welcher Zaun?

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welcher Zaun?

Post#1by karinenhof » Saturday 26. April 2008, 22:40

hallo Halter,

wir wollen zum Herbst ein neues Stück Wiese einzäunen. Für den äußeren Zaun haben wir bis dahin Knotengitter (Wildzaun) genommen. Die innere Unterteilung nehmen wir mit drei Bänder 10mm Breitband und ordendlich Strom drauf, vor.

Nun meine Frage. Bei 1,50 m Höhe gibt es Knotengitter 15/ 15 und 19/ 15 Aufteilungen.
Welchen Zaun verwendet Ihr Image

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Post#2by klosterbauer » Sunday 27. April 2008, 05:01

Guten Morgen Karin,

ich habe mit 0,80er Zaun angefangen und nehme jetzt 1,00 oder 1,10 Meter hohen Zaun. Nach dem Motto "Eine gute Weide ist der beste Zaun" sind meine Schafe damit sehr zufrieden - spart schon mal den ein oder anderen Euro - oder brauchst Du wirklich 1,50 Meter hohes Drahtgeflecht?

Dann nehme ich unten etwa 30 cm hoch die engen Maschen, danach nur die großen. Das langt bei mir.

Bei uns kostet dieser Zaun rund einen Euro pro Meter.

Bergisch grüßt
Peter
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Post#3by karinenhof » Sunday 27. April 2008, 07:24

einen sonnigen guten Morgen zurück Peter,

wir haben leider immer wieder frei laufende Hunde bei uns. Dann kommt noch dazu, dass inzwischen hier in Brandenburg die Wölfe zurück sind. Aus diesen Gründen nehmen wir den 1,50 m hohen Zaun.
Sind wir übervorsichtig? Reicht auch ein 1,20 m Zaun und oben herum eine Litze Strom?

Bei der 19/ 15 Variante sind die unteren Abstände (ich glaube 5) nur 5 cm breit. Die 15/ 15 Variante hat in den unteren Feldern einen Abstand von 10 cm. Und auch hier ist der Preisunterschied pro Rolle ca. 20,00 Euro.

Die Soay Lämmer haben nach der Geburt eine Schulterhöhe von ca. 20 cm (habe ich aber noch nie nachgemessen, ist eine Schätzung per Auge).

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Post#4by klosterbauer » Sunday 27. April 2008, 09:41

Jetzt haben wir den Kaffee und das Ei genossen - einen schönen Sonntag ins Havelland und vorher meine Gedanken:

* wie hoch ein Wolf springt oder ob der sich eher durchwühlt, das weiß ich nicht (Jäger fragen)

Dann erst würde ich über die Zaunhöhe entscheiden (wenn der locker 1,50 schafft, dann kannst Du ja auch niedriger zäunen)
Übrigens und weil es mich interessierte - habe im Internet verschiedene Quellen gefunden, wonach der Wolf auch fünf Meter locker springt (ich weiß es nicht wirklich, aber wenn auch nur zwei Meter stimmen, ist jeder Zaun zu niedrig - dann brauchst Du auch keine Litze.

Der 5cm-Abstand ist bei uns - wie bei Euch - Wildzaun, hält u.a. kleineres Getier von frischen Pflanzungen ab. Nun bleiben die Lämmer gerade die ersten Tage ja immer bei Muttern, da mache ich mir nicht so große Sorgen. Ich würde mich also für die größeren Maschen entscheiden und die 20 Euro entweder in ein leckeres Essen oder ähnliches investieren.

Wenn Ihr wirklich Probleme mit dem Wolf habt, wäre es dann sinnvoll, die Tiere abends reinzuholen. Oder ist der Wolf weit weg und die Schäfer und ihre Verbände bauen nur ein Bedrohungsrisiko auf. Das ist ja politisch sicherlich sinnvoll, aber sagt nicht unbedingt was über das reale Risiko.

