Vegetarier und Schlachten.

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Vegetarier und Schlachten.

Post#1by Jaegertom » Tuesday 7. October 2014, 21:49

Nachdem wir laufend Gäste im Haus haben, davon 2 Vegetarier, die von unserer Idee überzeugt haben, stelle ich euch mal einen Brief ein,
der eine dritte Vegetarierin zum Besuch bei uns überzeugt hat.
Vielleicht hat jemand noch eine Idee dau, sowas würde ich gerne als Antwort auf Vegetarismus und Veganismus ind der Öffentlichkeit verwenden.

Liebe xxxxxxx,


Ich kann dich beruhigen, auf unserem Hof wird nicht viel geschlachtet.
Wir leben selbst mehr vegetarisch als dass wir Fleisch essen, auch auf Rücksicht auf unsere Mitgeschöpfe.
Aber es lässt sich nicht immer vermeiden, da wir einen geschlossenen Kreislauf anstreben.
Das heißt, wir erzeugen nicht mehr als unsere Flächen hergeben , und versuchen so wenig wie möglich Getreide zu verfüttern.
Wir züchten vom Aussterben bedrohte Nutztiere nach und arbeiten mit ihnen. Das sind Rassen, die in einer modernen Landwirschaft nicht mehr gebraucht werden aber teilweise tausend von Jahren des Menschen treueste Wegbegleiter waren, ihn ernährt und mit ihrer Wolle und Fell gewärmt haben.
Wir versuchen zwar, so viele Tiere unserer Nachzuchten lebend an andere Halter zu verkaufen, ist aber nicht immer möglich.
Weiterhin züchten wir um den Tierstamm immer wieder zu erneuern, da die Zuchttiere sonst zu alt und unfruchtbar werden.
So müssen wir uns dieses Jahr von 2 Schweinen trennen, die 5 und 6 Jahre alt sind und nicht mehr züchten. Um Jungtieren der Rasse einen Platz zu geben, da wir auch nur begrenzt Räume haben. Oder von einem Steir, der in der Pubertät böse geworden ist und somit zum Risikofaktor wird und für uns zu gefährlich.
Genetik wird nur durch Zucht und Erneuerung aufrechterhalten. Wenn wir diesen Kreislauf unterbrechen, haben wir eines Tages keine Jungtiere mehr und die Art stirbt aus.
Wir haben Ziegen von denen es auf der ganzen Welt nur noch 200 gibt.
Folglich wäre für diese Nutztiere ein Nicht -Essen fatal, da der tierstamm nicht erhalten werden kann.
So komisch wie es für dich klingen mag, sind diese Tiere nur dadurch zu retten , dass man sie verwertet und auch aufisst.
Wir züchten zB auch Hühner nach, sehr alte Rassen, und da fallen immer wieder Hähne an. Wir jagen sie nicht als Küken durch den Schredder, sie werden aufgezogen.
Sie dürfen mindestens ein Jahr wenn nicht gar zwei leben bevor wir uns entscheiden, ein paar von ihnen zu schlachten, weil sie sich sonst auch gegenseitig umbringen da Hähne sehr streitlustig sind.
Auch Rinder lassenwir ihre Kälber selbst aufziehen und alle sind sehr lieb. Da ein Rind aber nur Milch gibt nachdem es ein Kalb geboren hat, fallen dafür immer wieder neue Tiere an.
Wenn jeder sich zu einem Nichtverzehr entschließen würde, könnten diese viele Tiere bald gar nicht mehr untergebracht werden.
Dann würden sie wie zB die unnützen Hähnchenküken der Legehühner einfach ohne große Bekanntgabe durch Medien einfach massenweise getötet und zB zu Hunde und Katzenfutter verarbeitet, das jeder Tierhalter eigentlich wissen solte,
Wenngleich auch einige meinen , dass Hunde vegetarisch ernährt werden können, und in Kauf nehmen dem Hund dafür mit Zusatzvitaminen als Ausgleich für unnatürliche Ernährung gesund zu halten.
So trachten wir wirklich danach, den Kreislauf des Lebens in unserem Bauernhofsystem zu erhalten
Aber das könntest du auf unserem Hof sehen und miterleben, dass wir Tiere nicht ausnutzen und Massenhaltung mit Tiermord begehen.
Ich hoffe nun, dass dich meine Worte nicht total schocken.
Wenn du kommen möchtest, bist du herzlich willkommen.
Liebe Grüße
Tom


