Erste Soay-Lämmer sind da

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Erste Soay-Lämmer sind da

Post#1by immenhofeuba » Wednesday 31. March 2010, 12:28

Also gewartet habe ich ja schon mindestens eine Woche auf den Nachwuchs. Aber am Montag war es endlich soweit. Ich komme früh auf die Koppel und sehe 2 ziemlich leblose Körper im Unterstand und die Mutter der Lämmer in der anderen Ecke der Koppel. Die Nachgeburt lag dazwischen. Also bin ich schnell zu den Kleinen. Eins war schon tod und eins zuckte noch ein wenig. Also schnell abgeruppelt und massiert. Aber es konnte weder stehen noch den Kopf auch nur anheben. Nach Rücksprache mit meinen Lieben bekam ich die Antwort - das sind Wildschafe, die machen das schon. Es lies mir keine Ruhe und eine halbe Stunde später wurde der kleine Lammkörper immer kälter und schlapper. Also nahm ich dieses kleine Schäflein, packte es unter die Rotlichtlampe, fuhr in die nächste Raiffeisen und holte Lämmermilchpulver. Eine PlastikImageImageSpritze hatte ich auch noch da und so verpasste ich dem Kleinen erst mal paar Tropfen von der Milch. Die Atmung wurde immer schwerer für das Kleine und ich dachte, es hat sich bestimmt eine Lungenentzündung eingefangen. Aber es konnte zumindest mit meiner Hilfe das Köpfchen schon etwas halten. Also zum Schlecker- eine Babyflasche gekauft und es mit dem Schnuller probiert. Jede Stunde ein paar Tropfen. Gegen Abend konnte es mit Hilfe stehen und als es gegen 22.00 Uhr seine letzte Mahlzeit vor der Nachtruhe bekam, ist es ganz allein aufgestanden. 24.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens wieder die Flasche mit 15 ml gegeben und danach war an Schlafen nicht mehr zu denken - es wollte spielen und ich schlafen. Gegen 8.00 Uhr gestern habe ich es dann gepackt und bin zur Mutter gegangen - Ihr werdet es kaum glauben, aber die hat ihr Junges angenommen, geleckt und sich so hingestellt, dass die Milch fast alleine ins Lämmlein gelaufen ist. Heute ist es nun verdammt kalt - aber es hüpft neben der Mutter her. Heute morgen hatte ich wieder Nachwuchs - der war so schnell, dass ich nicht mal schauen konnte, ob es Männlein oder Weiblein ist. Aber lieber so als nochmal ne schlaflose Nacht - aber es hat sich gelohnt.

Also ich bin jedenfalls glücklich über mein gerettetes Lamm - es ist übrigens ein kleines Mädchen.

Liebe Grüße
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Heike
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Post#2by karinenhof » Wednesday 31. March 2010, 12:55

hallo Heike,

das ist ja gerade noch mal gut gegangen. Ich freue mich für Euch.

Sag mal, läuft der Bock in der Herde mit? Wir haben in diesem Jahr auch einen Zwilling verloren. Wahrscheinlich wurde die Mutter nach dem Lammen vom Bock bedrängt. Können es aber nur vermuten, weil die Mutter in der Nacht gelammt hat.

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Post#3by immenhofeuba » Wednesday 31. March 2010, 13:32

Hallo Karin,

Genau kann ich das nicht sagen, sind ja auch nachts geboren. Ich vermute aber, dass sie Probleme bei der Geburt hatte und sich vor Schmerz nicht gleich um die Lämmer kümmern konnte. Die beiden waren ziemlich groß. Als ich allerdings gestern morgen das Kleinezurück zur Mutter gebracht habe, hat es den Bock nicht interessiert und 4 Stunden ging auch alles gut. Danach hat er aber die Mutter blos noch getrieben und das Kleine oft umgestoßen. Also Bock an den Hörnern genommen und in schnell gebaute Nachbarkoppel gesperrt. Heute ist er gerade dabei eine große Baumwurzel quer durch die Koppel zu schieben. Gefällt ihm irgendwie grad gar nicht ohne seine Mädels ganz allein.

