Lamm mit der Flasche aufziehen

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Lamm mit der Flasche aufziehen

Post#1by Ziegenhund » Monday 4. April 2011, 10:48

Hallo Freunde, ich habe ein Lamm das die Mutter nicht angenommen hat. Ich hab es jetzt mit nach hause genommen und ihr Biestmilch von unsrer Ziege aus der Flasche gegeben !
Hat jemand erfahrung damit,vieviel,wie lange ,wie oft und mit was für Milch ich es mache ??
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Post#2by Conny » Monday 4. April 2011, 14:11

Hallo,

wenn deine Ziege Milch entbehren kann, dann kannst du ihr diese geben. Milch immer warm geben, wie bei einem Baby. Ich habe meiner Flaschenlämmer anfangs immer alle zwei Stunden die Flasche gegeben, bis ca. 24 Uhr und dann wieder ab 7. 00 Uhr morgens. Keine Angst, die Kleinen melden sich, wenn sie Hunger haben. Mann kann auch nicht sagen, wieviel Gramm/Fütterung. Kommt auf die Größe/Rasse des Lammes an. Lieber etwas weniger , als zu viel, damit es keinen Rückfluss gibt.

Nach drei bis vier Tagen habe ich die Zeit auf ca. alle drei/bis vier Stunden verlängert. Nach ca. 14 Tagen lege dem Lamm gutes Heu vor. Anfangs wird es nur wenig daran knabbern, aber es wird täglich mehr werden. Wenn es Heu frisst, die Anzahl der Flaschen pro Tag reduzieren, bis man auf drei mal täglich kommt. Kurz vor dem Absetzen nur noch zwei- bis einmal/Tag die Flasche geben. Die Flasche gänzlich absetzen kann/sollte man frühestens nach 8 Wochen.

Es gibt auch noch die Wahl der Kalttränke, aber damit kenn ich mich nicht aus.

LG
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Post#3by Conny » Monday 4. April 2011, 14:14

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Post#4by Schafhirte » Monday 4. April 2011, 19:58

Hallo,

gramm/Fütterung kann man sich bei Connies (guten) Anleitung leicht ausrechnen, wenn man die Faustformel 12% des Körpergewichtes [g] als Tagesmenge berücksichtigt, unabhängig von der Rasse. Image

LG
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Post#5by Conny » Tuesday 5. April 2011, 10:40

Danke Schafhirte. Wieder was dazugelernt Image

LG
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Post#6by Ziegenhund » Wednesday 6. April 2011, 17:33

Das hört sich zwar alles gut an,aber es handelt sich ja um ein Soay schaf das auch noch zu früh geboren wurde und deutlich ,sogar viel,viel kleiner ist als alle anderen lämmer die ich habe !Beim googeln bin ich auf "Spartakus mit der Flasche groß gezogen" gestossen ! Ich habe mit dem mann telefoniert und es scheint das ,das Problem wird es wieder in der Herde zu intergrieren !!! Es wird halt einfach Menschenbezogen !!
Ab gesehen davon das sich Winzling von Tag zu Tag besser entwickelt ,kommen mir jetzt zweifel ob es Sinnvoll ist was ich da tue??
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Post#7by Alex » Wednesday 6. April 2011, 22:32

Hallo,

ja das intregieren wieder in die Herde könnte sehr schwierig werden, hatte das Problem bei sämtlichen mit der Flasche aufgezogene Skuddenlämmern, ich habe sie an Leute verkauft, die ein zahmes Schaf suchten, die waren dann auch sehr glücklich damit.

Grüße Alex
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Post#8by Conny » Thursday 7. April 2011, 08:51

Guten Morgen,

kann ich so nicht bestätigen. Meine Flaschenlämmer hatten nie Probleme eingegliedert zu werden, wenn man einige Punkte beachtet. Selbst meine handzahme Skudde, die nach einiger Zeit in der Herde gar nicht mehr so handzahm war, ist heute die Chefin der kleinen Herde.

So früh wie möglich mit dem Lamm auf die Weide der Schafe gehen, so dass die anderen das Kleine kennenlernen. Gute Hilfe wäre, wenn noch weitere Lämmer in der Herde vorhanden sind, mit dem es spielen kann. Natürlich bei dem Flaschenkind bleiben, damit es sich immer zu seinem "Ziehvater" zurückziehen kann. Nützlich wäre auch, wenn das Kleine, wenn es über den Berg ist, nachts mit in den Stall umziehen würde, evt. in einer kleinen abgetrennten Box oder ähnliches mit Blickkontakt zu den anderen, damit es den Stallgeruch annimmt (erleichtert die Integration ungemein).

Wenn es ca. 6 -8 Wochen alt ist und Gras und Heu mitfrisst sowie die Flasche nur noch ein bis zweimal täglich benötigt, kann man das Lamm gänzlich in der Herde belassen und es nur noch zum Tränken aufsuchen.

LG
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Post#9by gänseliebhaberin » Thursday 21. April 2011, 07:51

Also wir haben ja keine Soays aber bisher immer "andere" Schafe gehabt, bei insgesamt 30 gab es im Jahr etwa 1-3 Flaschenlämmer,
Meist haben wir es danns so gehalten dass sie die ersten 2-3 Tage+Nächte im Haus waren und dann wieder in den Stall zu den anderen gesetzt wurden (vorrausgesetzt es waren andere Lämmer vorhanden, konnten sich dort auch von den Großen zurückziehen!)

und somit sind sie dann mit der Herde groß geworden, und meistens morgens um 7 wenn ich auf dieToilette musste und den Spülvorgang abgeschlossen hatte habense geschrien wie am Spieß weil sie dann wussten ich komm mit der Milch :)

Da standen dann aber nicht nur die Flaschenlämmer vor der Tür, sondern meist alle Kleinen Lämmer :)
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Post#10by Vania » Monday 25. April 2011, 23:15

Die Integration in die Herde war bei uns auch nie ein Problem. Allerdings behalte ich meinen Bock (Flaschenkind von 2007) beim Füttern immer gut im Auge. Er kennt die Flasche immer noch!
Größere Probleme machten die Zauntreue und der Respekt vorm Hund. Das hat einfach länger gedauert als bei den komplett in der Herde aufgewachsenen Lämmern.

Unsere Flaschis bleiben je nach Witterung im Haus, mindestens 2 Tage, bei Kälte länger, da nur ein Offenstall zur Verfügung steht.
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Post#11by pattevogel » Tuesday 3. May 2011, 14:19

hallo,

wir haben mehrere soay´s mit der flasche groß gezogen. nach 5 monaten haben wir sie einfach wieder bei die herde gestellt. es gab weder probleme in der bockherde noch in der zuchtherde.

ein lamm konnten wir in einen kindergarten über unseren tierarzt vermitteln, wo es sich heute sehr grosser beliebheit erfreut. es ist immer noch handzahm und wird im geschirr täglich spazieren geführt.

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