Streuobstwiese neu anlegen

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Streuobstwiese neu anlegen

Post#1by Marcel » Tuesday 20. July 2010, 15:31

Hallo an alle hier im Forum

Ich lese schon lange in diesem Forum und jetzt hab ich mich registriert.

ich hab auch gleich mal eine Frage :

Ich wohne in Sachsen ( Vogtland) und möchte auf einer unser Wiesen eine Streuobstwiese anlegen
ich möchte diese gerne mit alten Obstsorten bestücken .

Nun hab ich gelesen dass es dafür Fördermittel gibt und wollte euch mal fragen ob ihr wisst welche Bedingungen man
erfüllen muss um eine Förderung zu bekommen ?

Die wiese wird zur Zeit sehr extensiv genutzt 2 mal im jahr vom Wanderschäfer abgeweidet und danach " drübergemäht" .

Ich muss aber dazu sagen dass wir kein Landwirtschaftlicher Betrieb sind .

Ich freue mich schon auf eure Antworten .

MfG.: M. Steiniger
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Post#2by mangalitza » Tuesday 20. July 2010, 17:42

Michael
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Post#3by Marcel » Tuesday 20. July 2010, 20:59

Vielen dank für deine Antwort die seite hab ich gefunden kurtz nachdem ich hier gefragt habe .

Mich würden eure Erfahrungen interessieren die ihr mit dem Beantragen der Förderung gemacht habt oder welche " Steine " man euch in den weg gelegt hat.
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Post#4by Herwig » Wednesday 21. July 2010, 08:37

Ich habe meine Obstbäume über eine regionale Förderung gepflanzt. (Dorferneuerung)

Es wurde ein Festbetrag von 15.- Euro per Baum gezahlt, die Bäume wurden zentral von der Stadt beschafft. Ausschließlich alte Sorten. Man konnte auch Heckenpflanzen bestellen, (Zuschuß 3 Euro) Es gab vorwiegend nützliche bedrohten Arten: Heckenrosen, Felsenbirne, Sanddorn etc.

Die Bäume und Sträucher mussten abgeholt werden. Nach 6 Wochen kam ein Team vorbei, das die gepflanzten Bäume und Sträucher kontrolliert hat, nach Stückzahl und pfleglicher Pflanzung.
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Post#5by karinenhof » Wednesday 21. July 2010, 16:17

hallo,

ich habe hier in Brandenburg versucht eine Förderung zu bekommen. Dies war nicht möglich. Um eine neue Streuobswiese anzulegen fehlen mir die finanziellen Mittel. So werden wir nach und nach Bäume pflanzen bis wir dann unsere Obstwiese haben.

Image Glück bei Deinem Projekt wünscht Dir die Karin vom Karinenhof im Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Streuobstwiese ...

Post#6by Uwe » Wednesday 21. July 2010, 17:09

Herwig wrote:Ich habe meine Obstbäume über eine regionale Förderung gepflanzt. (Dorferneuerung)
Es wurde ein Festbetrag von 15.- Euro per Baum gezahlt, die Bäume wurden zentral von der Stadt beschafft. Ausschließlich alte Sorten. Man konnte auch Heckenpflanzen bestellen, (Zuschuß 3 Euro) Es gab vorwiegend nützliche bedrohten Arten: Heckenrosen, Felsenbirne, Sanddorn etc.


... das die zu den bedrohten Arten gehören hätte ich nun nicht gedacht! Alle drei wachsen (zumindest bei uns hier) an jeder Autobahnböschung und deren Mittelstreifen. Ich hätte eher auf Mispel getippt ...
So kann man sich irren Image.
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Post#7by Herwig » Wednesday 21. July 2010, 19:20

Ja, Uwe, die Mispel gehört auch dazu, zählt aber als HochstammobstImageImage

Und mit der Bedrohung von verschiedenen Pflanzen ist das so eine Sache, manchmal gibt es die regional doch noch recht häufig, aber nicht mehr an den üblichen Plätzen. Früher waren das typische Wegrandpflanzen, heute werden aber alle Wegränder "gepflegt". Nur die Autobahn ist eben doch kein ausreichender Verbreitungsraum für bestimmte Pflanzen. Dazu kommt noch, das man seit der 90er Jahre das in den Ämtern erkannt hat und dann z.B. Böschungen mit diesen erhaltenswerten Pflanzen bepflanzt hat.
Manchmal täuscht uns die Warnehmung...
Der Spatz ist bedroht, die Drossel nicht... Bei mir gibt es hunderte von Spatzenkolonien.

