Hallo Conny - Pute wird operiert


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Hallo Conny - Pute wird operiert

Post#1by steinadlerehemann » Thursday 27. January 2011, 11:34

Hallo Conny,

wie Du ja weißt, hatte ich ein Bronceputenpaar aus schlechter Haltung übernommen.
Die Pute hatte eine Augenentzündung. Diese war eitrig, ringsum schwoll das Gewebe
an.
Sie wurde mit Gentamycin behandelt. Ringsum um das Auge Hirudoidsalbe, und dann bekam
sie noch Blutverdünner, damit sich das Gerinnsel löste.
Das klappte eigentlich recht gut. Nach drei Wochen Behandlung sah die Pute wieder durch
das Auge, die Entzündung und Schwellung war weg.

Jetzt - fängt es wieder von vorne an. Der Eiterherd hat sich verkapselt.
und muss operativ entfernt werden. (TÄ hat PE entnommen).
Kennst Du Dich mit Narkosen aus, die TÄ die das macht, hatte in ihrem Studium den Schwerpunkt
Geflügel - müßte es eigentlich können.

Kann ich dann noch was zusätzlich tun, damit es endlich aufhört?
Weißt Du unter Umständen, woher dieses kommt?

Der Vorbesitzer hatte sich nen Deibel darum geschert, um Hygiene und ordentliches Futter bzw. Stallhygiene.
Der Puter wird auch noch behandelt.
Den habe ich auch fast hinbekommen an den Beinen. Du weißt ja, er hatte starke Kalkbeine - habe ich noch nie
gesehen, so einen schlimmen Zustand. Mittlerweile, nach der Behandlung der Kalkbeine, kam ja eine Schwellung
unter dem Fuss zutage. Mit Käsepappeltee baden und hoffen, dass sich die Schwellung öffnet, ist vergebens.
Auch dies wird nun behandelt von meinem TA.

Die Pute kommt nächste Woche Dienstag dran mit der OP, da die TÄ nur Mo und Di arbeitet.
Der TA, bei dem sie angestellt ist, ist nur gut für Großtiere.

Ich mache mir die Mühe mit diesen beiden, da sie ein gutes Paar sind, und sie sehr gut brütet und aufzieht.
Sie kann dann beispielsweise meine weißen Puttchen später aufziehen.

So - ich muss Lämmer wieder versorgen.
Ganz liebe Grüße
Christiane
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Post#2by Conny » Friday 28. January 2011, 13:09

Hei,

leider kenne ich mich mit Narkosen bei Geflügel so gar nicht aus. Da musst du schon dem TA vertrauen.

So eine (verkapselte ) Augenentzündung kann viele Ursachen haben, wie z. B. Fremdkörper, kleine, unbehandelte Verletzungen durch Kämpfe, schlecht gelüftete und schmutzige Ställe (auf hohen Ammoniakgehalt, reagieren Puten äußerst empfindlich, gerade mit Augenentzündungen). Hoher Ammoniakgehalt ist die häufigste Ursache für Augenentzündungen.

Ballengeschwüre, die mit Zugsalbe behandelt keine Besserung aufweisen, sollten/müssen vom TA eröffnet und ausgeräumt werden, sonst wird das nichts.

LG
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Post#3by Herwig » Friday 28. January 2011, 14:41

Puten haben auch gerne gelben Knopf...
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Post#4by Conny » Saturday 29. January 2011, 14:14

Ich dachte immer, Gelber Knopf wäre eine typische Krankheit der Tauben? Ist der Erreger nicht der gleiche wie bei der SKK? Habe mal meine "schlauen Bücher" durchforstet und konnte in Bezug auf Putenkrankheiten keinen Gelben Knopf finden.

Bin ja wissbegierig und lerne gerne immer dazu. Image

LG
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Post#5by Herwig » Saturday 29. January 2011, 14:42

Ich hatte einen Pfau mit gelben Knopf. Zeitgleich bekam dann mein Puter und die Pute auch gelben Knopf.

Die Beschreibung erinnerte mich daran.

Soweit ich weiß hat Christiane allerhand VIEHzeugs, da ist so ein Infekt nicht auszuschließen.
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Post#6by Conny » Saturday 29. January 2011, 18:37

Mmmh, bei Gelben Knopf tritt keine Augenentzündung auf, sondern Durchfall, Flugunlust, nachlassende Vitalität, geröteter Rachen und eben am Gaumen gelbe Pünktchen.

