:55

Uijuijui,
ist natürlich schwierig, da eine Ferndiagnose zu machen. Meiner Erfahrung nach könnte die Luftfeuchtigkeit zu gering gewesen sein. Die Eihaut bei Wachteleiern ist sehr stabil, stimmt die Luftfeuchtigkeit nicht, trocknet die nach dem anpicken etwas an und wird zu zäh zum aufreißen.
Könnte auch sein, das die anderen Küken daran verendet sind. Ist eben ein kleiner Körper, stimmt da die Luftfeuchtigkeit nicht, trocknen die kleinen Viecher sehr schnell aus.
Ansonsten bleibt nur noch Virus....

Allerdings ist die Jahreszeit natürlich auch nicht ideal.
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Katastrophe

Post#3by Ulrike W.-E. » Wednesday 8. October 2008, 17:10

Hallo Herwig,
danke für die schnelle Antwort. Wasser war genug drin. Jedoch stieg mir, so Gefühlsmäßig die Temperatur etwas zu hoch. War deutlich über dem einen Tolleranz Strich. Habe zwar etwas runter gedreht, aber das dauert ja.
Aber man soll, tatsächlich diese 24 Stunden warten, oder hättest Du schneller die Küken raus geholt ?

LG Ulrike
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Post#4by Ludger » Wednesday 8. October 2008, 22:31

am 15.Tag schon angepickt? war die Temperatur insgesamt etwas zu hoch?
Ich habe zwar erst eine Wachtelbrut hinter mir, aber dort waren die Eier erst am Ende des 16.Tages angepickt und Schlupf war Mitte des 17. Tages.

Die Luftfeuchte kann aber trotz gefüllter Wasserschalen zu gering gewesen sein; ich hatte auch gefüllte Wasserbecken und so....am Vormittag des 17.Tages piepten viele Eier,aber nur zwei waren geschlüpft; oh Dung dachte ich,Fehlschlag.
Als letzen Versuch habe ich den Innenraum des Brüters eingenebelt und alles nass gemacht bis auf die Wachteleier um ein Ertrinken zu verhindern.

Dann bin ich mit dem Hund wandern gegangen, als ich wieder ins Haus kam tobte die Maschine und über 30 Küken waren geschlüpft.

Eine falsche Ernährung oder Haltung der Muttertiere (Eierlieferanten) spielt aber auch eine große Rolle,Bruteier brauchen etwas mehr als Esseier...

da ich Eier von zwei Wachtelanern zeitgleich eingelegt habe,kann ich das nur betonen.

Als Nichtmathematiker habe ich versucht es prozentual umzulegen Schlupfrate auf Menge der eingelegten Eier. Herwigs Biowachteleier hatten bei kleiner Menge einen ca 90prozentigen Schlupf und die Eier aus einer Esseierproduktion hatten einen eher dürftigen Schlupf, auch da waren viele Küken im Ei,es fehlte aber die Energie zum Schlupf.
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Post#5by Mathias Vogt » Wednesday 8. October 2008, 23:18

Hallo Ulrike,

mangelhafter Schlupf kann ja viele versch. Ursachen haben. Dazu gehören mangelnde Vitalität der Küken, aber auch falsche Nährstoffzusammensetzung der Fütterung der Elterntiere. Zu eiweissreiche Fütterung läßt Küken kurz vor dem Schlupf "im Ei ertrinken". Während des Schlupfvorgangs sollte der Brutapparat geschlossen bleiben, auch wenn´s noch so spannend ist und man vielleicht helfen möchte.
Wenn man hat, würde ich bei solchen Tierarten, die nicht so sehr auf Kunstbrutfestigkeit selektiert wurden, den Schlupf unter einer Glucke vorziehen.
Die Jahreszeit ist natürlich auch nicht ideal, wie Herwig schon schrieb.

Viele Grüße von Mathias Vogt
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Post#6by Ulrike W.-E. » Thursday 9. October 2008, 05:26

Ein Hallo an die Herrn,

ich glaube das Rätsel löst sich gerade. Eben lag noch ein Küken Tod da. Image
Nun glaube ich eher an einen Virus. Ich hatte in der Woche vor dem Schlupf eine Henne, die sich im Rachen verletzt hatte. Es hatte sich auch schon leicht entzündet. Und da die Henne Paula nicht mehr essen wollte musste sie regelmäßig Antibiotika und Nahrung in kleinsten Mengen erhalten. Da das Wetter auch nur furchtbar war, habe ich sie 4 Tage im Haus gehabt. Sie hatte zwar eine Box, da Huhn aber nicht alleine leben soll, lief sie auch frei. Klar man wäscht sich ewig die Hände..... aber.

