Portugisiescher Wasserhund

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Portugisiescher Wasserhund

Post#1by Ulrike W.-E. » Friday 17. April 2009, 06:51

Image Ein Hallo in die Runde,

sicher habt Ihr in den Medien mitbekommen, das ein Portugisiescher Wasserhund ins Weisse Haus gezogen ist.
Im Moment handelt es sich hierbei noch um eine seltene Rasse - vom aussterben Bedroht. ( Schaut mal bei www.vieh-ev.de)
Tja noch !!!
Im Moment ist die Hölle los. Die Zeitungen klauen sogar von unseren HP. Teilweise ohne zu fragen. Image
Und super suspekte Leute wollen nun so einen Hund. Mir macht das echt Angst. Es ist eine prima Rasse. Ein wenig Werbung wäre toll gewesen, aber das was da abgeht ist nicht lustig.

Meine Madinka macht mir jeden Tag viel Freude. Sie besitzt ein vernünftiges Temperament. Wenn ein Tag mal weniger los ist, ist das auch o.k. für sie. Sie ist freundlich zu jedem Tier. Manchmal muss ich sie eher bremsen, weil sie es auflecken könnte. Image
Aber auf der anderen Seite fängt sie mir schon seit sie 6 Monate ist jede Wachtel wieder ein, und bringt sie mir in der Schnauze heile in meine Hand.
Zwar spricht diese Rasse recht viel. Wenn sie etwas möchte, und ich reagiere nicht nach wunsch, kriegt man auch mal nee Story erzählt, aber ansonsten ist sie überhaupt nicht Bellfreudig.
Wer also noch einen Hund braucht, um die Viecher vor Fuchs, Greifvogel usw. zu schützen sollte sich mal diese Rasse ansehen.

LG Ulrike

Image

P.S. Hänge mal zwei Fotos dran. Das eine zeigt Madinka mit einer kleinen Gans. Sollten die Osterfotos werden. Die schönsten waren aber später die nicht gestellten. Das kleine Gänschen wollte garnicht mehr raus, aus dem kuschel Fell....
Image Madinka am Rhein. Klassische Schur, so machten es früher die Fischer. Auf Ausstellungen erwünscht.
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Ulrike W.-E.
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Post#2by Christina » Friday 17. April 2009, 07:14

Da sprichst du mir aus der Seele!!!
Als ich davon hörte dachte ich auch: Wie schade für diese wirklich schöne Rasse!!!

Es gibt so viele ursprünglich tolle Rassen, die aufgrund des Medienrummels kaum noch an die guten Eigenschaften erinnern. Ich weiß zum Beispiel gar nicht wie viele neurotische Golden Retriever, West Highland Terrier und Dalmatiner ich inzwischen kenne, die dann teilweise mit Beruhigungsmitteln "behandelt" werden (müssen)!?!

Aber wichtig sind nun gerade die guten Züchter, die nicht auf Teufel komm raus vermehren, sondern weiter den Charakter und die Gesundheit im Auge behalten.

Für die Rasse kann man leider nur hoffen, dass die nächsten Wahlen schnell kommen und anders ausgehen.... Auch wenn das politisch nicht so ist.

Viele Grüße
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Umgekehrtes Problem

Post#3by zwergohr » Sunday 2. August 2009, 21:38

Hallo!

Ist ja schon ne Weile her, dass ihr gepostet habt, aber viell. schaut ihr ja noch mal rein.

Ich habe nämlich das genau gegenteilige Problem mit einem unserer Hunde durch den Medienrummel. Ist eine Staff-Terrier-Hündin, also ein Soka (sogenannter Kampfhund) und die Mehrzahl der Menschen reagiert panisch oder agressiv auf den Hund. Dabei ist das so ne Seele, kinderfreundlicher geht's gar nicht, bloß bei Hundefreunden ist sie wählerisch, daher muss sie an der Leine bleiben. Aber die Panik ist echt unberechtigt, nicht nur bei ihr, sondern bei der absoluten Mehrheit der sogenannten Sokas.

Das Problem ist immer am anderen Ende der Leine ....

Aber der Run auf einige Rassen durch Fernsehvorbilder u. ä. ist auch wirklich befremdlich. Genauso wie der Wahn, dass es immer ein Welpe sein muss. Die Tierheime sind voll, aber die Leute geben lieber viel Geld aus bei irgendwelchen dubiosen Züchtern ... Seufz (oder lieber "Kreisch").

LG

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Post#4by Christina » Monday 3. August 2009, 09:40

Das stimmt, gerade diese Hunde haben eine seeeehr hohe Frustrationstoleranz und sind Kindern gegenüber sehr liebevoll. Schäferhunde und Mixe daraus beißen viel häufiger.... nur eben nicht ganz so doll. Das ist wohl das Problem.
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na ja ...

Post#5by zwergohr » Monday 3. August 2009, 23:40

... ob Schäferhunde und Co. nicht ganz so doll beissen, sei mal dahingestellt .... Die haben auch schon Menschen getötet (stehen z. B. auch viel weiter oben in der "Beissstatistik"), aber diese Vorfällle ersccheinen dann aber dann meist nicht mit so nem Riesenaufmacher in der BILD, wie bei den bösen "KAMPFHUNDEN".

