Wolfsangriffe trotz Herdenschutz

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Wolfsangriffe trotz Herdenschutz

Post#1by Jaegertom » Saturday 23. November 2013, 23:17

So kann es Herdenschutzhunden ergehen...
Viel Spass beim Lesen
Eine Tragödie wird auch uns in Deutschland noch bevorstehen, egal was die Befürworter alles zuspeicheln. Hoffentlich wird bei uns nie so was stattfinden.
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Übersetzung aus dem Französischen, Irrtum vorbehalt
en!
Quelle:
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-contre-chiens-de-
protection-le-loup-est-le-plus-fort.html
Wölfe gegen Herdenschutzhunde: der Wolf ist der Stärkere
.
Von Louis Dollo, Artikel vom 31. August 2013
„Vor einigen Tagen sind drei Wölfe zu der etwa 300m
von hier gelegene Berghütte gekommen. Die Zeit, um das Gewehr zu holen und um die Wölfe mit meinem
Kollegen zu umstellen, haben diese zur Flucht genutzt.“ Mit diesen Worten beginnt
Didier Trigance, Schäfer in den Seealpen, gestern Morgen den Bericht von einer
Wolfsattacke, bei der er praktisch 6 von 7 Hunden verloren hat.
Didier Trigance hat 2.200 Schafe, davon 1.000 Lämmer, in seiner Herde, die er mit Hilfe von 7 Herdenschutzhunden hütet. Die Hunde sind Pyrenäische Schäferhunde(Patou), portugiesische Gebirgshunde (Estrela) und deren Kreuzungen. GesternAbend war es eine fürchterliche Bilanz. Ein Hund verschwand, sehr wahrscheinlich ist er gestorben. Fünf andere Hunde sind schwer verletzt. Der Tierarzt wird auf derSommerweide erwartet. Es bleibt ein einsatzfähiger,
aber verängstigter Patou übrig,der sich anscheinend aus dem Konflikt herausgehalten hat. Für die Bewachung von
2.200 Tieren kann ein einziger Hund jedoch nicht ausreichend sein.Die Wolfsschützer werden uns sagen, dass die Herde
geschützt war, da von den2.200 Schafen nur zwei Lämmer getötet und drei Mutterschafe schwer verletzt
worden seien, welche aber eingeschläfert werden müssen. Der Verlust ist gering,aber... unnötig. Nun hat der Schäfer keine einsetzbaren Hunde mehr und die Türsteht für den Wolf offen. Der Herdenschutzhund ist daher keine dauerhafte Lösung,um den Fortbestand einer extensiven Zucht zu sichern.
Nun zum Ersatz der Hunde. Wir kennen den Preis eines Herdenschutzhundes imVergleich zur Hilfe, von der Umweltschützer sagen,dass sie die Schäfer und Züchtergroßzügig entschädigt. Wir können guten Gewissens behaupten, dass die Kostendeutlich höher sind, als ein Beitrag bei Férus.
Ohne über dessen finanziellen Wert zu sprechen istder Hund nicht nur irgendein Gegenstand, den man im Supermarkt findet. Er ist schon gleich gar nicht ein
elektrischer Zaun. Ein Hund hat vor allem einen emotionalen Wert, auch für den Schäfer. Morgens an der Hüttentüre Hunde zu finden,die Blut überströmt und halb massakriert, aber noch lebend herumliegen, ist nicht erfreulich und hinterlässt einen tief sitzenden Schock. All das zum unbedingten Schutz einer wilden Art ohne jegliche Rechtfertigung.Auch Wanderer Opfer von Wölfen Falls schlimme Fälle von Wolfsattacken gegen Menschen existieren und trotz Fehler in der Übersetzung ins Französische identifiziert seien, sind solche Übergriffe seitseiner offiziellen „Rückkehr“ nach Frankreich noch nicht vorgekommen.
Nichtsdestoweniger bleiben diese Erinnerungen fest im Geiste der Täler und Dörfer verankert, welche sie schon viel länger erleiden müssen, als im Flachland von Frankreich, die ebenfalls betroffen sind.