Trotzdem bin ich für jeden Tipp dankbar. Ach so Futter, auf Empfehlung des Züchters bekommen die Wachtel hier Legemehl. Was nehmt ihr ?

Jetzt drückt mir aber die Daumen, das die vier es nun schaffen. Sonst war echt alle Mühe umsonst.
Ach nein, Paula geht es wieder super. Der Tierarzt hat nur einmal 27,- Euro berechnet. Nun schulde ich dem noch ein paar Eier oder so.

LG Ulrike
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Post#7by Ludger » Thursday 9. October 2008, 07:12

Hmm,woher soll ein Virus herkommen? Die Henne hatte doch wohl eine bakterielle Wundentzündung,kann sowas Küken töten? Habe ich noch nie gehört.

Legemehl halte ich für zu Eiweisarm für die Aufzucht und es fehlen auch wichtige Aufbaustoffe. Gekochtes Eigelb und Putenstarter habe ich meinen gefüttert und dann nach und nach gemahlene Hirse eingemixt.
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Post#8by Herwig » Thursday 9. October 2008, 08:43

Ich stelle mein gesamtes Bio-Futter selber her.

In meiner Hammermühle ist das kein Problem.
Für Wachtelküken nehme ich Bohnen oder Erbsen, Weizen, etwas Gerste, etwas Hafer, schön wäre auch etwas Mais, (kaufe ich als Polenta im Bioladen)
Wenn ich das Schrot dann verfüttere mixe ich das noch mit ein paar Eiern und Milch oder Molke, zu einer bröckeligen Substanz, im Sommer haue ich noch zusätzlich Brennessel zweimal durch den Gartenhäcksler und lege die als Mus daneben.

Das bekommen die mindestens zwei Wochen... dann das Ganze ohne Eier....dann ohne Molke...
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Post#9by Ardana » Thursday 9. October 2008, 21:31

Ich habe über 3 Jahre lang mein gesamtes Geflügel mit einem Flächenbrüter ausgebrütet und hatte bei Wachteln immer nur eine Schlupfrate von maximal 20 Prozent, obwohl die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war. Dieses Jahr hatte ich die Nase voll und hab mir dann endlich einen großen Motorbrüter (Hemel) zugelegt. Seitdem habe ich bei den Wachteleiern eine Schlupfrate von über 90 Prozent. Ich möchte das Teil jetzt nicht mehr missen. Wenn man öfters Wachteln und auch Ziergeflügel ausbrütet ist so ein Teil auf jeden Fall empfehlenswert und die Verluste sind viel geringer. Irgendwie ist die Feuchtigkeits- und Wärmeverteilung doch gleichmäßiger.
Der einzige Nachteil ist man hört den Wendemotor nicht. Mir hat den jemand ausgeschaltet und ich habs nicht gemerkt und hab dadurch ne ganze Ladung Pfaueneier eingebüßt.
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Post#10by Canaria111 » Friday 10. October 2008, 13:34

Also ich habe bei meinen eigenen Eiern schlupfergebnisse von 70 - 90 % gehabt. Inzwischen sind die Wachteln schon 1,5 Jahre und ich stelle fest ich habe nur noch rnd 50% Schlupf.

Das Wachtelküken in den ersten Wochen sterben, empfinde ich als normal. DIe sind wirklich sehr empfindlich. Da würde ich nicht von nen Virus ausgehen. Und vom Huhn kam da bestimmt kein Virus. Ein verletzter Rachen ist kein Virus Image

Ich gehe auch mal eher vn Luftfeuchtigkeit aus. Wie hoch war die denn ?
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Post#11by Ulrike W.-E. » Saturday 11. October 2008, 05:36

Ein Hallo in die Runde,

erst einmal Danke für die vielen Antworten.
Denn vier übriggebliebenen geht es gut. Seit gestern versuchen sie es nun auch mit einer Gesangskarriere. Image

Klar, Huhn Paula ist unschuldig. An dem morgen war ich nur völlig durch den Wind, das tage später noch eins stirbt, da hatte ich nicht mehr mit gerechnet.

Das Legemehl bezog sich auf die Frage nach der Ernährung der Eltern.

