Angorakaninchen

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Re: Angorakaninchen

Post#26by Claudia » Tuesday 14. May 2013, 22:02

vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt, das war die frage, ist das angorakaninchen anfängertauglich? ist es für die haltung die ich anstrebe tauglich oder überfordert?
jede hühnerrasse (und andere nutztiere) hat ihre vor-, nachteile und grenzen in der haltung- wieso soll das bei kaninchen anders sein? rassebeschreibungen fand ich bisher wenig hilfreich -da jeder noch persönliche erfahrungen hat-die darin nicht auftauchen. ich dachte (vielleicht ein fehler) dafür wäre ein forum auch da? wenn nicht - ziehe ich meine frage zurück und entschuldige mich.

@ed:
es geht nicht nur nur ums schlachten, die wolle hat einen genauso hohen stellenwert, zwei menschen die sich ein tier teilen möchten, züchten möchten und auch nutzen möchten- in jeder form die das tier bietet- ein nutztier. und wenn schon nutztier-dann auf jeden fall ein bedrohte rasse- mit all ihren vorteilen und mir noch nicht so bewussten nachteilen.

zu fuchs:er ist auf meinem hof gar kein problem, marder hatte ich seit jahren - dank der hunde auch nicht mehr. waschbären versuchen es immer wieder

adler ist ein problem in meiner gegend.(mehr als der wolf vor dem das vetamt regelmäßig warnt und sinnbefreite notfallkits dagegen bereithält)

ratten: die kommen von einem benachbarten "tierschutzverein" und werden zunehmend zur plage in diesem dorf-einem absolut landwirtschaftlichlich geprägtem rundlingsdorf-also so einfach ist das mit dem futter wegpacken nicht gelöst.ich schätze hier mal ca.2000-3000 nutzviecher +etc in einem 55 seelendorf mit 20 häusern im rundling(also eng aneinandergebaut). ausserdem ist den ratten egal, ob sie zugang zum futter haben, die holen sich eben das jung- und kleinvolk - wie küken. bei einem "nachbar" haben sie die hälfte der laufentenküken gekillt. und da ist das futter definitiv nicht zugänglich und reichlich katzenfutter auf dem nebenhof (tierschutzverein) frei zugänglich

@legasp
mit dem nachts in stall locken- war auch mein gedanke wegen der eulen.
hühner sperre ich nicht weg-aber die gehen eh nachts rein(und habe seit jahren keine verluste)

zur erklärung: normale schlachtkaninchen sind bei mir absolut negativ besetzt. ich kenne sie noch von früher, wo sie jeder in im hinterhof oder kleingartenverein hielt und züchtete- in meinen augen: absolut bedauernswerte, dämliche viecher-für mich hat das was von käfighaltung mit biohühnern- mit genuß erhalten- ist da bei mir nicht erfüllt
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Re: Angorakaninchen

