Alte Hirtenhunde / Herdenschutzhunde

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Alte Hirtenhunde / Herdenschutzhunde

Post#1by armin » Tuesday 1. January 2008, 21:07

hallo zusammen,

wegen unserer Überlegungen, einen Hund auf unserem Hof zu halten, hatte ich hier ja schon einmal ein Thema gestartet. Es sollte ein Hund sein, der sich gut für einen Bauernhof eignet und am liebsten natürlich eine gefährdete Rasse. Ziel unserer Hundehaltung sollte es in erster Linie sein, ungebetene Besucher von hof fernzuhalten, da meine Frau und ich ganztägig berufstätig sind und der Hof eine absolute Alleinlage ist, also keine direkten Nachbarn.

Wegen unserer Berufstätigkeit, kam ein Welpe nicht in Frage, der noch intensive ganztägige Betreuung benötigt. Ebenfalls ungeeignet erschienen uns Hunde, die den ganzen Tag Beschäftigung benötigen, z. B. einen augeprägten Hüte- oder gar Jagdtrieb besitzen. Die alten Hütehundrassen fielen damit aus. Am ehesten dachten wir an Pinscher, Schnauzer, große Sptze, schweizer Sennenhunde oder einen Hovawart. Aber Nachfragen bei Tierheimen blieben erfolglos.

Fündig geworden sind wir schließlich in einer ganz anderen Ecke, nämlich bei einem Verein, der sich mit der Vermittlung und Beratung rund um die sog. Herdenschutzhunde beschäftigt (www.herdenschutzhund-service.de). Von dort erhielten wir ein wunderschönes Exemplar eines Anatolischen Hirtenhundes (Kangal), der unsere Anforderungen perfekt erfüllt.


Leider gehört der Anatolische Hirtenhund nicht zu den gefährdeten Rassen, aber einige andere dieser Rassen stehen bestimmt auf der roten Liste.

Wer einen ruhigen und ausgeglichenen Hund sucht, der ohne viel Führung durch den Menschen selbstständig seine Arbeit macht und dabei nicht auf die in seiner Obhut befindlichen Nutztiere einwirkt, der sollte sich einmal mit den alten Hirtenhunden oder Herdenschutzhunden befassen. Unterstützung gibts beim oben erwähnten Verein "Herdenschutzhund-Service e. V.", Literatur findet sich auf dem Büchertisch von VIEH.


Hier noch ein paar Fotos:

Image Hund bei der Arbeit - aufpassen...

... und mit gerunzelter Stirn die Umgebung untersuchen Image

Große Freundschaft zwischen Hund und Katze Image

Viel Freude mit Euren vierbeinigen Haus- und Hofgenossen!

Armin
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Post#2by Christina » Wednesday 2. January 2008, 12:16

Herzlichen Glückwunsch Euch beiden zu diesem wundervollen Hund!

Diese Rasse passt tasächlich sehr gut zu Euren Bedürfnissen, noch dazu ein erwachsenes Tier!

Ich freue mich immer wieder, wenn Menschen ihre Hunde mit Bedacht so gut wählen. Image
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Post#3by knüllbergfarm » Wednesday 2. January 2008, 16:02

Da s find ich auch ganz gut das ihr euch so entschieden habt Image hab mal nachdem du uns das mail geschickt einbischen im Internet gestöbert weil wir eventuel auch noch einen Herdenschutzhund haben möchten wegen auserha b liegenden weiden Hütehunde (Schafpudel)haben wir ja schon Betti und ich haben da nemlich sorge wen unsere Walliser Schwarzhalsziegen sind.Siht übrigens tollaus euer Hund Image

Gruss Thomas vone Knüllbergfarm
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Post#4by armin » Wednesday 2. January 2008, 18:47

Hallo Thomas,

unter der Internetadresse in meinem Beitrag findet Ihr noch mehr Tiere aus der aufgelösten Massenzucht in Twistringen. Wenn Ihr Interesse habt, der Verein ist sicherlich dankbar für jedes in ugte Hände vermittelte Tier.