Die Antwort:
Tom,


Ich will nur sagen was Ihr macht ist super! Sie haben meinen Respekt! Ich freue mich auf die Arbeit.
Liebe Grüße
xxxxxxxx
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#2by Herwig » Friday 10. October 2014, 07:00

Ich bin diese ewige Diskussionen mit Veganern und Vegetariern echt leid.
Es wird so viel Unsinn verbreitet, dass ein veganes Leben mittlerweile zum hype herangereift ist. Wie so oft, werden die Menschen erst diesen Fehler in einigen Jahren einsehen.
Wenn ich das Angebot von veganen Schuhen, veganes Hundefutter oder veganes Shampoo sehe, zweifel ich an der Weitsichtigkeit der Menschen.
Sicherlich essen die Menschen zu viel Fleisch, ohne Frage. Wir sollten zurückfinden zum Sonntagsbraten und Fleisch bewusst genießen und wertschätzen.
Ein totaler Verzicht auf tierische Erzeugnisse von allen Menschen, würde uns in eine ökologische, gesundheitliche, globale und ethische Kriese nie dagewesenen Ausmaßes stürzen. Ich bin sogar der Meinung es würde einen Welthunger mit mächtigen Kriegen auslösen.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#3by Jaegertom » Friday 10. October 2014, 08:13

Natürlich könnte auch ich auf diese Blödsinnsdiskussionen verzichten.
Aber nun haben wir insgesamt schon 5 überzeugt, dass ihr Tun nicht das Richtige ist und kein Heilmittel darstellt.
Ich finde es besser, sich den Diskussionen zu stellen, natürlich macht es keinen Sinn bei religiösen Vegetarismusfanatikern, die anderen noch ihre Meinung aufzwingen wollen.
Das ist beinahe schon mit IS zu vergleichen, da bleibt kein Raum für freie Meinung.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#4by Claudia » Sunday 12. October 2014, 07:07

Herwig wrote:Ich bin diese ewige Diskussionen mit Veganern und Vegetariern echt leid.
Es wird so viel Unsinn verbreitet, dass ein veganes Leben mittlerweile zum hype herangereift ist. Wie so oft, werden die Menschen erst diesen Fehler in einigen Jahren einsehen.
Wenn ich das Angebot von veganen Schuhen, veganes Hundefutter oder veganes Shampoo sehe, zweifel ich an der Weitsichtigkeit der Menschen.
......



Das ist kein Hype, das ist Marketing der Lebensmittelindustrie die eine Modeerscheinung und oder die Gesellschaft in eine bestimmte Richtung lenkt um profitable Gewinne einzufahren.

Dazu kommt noch ein Haufen Ernährungsberater die sich diesem Konstrukt aus "gefälschten" Studien, neuen Richtlinien und "gesunden" Ernährungsempfehlungen gedankenlos hingeben und die Menschen in Rehas, Ernährungsberatungen, Diätkursen, Kochkursen dazu erziehen diesen Schwachsinn zu glauben.

Wie oft ich in dem letzten Jahr gehört habe das Fleisch (vor allem Schwein) generell ungesund sein(was ja auf das Industrieschweinefleisch zutreffen mag) und man doch lieber Geflügel (lecker Antibiotika) und Sojaprodukte (Gentechnik? Gibt es nicht) essen soll- ist unzählbar.
Studien die zeigen das bei einigen Krebsarten das Tumorwachstum durch den Verzehr von Sojaprodukten aufgrund der Hormonwirkung angeregt wird, fallen unter den Tisch und Forschungsprojekte bekommen wahrscheinlich keine Gelder um solche Studien voran zu treiben.

Gestern hörte ich einen schönen Begriff: Secondhand-Vegetarier - Das Gras für die Kuh-die Kuh dann für mich :biggrinn:
Seit gestern bin ich auch Vegetarierer :biggrinn:
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#5by rainer1 » Sunday 12. October 2014, 11:47

Hallo

Der ganze Vegetarier Veganer hyp ist so ein blödsinn und kann die Diskusionen nicht mehr hören.
Von wegen Gesund und so da hat Claudia recht das die Industrie uns sachen weis macht was gar nicht stimmt fleisch ist mit das Gesündeste Lebensmittel was es überhaupt gibt vorausgesetzt das Tier wurde vorher nicht mit Medikamenten vollgepumpt sondern ist gut aufgewachsen und Gesund.
Der Mensch ist nunmal ein Allesfresser und braucht auch mal fleisch 2 mal in der Woche.
Natürlich ist es auch so das wir zuviel fleisch essen gar keine frage aber zweimal die Woche muss schon sein und man isst ja auch Gemüse mit dazu und Salat und das ist die beste ernährung die ausgewogene und gesündeste Vegetarier leben nicht gesund auch wenn sie sich das einbilden.
Jeder gute Arzt Ernährungsberater sagt das der Mensch für eine optimale Ernährung auch fleisch braucht zweimal in der Woche.
Mein Arzt sagt immer Kalbfleisch ist das beste und gesündeste was es an fleisch gibt und man mehr Kalbfleisch essen sollte.