Post#27by Herwig » Wednesday 15. May 2013, 06:29

Für eine Frage entschuldigen ist wirklich nicht angebracht!!! Du hast es genau auf den Punkt gebracht, genau dafür ist dieses Forum gedacht: Fragen zu stellen und Erfahrungen austauschen.
By the way: Dumme Fragen gibt es nicht.
eds Post habe ich aber auch nicht so verstanden.
Mein persönliches Empfinden ist jedoch auch eher so, als das ich das Angora Kaninchen nicht für Anfänger tauglich halte. Es sei denn man versteht sich als absoluten Pionier, der eigene Erfahrungen machen möchte.
Nach wie vor halte ich Freilandhaltung für Angoras sehr schwierig. Die Wolle ist in der Regel dann nicht nutzbar, also der Zweinutzungseffekt der Rasse ad adsurdum geführt. Um die TIere im Freiland zu halten ist viel Erfahrung, besonders mit dieser Rasse und der Wollverwertung, nötig.
Die von dir erwähnten "Schlachtkaninchen" sind als Freilandtiere für Anfänger viel besser geeignet.
Du hast recht, wenn du auch auf Eulen ein Augenmerk legst. Mir hat eine Eule (oder ähnliches) in einer Nacht alle Jungtiere aus dem FReigehege geholt, ich fand die Tiere später unter einem Balken auf dem Dachboden, neben vielen großen Gewöllen.
Um es auf den Punkt zu bringen:
Mein Rat ist, erst mit einer Fleischrasse zu beginnen, da gibt es ja einige, wenn du dann schaffst die Aufzuchtrate bzw. Überlebensrate der Tiere in einigermaßen verträglichen Rahmen zu halten, stellst du nach und nach auf Angoras um.
Der Wolleaspekt ist wirklich erheblich, denn verfilzte Angoras sind echte Tierquälerei.
Ich halte übrigens Angoras nicht für weniger dämlich als andere Stallhasen, hingegen sind Freilandtiere nicht sonderlich und automatisch intelligenter als die Stallgenossen.
In beiden Haltungsformen hatte ich Häsinnen die ihre eigenen Jungen fraßen oder scheinschwanger waren. In der Freilandhaltung viele Verletzungen der Tiere durch Rangkämpfe oder Futterneid. Die Verluste durch Raubwild und Krankheiten waren enorm, selbst spurlos verschwundene Tiere gab es, (Ausbrecherkönige)eine wirtschaftliche Haltung war fast unmöglich, ganz zu schweigen von dem enormen Arbeitsaufwand. Dauernd waren Medikamentengaben nötig (Wundheilung, Impfungen etc)Die Rammler musste ich dennoch weiter im Stall halten um Blutwechsel zu gewährleisten und schwere Kämpfe zu vermeiden. Die Haltung hat wenig Freude gebracht, im Gegenteil fast nur Frust. Die Kosten und den Aufwand wollte und konnte mir niemand bezahlen, also keine wirtschafliche Haltung möglich. Um die gefährdeten Rassen aber zu erhalten ist auch die Wirtschaftlichkeit des Nutztieres unumgänglich.

Dennoch möchte ich jeden ermutigen, Kaninchen im Freiland zu halten. Aber Angoras im Freiland ist mehr als eine Herausforderung.
Ich möchte noch so am Rande darauf hinweisen, das von all den Postern hier, die euphorisch in die Zucht einstiegen und von Freilandhaltung schrieben, nichts mehr gehört wurde. Ich gehe davon aus, dass ein erheblicher Anteil gescheitert ist. Ich zweifele an, ob der Rasse damit geholfen ist, wenn hier der Eindruck entsteht, es wäre alles problemlos. Die Folge ist, eine große Anzahl gefrusteter Leute und eine nicht unerhebliche Menge verlorener Zuchttiere.
Wer Erfahrung über ein Jahr gesammelt hat, hat nur die Eindrücke des ersten Jahres, da kann noch alles einigermaßen funktioniert haben. Aber sind die Leute nach 3-4 Jahren immer noch der gleichen Meinung??
Wenn also mal ein Rammler einige Wochen frei auf einem Hof überlebt hat, ist das keine tatsächliche Haltungsalternative. Hat z.B. ein Fuchs erstmal das erste TIer gefunden, kommt er wieder...bis keine mehr da sind. Er springt über Zäune, buddelt sich in Ställe ein und kriecht durch offene Stallfenster.
Ich verwette mein Sparbuch darauf, dass der Rammler eines Tages verschwunden war.
Freilaufgehege sollten also in alle Himmelsrichtungen und nach oben und unten gesichert sein. Das Vorhaben, die Kaninchen abends in einen Stall zu jagen, halte ich für undurchführbar. Raubwild kommt auch am Tage und es ist eine Frage der Zeit, wann man das erste Mal verhindert ist, wegen Hexenschuß oder Familienfeier einmal nicht aufgepasst und der Schaden ist enorm.
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Re: Angorakaninchen

Post#28by legasp96 » Wednesday 15. May 2013, 17:21

sorry, dann hatte ich das wohl blöd ausgedrückt.
Grüße
Monika
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Re: Angorakaninchen

Post#29by frank.s » Wednesday 15. May 2013, 18:46

Hallo Claudia,

also ich halte jetzt seit 2011 Angorakaninchen und finde sie eine sehr schöne Rasse! Sie liefern gutes Fleisch und eben auch Wolle.

Ich habe die Tiere in Gruppen und im Stall, Freilauf gibt es bei mir nur Stundenweise, bei schönem Wetter im Garten. ;) Ich habe aber schon Tiere abgegeben an Freilandhaltung und hier positive Rückmeldungen.

Ich kann den Satz auch langsam nicht mehr hören, dass die Angoras so eine schwere Rasse sind...das finde ich nicht!!!