Unsere Erfahrungen sind bis jetzt (nach 1 1/2 Wochen) unerwartet gut: Der Hund verhält sich sehr unauffällig, ist ruhig und stets gelassen, allerdings noch recht verspielt (ist ja auch noch keine 2 Jahre alt). Wenn Ihr die Hunde tatsächlich zum Herdenschutz einsetzen wollt, was ich angesichts häufiger werdender Meldungen über Viehdiebstähle echt verstehen kann, dann solltet Ihr das am besten mit Experten besprechen. Ich würde sagen, die Weide muss sehr gut eingezäunt sein, damit der Hund nicht in Geschehnisse außerhalb der Weide aber innerhalb seines Sichtfeldes eingreift. Das wird er versuchen, wenn er irgend etwas in seinem Sichtfeld als Gefahr wahrnimmt und er wird es blitzschnell tun und Euch nicht vorher anrufen und nachfragen... Image Aber gute Einzäunung muss bei Ziegen ja so wie so sein.

Sehr deutlich ist auch, dass die Hunde nachts im Freien wesentlich angespannter sind als am Tage und wesentlich mehr bellen, sie schätzen das nächtliche Gefahrenpotential eben höher ein - vermutlich zu recht. Deshalb sollten die Nahbarn entweder sehr tolerant oder weit entfernt sein, wenn die Hunde auch nachts auf der Ziegenkoppel arbeiten sollen.

Außerdem sollte man wissen, dass diese Hunde ganz schön stur und eigensinnig sein können. Einem Schäferhund kann man ein "Sitz" verpassen und er wird sitzen bleiben, auch wenn um ihn herum die die Wölfe mit den Schafen Tango tanzen. Das funktioniert mit den Herdenschutzhunden nichtso ohne Weiteres. Deshalb habe ich an anderer Stelle geschrieben, Dass die Kommandos "Nein" und "Komm" bedingungslos befolgt werden müssen, mehr wird man von diesen Hunden nicht verlangen können und dafür muss man auch schon sehr konsequent sein.

Wenn das alles für Euch keine Probleme sind, dann werdet Ihr an so einem Hund sicher viel Freude haben.

Kannst Dich ja wegen weiterer Erfahrungen mal melden, wenn Ihr alle Eure Ziegenlämmer glücklich zur Welt gebracht habt Image

viel Glück dabei und alles Gute!

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Post#5by mangalitza » Thursday 3. January 2008, 10:50

Hallo Armin,

schönes Kerlchen habt Ihr da. Bisher habe ich meinen Hundewunsch immer zurückgestellt, da ich tagsüber auch die Brötchen verdienen muss, damit ich mir mein Hobby leisten kann. Vorgestellt habe ich mir immer, mir einen Westerwälder Kuhhund anzuschaffen, wenn ich permanent zuhause bin. Allerdings wird das noch dauern und dauern und dauern...
Wäre so ein Herdenschutzhund auch was für absolute Anfänger?
Michael
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www.nutztier-arche-kastanienhof.de
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Post#6by armin » Thursday 3. January 2008, 13:28

Hallo Michael,

tja, die "Experten" sagen an der Stelle immer, das seien absolut keineAnfängerhunde. Auf der anderen Seite wird immer darauf hingewiesen, dass diese Tiere einige Verhaltensweisen haben, die sie von anderen Hunden unterscheidet. Wenn das so ist, was nützt dann die Hundeerfahrung??? Es kommt mir ein bisschen so vor wie bei der Jobsuche eines Berufsanfängers: Arbeit gibt's nur für blutjunge unverbrauchteLeute mit langjähriger Berufserfahrung - aber woher soll die Berufserfahrung denn kommen...???

Meine Meinung ist, dass es vor allem auf die richtige Einstellung ankommt. Man darf von einem Hund nicht verlangen, dass er sich einfach so in unser Leben integriert, weil das ein Leben nach menschlichen Regeln ist die ein Hund nicht kennt und nicht versteht. Im Gegenteil:der Mensch muss sich dem Tier anpassen, wenn er mit ihm zusammen leben will, weil nur der Mensch zu einer solchen Anpassung fähig ist.

Dazu muss man vor allem das Sozialverhalten des Hundes und seine physischen Bedürfnisse kennen. Und das ist im Wesentlichen bei allen Hunden das selbe, mit rassebgedingten Abweichungen, da die Tiere ja ursprünglich auf verschiedenste Verwendungszwecke hin gezüchtet wurden. Ich persönlich halte sogar viel davon, sich immer ein wenig an dem Verhalten und den Lebensgewohnheiten der Wildform unserer Haustiere zu orientieren, in diesem Fall also am Wolf.