Wieviele Lämmer hast Du denn schon?

Liebe Grüße


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Post#4by Alex » Wednesday 31. March 2010, 22:28

Hallo,

ich hab bei meinen Skudden immer wieder Probleme bei Zwillingen, die Einzhelnen wachsen prima und bei den Zwillingen ist oft eins dabei das nicht so recht will oder gleich bei oder kurz nach der geburt stirbt. Einen Zwilling, kam abends in den Stall, lag eins von zweien in der Ecke dachte wäre totgeburt, holte es raus, und merkte dann erst das es noch lebt, hing drin wie tot, habs mit einer Schachtel auf den Kachelofen gestellt und eine Stunde später hats schon von der Flasche getrunken, war aber gleich so stark auf den Menschen geprägt, daß es gar nicht zur Mutter hingeht, Wird jetzt von den Kids gefüttert und versorgt.

Mein Bock läßt aber die Mütter in Ruhe.

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Post#5by immenhofeuba » Thursday 1. April 2010, 08:45

Hallo Alex,

also nach den 24 h Pflege des Lamms ist mir bewusst, was da für ein enormer Zeit- und Arbeitsaufwand dahintersteckt und ich bin froh, dass es die Mutter wieder angenommen hat. Aber was macht man nicht alles für so ein kleines Tierchen. Mein Lämmlein ist mittlerweile schon am weglaufen, wenn ich ihm zu nah komme. Eben Wildschaf. Letztes Jahr ging bei unseren Zwillingen alles gut. Aber das muss eben nicht so sein.
Alles gute für deinen Pflegling.

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Post#6by karinenhof » Thursday 1. April 2010, 09:02

hallo Heike,

die Muttern riechen nach dem Lammen so, als ob sie brünstig sind. Aus diesem Grund kann es passieren, dass der Bock treibt. Es kommt auch auf den Bock und auf die Herdengröße an. Wir haben in einer Zuchtgruppe mit sieben Muttern den Bock dabei gelassen. Inzwischen haben vier gelammt. Er verhält sich relativ ruhig, weil er sich zwischen vier Muttern entscheiden muss.

Unserem aller, allererstem Lamm überhaupt, wurde der Oberschenkel gebrochen. Der erste Bock war nicht so ruhig und hat die Muttern getrieben ohne Ende. Dabei ist das Lamm dazwischengeraten und umgeschupst worden. Ist aber alles wieder gut verheilt.

Wir haben inzwischen 14 Lämmer und warten noch auf fünf Muttern, die wohl in den nächsten Tagen lammen könnten.

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lämmer

Post#7by pattevogel » Friday 2. April 2010, 14:17

hallo zusammen,

wir hatten vor 2 wochen die ersten lämmer. eine zwillingsgeburt und 2 einzelgeburten. leider hatten wir auch pech. die aue von den zwllingen kümmert sich hervorragend um ihren nachwuchs. die anderen beiden wurden nach 2 tagen jedoch von ihren müttern verstoßen. bei dem einen kam unsere hilfe zu spät, wir vermuten jedoch das es nicht i.o. war. das zweite wurde mal wieder zur handaufzucht (die aue hat auch letztes jahr ihr lamm nicht angenommen). also wieder mal ein lamm im wohnzimmer.

lg
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Post#8by immenhofeuba » Monday 5. April 2010, 07:50

Hallo und noch schöne Ostern,

wir waren die letzten Tage damit unser "Feld" von A nach B zu verlegen. Heute habe ich nach 5 Schubkarren Dreck eine Regenzwangspause verordnet bekommen. Karin, da hast du ja mittlerweile eine ganz schön große Herde. Ich warte auch noch auf 4 Muttern, darunter 2, die das erste mal lammen sollen. Der Abstand zwischen den Muttern ist dieses Jahr komischerweise so groß. Ist das normal? Letztes Jahr kamen die alle innerhalb von 10 Tagen.