Und wenn die Sprunghöhe des Wolfes stimmt und die Bedrohung real ist - dann stellt Euch eine Hütte auf die Wiese mit Türe drin. Aber ehrlich gesagt, ich würde zuerst das Bedrohungsrisiko abschätzen, eventuell ein Schaf zu lange warten (ich geb es ja zu, auch wenn es das vom Nachbarn war) und in der Zwischenzeit einen niedrigeren Zaun bauen - oben ohne Litze. Aber das ist nur meine Meinung.

Es kommt die Zeit, da werden wir alle wieder Herdenschutzhunde haben ....

Liebe Grüße aus dem Bergischen von
Peter
PS: Einen Nachsatz habe ich vergessen: die Sache mit den freilaufenden Hunden kenne ich leider auch. Das dauert - aber immer ein ernstes Gespräch mit dem Herrchen / Frauchen führen. Auch die können mit einem Riesensatz über fast jeden Zaun gehen ... Die Leute sind ja so gleichgültig ....
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Post#5by Robert » Sunday 27. April 2008, 19:22

Hallo Karin

Normalerweise reicht ein Zaun mit einem Meter Höhe. Die Soay gehen normalerweise unten durch oder durch den Zaun wenn sie ein Loch finden. Hunde und Wölfe hält auch ein 1,50 m Zaun nicht ab.

Was du für die Soay aber unbedingt brauchst ist ein Zaun mit einer Maschenhöhe von 5 cm unten. Den Zaun mit den 10 cm kannst du für die Soay-Lämmer vergessen. Davon habe ich noch haufenweise rumliegen, weil mir die Lämmer durchgeschlüpft sind und ich irgendwann "die Nase voll hatte" und den gesamten Außenzaun ausgetauscht habe.

Es ist schade ums Geld wenn du den nimmst.

Viele Grüße
Robert
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Post#6by karinenhof » Sunday 27. April 2008, 21:03

hallo,

das mit den 5 cm unten ist mir auch wichtig. Ein 1 m hoher Zaun ist mir zu wenig. Der 1,50 m hohe (19/15) ist in den letzten drei Jahren um ca. 50 % teurer geworden Image. Den Zaun, den wir haben, ist der oben beschriebene. Wir haben ca. 4m Felder und drei Spanndrähte. Oben, untere Drittel und ganz unten. Noch ist bei uns kein Schaf auf die Idee gekommen unten durch zu gehen.

So müssen wir eine Zwischending finden. Wenn die Wölfe und Hunde so hoch springen können, ist die Höhe dann zweitrangig geworden. Aber Peter 5 m hoch - erscheint mir doch wirklich gewaltig.

Herdenschutzhunde für Soay - kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Noch ist es bei uns noch keine akute Gefahr. Aber so einen Zaun baut man ja auch nicht immer wieder um. Aus dem Grund machen wir uns vorab lieber ein paar mehr Gedanken.

Strom oben lang kommt auf jeden Fall. Und wenn es nur da ist, um mich ruhiger schlafen zu lassen.

Ich werde mal googlen.

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Post#7by Robert » Sunday 27. April 2008, 23:24

Hallo Karin

Warum macht ihr nicht 1m Zaun und oben rum 2 Elektrodrähte. So haben wir es auch. Bei uns sind die Litzen allerdings nicht wegen der Wölfe, sondern wegen der Pferde.

Viele Grüße
Robert
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Post#8by karinenhof » Monday 28. April 2008, 08:32

Hallo Robert,

es ist eine Wiese, die total am offenen Feld liegt. Es ist auch nicht unmittelbar an unserem Hof. Bestimmt schauen die dortigen Anwohner mal hin, aber eher aus Interesse. Wir werden sicher jeden Tag nachschauen. ob alles in Ordnung ist. Mir ist da ein 1 m Zaun irgendwie zu niedrig.

Oder?