Wie hoch die Luftfeuchtigkeit war, kann ich nicht sagen. Zeigt der Brüter nicht an. Jedoch waren die Küken, ich meine die toten, nicht ausgetrocknet. Also soweit ich das beurteilen kann.

Wahrscheinlich kamen einfach viele Dinge unglücklich zusammen. Wichtig war mir auch noch mal zu wissen, das man den Brüter wirklich nicht aufmachen soll.

LG Ulrike
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Post#12by Canaria111 » Sunday 12. October 2008, 15:19

Ich würde mir auf jeden Fall ein (wie heissen die Teile ? Hygometer?) *** zulegen, der die Luftfeuchtigkeit angibt. Die kosten nicht viel. Wachteln brauchen eine recht hohe Luftfeuchtigkeit, ich halt e bei mir auf rund 60% und die letzten Tage erhöhe ich auf knapp 80%.

Das Problem ist nicht das die Küken vertrocknen, sondern nicht richtig durch die Eihaut kommen. Diese ist zu zäh, wenn sie nicht feucht gehalten wird.
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Post#13by Ulrike W.-E. » Monday 13. October 2008, 16:49

Hallo Canaria,

die Luftfeuchtigkeit werde ich dann das nächste mal messen. Danke für den Tipp.
Leider haben mir die Ratten letzte und vorletzte Nacht zwei erwachsene Wachteln getötet. Image
Zwei weitere sind verletzt. Also im Moment möchte ich die Wachtel Geschichte eher hin schmeißen. Naja die verletzten sind im Haus. Ich hoffe sie schaffen es. Die anderen sind jetzt hoffentlich Ratten sicher in ihrem Gehege. Wehe ich erwische eine von den Ratten.....Image


LG Ulrike
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14 bis 20 tage

Post#14by CRESCATORUL » Sunday 25. January 2009, 19:28

die schlupfzeit bei wachteln kann zwischen 14 und 20 tage betragen.
es ist sehr stark temperaturabhaengig.
bei zu hoher temperatur schluepfen die kueken schneller- ist aber nicht ratsam ( zu viele verkruepelte kuecken)
die luftfeuchtigkeit sollte in den letzten 3 tagen ca 75- 80% betragen.
wenn die kueken in den eiern kleben und nich schluepfen koennen ist meist die luftfeuchtigkeit schuld.
falls die luftfeuchtigkeit von 80% nicht erreicht werden ,aufgrund der zu kleinen wasserschalen im brueter ,kann auch durch bespruehen mit lauwarmen wasser nachgeholfen werden.(spruehflasche zwei bis 3 mal am tag- jedoch den brueter nicht laenger als max 10 min offenhalten)
wenn die kuecken sehr spaet schluepfen koennte eine unterbrechung der idealen temperatur ueber mehrere stunden waehrend der brut die ursache sein.
aber es kann auch vorkommen dass bei der wendung der eier einmal vergessen wurde.
ueblicherweise sollte man nach einem stromausfall ueber mehrere stunden mit dem wenden der eier einmal aussetzen.
ich zuechte wachteln seit 15 jahren und hatte zeitweise ueber 8000 stueck.
nach dem beginn der vogelgrippe habe ich den bestand sehr stark reduziert und bin seitdem immer irgentwo bei 500 stueck.
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Post#15by Alex » Thursday 5. May 2011, 22:05

Hallo,

ich habe gelesen, dass Wachteln in der Regel nicht brüten, aber die kal. Schopfwachtel schon, stimmt das. Und diese Schopfwachtel legt die auch, oder nur so viel, bis sie genug zum brüten hat?

Sind die genauso groß wie andere Wachteln? Und wenn man Wachteln sowohl zum legen , wie auch zum Schlachten halten will und diese dann noch in Naturbrut vermehren möchte, gibt es da eine Wachtelrasse, ( wie bei Hühnern) die das alles vereint.

Wie vermehrt ihr die euren? Oder kauft ihr immer eure Lege-bzw. Mastwachteln?

Mein Vater spielt mit dem Gedanken Wachteln zu halten und bat mich mal nachzufragen.

