Futtergetreide lagern

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Futtergetreide lagern

Post#1by Herwig » Tuesday 25. September 2007, 19:26

Ich habe jahrelang vor dem Problem gestanden mein Futtergetreide mäuse- und rattensicher zu lagern.
Ich bin dann auf die Suche gegangen nach alten Fässern, aber die sind gar nicht so leicht zu bekommen.
Im vorletzten Jahr habe ich bei einer Lagerräumung eines Baumarktes 10 Ragentonnen bekommen, Stück für 5.-€. Ich empfinde das als Schnäppchen, denn jede Tonne hat einen Deckel, ist 100% dicht und fasst 200 Liter!!
Das ganze Getreide für mein Geflügel habe ich so astrein eingelagert. Ich kaufe immer beim Biobauern direkt vom Mähdrescher, fahre mit meinem Pkw Anhänger daneben und lasse den volllaufen, anschließend fahre ich zur Waage.
Wie macht ihr das?
Hätte jemand Interesse an einer Futtereinkaufsgemeinschaft für BioFutter?
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Post#2by Rouven » Thursday 27. September 2007, 07:28

Hallo Herwig,
wenn du direkt am Mähdrescher holst, wie sieht es denn mit der Restfeuchte aus?
Wird das Getreide denn in den Fässern dann nicht Schimmelig?
Ich weiss, dass man zur Vermeidung der Schimmelbildung mit Propionsäure behandeln kann, nur die Frage, ob es sich dann noch um Bio-Getreide handelt?

Wenn du noch alte Plastikfässer brauchst, kann ich evtl. in nächster Zeit welche besorgen.

Gruss Rouven
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Post#3by Herwig » Thursday 27. September 2007, 09:26

Hallo Rouven,
die Fässer, die ich benutze haben alle einen nicht absolut dichten Deckel, damit da Getreide "atmen" kann.
Ich habe noch niemals Probleme mit Schimmel gehabt, das hat meiner Ansicht nach folgende Ursachen:

Mein Biobauer hat keine Trocknungsanlage, das heißt, er drischt nur, wenn das Getreide auch lagerfähig ist.
In der Regel ist sein Getreide eher dreschreif als anderes, weil es durchschnittlich kleinere Körner bildet. Der Halm an sich ist auch kürzer, knickt deswegen bei Wind nicht ab und liegt nicht auf dem Boden. Stehendes Getreide trocknet natürlich besser ab. Als Untersaat hat er Rotklee im Getreide, beginnt das Getreide zu trocknen und dadurch lichtdurchlässiger zu werden, beginnt auch der Klee richtig zu wachsen und entzieht den Getreidewurzeln die Feuchtigkeit, es trocknet also wieder schneller ab.

Bei Biogetreide ist also häufig das Problem der restfeuchte nicht gegeben, sollte es allerdings mal schlecht sein mit der Witterung, kommt man um eine Trocknung nicht herum.
Für Bio-Futtergetreide ist die Möglichkeit der Ameisensäurebehandlung (Milchsäure geht auch) möglich. Wir aber nicht praktiziert so weit ich weiß.
Eine Trocknung versucht man im Biolandbau auch, aus ökologischen Gründen weitestgehend zu vermeiden. Es gibt erste Solartrocknungen mit Umluftsytemen- noch sündhaft teuer. Aber es entwickelt sich etwas, schon wegen der evränderten klimatischen Bedingungen.
In diesem Jahr habe ich auch nicht vom Mähdrescher kaufen können, weil es nicht takko trocken war. ich bekomme das dann so in 14 tagen, dann ist es auch super lagerfähig.

Was für eine Art Fässer kannst du besorgen?
Ich denke noch über die Möglichkeit des Selierens von Kartoffeln nach!
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Post#4by Rouven » Monday 8. October 2007, 13:52

Hallo Herwig,
ich hatte versucht über ne Nachricht direkt zu antworten. Ging irgendwie nicht.

Es sind 200 Liter Fässer aus Kunststoff mit 2 Öffnungen im Deckel.
Ein grösseres und ein kleineres, so wie bei den Ölfässern.
Könnte aber etwas dauern, bis ich wieder welche bekommen kann.
Gruss Rouven
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Post#5by gewürzluike » Monday 20. July 2009, 19:58

Wir sind auch eher zufällig auf Regentonnen zur Getreidelagerung für die Hühner gekommen und sind seit nunmehr 3 Jahren sehr zufrieden damit, noch nie Schimmelprobleme, die Tonnen (200 bzw. 300-Liter) können auch im Freien stehen, wir achten nur darauf, dass sie nciht allzu viel Sonne abbekommen, und bei Sturm müssen ein, zwei Ziegel auf die Deckel.
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Post#6by Frankenvieh » Tuesday 21. July 2009, 07:23

Huhu Herwig! Solche 100-200l Fässer mit schraubbaren Deckel haben wir auch zur Futterlagerung. Weißt du was noch geht? Plastikkisten für die Lagerung der Kissen für die Gartenmöbel, gibt's öfters mal im Baumarkt. Die sind sogar Fuchssicher ( Reinecke findet Milchpulver leckerImage) und es passt ne Menge rein.

@Rouven: Was war in den Fässern drin? Ich kenn diese Fässer, da ist Desinfektionsmittel drin oder Düngemittel. Es dauer ewig bis man das Zeugs ausgewaschen hat.....
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Post#7by Fredo » Wednesday 22. July 2009, 16:01

Hi,
wir lagern unser Hühnerfutter immer in alten Mülltonnen die wir ordentlich auswaschen. Die sind eigentlich echt super, man kann das Futter durch die gegend schieben und der Deckel verhindert auch sehr gut, wenn nicht gerade ein überdemensioniertes Gewitter kommt , das eindringen von Wasser und wenn man aufem Deckel einen Ziegel legt ist das Futter auch Ratten und/oder Mäuse sicher gelagert. Bloß unsere Hunde gehen immer dabei weil es mit Sojaöl gemahlen wird um die Staubentwicklung zu verhindern. Womit mischt du dein Hühnerfutter eigentlich oder gibst du denen das Getreide so, mit getrennten Futter zusatz, Herwig?

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Post#8by Brenda » Sunday 19. December 2010, 17:38

Ich habe auch drei große Mülltonnen. Die hatten wohl als Mülltonnen ausgedient weil irgendein superwichtiger Stempel nicht drauf ist Image. Ich habe ganzschön schrubben und desinfizieren müssen, bis ich das Gefühl hatte hier kann jetzt Futter rein. Tiere haben bisher nicht reingefunden. Blöd ist halt, dass ich fast drinnen verschwinde, wenn kaum noch Futter da ist und das der ein oder andere Gast auch mal seinen Müll reinschmeißt Image. Was solls - im nächsten Sommer werden sie versteckt oder bunt angesprüht...
Außerdem sind die Tonnen nie so gefüllt, dass die Hitze oder Nässe viel anrichten könnte.
So eine Gemeinschaftsbestellung könnte sicher interessant sein - aber ihr denkt da wahrscheinlich auch in anderen Größenordnungen...
Liebe Grüße
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