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Post#9by Herwig » Monday 28. April 2008, 08:45

Hallo Karin,

eine e Litze über dem Zaun gegen Wölfe oder Hunde ist fast sinnlos. Wenn die Springen haben die keinen Erdkontakt, bekommen also keinen gewischt. Aber selbst wenn sie einen Schlag bekommen könnten, können sie ja wärend des Fluges nicht wieder umdrehen, sind also so oder so in der Weide gelandet. Darum halte ich generell ein Flatterband für viel effektiver. (Es sei denn man will kletterndes Raubzeug abhalten, dann sollten oben aber zwei leitzen sein, eine mit Strom und eine ohne Strom die geerdet ist!!)

Hunde und Füchse gehen erst an den Zaun, beschnuppern ihn und versuchen irgendwo einen Durchlass zu finden, wie das konkret bei Wölfen ist, weiß ich nicht, vermute aber, das es ähnlich ist.

Aus diesem Grunde habe ich sehr erfolgreich zwei Methoden zur Fuchsabwehr in Anwendung, seit 6 Jahren keinen Fuchsbesuch in den Gehegen, wohl aber draußen, spricht für sich.

Meine Gänse sind mit einem 90cm hohen Schafsknotengitterzaun eingezäunt, der komplett in Isolatoren hängt und unter Strom steht. Keine Verluste mehr!!

Meine Hühnerausläufe haben von außen zwei Stromlitzen aus Drahtseil, in der Höhe 20 und 35 cm höhe.

Die Metallvarianten Zaun und Drahtseil haben für mich folgenden Vorteil: Ich brenne im Sommer mit einem Gasbrenner einmal im Monat kurz um die Gehege das Gras und Unkraut ab, so wächst nichts an den Zaun was ableiten könnte und mit der Flamme richte ich am Zaun und Litze keinen Schaden an.

Gegen das Überspringen der Umzäuning hilft meiner Ansicht nach nur Zaunhöhe und Flatterband. Wenn der Hund, Wolf oder Fuchs allerdings schon außen einen gewischt bekommen hat, beim Markieren oder Herumschnüffeln traut der sich nicht wieder an den Zaun!!
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Post#10by klosterbauer » Monday 28. April 2008, 09:13

Guten Morgen Karin - 5 meter Sprunghöhe haben mich auch überrascht - aber ich hab halt mal im Internet geschaut und nicht im Zoo oder so gefragt - wenn Du es genau weißt, ist das sicher für alle mal interessant. Denn irgendwann treibts den Wolf gen Westen ....

Schöne Woche wünscht
Peter
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Post#11by karinenhof » Monday 28. April 2008, 09:14

hallo Herwig,

el. Schafsknotengitterzaun kommt für mich nicht mehr in Frage. Wir haben im vergangenen Jahr ein 4 Monate altes Lamm aus dem Zaun pulen müssen. Seit dem nur noch mit el. Draht bzw. Litze bzw. 10 mm Breitband.

Unser Zaun hätte auf Grund des unebenen Geländes an einigen Stellen Erdkontakt. Die Idee mit den zwei Litzen finde ich dennoch gut.

Was versehst Du unter Flatterband? Meinst Du damit Breitband, wie für Pferdekoppeln?

Die Möglichkeit außen el. Litze/ Draht zu ziehen haben wir auch. Bis dahin hat mich das Freihalten davon abgeschreckt. Ich bin allerdings noch nicht auf die Idee gekommen, mit dem Gasbrenner langzugehen. Besteht nicht die Gefahr eines Flächenbrandes? Nicht auf meiner Wiese, sondern außerhalb? Muß ich mir dahingehend einmal anschauen. Aber die Idee ist wirklich gut.

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Post#12by Herwig » Monday 28. April 2008, 17:20

Hallo Karin,
damit wir uns richtig verstehen.
Ichmeine genau den Schafsdraht, den ihr jetzt auch um euere Wiese habt, nur eben unter Strom.
Ihr hattet sicherlich ein Lamm im Elektronetz?