Der Unterschied ist einfach, dass man sie alle drei Monate scheren muss, sie etwas nährstoffreicheres Futter brauchen (da sind eben auch dauernd in der Wollproduktion sind) und im Winter kannst du sie def. nicht gut draußen halten. Die Schur muss auch im Winter sein und du kannst ein frisch geschorenes Tier natürlich nicht in den Schnee setzen, hier bräuchtest du also schon einen frostfreien Stall. Eine Heitzung oder dergleichen habe ich noch nie gebraucht und es wurde noch nie ein Tier krank.

Ich würde dir einfach mal den Tip geben dir ein Buch zu kaufen, dich mit der Rasse zu befassen und wenn du dann wirklich interesse hast, erst mal klein mit 1-2 Tieren anzufangen und dann sehen wie das mit der Schur und der Haltung so klappt.

Du kannst dir auch gern mal meine HP ansehen oder dich bei weiteren Fragen an mich wenden, gern auch per Email.
Viele Grüße
Frank

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Re: Angorakaninchen

Post#30by schnuckened » Thursday 16. May 2013, 08:12

hallo claudia, auch ich möchte dir natürlich auf gar keinen fall die freude an der tierhaltung nehmen. im gegenteil, wir wollen hier doch lediglich auf mögliche fehler hinweisen, die du dann von anfang an vermeiden kannst und noch mehr freude an deinen tieren entwickelst. frank, ich möchte ja nicht behaupten, dass es schwieriger sein soll angora zu züchten als andere rassen, aber es geht hier schon um anfänge der kaninchenzucht. das hat herwig aber ganz gut beschrieben.
zur freilandhaltung und "niemals nicht raubzeug" will ich dir, claudia, meine erfahrung mal schildern. über jahre, ungefähr 10-12, hatten mein sohn und ich tauben gehalten. das erste paar , orientalische roller, hatte mein sohn bei einer tombola gewonnen. meine eltern hatten in früheren zeiten auch mal tauben über den kaninchenställen zwischen den dachsparren. diesen "schlag" nutzen wir jetzt wieder.
nie, aber auch nie war während der "eltern-" noch wähernd unserer zeit was dramatisches mit raubzeug passiert, jedoch kam gelegendlich die eine oder andere taube durch sperber oder habicht weg! das nahm ich als "kalkulierbaren verlust" hin, wir hatten inzwischen den bestand auf 2-4 paare (eben wegen dieser verluste) erweitert, inzwischen "feldflüchter" auch zum schlachten. bei 4-7 bruten im jahr kam schon was zusammen!
in einem winter war es dann doch soweit, der marder stattete den tauben einen besuch ab. ich wollte keine geschlossenen volieren, sie sollten sich immer frei bewegen können, die angrenzenden dächer waren ihr himmelreich. nun stoben sie alle mitten in der nacht aus dem schlag auf die dächer. dort saß der habicht und wartete in den frühen morgenstunden auf beute. von den damals 10/11 tauben kam eine nach dem anderen weg! zack zack! verkrochen sie sich nach drinne-marder, draußen habicht!
ich (mein sohn hatte inzwischen andere interessen) habe mit der taubenhaltung in diesem winter aufgehört!
also, man sollte niemals "nie" sagen!

grüße

ed

und mach ruhig mit angora, sind sehr schöne tiere, ne gute adresse hast du ja jetzt! :yes4:
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Re: Angorakaninchen

Post#31by Claudia » Thursday 16. May 2013, 20:06

danke herwig für deinen schönen beitrag. deine offenheit zu leidvollen erfahrungen tat gut. und nein- ich mag nicht selber herumexperimentieren- zumindest nicht am lebenden objekt. eher bei alten handwerksmethoden

2. wahl oder mitauswahl wäre für uns das bartkaninchen gewesen. mag mir da jemand was zu sagen?
das hat ja doch zusätzlich einen gewissen showwert und ich merke aktuell bei den wollis wie wichtig den kunden das ist.

meine tochter ist durch ihr abi und hat zeit und wir hatten eh diesen sommer mit einer freundin vor, uns einige nutztierarchen anzuschauen. dann wird ein weiteres augenmerk auch auf die kaninchenhaltung liegen. vor ort anschauen, schauen wie es klappt und versuchen herauszuhören was nicht geklappt hat. na und dann mal sehen, wie es sich bei uns baulich unserem hof umsetzen ließe.auch wenn das warten noch ein wenig schwer fällt

@frank: meine stall bekomme ich leider nicht frostsicher, deshalb auch die idee mit der wärmelampe. wenn hier minus-15-20 grad mit ostwind sind, ist nicht mal das haus gefühlt frostsicher (übertreibung), aber du machst mut den gedanken an angoras nicht ganz zu verwerfen.mit der schur finde ich nicht schlimm, mit dem futter wusste ich. im verhältnis zu dem was so ein warmblut im winter frisst, kann ich mir aber nicht vorstellen, das das wirklich kostentechnisch bei uns ins gewicht fällt
bücher-habe ich ein gespaltenes verhältnis zu. geben sie in der regel doch die erfahrung eines einzelnen weiter. ich höre immer am liebsten ganz viele meinungen.