Indirekt sind Wanderer von der Anwesenheit von Herdenschutzhunden beeinflusst,aber ebenso Vergrämungsschüssen, der zu jeder Tages
- und Nachtzeit möglich sind.Die Empfehlungen zur stärkeren Nutzung von Herdenschutzhunden sind sowohl vom Umweltschutzministerium, als auch von einer Vereinigung von Umweltschützern im Rahmen des Bärenschutzes in den Pyrenäen herausgegeben worden. Aber nicht für die anderen Regionen. Wir können dennoch den exzellenten und empfehlenswerten Artikel auf der Seite „Schlauer Wanderer“ erwähnen, welcher leider durch dumme und boshafte Kommentare gegenüber Züchtern beeinträchtigt wurde. Der Schutz von Herden gegen Raubtiere ist keineswegs so leicht, wie von den Umweltverbänden proklamiert, die ansonsten keinerlei Kompetenz besitzen, um solche Empfehlungen an die Schäfer zu geben. Es hat sich gezeigt, dass der bereits maximal angewendete Schutz nicht so wirkungsvoll ist, wie am 4. Juni in einem Seminar der CARPAM in Valdeblore vorausgesagt wurde
.Ein Herdenschutzhund löst nicht alle Probleme. Er verursacht sie. Das wahre Problem bleibt der Wolf. Ganz offensichtlich ist da
s Zusammenleben von Menschen und Ihren Aktivitäten einerseits, und von Fleischfressern andererseits nicht möglich.
Der fünfjährige Versuch zeigt dies. Ohne den Wolf könnten Hunde, Schafe, Schäferund Wanderer in Frieden leben.
Lasst uns das Massaker beenden!
Louis Dollo
Anmerkung: Der verschwundene und tot geglaubte Wachhund wurde schwer verletzt wiedergefunden. Und zwar dank einiger Geier, die üb
er ihm kreisten. Der Tierarzt
musste ihn heute Nachmittag einschläfern. Die Frau eines Züchters, die uns diese
Botschaft überbrachte machte folgende Bemerkung: „Was sagen die Freunde der Schafe über das Schicksal der Hunde, die die Herde
verteidigt haben, und über das
der betroffenen Schäfer?“
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Re: Wolfsangriffe trotz Herdenschutz

Post#2by schnuckened » Sunday 24. November 2013, 19:20

das hier sagen die schäfer mit hsh-erfahrung in deutschland...

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badische zeitung , 23.11.2013

grüße

ed
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Re: Wolfsangriffe trotz Herdenschutz

Post#3by Jaegertom » Sunday 24. November 2013, 23:08

So,sind denn die Schweizer, die einige Jahre mehr Erfahrung haben , dumm?
Vielleicht kommt der erste Mensch bei uns nicht mal durch den Wolf zu Schaden.
Stellt euch das mit den Herdenschutzhunden nicht zu leicht vor.
Und wenn ein Hund ungeeignet ist, soll er dann einfach wie in der Schweiz getötet werden?
Die Hunde bringt man um, die Wölfe dürfen laufen. PASST DAS ?????
Und nun dieses Szenarium bei uns, wo noch viel kleinräumigere Fläche zu bewirtschaften sind.
Warum nimmt man die bereits vorhandenen Probleme anderer Länder nicht ernster und geht vor lauter Euphorie so leichtsinnig um?
Ist es dann korrekt, wenn ich anzunehmen ein paar Hunde wegen zu großer Agressivität gegenüber Nutztier und Passant töten muss`?
Mal gespannt wenn bei uns der erste Fiffi zu Schaden kommt , wie groß dann das Geschrei wird.


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Hirtenhunde beissen Wanderer
Von Sarah Weber
Samstag, 21. Mai 2011 22:50
Seit der Wolf zurück ist, müssen die Schäfer ihre Herden mit Hunden schützen. Aber die Hunde verteidigen ihre Herde auch gegen Wanderer und Biker.
Eine neue Kampagne warnt vor falschem Verhalten.

Nicht nur aggressive Mutterkühe machen den Wanderern in den Schweizer Bergen das Leben schwer. Jetzt droht gar ein Hundebiss in die Bikerwaden oder eine zerfetzte Wanderhose. Der Grund: Immer häufiger rennen den Touristen beim Durchqueren einer Alp laut bellende Herdenschutzhunde entgegen.

Der Hund soll seine Herde gegen Wölfe verteidigen – er wehrt aber auch Wanderer und Biker ab. Das führt zu Beschwerden. «Wir haben Meldungen von Wanderern wegen Herdenschutzhunden», sagt Christian Hadorn vom Dachverband Schweizer Wanderwege. Wenn die Leute sich vor bellenden Hunden fürchten und sich falsch verhalten, werden die Hunde aggressiv. «Herdenschutzhunde sind schon ein Risiko für Wanderer», sagt der Walliser Kantonstierarzt Jérôme Barras. Denn die Schutzhunde verteidigten ihre Herde stärker als Mutterkühe. Nach jedem Vorfall wird ein Hund aber überprüft, ob er zu aggressiv ist. Im vergangenen Jahr wurden deshalb Hunde umplatziert oder eingeschläfert.