Zum Flächenbrand:
Man brennt natürlich nur dann, wenn nicht gerade 2 Wochen 30 Grad waren ohne Niederschlag.
Wäre auch unnötig, weil trockenes Gras ja nicht ableitet!

Das Abbrennen wir oft falsch gemacht:
Man hält den Brenner nicht an die Pflanzen bis sie verkohlen oder verbrennen, sondern man geht nur leicht über den Bewuchs mit einem Brenner, den es im Baumarkt oder so gibt. Nach zei drei Tagen stirbt dann das Gras ab, das ist viel effektiver, weil dei Pflanze dann viel schlechter neu austreibt.
Viele werden das kennen, wenn man mal einen heißen Topf oder die heiße Grillroste auf den Rasen legt, stribt nach ein paar Tagen der Rasen ander Stelle ab. Es liegt daran, das die Chlorophylbläschen in der Pflanze platzen und zumAbsterben führen.
Ich habe mir eine 5kg Gasflasche in einen alten Rucksack gesteckt und gehe einmal im Monat ganz gemütlich um den Zaun und unsere Pflastersteine etc.
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Post#13by karinenhof » Monday 28. April 2008, 20:58

moment Herwig, Du hast einen kompl. Knotengitterzaun an Isolatoren gehängt und unter Strom gesetzt Image.

Boh, wir planen im ersten Ausbauschritt für die neue Wiese ca. 500 m Zaun. Was hast Du denn für ein Gerät?

Nein, so wollte ich es nicht machen. Obwohl es verlockend währe. Dann gibt es bestimmt keine ungewollen Besucher Image. Dann doch lieber an die Pfosten nageln und Litze/ Draht od. Flatterband ran. Dann kommt auch noch dazu, dass auch unsere Wollis meinen, das Gras außerhalb schmeckt besser als innerhalb des Zaunes. So hält sich der Bewuchs ganz dicht am Zaun meist in Grenzen.

Das mit dem Abbrennen habe ich bis dahin auch falsch gemacht. Ich dachte auch, dass man an die Pflanzenbasis muss. Unsere Einfahrt fängt schon langsam wieder an zu grün zu werden. Da probiere ich Deinen Tip doch am Wochenende gleich aus.

Was meinst Du mit Flatterband Herwig?

Ja, Herwig. Ein 4 Monate altes Lamm muß in der Nacht irgendwie reingekommen sein. Schöne feuchte Wiese und am Morgen konnten wir nicht mehr helfen. Wir hoffen nur, dass es sich nicht lange gequält hat.
Wo gearbeitet wird, da fallen aus Späne, aber traurig waren wir dennoch.

Hallo Peter,

es gibt irgendwo einen Artikel über den "Zug" der Wölfe in Brandenburg. Ich werde ihn bei Gelegenheit mal suchen. Das mit den Wölfen ist aber ein ganz anderes Thema.

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Post#14by Herwig » Tuesday 29. April 2008, 08:36

Ja genau Karin so ist es, sicherer geht es kaum.
Alerdings habe ich nur rund 200m Knotengitter an dem Gerät hängen, aber zusätzlich ca. 3 Km Litze.
Das macht dem Gerät gar nix, es ist ein 20 Jahre altes Netzgerät von Gallagher, schon einmal repariert, aber ansonsten topfit das Gerät. Ich habe nur Geräte von Gallagher auch eines mit Autobatterie und für Wanderreiter mit Taschenlampenbatterie. So ein Gerät ist eine Anschaffung fürs Leben...


Flatterband ist ein einfaches breites Plastikband, für Baustellen oder Absperrungen
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Post#15by karinenhof » Monday 5. May 2008, 21:01

so, Ihr Alle zusammen. Auf Grund der vielen Anregungen und Erfahrungen von Euch, werden wir unseren Zaun wie folgt bauen:
Knotengitter (leichte Ausführung) 1,20 m hoch. Oben drauf umlaufend einen Stromdraht mit Flatterbändern dran. oder noch ein Flatterband oben drüber. Von außen in ca. 20 cm Höhe wieder einen Stromdraht. Als Pfähle werden wir eine Mischung aus Rubinien und Weiden (die im Herbst neu eingesteckt werden) nehmen.