Der Unterschied ist die Beissart: "Normale" Hunde beissen zu, lassen los und beissen wieder zu. Der Soka beisst sich halt früher oder später fest und lässt nicht mehr los - auch oder erst recht nicht wenn man draufkloppt. Was nun schlimmer ist? Keine Ahnung. Ob die Beisskraft tatsächlich größer ist, ist auch umstritten.

Das man Sokas vom Opfer nur schwer lösen kann, ist schon problematisch. Eine Freundin von mir musste ihre eigene Hündin erwürgen, die sich einen sie ständig provozierenden Jack-Russel-Terrier gegríffen hatte. Anders war sie nicht von ihm abzubringen. Der Kleine hat Gott sei Dank überlebt. Das ist schon tragisch und wieder einmal sind die Menschen schuld, die so nen Quatsch in eine Rasse gezüchtet haben. Meine Hündin trägt daher immer einen Stopp-Würger - für den Fall der Fälle.

By the way, Wesenstest, Sachkundenachweis, etc. haben uns schon ca. Eur. 800 gekostet. Wenn jetzt die neuen Bestimmungen kommen und ich alles noch mal machen muss - herzlichen Dank!

VG

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Post#6by Ulrike W.-E. » Tuesday 4. August 2009, 06:10

Ein Huhu in die Runde,

die Reaktionen auf bestimmte Rassen sind zum teil schon heftig.
Als Besitzer von mehreren Rassen erlebt man da schon so einiges.
Vor allem sieht man sehr genau die Vorurteile. Image

Am schlimmsten finde ich aber die Vorurteile der Hundehalter auf bestimmte Rassen.
Anstatt die Hundehalter zusammen halten, machen gerade diese sich untereinander das Leben besonders schwer. Image

Viele Grüße
Ulrike
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Post#7by Christina » Tuesday 4. August 2009, 09:28

@ Simone: Ja, das Festbeißen meinte ich... Ist eben - wie du beschrieben hast - wirklich ein Problem. Wobei ich zugeben muss, dass das ständige Gekläffe der Jack Russel für meine Nerven ein mindestens ebenso großes ist. ;-)

Wobei das bei mir kein Vorurteil ist ;-) .....dafür kenne ich zu viele Jack Russel, die in falschen Händen immer wieder zum Problem werden.
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Ja, ja, die Jackies ...

Post#8by zwergohr » Tuesday 4. August 2009, 20:06

Das von dir beschriebene Problem scheint aber im Allgemeinen nicht nur die Jackies zu betreffen (obwohl die in letzter Zeit sehr gehäuft auftreten - manchmal habe ich hier in der Gegend den Eindruck, die Menschen kennen nur Labbies, Goldies, Jackies und vielleicht noch Dackel Image , na ja und natürlich die bösen Kampfhunde).

Es ist ja immer das Gleiche: die Leute wollen nen kleinen Hund, holen sich einen bei irgend nem Züchter und meinen, ein kleiner Hund ist ja schließlich sooo süß und soooo klein, dafür bräuchte man keine Erfahrung und der Kleene hätte keine Erziehung nötig. Seufz. Gerade Jackies und Co. sind nun mal Terrier und neigen genau wie Dackel halt gerne zu Größenwahn, d. h. im Kopf sind sie ne Dogge oder so. Und wenn man dann noch wie'n Rudelführer bei Omi Meyer gehalten wird .... Da müssen die wohl automatisch neurotisch werden.

Noch dazu sind Jackies ja meist sehr hibbelig und bräuchten dringend viel Beschäftigung (die sie aber nur selten erhalten).

Die meisten Probleme sind und bleiben nun mal selbstgezüchtet, die Tiere können ja nix dafür. Image

LG

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Post#9by zwergohr » Tuesday 4. August 2009, 20:20

@Ulrike: Du weisst doch: Nur der eigene Hund und dessen Rasse taugt was Image. Zumindest denken das die "Einhundbesitzer".
Bin zu faul, alles hier zu lesen: was hast du noch für Hunde ausser den "Obamas" ? Image


@alle: Genauso doof wie die Vorurteile gegenüber einzelnen Rassen finde ich übrigens diejenigen gegen Hunde aus dem Tierheim. Besonders weil wir kleine Kinder haben, werden wir oft gefragt, wie wir das denn verantworten könnten: Kampfhund und dann auch noch vom Tierschutz. Und das grundsätzlich von Leuten, die null Ahnung von Hunden haben. Aber ich will mich nicht zu sehr beschweren. Wir haben vor Anschaffung unserer Hündin natürlich gewusst, was auf uns zukommt. Vorurteile sind halt immer und überall da, und ich musste lernen, die Ängste der Menschen zwar ernst zu nehmen, mir das aber nicht zu Herzen gehen zu lassen. Manchmal ist man halt trotzdem angefressen. Image