Das wird Dir als Tierhalter alles gut bekannt sein und Du wirst das bei Deinen Schweinen, Ziegen und Gänsen sicherlich alles beherzigen. Der Unterschied zur Hundehaltung ist einfach, dass man mit dem Hund eine engere persönliche Bindung eingeht. Den Rest kann man in guten Büchern nachlesen (siehe oben, Büchertisch von VIEH), erfragen und sich z. B.in einer Hundeschule aneignen (aber bitte eine, die sich mit Herdenschutzhunden auskennt!!!). Dann sollten Hund und Herrchen mit einander glücklich werden.

Und außerdem: Hütehunde, die sich sogar von Tritt einer Kuh nicht von ihrer Arbeit abbringen lassen, brauchen sicher auch eine konsequente Erziehung. Also - warum nicht ein Herdenschutzhund? Stöbere einfach mal ein bisschen in den zahlreichen Quellen im Internet und wenn Du Dir das zutraust, dann versuche es einfach.

Viel Glück dabei!

Armin
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Post#7by knüllbergfarm » Friday 4. January 2008, 17:24

Hallo Michael da stimme ich Armin zu bei unseren Schafpudeln wird auch immer gesagt das ist kein Anfängerhund was ist den nu ein anfängerhund ein Hauspudel alle Hunderassen haben ihre eigenarten ob
Hüte oder Herdenschutzhund oder was auch immer fürn Hund Image und es wird immer jemanden geben der es so und der andere wieder so sagt ich würd es auch somachen wie Armin das hier vorschlägt erst schlaumachen und dan das ist die beste Lösung wenn man immer auf andere Hört macht man das sowiso immer immer falsch meinen die dan. Mein direkter Nachbar hat auf keinen anderen gehört hat sichn Harzer Fuchs als anfänger geholt und klapt ganz gut nur mut.


Gruss Thomas
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Post#8by knüllbergfarm » Sunday 6. January 2008, 08:53

Hallo Armin nachdem ich deine angaben nach gestöbert habe habe ich gelesen das diese Anatolischen Herdenschutzhunde auch bedroht sind und zwar weil die Schäfer dort leider ein sehr geringes einkommen
haben können sie sie nicht mehr unterhalten ein Notprogramm zur erhaltung dieser woll eine der ältesten
Hunderasse ca2000 jahre alt eventuell älter und in der Türkei das Nationaltier.

Also doch eine bedrohte HunderasseImage und eine sehr schöne dazu

Gruss Thomas vone Knüllbergfarm


Inmoment halten uns unsere Walliser Schwarzhalsziegen auf trab diese Imagecher
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Post#9by Gothic » Sunday 3. February 2008, 16:18

Wow, da hast Du dir ja einen wirklich tollen Hund und von einer wirklich alten Rasse bzw. überhaupt einer sehr alten Gruppe innerhalb der Hunderassen ausgesucht.
Ja, der Kangal ist sozusagen der Nationalhund der Türkei.
Wer gerne mehr lesen möchte über die Rasse, Elisabeth v. Buchwaldt hat auf ihre Homepage einiges zu seiner Herkunft geschrieben: [url=http://]http://www.sivas-kangal.de/[/url]

Was jemand der einen solchen Hund in Deutschland halten möchte auf jedenfall bedenken muss, er gehört in einigen Bundesländern zu den sogenannten "Kampfhunden" (wie leider fast alle aus der Gruppe der Herdenschutzhunde).
Also vorher beim Ordnungsamt erkundigen ob eine Haltungserlaubnis erteilt wird und welche Auflagen zu erfüllen sind. Evtl. im Rahmen von Kamfphundesteuer, Wesenstest, Sachkundeprüfung etc.
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Hütehunde für Schafe und Gänse - alleinige Hütearbeit

Post#10by steinadlerehemann » Tuesday 4. March 2008, 15:24

Hallo Armin,
die Beiträge von Dir habe ich mir nochmals durchgelesen.
Ich stehe jetzt vor dem Problem, einen Hütehund mir zu holen.
Jedoch kann dieser kein kleiner Hütehund sein.
Der Hund muss sich auskennen mit Nutztieren wie Schafen und Gänsen.
Das Grundstück werde ich nächste Woche einzäunen, ein Mammutprogramm mit
800 m Weidezaun ringsum - inkl. neuer Pfähle setzen. Mein Mann kann erst in 10 Tagen
mir helfen.