Das ist hut und wird auch mein Motto secondhand Vegetarier und werd das auch so halten ich sag immer ich esse doch meinen essen nicht das futter weg sprich selber sinn Graß für die Kuh und die Kuh für mich.
Irgendwie sind wir doch alle Vegetarier nur ist mir das Gemüse lieber wenn es schonmal durch einen Magen gegangen ist grins.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#6by Jaegertom » Sunday 12. October 2014, 11:54

Ich finde nicht, dass die Diskussion ein Blödsinn ist.
Immerhin müssen wir als Erzeuger uns der Thematik stellen.
Und was ist besser als mit unschlagbaren Argumenten?
Bis jetzt habe ich noch JEDEN Vegetarier in die Ecke gedrängt und sie mussten zugeben, dass das Verhalten zu überdenken sei.
Bei Veganern ist das eher sinnlos, aber das macht nichts, Soja macht unfruchtbar und irgendwann..........
Somit bleibt nur die Diskussion über die Lebensmittelproduktion durch Tiere.
Wenn mal man sieht oder zeigt, wie der geliebte gesunde Büffelmozzarella in Italien erzeugt wir, dann kann man Veggetariertränen sehen...
Männliche Kälber nicht mal getötet, vor den Augen der Mutter lässt man sie verhungern anstatt aufzuziehen...
Viel besser mal nen Büffelbraten essen und nen Käse weniger.
Das überzeugt.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#7by Herwig » Monday 13. October 2014, 06:58

Aufklärung ist das A und O. Bei Facebook gibt es schon eine Anti PETA Gruppe mit tausenden Mitgliedern.
Ich habe unzählige Diskussionen geführt, weil ich gegen Massentierhaltung aber gleichzeitig auch gegen PETA bin, eben kein Veganer oder Vegetarier.
Ich frage mich immer wie die Vegis ihre vielen Hunde ernähren?? Neulich vertrat eine Veganerin die Meinung, sie würde niiiemals ein Tier töten, nach meiner Aufforderung, einmal ihre Windschutzscheibe und Kühlergrill genauer zu betrachten, fügte sie das Wörtchen "absichtlich" dazu. Die Dame betreibt einen Gnadenhof. Nach meiner Frage ob all ihre Tiere keine Wurmkur bekommen und Bandwürmer oder Spulwürmer unwertes Leben sind und was sie denn machen würde wenn ihre Tochter mit Kopfläusen aus der Schule kommt, hat sie das Gespräch abgebrochen, mit dem Hinweis ich wäre unsachlich, aber das wäre für "Tierleichenfresser" ja typisch. Stimmt, antwortete ich das ist ebenso typisch wie die beleidigenden Vorwürfe der "Kompostfresser".
Immer wieder schlägt mir das Argument entgegen, man bräuche 7 kg Getreide um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, dieses rein theoretische Argument ist völliger Nonsens und wird einfach so platt übernommen. Ganz zu schweigen von der Tatsache das, rein rechnerisch, von jedem erzeugtem Brot rund 6 Scheiben in den Müll wandern etc. (diese 6 Scheiben Brot könnten Hühner andere Nutztiere schon zu Fleisch, Eier oder Milch veredeln) Danach folgt das Argument, das dadurch die Weltbevölkerung ernährt werden könnte! Dann sehe ich schon fast rot... Würden alle Fleischesser der Welt auf vegane Nahrung umstellen, gäbe es einen Welthunger von unvorstellbarem Ausmaß. Es wird immer vergessen von den vaganen Fachleuten, dass nicht überall, wo Gras wächst auch Getreide wachsen kann. Der Aufwuchs von Deichen, Mooren, Almen, Feuchtgebieten etc ungenutzt verloren. Ostfriesland und Bayern, Harz und Schwarzwald, sächsische Schweiz und die echte Schweiz alles riesen Hungergebiete. Ganz zu schweigen von den Massay oder Eskimos, die ihre selbstgeangelten Fische oder selbst gezüchteten Rinder nicht mehr essen dürften. Die versorgen wir dann kurzerhand mit dem Getreide aus eurem Vorgarten, in dem sonst die Hühner das ausgereinigte Getreide veredelt haben, und die Leute in den Steppen Russlands, Australiens auch. Schwierig wird es, die letzten Eingeborenen in Brasilien und Parguay etc. davon zu überzeugen, dass sie Urwald roden müssen und Getreide anbauen sollen, weil Fleisch schlecht für die Gesundheit ist. Sie werden kaum noch Urwald vorfinden zum Roden, weil der schon von Monsanto aufgekauft wurde um gentechnisch verändertes Soja anbauen zu können für die Eiweißversorgung der Weltbevölkerung. die Bildung wird den Bach runtergehen, man braucht Kinder und Lehrer für das Absammeln von Kartoffelkäfern und Nackschnecken von den Feldern, die possierlichen Tierchen müssen umgesiedelt werden in Schneckenreservate, dort werden die Tierchen mit großen Teilen der Ernte gfüttert. Nach wenigen Jahren der unkontrollierten Vermehrung überlässt man ihnen dann einfach die kompletten Felder zum Abfressen, weil man nun eben auch die Kinder braucht um die Kornkäfer aus den Getreidevorräten herauszusuchen.Die Armeen werden allerdings vorrangig mit Lebensmittel versorgt, weil man die braucht umd die Wildtiere von den Äckern fernzuhalten auf denen noch Nahrungsmittel angebaut werden. Einige Jahre geht das gut, dann haben die Wildtiere, mangels natürlicher Feinde, dafür gesorgt, dass die Wälder verschwunden sind, kein Aufwuchs war mehr möglich, der Mensch geht an Sauerstoffmangel ein und die Diskussion ums Fleisch essen wird sich endlich erledigt haben. Langsam können Affen wieder durch erhöhte Proteinaufnahme durch Schädlingsverzehr ein Gehirn ausbilden, das komplexe Zusammenhänge erfassen kann, in ein paar Hundert Jahren wird man der Meinung sein, das die Entscheidung, hin und wieder Fleisch zu essen falsch war... alles geht von vorne los.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#8by rainer1 » Monday 13. October 2014, 19:55