Grüße Alex
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Post#16by Herwig » Friday 6. May 2011, 08:28

Ich hatte noch nie brütende Wachteln, gibt es auch nicht, so weit ich weiß...
Ich kaufe bzw. habe eigene Bruteier.
Der Unterschied zwischen Mast und Legetieren ist für mich nicht feststellbar.
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Post#17by Sassy91 » Sunday 28. August 2011, 17:25

hmm... das thema hier ist zwar schon ein bisschen älter, habe aber das selber problem. =/ Haben ca 30 eier in den brüter gelegt davon sind 9 geschlüpft wovon das 9. gerade stirbt =/ die anderen 8 sind top fit aber die restlichen 21 sind alle angepickt oder halbgeschlüpft jedoch nicht weiter gekommen =( was kann man da beim nächsten mal tuhn?? Darf man küken beim schlüpfen helfen ??
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Post#18by Alex » Sunday 28. August 2011, 21:13

Hallo,

mit Wachteln kenn ich mich nicht aus, aber Hühner- sowie Entenküken hab ich schon beim Schlüpfen geholfen und sie haben meistens überlebt.

Grüße Alex
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Post#19by Herwig » Monday 29. August 2011, 06:07

Die Aufzucht von Wachteln und Hühner ist sehr unterschiedlich.
Grundsätzlich helfe ich nicht beim Schlupf, das ist der Grund, warum ich immer Schlupfergebnisse um ide 90% habe.
Wer die Küken aus dem Ei puhlt, greift in die natürliche Selektion ein. Es überleben möglicherweise dann Tiere, die nicht geeignet sind. Im Erwachsenenalter gehen die dann in die Zucht und produzieren wieder schwache Küken, so erhöht sich der Anteil der Schwerschlupfen jedes Jahr ein wenig...
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Post#20by Alex » Monday 29. August 2011, 16:41

Hallo,

die die ich rauspuhle gehen im Herbst zum Schlachten.

Grüße Alex
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Post#21by Brenda » Sunday 4. September 2011, 11:16

Hallo Sassy91,

da ich nicht weiß, wie Du gebrütet hast, kann ich schwer Empfehlungen zur Veränderung beim nächsten Mal abgeben.
Neben den gennannte möglichen Ursachen, kann ich nur noch einmal nennen, was mir für einen erfolgreichen Schlupf im Flächenbrüter bedeutend schien und was häufig mal versäumt wird:
Im Flächenbrüter gibt es Temperaturunterschiede zwischen Randbereich und Zentrum. Lüften der Eier ist umstritten, wie mir schien ist jedoch die regelmäßige Umlagerung der Eier aus dem Randbereich in richtung Zentrum für einen möglichst erfolgreichen Schlupf hilfreich. Ungenügendes Wenden kann auch zu voll entwickelten toten Küken im Ei führen.
Ab dem 14. Tag Luftfeuchtigkeit hoch und nicht mehr wenden/öffnen - einfach in Ruhe lassen. Zwischen 16. und 17. Tag kann mit dem Schlupf gerechnet werden bei entprechenden Brutbedingungen.
Ich hole die 'Früherschlüpfer' auch mal einmalig raus, da sie sonst mit den noch arbeitenden Eiern Kickern (Abdunkeln hilft auch aber nur bedingt und nur bedingt möglich) und sie sich die Nacht über schon einmal durch die neuen Aufgaben kämpfen können. Wenn das aber denn schon unbedingt sein muss, dann ist es super wichtig die Luftfeuchtigkeit schnell wieder hoch zu bekommen um die restlichen Schlüpfer nicht zu gefährden. Dafür sprühe ich warmes Wasser in den Brüter (nicht auf die Eier). Viel besser wäre aber nicht öffnen !
Sehr selten helfe ich Küken auch mal aus dem Ei. Wenn ich besonders aktive und lange aktiv arbeitende Eier habe. Also wen da ein Ei zwei Tage aktiv wackelt und ruft und kratzt und aus irgendwelchen Gründen nicht rauskommt (z.B. falsche Seite angepickt). Wenn das Ei falsch herum liegt, so könnten wohl auch mal eigentlich fitte Tiere nicht schlüpfen (Da gabs letztens mal einen Artikel zu in der Geflügelzeitschrift).
Ich hatte, außer mal eine Fehlbildung, keine Verluste bei Wachtelküken. Ich glaube, dass dies damit zusammen hängt, dass sie sofort in das gut vorgewärmte Kükenheim kommen mit Rotlicht und somit auch die Nächte durchfressen können.

Es soll gute Erfolge einer Naturbrut geben, wenn eine paarweise Haltung (was ja eigentlich gar nicht geht)
in sehr großer Voliere angeboten wird. Ich habe es aber noch nicht versucht.

Liebe Grüße
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