Mein Flaschenlamm entwickelt sich bei der Mutter prächtig, hat jedoch etwas Durchfall. Ärgerlich ist blos, dass es mich mittlerweile gar nicht mehr als ihre Zweitmutter erkennt und das knuddeln vorbei ist. Aber an unserer Koppel bleiben auch die ganzen Osterspaziergänger stehen und haben Spaß am beobachten der Lämmer.

Gibt es das auch bei den Soays, dass sich eine Mutter fremden Lämmern annimmt?

Liebe Grüße aus dem verregneten Chemnitz


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Post#9by karinenhof » Tuesday 6. April 2010, 11:25

hallo Heike,

unsere restlichen Muttern warten auf warmes Wetter. Nix mit Osterlämmern, oder so. Grrrrr

Nichts ist unmöglich. Ich habe jedoch noch nicht gehört, dass ein anderes Lamm adoptiert wurde. Ich hätte auch "Probleme" wenn eine Mutter zwei mal hintereinander ihr Lamm nicht annimmt. Für mich ein Grund es bei der nächsten Möglichkeit der kulinarischen Verwendung zuzuführen.

Unsere Muttern trödeln in diesem Jahr auch vor sich hin. Nun wird es aber auch langsam Zeit. Wir möchten bald eine andere Fläche zur Verfügung stellen. Aber da sollten erst die Lämmer ein paar Tage alt sein.

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Post#10by Robert » Tuesday 6. April 2010, 19:30

Hallo

Ärgerlich ist blos, dass es mich mittlerweile gar nicht mehr als ihre Zweitmutter erkennt und das knuddeln vorbei ist.


So ist das ja auch normal.

Gibt es das auch bei den Soays, dass sich eine Mutter fremden Lämmern annimmt?


Ja, aber im Regelfall nur dann wenn man es nicht will. Letztes Jahr hat eine unserer Muttern das Lamm einer anderen (Jährling) dazugenommen, weil das Kleine aus welchem Grund auch immer hinter ihr hergelaufen ist und nicht hinter seiner Mutter (die hat die ganze Zeit gesucht. Wir haben versucht das zu korrigieren, klappte aber nicht.

Abgesehen davon:

(Ältere) Lämmer, die entweder ihre Mutter verloren haben oder deren Mutter zuwenig Milch gibt, holen sich auch mal bei anderen etwas.

Wir hatten am Ostersonntag unser erstes Lamm (von einer Neunjährigen). Im Moment ist wieder Pause.

Viele Grüße
Robert
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Post#11by immenhofeuba » Tuesday 6. April 2010, 19:34

Hallo Karin,

also wegen kulinarischer Verwendung..... Ich hätte ja nie gedacht, dass ich je im Stande bin, etwas von diesen mit inniger Beziehung aufgezogenen Tierchen essen zu können. Aber ihr habt ja alle Recht, wenn man die nicht Verwerten kann, so kann man sie auch nicht halten. Und sie schmecken verdammt gut. Mein Gutster ist in solch einem Unternehmerkreis und da wurde beschlossen, aus so einem Lamm ein kulinarisches Highlight zu machen. Also hat er einen "Starkoch" aus Chemnitz engagiert und dieses Lamm auf einen Spieß gegrillt. Dazu gab es von unserem Feld selbst gezogene Pastinaken, eigenes Möhrengemüse, leckere alte Kartoffelsorten und als Dessert einen Kürbis-Honig-Auflauf. Selbst der Grillchef hat gesagt, dass er solches zart durchwachsenes Lammfleisch noch nicht gegrillt hat und der Geschmach ausgezeichnet war.
Leider habe ich derzeit noch einen vorjährigen Bock, der ist mittlerweile so zahm, dass mir das Fleisch, wenn es auch noch so zart ist, nicht schmecken wird. Ober ich übergebe es erst mal der Truhe. Da wir unser Feld verlegen mussten, ist meine Weide für die Schafe auch etwas minimiert worden. Ich hoffe, die werden noch alle satt. Meinst Du, dass 7.000 qm für 6 Auen mit Lämmern und Bock reichen, inkl. Heugewinnung? Zusätzlich Düngen wollen wir eigentlich die Fläche nicht.