Wir haben immer das Glück, dass unsere Wiesen keinerlei Baum - oder Strauchbestand haben. Ganz ohne ist das nicht so toll. Die Weiden sollen als Kopfweiden gehalten werden. So können wir im Winter Zweige schneiden und verfüttern und im Sommer gibt es Schatten.

Jetzt müssen wir uns noch kümmern, wie der Schafunterstand aussehen darf. Es ist im Außenbereich, soll keine Fundamente bekommen und auch keinen Fußboden. Hat jemand eine Ahnung, wie groß ich ohne Baugenehmigung bauen darf? Oder überhaupt nicht?

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Post#16by Weitersbacher Hof » Monday 5. May 2008, 21:57

Hallo Karin,
unser Hühnerhaus haben wir ohne Baugenehmigung erstellt. Ich glaube, man durfte damals 5 x 5 Meter ohne Voranfrage bebauen, allerdings in Rheinland-Pfalz. Bei uns stehen überall Schuppen auf dem Feld, die ein ortsansässiger Heidschnuckenzüchter gebaut hat und die sicher bis zu 10 Meter lang sind; bisher hat kein Hahn danach gekräht. Wo keine Kläger sind, sind auch keine Richter, nur wäre mir das zu riskant, also erkundige Dich einfach bei der Baubehörde.
Grüße
Doris
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Post#17by klosterbauer » Tuesday 6. May 2008, 07:38

Ahoi Karin,

bei uns in NRW brauchst Du für alles im Außenbereich eine Aufstellgenehmigung und die dazu notwendige Privilegierung und musst dann ein kleines Heckchen pflanzen oder so. Aber meines Wissens fangen alle Schäfer mit Schwarzbauten an ...

Bis dahin grüßt
Peter
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Post#18by karinenhof » Tuesday 6. May 2008, 20:40

ich habe gerade einen mehrjährigen Tanz mit dem Bauamt durch. Eine sehr nervenaufreibende Geschichte. Darüber könnte ich wirklich Bände schreiben. Da es aber noch nicht abgeschlossen ist, werde ich dies nicht tun.

Will nur damit sagen - einfach hinstellen mache ich nicht. Die haben mich sowieso schon auf dem Kieker. Und sie sitzen am längeren Hebel.

Peter, was bedeutet priviligiert in diesem Zusammenhang? Gegen Hecke habe ich nichts einzuwenden.

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Post#19by knüllbergfarm » Tuesday 6. May 2008, 20:55

Hallo Karin Priviligirt heist das du Landwirt bist dan darf man ne menge mehr als wenn du nur halter bist.
Gruss Thomas
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Post#20by karinenhof » Tuesday 6. May 2008, 21:26

seit Januar läuft der Antrag auf Landwirt im Nebenerwerb. Noch habe ich von nirgendwo eine Bestätigung darüber. Aber die Berufskasse, die wollte schon Info´s von mir.

Hoffe, das das ausreicht.

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Zäune

Post#21by soayfrank » Monday 16. June 2008, 09:30

Moin Moin alle zusammen.

Ich denke das man bei Wölfen oder frei laufenden Hunden so hoch einzäunen kann wie man will, die kommen an die Schafe wenn sie es wollen oder müssen wenn sie hungrig sind.