Meist ist es nachts sehr gefährlich auf diesem Grundstück. Es gibt zwei- und vierbeinige
Diebe, besonders die vierbeinigen sind gefährlich.
Die Kangals von der Adresse s.o. eignen sich in meinen Augen dazu nicht.
Sie sollen Streicheleinheiten haben, Familienanschluss - das kann ich nicht - oder nur teilweise
bieten. Aber nicht ins Haus sondern nur in die Hütte - sommers wie winters.
Denn sie bleiben ja tagsüber auf der Weidefläche und ich komme nur 2x täglich dorthin.
Sie müssen also selbständig dort "arbeiten", das können Tiere nicht, die aus schlimmen
Verhältnissen kommen.
Frage, gibt es eine Möglichkeit, sie sonst zu erziehen, bei wenig Tageszeit?
Mit Hütehunden kenne ich mich nicht sonderlich gut aus, nur mit normalen anderen Rassen.
(Zu Hause habe ich einen Schäferhund, der alles andere als geflügeltauglich ist.)
Denn sie sollen ja dort bleiben - und nicht meine Gänse und Schafe scheuchen.

Bitte - keine zu starke Diskussion - wer und wie und überhaupt....
Das war ja schon mal hier im Forum.. ich benötige nur kurze und sachliche Infos,
wie ich vorgehen kann, um mein Geflügel und die Schafe zu schützen.
Es gibt nicht!!!! die Möglichkeit eines Elektrozaunes, um gleich vorzubeugen.
Das wird hier alles gleich geklaut.
Einzige Möglichkeit ist nur der Hund - aber wie.

Danke Euch bzw. Dir Armin.
Ganz liebe Grüße
Christiane

Hallo Cris,
Dein Tip ist zwar gut, aber diese Hunde - hm.... eignen sich in meinen Auen nicht.
Bis die so weit sind, ist mein Geflügel dahin - denke ich zumindest...

Liebe Grüße
Christiane
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Post#11by Alli » Tuesday 4. March 2008, 18:02

Hallo Christiane,

es werden durch den Verein Herdenschutzhund-Service nicht nur Hunde aus der Zuchtauflösung aus Twistringen vermittelt, sondern auch weitere Herdenschutzhunde die in Not geraten sind und ein neues Zuhause suchen. Möglicherweise auch welche, die bereits mit Tieren gearbeitet oder zumindest zusammengelebt haben.

Wenn Du über einen Herdenschutzhund nachdenkst, aber nicht ganz sicher bist, ob das bei Deinen Gegebenheiten das richtige ist, kann ich Dir raten mal mit Frau Rösner vom o.g. Verein Kontakt aufzunehmen (am besten telefonisch). So lässt sich am einfachsten klären, ob ein Herdenschutzhund in Frage kommt und ob sie ggf. einen passenden da hat.

Ich habe da damals auch einfach mal angerufen und erzählt, was wir hier so vorhaben und gefragt ob das mit einem Herdenschutzhund machbar wäre und was daraus geworden ist hast Du ja oben schon gesehen...

Lieben Gruß
Alexandra
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Post#12by steinadlerehemann » Tuesday 4. March 2008, 19:33

Hallo Alexandra,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich glaube, ich werde sie dann mal anrufen.
Nur - man bekommt ja ein komisches Gefühl - wenn die immer wollen, mit Schmuseeinheit und Kuscheleffekt,
wo ich ja doch einen Hund zum Arbeiten brauche und nicht fürs Sofa. So ist das leider.
Und hier ging das Kind schon einmal in den Brunnen, als ein Hund auf die Enten aufpassen sollte.
Am nächsten Tag waren 4 Enten beim Nachbarn hinüber.
Und das kann ich mir nicht leisten. Auf der Homepage las es sich eher wie Schmuse- und Kuschelhunde.
Na - ich werde Dir mal berichten, was die Frau mir dann erzählt am Telefon.
Ups - es schneit jetzt wieder... brrrr....
Machs erst mal gut - und vielen herzlichen Dank nochmals.
Liebe Grüße
Christiane
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Post#13by Canaria111 » Wednesday 5. March 2008, 11:51