Liebe Grüße aus Chemnitz


Heike
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Post#12by immenhofeuba » Wednesday 7. April 2010, 07:01

Hallo Robert,

ich freue mich ja auch, dass die Mutter ihr Lamm auch einen Tag später noch angenommen hat und ich nicht als Zweitmutter mehr fungieren muss. Aber irgendwie war das Zweitmutter sein schöner als die einseitige Büroarbeit, die ich normalerweise verrichte.

Bei meinem Nachbarn seinen Kälbern habe ich das auch schon beobachtet, dass sich fremde Kälber andere Mütter suchen, wenn die Mutterkuh nicht genug Milch gibt.
Wie lange lässt Du denn Deine Mutterschafe laufen. 9 Jahre ist ja schon ein stolzes Alter.
Also ich bin ja auch mal gespannt, wann meine restlichen ablammen. Die sehen aus, wie platzen. Aber vielleicht haben sie ja nur auf das schöne Wetter gewartet, was heute kommen soll.

Schönen sonnigen Tag

von Heike, die heute Abend in die Obstplantage mit ihren Bienen wandert.
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Post#13by karinenhof » Wednesday 7. April 2010, 08:37

hallo Heike,

ich kann Dich schon irgendwie verstehen. Im vergangenen Jahr haben wir unsere aller, aller ersten zwei Muttertiere geschlachtet. Mit den beiden haben wir damals mit der Soay Haltung angefangen.
Als Salami waren die so was von lecker.

Ob die Fläche ausreicht kann ich nicht so genau sagen, weil es sehr auf die Qualität ankommt. Düngen brauchst Du auf keinen Fall. Dafür hast Du ja die Schafe.

Bei konsequenter Parzellierung kann das schon klappen. Ob das Heus ausreicht, kommt wohl auch auf den Winter an. In diesem Jahr brauchten wir Unmengen an Heu. Die geplanten Winterweiden waren einfach mal zugeschneit und das für lange Zeit. Nur gut, dass wir genug in der Scheune hatten.

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Post#14by Alex » Wednesday 7. April 2010, 21:27

Hallo,

7000qm inkl. Heu könnte etwas knapp werden, kommt halt immer aufs Wetter an.

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Post#15by immenhofeuba » Saturday 10. April 2010, 08:18

Hallo,

habe gerade von unserem Nachbarn noch ein Stück zur Nutzung angeboten bekommen. Also dann reicht es gewiss. Wir müssen allerdings noch einen festen Stand fürs Heu bauen. Diesen Winter hatten wir es auf Reuter und ne Folie drüber. War nich so ideal, der untere Teil ist vergammelt.

Gestern sind übrigens wieder zwei Lämmer geboren, von zwei Muttern. Alle wohlauf und gesund. Jetzt fehlen nur noch meine zwei Einjährigen.

Karin, tust Du Deine Wiese kalken? Du hattest doch auch mal vor, eine Streuobstwiese anzulegen. Hast Du da die Schafe drauf?

Leibe Grüße und schönes Wochenende



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Post#16by karinenhof » Monday 12. April 2010, 15:52

hallo Heike,

unsere Wiesen werden im Frühjahr mit einer umgedrehten Egge abgeschleppt. Zum abweiden werden immer nur Teile den Schafen freigegeben. Die anderen Flächen können sich dann erholen.
Gedüngt od. gekalkt wird bei uns nicht. Nur verrotteter Stalldung/ Kompost wird verteilt.

Im vergangenen Jahr haben wir ein mal Heu geerntet. Ist damals alles blöd gelaufen, hat aber immer noch für diesen Winter für unsere Tiere gereicht.