Ich habe meine Schafe mit Elektroknoten Netzen eingezäunt. Zur Zeit benute ich noch welche die für Schafe sind und ca. 106 cm hoch sind.
Da ich in den letzten 3 Jahren 3 Soays verloren habe weil sie den Kopf durch die Maschen gesteckt haben, mit den heranwachsenen Hörnern verhakten und in Panik verdreht waren, habe ich mich entschieden nun Geflügelzäune zu kaufen.
Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Maschen sind enger, der Zaun ist höher(112cm). Wer Soays kennt, weiss das sie locker auch über diese Höhe springen können aber das ist nicht die Regel.
Die gehen auch direkt durch die Zäune wenn sie gejagt werden.

Nur zum besseren Verständniss: die Böcke waren alle heranwachsend um die 3-6 Monate Alt.
Das will ich nicht noch einmal erleben.

Ein weiterer Vorteil ist das ich die Zäune schnell aufstellen, abbauen kann. Sie sind leicht und einfach auf zu stellen. Zur Koppelschafhaltung meiner Meinung nach ideal. Selbst am Hof habe ich diese Zäune denn ich benutze diese Wiesen nicht ständig und kann somit mähen auch da wo sonst an einem festen Zaun der Bewuchs nicht so einfach zu entfernen wäre.


Gruß

Frank
Ein guter Hirte lässt niemals ein Schaf zurück.
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Zaun

Post#22by Ziegenhund » Friday 20. June 2008, 08:57

Hallo Freunde
,ich halte Soays jetzt im 2 Jahr. Ich habe nur Elektronetze Schafnetze und Geflügelnetze verwendet und bin bis jetzt damit zu frieden!Ich Zäune aber auch immer recht großzügig ein !
Gruß heinz
Gruß Heinz
Solange Menschen denken ,das Tiere nicht fühlen,solange müssen die Tiere fühlen,das Menschen nicht Denken !
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Post#23by Tiger » Tuesday 5. January 2010, 21:18

Hallo,Image


es ist zwar schon ein altes Thema aber vielleicht hiflt es dem Einen oder Anderen doch noch...

Ich habe noch einen Tipp bezüglich der Einzäunung.

Ich halte die Tiere mittlerweile seit vier Jahren mit einem Elektro-Geflügelnetz, welches eine Höhe von 1,10m aufweist.

Der Vorteil liegt darin, dass aufgrund der engen Maschenweite keine Gefahr besteht, dass die Tiere ihren Kopf durchstecken und so hängen bleiben können.

Ein weiterer Vorteil ist das man auf diese Weise Raubwild wie zum Beispiel den Fuchs fernhält.

Ich trenne mit diesem Zaun auch die Widderherde von den weiblichen Tieren und hatte nie Probleme mit überspringen.


Ich denke bevor man ein Gerät anschafft sollte man sich zuvor im klaren sein wie viele Weidenetze daran angeschlossen sind und wie der Bewuchs ist, ob man Zeit und Möglichkeiten hat regelmäßig den Bewuchs zu entfernen etc. auch die Schneelage ist zu bedenken und den daraus resultierenden Energieverlust.

Ich will hier keine Werbung machen, deshalb hänge ich die Leistungsdaten eines meiner Geräte unten an.
Ich habe damit zur Zeit 3ha eingezäunt und bin wirklich sehr zufrieden damit.
Bei Interresse schickt mir einfach eine Nachricht.


• zwei digitale, beleuchtete Displayanzeigen für Ausgangs- und Erdspannung

• zusätzliches digitales Display zeigt die zurückkehrende Zaunspannung an (= AKO-Zaunschleifensystem)

• Jede Digitalanzeige wird extra durch eine separate, 2-farbige LED-Blinkleuchte (OK/CHECK) unterstützt

• mit zwei Zaunausgängen (stark/schwach)

• Mikroprozessor gesteuert

• Leistungsaufnahme 13,8 Watt/Stunde


11000 V
10,00 J
therotische Zaunlänge bei keinem Bewuchs: 300,0 km
weinig: 80,0 km
mittlerem: 18,0 km
starken: 9,0 km
Zu betreibende Netze a' 50,00m: 25 ST


Grüße aus Österreich
Gregor
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