Ansteckende Pferdeseuche

Moderator: starkepferde


FollowersFollowers: 0
BookmarksBookmarks: 0
Views: 1777

Ansteckende Pferdeseuche

Post#1by Herwig » Friday 11. January 2008, 15:41

> Pferdeseuche: Ansteckende Blutarmut im Landkreis Altötting (10.01.2008)
>
> -----------------------------------------------------------
> Altötting (aho) - Am 08.01.2008 bestätigte das Nationale
> Referenzlabor auf der Insel Riems bei einem Pferd aus dem Landkreis
> Altötting die anzeigepflichtige Pferdeseuche „Infektiöse Anämie der
> Einhufer" oder Equine infektiöse Anämie „EIA" (Ansteckende Blutarmut
> der Einhufer). Das Pferd aus einem kleinen Pferdebestand im
> nördlichen Landkreis war am 20.12.2007 aufgrund schwerer Erkrankung
> eingeschläfert worden. Nach einer Blutuntersuchung am Landesamt für
> Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim wurde
> am 28.12.2007 der Verdacht auf EIA geäußert und weiteres
> Probenmaterial an das Nationale Referenzlabor auf der Insel Riems
> geschickt. Eine am 02.01.2008 durchgeführte Blutuntersuchung der
> restlichen vier Pferde des Bestandes ergab bei der ersten
> Blutuntersuchung einen negativen Befund. Nach gesetzlichen Vorgaben
> muss der Bestand gesperrt, weitere Blutuntersuchungen müssen noch
> durchgeführt werden.
>
> Welche Erkrankung ist die Infektiöse Anämie der Einhufer und wie
> äußert sie sich?
>
> Die Infektiöse Anämie ist eine virusbedingte Erkrankung des Blutes
> und der blutbildenden Organe und führt infolge einer Zerstörung der
> roten Blutkörperchen zu einer Blutarmut (Anämie) mit Todesfolge.
> Äußere Krankheitszeichen sind u.a. Fieber bis 42°C, Appetitlosigkeit,
> Schwäche, Abmagerung, blasse Schleimhäute mit punktförmigen
> Blutungen. Es gibt akute und chronische Krankheitsformen. Gefährlich
> sind so genannte „stumme" Virusträger - infizierte Einhufer die
> lebenslang das Virus in sich tragen und auch ohne Krankheitsanzeichen
> Viren ausscheiden und damit andere Einhufer anstecken können. In
> Deutschland ist das Virus nicht heimisch, in den letzten Jahren kam
> es nur sporadisch zu Ausbrüchen.
>
> Wer kann erkranken?
>
> Erkranken können nur Einhufer (Pferde, Ponys, Esel, Maulesel,
> Maultiere und Zebras), für andere Tiere oder Menschen ist das Virus
> nicht ansteckend.
>
> Wie kann die Erkrankung übertragen werden?
>
> Das entscheidende Übertragungsmaterial ist infektiöses Blut, das
> durch blutsaugende Insekten übertragen wird. Auch eine Übertragung
> über den Deckakt und während der Trächtigkeit vom Muttertier auf das
> Fohlen ist möglich.
>
> Wie lange dauert es, bis die Erkrankung ausbricht?
>
> Die Zeit zwischen einer Infektion und einem Ausbruch der Erkrankung
> schwankt zwischen einigen Tagen und sechs Wochen.
>
> Wie wird die Diagnose gestellt und wie wird die Erkrankung bekämpft?
>
> Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung, den so genannten
> „Coggins-Test". Eine Behandlung oder Impfung gegen die Krankheit ist
> aus seuchenrechtlichen Gründen nicht erlaubt. Infizierte Tiere
> müssen, weil sie die Erkrankung verbreiten können, getötet werden.
> Die betroffenen Bestände müssen gesperrt und Kontaktpferde untersucht
> werden.
>
> Wie kann man seine Pferde schützen?
>
> • Durch Hygienemaßnahmen (Sauberhalten der Stallungen)
>
> • Kein gemeinsamer Gebrauch von Sattelzeug und Bürsten
>
> • Die Vermehrung von Insekten einschränken (Dung auch auf Weiden
> regelmäßig entfernen, Wasseransammlungen (Pfützen) auf Weiden durch
> Drainagen verhindern.)
>
> • Aufstallung während der Hauptflugzeit von Insekten (Abend- und
> Morgendämmerung)
>
> • Einsatz von Insektenabwehrenden Mitteln (Repellentien)
>
> • Kontakt zu fremden Pferden mit unbekanntem Gesundheitsstatus meiden
>
> • Bei der Teilnahme an Turnieren oder ähnlichen Veranstaltungen
> darauf achten, dass nur Pferde teilnehmen dürfen, deren Coggins-Test
> negativ verlaufen ist.
>
> • Importierte Pferde sollten ebenfalls entweder einen negativen
> Coggins-Test vorweisen können oder bis zu dessen Ergebnis in
> Quarantäne gehalten werden.
>
> Welche gesetzlichen Verpflichtungen hat ein Pferdehalter?
>
> • Nach der Viehverkehrsverordnung muss jeder Pferdebestand beim
> Veterinäramt angezeigt werden.
>
> • Pferde, die den Bestand verlassen (auch wenn das Pferd nur zu einer
> Tierklinik transportiert wird), müssen einen Equidenpass besitzen.
User avatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Posts: 3432
Joined: 10.2006
Location: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 208
Gender: Male

Da bekommt man ja Angst!

Post#2by drudelmurks » Wednesday 23. April 2008, 22:26

Es ist erschreckend, was sich alles an Gefahren für unsere Vierbeiner tummelt!

Alles und jedes Tier muss man immerzu beim Vet-Amt melden und registrieren lassen, ist auch ein gutes Geschäft oder? Immer klingelt die Kasse mit jeder Anmeldung und immer wieder neu. Ob Huhn, Schaf oder Pferd, zur Kasse bitte, Anmelden... Naja bitte schön. Eine Bekannt hat eine kleine Herde Schafe, sie ist registriert, darf immer fein die Beträge blechen, aber als die Blauzungenkrankheit in Ihrer Gegend ausbrach, hat man (trotz der Registrierung, angeblich für diese Zwecke) sie nicht darüber in Kenntnis gesezt. Aus den Medien hat sie es erfahren, aber das Amt zieht nur da liebe Geld ein, tut aber sonst nichts weiter! Also was soll das alles?

Kann jeder Tierarzt diese Blutuntersuchung durchführen oder muss ich mich an einen bestimmten Beauftragten hierfür wenden?
User avatar
drudelmurks
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Posts: 11
Joined: 04.2008
Location: Brandenburg
Gender: None specified

Post#3by Canaria111 » Thursday 24. April 2008, 13:02

Also ich denke mir, dass kommt doc sehr auf das Vet.-Amt an. Da gibt es auch grosse Unterschiede.

Frag bei Deinen TA nach, wo man solche Untersuchungen machen kann. Normalerweise wird das vom TA in das passende Labor geschickt. Bist Du denn in der Ecke, dass Gefahr besteht ?
User avatar
Canaria111
Bauer, Farmer, Landwirt
Bauer, Farmer, Landwirt
Posts: 259
Joined: 03.2007
Location: Teneriffa
Gender: None specified


Beteilige Dich mit einer Spende
cron