Im Moment ist die Qualität der Wiesen nicht wirklich gut. Derzeit haben wir für unsere 23 Tiere ca. 5 ha zur Verfügung. Nur dadurch können wir es ausgleichen.

Die Wiesen wurden über viele Jahre überhaupt nicht genutzt. Langes Gras mit wenig Unterwuchs haben wir vorgefunden. Erst die Schafe drüber, dann nachgemäht. Es war gruselig. Dazu kommt noch der relativ karge Boden. Wir sind halt in der Brandenburger Sandbüchse.

Durch das Anlegen einer Streuobswiese wollten wir die Wiese aufwerten und mehr Schatten geben. Das ist aber schlichtweg zu teuer für uns. Leider. Nun begnügen wir uns mit einfachen, preiswerten Hilfsmitteln. Eine Strauchhecke bringt Sichtschutz und Schatten. Dazwischen immer mal ein kleiner Baum gepflanzt.

Dann werden wir in diesem Herbst eine Sanddorn/ Schlehenhecke pflanzen und weitere Bäume setzten. Stück für Stück.

Die Wiese, die Du von Deinem Nachbarn angeboten bekommen hast, würde ich auf jeden Fall nehmen.

Bei uns fehlt noch eine Mutter, dann ist unsere Lammsaison für 2010 beendet.

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Post#17by immenhofeuba » Tuesday 13. April 2010, 09:19

Hallo Karin,

unsere Wiese wurde vorher von einem Bauern zur Beweidung mit Rindern genutzt und auch immer schön gedüngt. Demzufolge wächst es auch jetzt noch ganz gut. Wir hatten, nachdem wir uns durch den ganzen Papierkrieg gewälzt hatten, letztes Jahr einen Fördermittelantrag für die Streuobstwiese gestellt. Dieser wurde aber aus Zeitgründen und Personalmangel nicht mehr bearbeitet, so dass er nun dieses Jahr erneut zur Bearbeitung vorliegt. Haben allerdings bis jetzt noch nichts wieder gehört. Mittlerweile bringen und nette Nachbarn ihre zum TEil wurzelechten und zum Teil selbst veredelten Bäume für unsere Wiese. Aber so wie ich meinen Bock kenne, müssen wir uns erst, bevor wir die Bäumchen mit einzäunen, um eine Sicherung dieser kümmern. Derzeit ist ihm kein Stamm zu groß, um gegenzurennen und diesen zu knicken.

Habe auch ringsrum um die Wiese Weidenstecklingen gepflanzt. Für meine Bienen, diese wachsen auch schön schnell und eine Benjeshecke ist auch angelegt. Dazwischen haben wir auch Schlehen gesetzt und Kornelkirschen.

Habe gestern bei einer meiner Muttern zum ersten mal die Klauen geschnitten, weil sie schon hinkte. Beim Schneiden sah ich, dass da was eingerissen ist. Habe mir aber nicht getraut, so nah ranzuschneiden. Ich hoffe, dass Verwächst sich wieder. Hinkt heute immer noch.

Und bist zu zufrieden mit Deiner Anzahl an Lämmern? Wenn wir wieder mal Richtung Berlin sind, komm ich mal vorbei. Rufe aber vorher an. Suche noch einen Bauern in Brandenburg, der ein Buchweizenfeld für unsere Bienen zur Verfügung stellt.

Liebe Grüße aus Sachsen



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Post#18by Ziegenhund » Wednesday 14. April 2010, 09:28

Hallo Freunde ,
ich habe jetzt auch das erste mal das Problem das der Bock die frisch gebackene Mutter berängt und treibt !!! Sodas ich Angst um das Junge hatte.Ich habe den Bock jetzt extra aufgestallt. Er tut mir aber schon leid so alleine ! Wielange riecht denn die Mutter eigentlich so als wenn Sie brünstig ist???
Gruß Heinz
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Solange Menschen denken ,das Tiere nicht fühlen,solange müssen die Tiere fühlen,das Menschen nicht Denken !
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Post#19by karinenhof » Wednesday 14. April 2010, 10:23

hallo Heinz,

da muss der Bock einfach mal durch, wenn Du das Kleine schützen willst.