Kann es sein Herwig, dass du da etwas verwechselst?

LG
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Post#7by Tino Gärtner » Saturday 29. January 2011, 19:30

Gelber Knopf ist eine ganz hinterlistige Erkrankung!

Die hält sich nicht daran, welche Vogelart sie laut Fachliteratur heimsuchen soll! Image


Ich selbst hatte sie mehrfach bei Vögel festgestellt, auf die würde man so gar nicht kommen.


Dienstlich habe ich einige Jahre Habichtjungvögel am Horst beringt, mindestens 3mal dabei auch gelben Knof bei noch nicht flüggen Jungtieren festgestellt. Muß alles über die Nahrung eingeschleppt worden sein, sehr wahrscheinlich über Brieftauben, da immer einige Ringe im Nest gefunden worden. Reste von geschlagenen Hühnern, Puten oder Pfauen konnte ich in den Fällen nicht finden!
Auch war nie die ganze Brut befallen, immer nur ein Vogel aus dem Nest.


Grüße
Tino
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Post#8by Conny » Sunday 30. January 2011, 15:46

Danke für die Aufklärung Image, so lernt man immer wieder dazu.


Imagele Grüße Conny
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Post#9by steinadlerehemann » Monday 31. January 2011, 07:48

Hallo Ihr Lieben, Image
das ist ja interessant.
Die TÄ mit Schwerpunkt Geflügel kommt heute Nachmittag wegen des Puters.
Bin also gespannt, was sie dazu meint.
Da meine Ställe ja sauber sind, kann es eigentlich nicht sein.
Die beiden Puten hatten es ja schon - als ich sie bekam.
Wie die Ställe dort aussahen, weiß ich nicht.
Zumindest werde ich heute Nachmittag bezüglich Puter mehr wissen.

Bei der Pute mache ich mir mehr Sorgen, ob sie es übersteht.
Muss sie morgen früh zur TÄ zur OP bringen.

Ich sag Euch dann Bescheid.

Herwig.... jaja... ich habe allerlei Viehzeugs.... Puten laufen aber alle fit über das Gelände.
Von der Kondition kann ich nichts feststellen - weder beim Puter noch bei der Pute.
Machen äußerlich sonst einen gesunden Eindruck.
Nur mag ich halt nicht, wenn man die Tiere so hält. Wie der Vorgänger....

Danke erst mal für die Hinweise. Bis heute Nachmittag, wenn ich es schaffe.
Ganz liebe Grüße
Christiane
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Post#10by steinadlerehemann » Monday 31. January 2011, 19:05

nabend,
also... gelber K.... ist es nicht... sagte mir die TÄ.
Bei der Pute kann es sein, dass es ein abgekapselter Prozess ist,
der aber komischerweise größer wird.
Unter OP sieht sie mehr - heißt also warten.

Und beim Puter kann es sein, dass ich mit ner Salbe weiter komme.
Anders hilft nicht, nur noch Bäder.
Die eine Kralle wird so bleiben, da die Kalkbeine seinerzeit zu gravierend
waren.

Also - mehr gibt es morgen zu berichten.
LG
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Post#11by steinadlerehemann » Tuesday 1. February 2011, 18:42

nabend Ihr Lieben,
nabend Conny,

wie versprochen möchte ich kurz berichten:
die Pute hatte eine verkapselte Nasennebenhöhlenentzündung, die schon verhärtet war.
Dies konnte man nur intra-op sehen.
Die TÄ hat die Pute gut operiert. Sie war schon um 15 Uhr heute Nachmittag wieder wach
und hatte einen großen Schnitt.
Da die TÄ großräumig ausräumen mußte, da schon ein sehr großer abgekapselter Prozeß herausgeholt
werden mußte, wird die Pute in Zukunft ein wenig Nasen- bzw. Atemprobleme auf der einen Seite haben.
Bedeutet für mich, Eier legen ok, brüten nicht mehr.

Medis wie Schmerzmedi und Antibiose hat sie in Depotform iv. bekommen, hält 10 Tage.
Ich muss sagen, jetzt kann sie wenigstens wieder aus dem Auge schauen.
Nachkontrolle ist am Do und nächste Woche Dienstag dann.