@ed
ich nehme an, du beziehst dich auf meine türoffene hühnerhaltung. sie ist übrigens so entstanden wie herwig es beschrieben hat, ich im krankenhaus-kids haben es vergessen und schwupps war es dauerzustand.
ganz wohl ist mir dabei nicht, allerdings wird der fuchs in dorfnähe von den jägern ferngehalten und ehe sich einer bei mir verirrt, muss er an anderen hühnerhaltungen vorbei- dann könnte ich immer noch reagieren.

allerdings hat das auch bald ein ende, da ich die hühnerhaltung aktuell rassenmäßig umstelle- weg von jetzigen(erst italiener und dann biolandhybriden). sie bekommen gleich neue ställe und ausläufe, da der jetzige auslauf stark nachbargefährdet ist, der gerne seinen müll samt feiner glasscherben darüber wirft(einer der drei *** im dorf)

im rahmen des umbaus wollte ich gleich den kaninstall mit fertig machen-bis winter ist ja nimmer lang und im herbst will die weide für die schweine fertig gemacht werden(wenn es nicht doch noch probleme mit der genehmigung gibt), wenn busch gesägt werden darf.
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Re: Angorakaninchen

Post#32by Herwig » Friday 17. May 2013, 06:08

Zwei Sätze noch die mir später einfielen.
Eine Wärmelampe hat mindestens 150 Watt, 24 Std sind also 3,6 kw macht aktuell rund 90 Cent. Angenommene Heizzeit 3 Monate 81.- (knapp gerechnet) Euro. DAS ist keine Alternative, nicht zuletzt, weil durch die ständige Wärmelampe die Tiere "verweichlichen", somit für die Weiterzucht untauglich werden und damit kontraproduktiv ist. Auch bei Solar erzeugtem Strom...

Ich hatte bis zum letzten Jahr auch Bartkaninchen, war sehr zufrieden, Haltung unkompliziert wie alle anderen Rassen.

Kleines PS: Auch Hennen der Biolandhybriden hatten einen "Bruder" der lebend geschreddert worden ist. Bio bezieht sich lediglich auf Fütterung und Auslaufhaltung, nicht auf die Hennenerzeugung. Zur Selbstversorgung solltest Du unbedingt auf eine Zweinutzungsrasse umsteigen.
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Re: Angorakaninchen

Post#33by Claudia » Friday 17. May 2013, 10:14

ich bin kein freund von "bio", genausowenig wie von neuland. biolandhühner habe ich nicht weil ich die so toll finde, sondern die werden hier für 2 euro verkauft, wenn sie nach einem jahr aussortiert werden.wenn man hier in der region sagt, ich habe biolandhühner, weiß jeder was gemeint ist, funktioniert natürlich nicht in einem forum-das war gedankenlos von mir.
nachdem meine kleine italienerzucht mangels frischblut ausgelaufen war, kamen diese hühner mir als zwischenlösungshühner ganz recht

ich stell gerade um auf zweinutzungshuhn. es werden erstmal lakenfelder, die werden gerade in einer anderen arche ausgebrütet. dann bekomme ich noch orpington für fleisch dazu, die werden in einem nachbardorf ausgebrütet.
er züchtet auch lachshühner(keine arche), die eigentlich meine erste wahl gewesen wären, aber von der züchtersuche alle zu weit weg waren.(da waren die lakenfelder schon in auftrag) aber nun weiß ich ja wo ich die finde. im rahmen der klp habe ich jetzt noch bruteier auch aus der region angeboten bekommen.
erst finde ich keins und nun ganz viele rassen .
auf jeden fall zeigt dies, dass es doch überall bestände gibt, die nur nicht bekannt sind.hab schon überlegt, ob ich eine züchterliste fürs wendland auf den weg bringe.aber das ist ein anderes thema

der stromverbrauch ist ein problem bei den wärmelampen :(
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Re: Angorakaninchen

Post#34by frank.s » Friday 17. May 2013, 14:33

Hallo Claudia,

wenn du im Winter keine frostsicheren Ställe hast, solltest du dir keine Angorakaninchen anschaffen, die Schur ist im Winter auch nötig und die Tiere brauchen dann in den ersten Tag schutz. Das mit der Wärmelampe wird auf Dauer zu teuer und ist mehr als unwirtschaftlich.