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Post#10by Ulrike W.-E. » Wednesday 5. August 2009, 07:01

Hallo Christina und Simone,

es gibt zig Rassen, die für einen bestimmten Zweck gezüchtet wurden. Heute haben sie leider häufig ihre Aufgabe verloren. In ihrem "Job" können sie unendlich viel leisten.
Und nun werden sie zu Reihenhaus, Couchhunden gemachten.
Viele Leute informieren sich weder über die Bedürfnisse ihrer Favoriten Rasse noch sind sie auch nur ein wenig daran interessiert ihren Hund zu lesen.
So sind wir wieder am Ende der Leine, die für die diversen Probleme sorgt -
wie auch beim Kampfhund !
Und daher ist es mir völlig schleierhaft, wie man sagen kann Rasse xxx ist so furchtbar. Meine ist besser.
Es gibt keine schlechten Rassen. Alles eine Frage wer passt zusammen....
Der richtige Hund an der richtigen Stelle, und ein wenig engagiertere Hundebesitzer und wir hätten deutlich weniger Probleme mit Hunden.
Und bei der riesigen Auswahl an Rassehunden und deren Mischlingen in Form, Farbe und Wesen würde sogar jeder das richtige für´s Auge finden.
Aber so langsam bekommen ein paar zukünftige Hundehalter auf die Idee sich genauer zu informieren. Auch der Besuch einer Hundeschule wird in Erwägung gezogen. Und das nicht erst wenn der Wauzi schon Probleme macht. Das läßt hoffen. Und irgendwann sterben auch die Neandertaler aus. Hoffentlich erlebe ich das noch. Image

@ Simone,
welche Rassen ich habe ist garnicht so wichtig. Sie sind von 30cm bis 63cm. Und in allen Formen
und Farben. Aber alle passen genau zu mir, in mein Leben, und haben ihre Aufgaben.


LG Ulrike
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Post#11by zwergohr » Thursday 6. August 2009, 21:04

@ Ulrike: Schöne Antwort, dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen.

Die Frage nach deinen anderen Hunden war auch nur interessenhalber, dachte, dass da viell. noch mehr "Ungewöhnliches" oder Seltenes dabei ist. Ich würde mir auch nie einen Hund "nach Rasse" anschaffen, bei uns landen eh nur die armen Seelen vom Tierschutz (vorausgesetzt natürlich, es passt).

Manchmal kann man sich wirklich wundern, wie ein Hund sich anpassen kann. Wir haben zum Beispiel letztes Jahr einen Zwergdackel im stolzen Alter von 16 übernommen. Der Hund und zwei Katzen waren nach dem Tod der Besitzerin 5 Tage mit der Leiche zusammen in der Wohnung ohne Futter und Wasser. Ziemlich scheusslich. Dachte eigentlich, so ein alter Dackel, der passt nie zu uns. Bei uns ist ja immer Trubel durch die Kids und unsere große Hündin, die rassetypisch sehr rauh spielt mit anderen Hunden.

Daraufhin war ich schon am Umhören nach einem ruhigerem Zuhause, aber dann konnten wir ihn doch nicht hergeben. Der ist noch so fit, super lieb (auch mit den Kids) und versteht sich dermaßen klasse mit unserer Großen - also durfte er bleiben. Er schläft natürlich viel, aber dafür hat er ja seine Hundekiste und dort belästigt ihn auch keiner. Leider ist das Herz neuerdings nicht mehr so top - mal sehen, wie viel Zeit uns noch mit ihm bleibt.

VG

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Post#12by Ulrike W.-E. » Friday 7. August 2009, 17:45

Hallo Simone,

was für ein trauriges Schicksal für den kleinen Dackel. Aber um so schöner, das er nun seine letzten Jahre bei Euch verbringen darf.

Bei uns wuselt eine ganz verrückte Meute.
3 Tervueren, 2 Möpse, 1 Mini Australian - Shepherd, und der Portie.
Und ein Not - Zwergpudel, der aber im Moment "vermietet" ist.
Und nun kannst Du Dir sicher vorstellen, was ich da so alles für halb wahre Geschichten beim Spazierengehen zu hören bekomme. Image
Dabei ist der Mops, der einzige, der den 7 Gänsen wirklich zeigt wo´s lang geht. Image

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Post#13by zwergohr » Saturday 8. August 2009, 17:17

...hui, was ne lustige Meute !!! Da hast du ja ordentlich was um die Ohren! (Und ich dachte schon, bei uns ist es trubelig, hi, hi.)

Du gehst aber ja wohl nicht mit allen gleichzeitig spazieren, so wie diese Hundesitter, oder? Image

LG

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Post#14by Ulrike W.-E. » Sunday 9. August 2009, 07:28

nicht so häufig, weil 2 Senioren etwas andere Bewegung brauchen.

Und ich lasse mich nicht hinterher ziehen, sonder die Hunde folgen mir frei. Image
Bei diesen Hundesittern frage ich mich immer warum die keine Rollschuhe an haben. Image

LG Ulrike
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