Also, ich denke sie werde dort auch als solche Schmusehunde vorgestellt, weil sie dann mehr Chancen haben, vermittelt zu werden. Wieviele Leute suchen solche Hunde zur Arbeit? Kaum, darum wird sowas natürlich auch nicht gross publiziert.
Einen ausgebildeten Hund in dem Bereich zu bekommen, wird bestimmt sehr schwierig sein. Wer gibt sowas schon her ausser bei Aufgabe der zu behütenden Tiere. Aber ein ausgewachsenes Tier wird schonmal eine Grundausbildung haben und ist viel schneller Einsatzfähig als ein Welpe. Aber anlernen wirst Du ihn schon müssen.
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Post#14by knüllbergfarm » Wednesday 5. March 2008, 16:30

Hallo in die Runde wir haben Letzt einen original Türkischen Kangal (aus der Türkei hierher geholt) kenengelernt oder besser den Besitzer. Den Kangal haben wir nur aus der Nähe betrachtet.
Herr Dejong der Besitzer hat uns erzählt das diese Hunde sich zu 80% garnicht Erziehen lassen.
Die sind so wie Armin und Alex schon beschrieben haben nicht mit anderen Hunderassen zuvergleichen.
Die haben ihren eigenen Kopf Herr Dejong sagte erziehung ist so wie bei anderen Hunden nicht drin und so unterwürfig sind die auch nicht. Das sind ja auch keine Schmusse und Arbeitshunde eben Herdenschutshunde die müssen eben aleine entscheidungen treffen.
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Post#15by ansaregina » Wednesday 12. March 2008, 08:53

Stimmt. Herdenschutzhunde lassen sich kaum Erziehen. Wir hatten vorher einen Kuvasz, sehr guter Wachhund. Für eigene Familie sehr lieb. Leider starb er mit 8 Jahren an Magendrehung.Bei grossen Rassen leider sehr oft. Jetzt haben wir ein Hovawart(90% Hovi,Rest Alt-Deustcher Schäferhund),lässt sehr gut Erziehen,hört auf Kommando und sehr waschsame Schutzhund. Trotzdem würde ich immer wieder ein Kuvasz nehmen. Herdenschutzhunde haben Ihren eigenen Reiz. Nur ich würde niemal aus Zweite Hand so ein Hund holen, sondern nur als Welpe.
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Post#16by Michaela268 » Thursday 13. March 2008, 10:11

Herzlichen Glückwunsch zu eurem tollen Hund,den ihr da habt!
Ich finde diese Rassen (Herdenschutzhunde) wirklich faszinierend,kommen für mich aber leider nicht in Frage... Image
Frohsinn und Freude sind etwas Köstliches.(A.Schweitzer)
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überdachte denkweise

Post#17by drudelmurks » Friday 25. April 2008, 13:42

Zitat von Armin:

Aus meiner Sicht muss der Hund wissen, dass er in der Familie den untersten Rang einnimmt, er muss stubenrein sein und sich "benehmen"können (nicht an Tisch betteln usw.). Darüber hinaus muss er bedingungslos auf drei Worte reagieren: Seinen Namen, "Nein" und "Komm".

Hallo Armin, und das soll mit einem Kangal klappen??
Dann hast Du wohl Deine Denkweise verworfen oder runtergeschraubt? Wenn Deine eigene Aussage nun doch nochmal überdacht wurde und nun ein Kangal bei Euch eingezogen ist, so kannst Du ja doch nicht so verpicht auf die o. g. eigene Aussage bestehen oder?
Ein Kangal scheint schon (wenn man Deine Aussage oben mal weglässt) der geeignete Hund für Deinen Hof zu sein. Viel Glück und Freude an allen Deinen Tieren und für ein gutes Zusammenleben.
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Post#18by Prunus_Spinosa » Wednesday 18. February 2009, 20:39

Hallo Zusammen,
es gibt Heerscharen von Hundebesitzern, oder auch Ex-Hundebesitzern, die sich einen Hund nach Aussehen oder auch zum was hermachen zugelegt haben ohne ihre eigenen Lebenumstände mit den, aus einer Rasse herausgezüchteten typischen Rassemerkmalen in Übereinstimmung zu bringen.
Solche Tiere landen allzu häufig in Tierheimen, und sehr häufig sind auch große Herdenschutzhunde dabei.