Sie bleibt so lange bei mir am Haus, bis alles ok ist.

Ganz liebe Grüße
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Post#12by Conny » Tuesday 1. February 2011, 19:32

Nabend,

wieso soll sie nicht mehr brüten?

LG
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Post#13by steinadlerehemann » Wednesday 2. February 2011, 15:38

Hallo Conny,
wenn ein Tier kurzatmig ist, hat es Probleme, wenn es halt länger auf einem Nest sitzt.
Ist zumindest meine Denke - liege ich da falsch - ich möchte nicht, dass sie mir später
auf dem Nest zusammenklappt wegen ihrer Atemprobleme einseitig.

Ansonsten geht es ihr wirklich gut - hätte ich nicht gedacht.
Die OP hat übrigens mit Nachsorge 2x 40€ gekostet.
Ist doch akzeptabel oder?

Wenn nächste Woche Dienstag die letzte Kontrolle war, kann sie wieder rumlaufen wie
gewohnt. Bis dato belasse ich sie noch im Stall zwecks Beobachtung.

Sag mal Conny, wieviele Bronceputtchen hast Du jetzt eigentlich?
So - ich bin im Mom furchtbar im Stress - wegen der Lämmer.
Daher nur kurz.
LG
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Post#14by Conny » Wednesday 2. February 2011, 18:13

Hei,

ich habe einen Zuchtstamm von 1,2 Bronzeputen, immer noch Image, der Nachwuchs liegt in der Tiefkühltruhe Image

LG
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Post#15by steinadlerehemann » Wednesday 2. February 2011, 19:26

Hallo Conny, Image Image
mein Stamm ist dann jetzt 1,1. Image
Sieht übrigens noch toll aus die Pute. Kam nichts nach,
morgen ist nochmal Nachkontrolle - dann Dienstag.
Ich habe das Ding gesehen, das sie rausgenommen hat.
Ist ja so groß wie ne mittelgroße Murmel, hätte ich echt
nicht gedacht. Image

Ich bin gespannt, wann sie sich erholt hat und dann Eier
legt.
Dir noch nen schönen Abend und ganz liebe Grüße
Christiane
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Post#16by Conny » Wednesday 2. February 2011, 19:51

Hast du nicht auch weiße Puten? Vertragen sich alle zusammen? Auch die Puter?

LG
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Post#17by steinadlerehemann » Thursday 3. February 2011, 12:38

Hallo Conny,
sicher - weiße Puten habe ich auch - laufen aber auf getrennten Grundstücken, sonst hätte ich gemischte Ware Image Image
Bei den Enten ist es ja auch so - sonst müßte ich schon getrennt haben - und bei meinem derzeitigen Arbeitsaufwand
- nene... danke....
Habe es so einfacher.
Die Bronceputen laufen dort, wo Du damals die Bronceputen abgeholt hast.
Die weißen Puten sind dort, wo die Schafe auch sind.
Dem Puttchen geht es zunehmend besser. Jetzt da sie wieder schauen kann, wird sie sicherer.
War doch was wert mit der OP.
Sag Conny, weißt Du eigentlich, wie lange man Puten zur Zucht einsetzen kann, da hab ich noch nichts lesenswertes gefunden.

LG
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Post#18by Conny » Thursday 3. February 2011, 14:06

Hallo,

Puten kann man sehr lange zur Zucht einsetzen, etliche Jahre. Ist aber, wie immer, von Tier zu Tier unterschiedlich. Wenn die Befruchtung mehr als mau ist, oder die Eianzahl stark nachlässt, sollte man die Tiere austauschen.

LG
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Post#19by steinadlerehemann » Saturday 5. February 2011, 13:55

Hey Image Image Image
danke Dir. Meine sind 5 Lenzen jetzt jung - und sind fit wie nichts.
Dann werden sie noch ein bißchen bleiben. Eine junge vom letzten Jahr
werde ich erst mal beobachten. Da nach meiner Erfahrung das 1. Mal
betreten ein einschneidendes Erlebnis ist - mit u.U. auch Verletzungen.
Im 2. Jahr gehts dann meist.
Die Bronceputen machen sich - ich bin froh, dass sie jetzt nach und nach
gesundheitlich besser drauf sind.

Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag
Christiane
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