Oder, erklär mal einem Lüneburger Landei, dass die Heidschnucke bedroht ist, der wird dir sagen: Wat, die laufen doch hier in den Vorgärten zu hunderten herum!
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Streuobstwiese ...

Post#8by Uwe » Wednesday 21. July 2010, 19:29

Glücklicherweise werden bei uns die Knicks (Wallhecken) noch gepflegt und erhalten. So gibt es reichlich Felsenbirne, Schlehen und anderes Gehölz in diesen Feldrainen. Und entsprechendes Getier (Bsp.: Haselmaus!) natürlich auch!
Knicks sind nicht nur in Schleswig-Holstein geschützt - und das ist gut so!
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Post#9by immenhofeuba » Friday 23. July 2010, 17:29

Wir haben bereits letztes Jahr einen Antrag auf Förderung einer Streuobstwiesenanlage gestellt. Da das Geld aber nicht ausgereicht hat, wurden wir auf dieses Jahr vertröstet. Auch im Frühjahr wurde uns mitgeteilt, dass die Fördermittel schon vergeben sind. Letzte Woche erhielt ich jedoch einen Anruf, dass ich den Antrag schnell überarbeiten muss (neue Richtlinien) und wir eventuell zumindest die Bäume dieses Jahr allerdings nur zu 40 % gefördert bekommen. Eine Benjeshecke mit o. g. Sträuchern habe ich mittlerweile auch schon angelegt und die beherbergt auch schon jede Menge Getier. Was mich daran stört, dass ich den Fördermittelantrag nochmal ausfüllen muss - die Formulare sind grausam.


Liebe Grüße

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Post#10by Antje » Sunday 22. August 2010, 09:42

immenhofeuba wrote:Wir haben bereits letztes Jahr einen Antrag auf Förderung einer Streuobstwiesenanlage gestellt. Da das Geld aber nicht ausgereicht hat, wurden wir auf dieses Jahr vertröstet. Auch im Frühjahr wurde uns mitgeteilt, dass die Fördermittel schon vergeben sind. Letzte Woche erhielt ich jedoch einen Anruf, dass ich den Antrag schnell überarbeiten muss (neue Richtlinien) und wir eventuell zumindest die Bäume dieses Jahr allerdings nur zu 40 % gefördert bekommen. Eine Benjeshecke mit o. g. Sträuchern habe ich mittlerweile auch schon angelegt und die beherbergt auch schon jede Menge Getier. Was mich daran stört, dass ich den Fördermittelantrag nochmal ausfüllen muss - die Formulare sind grausam.


Liebe Grüße

Heike


Hallo Heike,

erkundige dich , ob die EU Förderung ELER von dir genutzt werden kann. Bei uns gibt es zB. die Möglichkeit einen Antrag auf ELER bei der Unteren Landschaftsbehörde zu stellen. Eler fördert uA auch die Neuanlage von Streuobstwiesen...

LG Antje
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Post#11by immenhofeuba » Monday 23. August 2010, 09:30

Hallo Antje,

leider können wir kein ELER in Anspruch nehmen, da wir außerhalb der förderbaren Gebietskulisse sind. Hatten gerade letzte Woche ein Gespräch beim Landwirtschaftsamt und haben im nachhinein unseren Antrag zurückgezogen, weil der förderbare Anteil immer weniger bis gar nichts mehr war. Also haben wir beschlossen, dass wir nur ein Drittel Ostbäume pflanzen, unseren Schafbestand erweitern und auch keinen Lehrpfad anlegen, sondern unsere Wiese allein genießen. Dafür brauchen wir auch keine Rechenschaft ablegen.
Wenns denn so sein soll.

LG Heike
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