Ursprünglich wurde Kangals gezüchtet um Schafherden in extrem dünn besiedelten Gegenden vor Raubtieren (Bären oder Wölfen) zu schützen. Diese Hunde wurden gezüchtet, selbstständig ein Bedrohungspotential einzuschätzen und gegen die Bedrohung vorzugehen.

Ich empfehle jedem Interessenten für einen Kangal, sich damit auseinanderzusetzen, ob er den rassetypischen Merkmalen gerecht werden kann. Die Ex-Besitzer der großen Herdenschutzhunde die jetzt in den Tierheimen zu finden sind haben das vorher nicht getan. Bei großen Herdenschutzhunden ist es ja häufig so, dass der Hund plötzlich etwas als bedrohlich einschätzt, was der Besitzer überhaupt nicht dafür hält und sich entschließt, dagegen vorzugehen, besonders tragisch wenn das Bedrohungsobjekt in unserem dicht besiedelten Land häufiger mal zu sehen ist.

Also wenn ich einen Hof- und Wachhund bräuchte (ich habe schon einen), dann würde ich mir einen Spitz zulegen - wenn nicht vorher ein anderer Hund aus dem Tierheim dazwischenkommt, was wohl wahrscheinlicher ist.

LG
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Post#20by Prunus_Spinosa » Friday 20. February 2009, 12:40

Danke Stadtbauer,
aber ich hab' ja schon einen Hofhund - Tierheimschäferhund, der gut auf alles aufpaßt was bei uns herumkreucht und fleucht. Es soll ja kein anderer Hund unseren Hühnern zu nahe treten.

Spitze mag ich, weil hier zu den rassetypischen Eigenschaften das Melden und Verbellen von Besuchern des Territoriums (Hofes) - da braucht man definitiv keine Schelle und erfährt auch auf der hintersten Weide noch, dass gerade Besuch gekommen ist.

LG
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Spitze & Hüten

Post#22by Prunus_Spinosa » Sunday 22. February 2009, 16:35

Hallo Stadtbauer,
wenn Du Spitze hast, dann kannst Du mir bestimmt auch sagen, ob die Talent zum Umtreiben von Schafen haben.

Gruß
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Post#24by CHEVY » Tuesday 24. February 2009, 15:58

Hallo Armin........Image


Schönes Tier ......Image Dein Kangal............wünsch Dir viel Freude damit.....Image
Lieben Gruß :5moped: Susan.... :5headset:
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Post#25by viehev » Tuesday 13. October 2009, 12:14

Zwar schon länger nichts mehr geschrieben, aber ich versuchs trotzdem...

Wir haben derzeit 2 Schäferhunde (3 (Rüde) und 13 Jahre (Weibchen) alt) da wir vermuten dass der 13 Jährigen ihre Tage jederzeit gezählt sein könnten (altersbedingt) hatten wir uns schon seit einiger Zeit (letzten Herbst, da hatten wir einen Kangal zu Besuch einige Stunden) überlegt zu einer Kangalhündin zu schwenken...

ABER, wie ist das mit Kindern?
Sind die Hunde bei kleinen Kindern tolerant?
Also aktzeptieren es auch, wenn ein kleines Kind mal en bissl am Fell oder Ohren o.ä. zieht?
(Bei unseren Schäferhunden, weiss ich dass sie es sind, da können sie machen was sie wollen, wenns denen zu blöd wird stehen sie auf und gehen, man achtet natürlich schon darauf, dass es net zu Ruppig zugeht!!)

Der Hund sollte wenn möglichst Tag und Nacht draussen bleiben, und halt aufpassen, wegen Fuchs/Marder und seit neuestem Waschbären (die Jäger haben schon 3 geschossen, keine 10km von hier...)
Vorher müsste natürlich der komplette Hof mit festem Zaun eingezäunt werden denke ich, zur Zeit sind es nur Litzenzaun 80cm hoch, unsere beiden Schäferhunde gehen net drüber)


Wie geht denn der Kangal mit Familienmitgliedern um?
Dass er nicht unterwürfig ist, hab ich ja schon gelesen, aber ich meine aktzeptieren sie alle?

Wir würden zu einem Welpen tendieren, der von Anfang an alles kennenlernt, und dann wenigstens Kommt wenn man ruft, und auf Nein hört, ansonsten müsste er nichts weiteres grossartig können (wir sind keine Hundeplatzgänger)

Ich hoff mir kann jemand meine Fragen beantworten :)
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