Wie sind die Nutzungsrechte von alten Straßenobstbäumen?

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Wie sind die Nutzungsrechte von alten Straßenobstbäumen?

Post#1by HolzClaas » Tuesday 10. June 2008, 14:17

Moin moin aus dem Norden

Ich bin gerade auf dieses Forum gestoßen und finde es richtig klasse.

Mich treibt schon seit einiger Zeit die Frageum, wie die Nutzung von alten Straßenobstbäumen rechtlich geregelt ist.

Hintergrund dieser Frage: In meiner Jugendzeit sind wir im Herbst mit meinen Eltern immer zur Oma aufs Land gefahren und haben auf dem Weg dorthin an ein paar Feldwegen und schmalen Landstraßen Äpfel aufgesammelt / manchmal auch geschüttelt. Diese haben wir dann zur Mosterei gebracht und Preiswert Apfelsaft für den Winter gehabt.
Ich finde solche Sachen nach wie vor gut, gerade weil es mir immer im Leibe wehtut wenn ich Sachen vergammeln sehe.

Da in Deutschland jedoch alles irgendwie rechtlich geregelt ist frag ich mich seit einiger Zeit wie die Nutzung dieser Straßen/Feldwegbäume - speziell in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg geregelt ist. Vor 2 Jahen haben wir das nämlich wieder gemacht (letztes Jahr gabs leider kaum Äpfel wegen Frost im Frühjahr) und ich fragte mich was passiert wenn jetzt irgendjemand vorbeikommt und meint das darf man nicht. Wass könnte ich darauf dann erwiedern.

Kennt sich damit jemand von euch aus? Würde mich wirklich mal interessieren? Vorbeugen ist ja bekanntlich besser als heulen?

Viele Grüße Claas
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Post#2by Herwig » Tuesday 10. June 2008, 16:21

Moin Claas,

das ist sehr unterschiedlich geregelt.
Hier bei uns ist das so: Im Herbst in der Tageszeitung steht, dass jeder die Äpfel an der Straße ernten darf, jedoch darauf zu achten ist, das keine Äste abgebrochen werden oder der Baum anders geschädigt wird.
Früher war es so, dass man einen oder mehrere Obstbäume pachten konnte. Pachtpreis war eine Mark. Wer dann seine Pachtbäume ordentlich pflegte, beschnitt und auf "Miträuber achtete" hatte einen guten Ertrag.


Bei uns in der Gemeinde stehen sehr viele Obstbäume vor einigen Jahren habe ich im Rathaus angerufen und nachgefragt ob ich dort Obst ernten dürfte. Die Mitarbeiterein hat sich sehr über mein Interesse gewundert und mir noch Tipps gegeben, wo die besten Bäume stehen.

Du solltest kein Obst an viel befahrenen Straßen ernten, aber an Feldwegen sind sie recht unbelastet, nicht gespritzt oder gar gewachst. Haben also echte Vorteile zu normalen Kaufhausäpfeln. In der Regel sind viele Sorten von jedem Obst angepflanzt, viele aussterbende sind dabei!!
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Post#3by HolzClaas » Wednesday 11. June 2008, 14:03

Hallo - danke

muste lachen als ich las die Gemeindemitarbeiterin hat dir Tipps gegeben wo die besten stehen ..... LOL zu irgendwa müssen Bürokraten ja auch gut sein.

Ja für mich kommen eigentlich nur Feldwege (und alte verwilderte Flächen) in Frage. Naja davon gibts ja zum Glück noch einige ..... mal sehen wie das Apfeljahr 2008 wird.

Weiß jemand wie die Rechtslage in M-V und Brandenburg aussieht?

Greetz Claas
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Post#4by Herwig » Wednesday 11. June 2008, 17:00

Hallo,
die Rechtslage ist eindeutig und zwar überall:

Obst gehört dem Besitzer des Baumes. Straßenbäume gehören dem Besitzer der Straße.

Es gibt Ortsstraßen (Gemindestraßen) Landstraßen und Bundesstraßen.

Die Bäume der Wegränder darfst du weder als Holz noch als Obst ohne Genehmigung ernten.
Aber wie gesagt, ein Anruf im Rathaus bringt dich sofort auf die sichere Seite. Name des Mitarbeiters notieren und dann drauf berufen.
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