Wir haben den Bock zusammen mit zwei Muttern gesperrt, die schon vor einer Weile abgelammt haben. Komischerweise war der Bock bei den ersten Lammungen total friedlich.

Es dauert ca. eine Woche nach dem Ablammen. Dann hat es sich schon ganz gut beruhigt.

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Post#20by karinenhof » Wednesday 14. April 2010, 10:33

hallo Heike,

bei so einer guten Grunddüngung würde ich nichts weiter raufbringen.

Bei uns ist das mit Neupflanzungen echt schwierig. Der Boden ist nicht so toll, klitzekleine Hanglage (für Brandenburger Verhältnisse ein Berg) - aber so viel, dass Regenwasser sich kaum hält, und Wasser können wir nur entweder hinkarren, oder das verbrauchen, was an Regenwasser von uns gesammelt werden kann.

Die von mir gesteckten Weiden sind alle im vergangenen Sommer vertrocknet. Im Herbst habe ich Sanddorn umpflanzen müssen. Bin gespannt, ob der den Winter überstanden hat.

Ich kann also nur Stück für Stück "aufforsten". Also so viel, wie ich per Eimer und Kanne zu Fuss bewässern kann.

Brunnen bohren fällt aus, weil Wasser erst in ca. 25 m Tiefe ist. Da kostet die Bohrung und die Technik zum Wasser fördern mehr, als ich für wirtschaftlich halte.

Gerne kannst Du uns mal besuchen kommen. Anrufen od. mailen ist prima.

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Post#21by immenhofeuba » Wednesday 14. April 2010, 12:35

Hallo Karin,

so ungerecht ist das verteilt. Ich komme in meinen schweren Lehmboden wenn er recht trocken ist, manchal mit dem Spaten gar nicht rein. Ein bißchen Sand von Dir drunter und ein bißchen Lehm als Speichermasse zu Dir und schon wäre uns beiden geholfen. Aber hängig ist es bei uns auch - schöner Südhang. Wenn das mit der Streuobstwiese nichts wird, bepflanze ich die nach und nach mit meinen selbst gezogenen wurzelechten Pfirsichen. Muss mir blos was gegen die Rehe einfallen lassen, sonst sind die schneller als meine Bäumchen. Letzten Winter haben die mir alles, selbst Weiden, weggefressen. War aber auch ein harter Winter. Sanddorn hätte ich auch gern, aber der wächst leider bei uns nicht. Hast du vor, die Beeren zu ernten?

Das mit den Kannen und Eimern schleppen kenne ich auch. Da wird jede Kanne schwerer. Allerdings sind meine Kannen für die Schafe. Seit letzte Woche habe ich jedoch eine "Wasserleitung" über Nachbars Grundstück legen dürfen. Sehr gute Sache.

Liebe Grüße


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Post#22by karinenhof » Wednesday 14. April 2010, 15:53

Ursprünglich wollte ich weitere Sanddörner kaufen. Inzwischen habe ich eine Stelle entdeckt, wo ich mir Ableger holen kann.

Ja, ich will die Früchte verarbeiten. Ich koche in jedem Jahr so ca. 300 Gläser Marmelade/ Konfitüre/ Gelee. Da ist Sanddorn genau richtig.

Wir haben inzwischen mehrere Unterstände für unsere Schafe. Jeder hat eine kl. Dachrinne bekommen und da steht eine Regentonne od. ähnliches drunter. Als erstes bekommen natürlich die Schafe das Wasser, aber es bleibt immer noch etwas, um meine Anpflanzungen zu wässern. Es sei denn, es wird wieder so extrem, wie im vergangenen Jahr. Dann gehen die Schafe natürlich vor.

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