Ärger mit Touristen, die einen eigenen Hund dabeihaben, sind besonders häufig. Weil: «Ein Hirtenhund macht keinen Unterschied zwischen Wolf und Hund», sagt der Kantonstierarzt. Die Probleme mit der Bevölkerung werden laut Barras noch zunehmen: «Je mehr Herdenschutzhunde es gibt, desto mehr Konflikte mit Touristen gibt es.»

Doch die Nachfrage nach Herdenschutzhunden steigt. Aktuell sind 180 ausgebildete Hunde im Einsatz und es werden laut den aktuellen Zahlen der nationalen Koordinationsstelle für Herdenschutz jedes Jahr mehr. Die Hälfte der Hunde wacht allein über die Schafe. Das Fressen kommt aus Futterautomaten, der Hirt besucht die Herde nur sporadisch. Dass Hunde die beste Lösung für Herdenschutz sind, ist unbestritten.

Dennoch kritisiert Moritz Schwery vom Schweizerischen Schafzuchtverband: «Die Probleme mit Herdenschutzhunden werden unterschätzt.» Der Aufwand und die Kosten seien gerade für kleine Alpen viel zu gross, so Schwery. Ein gut ausgebildeter Hund kostet bis zu 2500 Franken, dazu kommen Futter- und Tierarztkosten. Zudem: «Die Haltung der Hunde im Winter ist schwierig, da die Hunde viel bellen, was in Siedlungsgebieten Ärger gibt», sagt Schwery. Er fordert vom Bund mehr Geld für den Herdenschutz. «Sonst droht die Gefahr von illegalen Wolfabschüssen», sagt der Schafzüchter. Wenn man Wolf und Bär in der Schweiz will, muss man sich an Herdenschutzhunde gewöhnen», sagt Felix Hahn von der Koordinationsstelle für Herdenschutz. Er sieht das Problem eher beim fehlenden Wissen der Touristen. Die Fachstelle geht deshalb jetzt in die Offensive und stellt nächstens zweihundert neue Warntafeln auf. Zudem lanciert sie einen Werbespot, der in Bergbahnen und Postautos gezeigt wird. Wichtigste Botschaft für die Wanderer: Distanz wahren und die Herde umgehen.
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Re: Wolfsangriffe trotz Herdenschutz

Post#4by Jaegertom » Monday 25. November 2013, 03:16

Nicht immer sieht es gut aus mit Herdenschutzhunden...
Und die Wahrheit muss auch noch vertuscht werden
Wie sieht es mit dem Herdenschutz aus?
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«Hören Sie mir damit auf! Was mich masslos ärgert ist das ganze Gefasel von Herdenschutz. Die Agridea bringt es nicht fertig, einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Die haben weder das Personal, noch Hunde und auch zu wenig finanzielle und materielle Mittel. Als wir dieses Jahr anfragten, stand gar nichts zur Verfügung», teilte Tony Henzen mit. «Der Herdenschutz funktioniert im Wallis nicht», unterstreicht Karl Imhasly: «Im Jahre 2006 hatten wir im Rappental mit der KORA einen Vertrag gemacht und uns wurden Hunde zur Verfügung gestellt. Die Hunde waren gar nicht fähig, bei den Schafen zu bleiben. Oder sie jagten die Schafe dauernd herum. Die Tiere hatten zwanzig Prozent weniger Gewicht als in anderen Jahren. Bei den Schafschauen im Herbst erreichten diese Tiere nur die hintersten Plätze. Wir haben all das schriftlich festgehalten, durften es damals aber nicht öffentlich machen», so Imhasly.

Lesen Sie mehr dazu im «Walliser Boten» vom 3. September.
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Re: Wolfsangriffe trotz Herdenschutz

Post#5by Dracula » Saturday 18. January 2014, 21:09

Seit der Wolf zurück ist, müssen die Schäfer ihre Herden mit Hunden schützen. Aber die Hunde verteidigen ihre Herde auch gegen Wanderer und Biker

Erziehungssache des Hundes, der Hund kann problemlos zwischen einer Gefahr Wolf oder einem Wanderer unterscheiden....es verwechselt doch auch nicht jeder Jagdhund einen Spaziergaenger mit einer Wildsau!
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