Der Sternradwender oder auch Heuma


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Der Sternradwender oder auch Heuma

Post#1by Ihrwißtschon » Saturday 25. July 2009, 22:40

Ich hab so ein Teil erstanden im Nachbarort, 4 Sterne, einsatzfähig. Und nun hab ichs mal ausprobiert hinterm Trecker. Was völlig anderes als der hektisch routierende Kreiselwender. In einer Ruhe wird das Gras da eher schonend beiseite gerecht als geworfen, und irgendwie aufgestellt. Aber das betreffende Futter war so lang, das ich mir da nicht viel Erfolg davon versprach. Ich bin nur einmal außen rum, um alles etwas vom Weg wegzukriegen.
Was meint ihr , reicht diese Art zu wenden wirklich aus? Wie man beginnen müßte weiß ich vom Ost-Radrechwender.
Und wenn man ihn ans Pferd hängt, was passiert da am Hang? Bzw. wie löst man dieses Problem?
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Post#2by Herwig » Sunday 26. July 2009, 09:40

Ich habe viele Jahre mit dem Sternradwender geschwadet, aber nur selten gewendet, warum weiß ich gar nicht mehr, jedenfalls riet mein Großvater davon ab. Auch immer nur hinter dem Traktor und eben mit dem Sternrad, weil mein Trecker (15 PS Deutz) damals natürlich keine Hydraulik hatte. Gewendet habe ich mit dem sogenannten Forkenwender.
Wenn der Schwader von Orion ist, kannst du ihn auch vorne am Schlepper festmachen...

Ich hatte einen Sternrad mit 5 Sternen, echter Luxus damals funktioniert besser als alles andere, solange die Aushebung gut anspricht.

Zum Schwaden mit dem Pferd bin ich nicht gekommen, als ich den Schwader hatte, hatte ich kein Pferd, seitdem ich Pferde habe keinen Schwader...
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Post#3by starkepferde » Sunday 26. July 2009, 20:31

Ich kann euch nur berichten, wie ich es mache und damit sehr zufrieden bin.
Gras wird mit dem Traktor und dem Kreiselmäher gemäht und das erste mal mit dem Traktor und dem Kreiselheuer gewendet.
Danach kommen die Pferde mit dem Sternradwender (Heuma) ins Spiel. Ab dem 2. mal Wenden mit der Heuma. Am Vorabend des Presstages Lohreihen ziehen, diese am nächsten Tag nochmal drehen und dann nach Mittag auf Schwad legen zum Pressen. Bilder hier in meiner pers. Galerie, aber leider nur vom Schwaden. Das Gras wird von der Heuma luftig locker aufgestellt, so dass Sonne und Wind durchstreichen können. Der Kreiselheuer läuft meist zu schnell, das Gras fliegt durch die Luft und fällt wieder platt auf den Boden, außerdem gibt es zuviel Blattverluste bei Klee und Kräuter. Leider ist bei meiner 4-Sterne Heuma die Flächenleistung nicht so hoch, aber für 3 ha Heu reichts mir.Bergauf schwaden ist allerdings ein Problem.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

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Post#4by Ihrwißtschon » Tuesday 4. August 2009, 22:18

Wo liegt das Problem beim Bergaufschwaden? Zu schwer? Mir war eher Angst vorm Bergab- Überrolltwerden.
Wieviel Fläche machst Du Heu am Stück?

Und ich finde das sehr schön, wie Du so konkret "aus dem Nähkästchen plauderst".
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Post#5by starkepferde » Friday 11. September 2009, 21:49

Hallo Ihrwißtschon,
tut mir Leid, dass ich Dir erst heute Antworte, hab einfach nicht mehr dran gedacht hier mal nachzusehen (zu viel um die Ohren). Ich denke, dass in einem Forum eigentlich nur jeder über seine Erfahrungen reden bzw. schreiben sollte und nicht einfach davon erzählen, wie andere (z.B. Amish in USA - in einem anderen Forum) das machen obwohl es bei den Erzählern selber gar nicht so funktioniert hat. - Also, ich hab ja auch nur eine 4-Sterne Heuma. Erste Runde gegen den Hang (Schwerpunkt liegt unten) 2. Runde Hang abwärts, 1. + 2. Schwad liegen ca. 1 mtr. auseinander, 3. Runde ebenf. Hang abwärts, beide Schwad zu einem zusammen rollen. Schwerpunkt liegt oben = Fahrersitz und Widerstand vom Heu (je mehr Heu, je mehr Widerstand. An einr heiklen Stelle laufe ich ein paar Meter nebenher und Stütze mit einer Hand die Maschine.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
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Post#6by Ralf » Monday 14. September 2009, 20:49

Du bist noch nicht so lange dabei, also ich bin wieder der böse Rödertaler, der immer neue Namen hat.

Der der immer von den Amish schreibt, der verhält sich im Moment relativ ruhig, auch in einem anderen Forum. Es würde mich freuen wenn er seinen Standpunkt mal hinterfragt hat. Pferdeleute sollten sich nicht gegeneinander auszuspielen versuchen.

Ich hab den Wender nochmal ausprobiert, beim zweiten Schnitt. Zwecks schonendem Wenden, hinterm Trecker. Erstes Mal durchgekreiselt unmittelbar nach dem Mähen, nächsten vormittag mit der Heuma gewendet. Meinem Vater war das nicht ganz geheuer, er hats nachmittag gekreiselt. Am nächsten vormittag hab ichs mit Schwader geschwadet, und abends nach dem Melken haben wirs gepreßt. In diesem Heu sind wirklich noch komplette Weißkleeblätter zu erkennen.

Mein Fazit ist, beim ersten Aufwuchs, der vielleicht auch noch etwas Dünger gekriegt hat, eher nicht zu empfehlen. Das Futter liegt zu dicht und verheddert sich evtl. in den Rädern. Beim zweiten Schnitt ganz brauchbar.

Gestern hab ich die Heuma aufgeräumt. Sie nimmt im zusammengeschobenen Zustand wenig Platz weg, und läßt sich sehr gut von Hand rangieren und rumheben, ein weiterer Pluspunkt.

Und du hast Dir einen Sitz draufgebaut?

@Herwig: an meinem Gerät ist eine Schub-Vorrichtung dran. Danke, kein Mensch wußte wozu das Teil dienen könnte. Habs noch nicht ausprobiert, muß man das nur vorn ankuppeln und los, oder muß man noch was anders machen? Heuma auf "Schwaden" ist klar. Wie fährt sich das um Kurven?
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Post#7by starkepferde » Monday 21. September 2009, 20:58

Hallo Ralf,
wenn Du Bilder vom Sitz brauchst melde Dich, dann mache ich ein paar Detailaufnahmen für Dich.
Die Montagevorrichtung zum Schieben haben aber nicht alle Heuma gehabt. Gedacht war es so, dass man den Schwad nach rechts neben den Traktor legt und im selben Arbeitsgang gleicht die Presse anhängen hat. Für diesen Arbeitsgang müssen allerdings alle Räder beweglich sein. Bei verschiedenen Modellen ist auch ein Stützrad abmontiert worden, sodass diese nur auf 2 Rädern gelaufen sind. Der dritte P'unkt hing dann vorne an der Anhängekupplung und wurde mit einer Stange nach hinten an die breite Ackerschiene stabilisiert.
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