Bartkaninchen habe ich auch welche, eine tolle unkomplizierte Rasse und sie stellen keine anderen Anforgerungen wie andere Kaninchen auch. Ich denke, die Bartkaninchen wären in deinem Fall die bessere Wahl. ;) Die Bartis haben bei mir auch Außenställe und ihnen machen in einem zugsicheren Stall auch hohe Minusgrade nix aus. Das Aussehen ist einzigartig und das Fell mach keine Arbeit.
Viele Grüße
Frank

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Re: Angorakaninchen

Post#35by lucky9 » Friday 17. May 2013, 21:44

Hallo,

Also das mit dem Freigehege, da muss ich jetzt auch was zu sagen:
1. wie herwig schon sagte unbedingt von allen seiten zu
2. viel verstecke und verwinklungen ein bauen da kannst du sie auch leichter wieder ein fangen
3. wir haben ein paar französische Angoras die sind das ganze Jahr draußen und denen fehlt erstens nichts und zweitens finde ich persönlich ist die wolle im Freigehege schöner als im stahl
4. schütten sollten die Häsinen unbedingt im Stahl den draußen sind die ausfälle viel höher und außerdem ist das dann blöd mit den Geschlechter trennen bei mir geht es erst nach 8-10 Wochen in freigehe
5. leider müssen fast alle Rammler alleine gehalten werden kommt auf den Charakter an hab auch schon drei zusammen gehalten der eine 5kg der andere 2 und der dritte hate bloß 0.5 kg wen es aber nicht gut geht macht dir der große Rammler über Nacht alle anderen Kaput
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Re: Angorakaninchen

Post#36by derneue » Thursday 21. November 2013, 13:08

hallo
Ich würde gerne Angorakaninchen züchten und hätte da einige Fragen.
Ich züchte schon seit Jahren Kaninchen und wollte mir jetzt Angoras anschaffen habe mich auch schon ausreicht informiert.
Meine erste Frage ist was macht ihr mit der wolle die da entsteht?
mein Problem ist ich finde in meiner Umgebung keinen Züchter bzw. jemanden der was hat.
Könnt ihr mir helfen !
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Re: Angorakaninchen

Post#37by frank.s » Thursday 21. November 2013, 21:31

Woher kommst du denn?

Die Wolle kannst du bei ebay verkaufen oder fängst selber mit dem Spinnen an und strickst dir dann schöne Sachen. ;)
Viele Grüße
Frank

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Re: Angorakaninchen

Post#38by Claudia » Friday 22. November 2013, 12:36

Über die Wollbörse kannst Du die Wolle auch anbieten:
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Re: Angorakaninchen

Post#39by derneue » Saturday 23. November 2013, 20:22

frank.s ich komme aus bautzen in sachsen
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Re: Angorakaninchen

Post#40by NicoleK » Wednesday 27. November 2013, 23:08

Hallo,
zum Thema frostfreier Stall kann ich auch etwas beitragen.
Ich halte nun schon seit fast 6 Jahren Angorakaninchen und wir hatten auch schon einige Würfe. Wenn die Außentemperaturen in den 2-stelligen Minusbereich fallen gibt es auch in unserem Stall Minusgrade. Wir haben in unserer Bucht (früher f. Schweine ca 6m² / 2 Kaninchen) ein Holzhäuschen (BxTxH 1x1x0,8 m) stehen, das wird randvoll mit Stroh u Heu gefüllt, darin kuscheln sich die geschorenen Kaninchen dann ein und gut ist. Auch ihre Jungen ziehen sie darin groß. Wir hatten bis jetzt insgesamt nur 3 Jungtiere die nicht überlebt haben (sie hingen anscheinend am Fell und sind nach dem Säugen mit hinaus getragen worden). Dass der Wurf in den Winter viel war nicht meine Entscheidung - als die Häsin bei mir ankam war sie bereits (unbekannt) tragend.
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