Hallo

Das es ohne Nutztiere nicht geht da sind wir uns doch einig und das sie auch geschlachtet und gegessen werden müssen davon lebt jeder Landwirt und Selbstversorger.
Und eine Ernährung ganz ohne fleisch ist auch nicht gesund das ist einfach so.
Aber die Diskusion mit Vegetarier die gehen ja noch aber mit Veganern ist sinnlos den die haben ansichten da schüttelt jeder halbwegs normaldenkenter Mensch nur den Kopf.
Und vorallem hab ich keine Lust mich zu beleidigen zu lassen weil ich fleisch esse und das Schlachten meine Arbeit ist wovon ich lebe und ich meinen Beruf als Metzger gerne mache.
Den man wird wirklich wüst beschimpft von Veganern die überhaupt keine Ahnung haben und nicht einsehen das es sein muss und das fleisch ja auch lecker und gesund ist.
Irgendwie sind das richtige Fanatiker und glaub denen gefällt ihr leben selbst nicht weil ihnen einfach was fehlt sprich fleisch oder so Normal diskutieren kann man nicht drum lass ich es den es bringt eh nichts.

Gruß

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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#9by Alex » Monday 13. October 2014, 23:06

Es wird im Allgemeinen schon viel zu viel Fleisch gegessen. Bei den Weidetieren bin ich schon auch der Meinung das sie sehr sinnvoll sind. Ob Kühe Ziegen oder Schafe, sie produzieren Milch und Fleisch aus Gras das wir nicht essen können. Aber bei Schweinen seh ich das ganze schon um einiges kritischer. Das Getreide, das meine Schweine i einem Jahr verspeisen, davon könnte ich mich mit meinen Kindern zehn Jahre lang ernähren, das ist einfach Fakt. Ich persönlich hätte höchstens genug Essensreste für ein Schwein und dann dürfte ich keine Hühner halten.

Ich persönlich habe immer ein Problem mit dem Schlachten, ich mache das hier jetzt schon zwanzig Jahre und es fällt mir noch genauso schwer wie beim ersten Mal. Ich gewöhne mich da null dran. Ich züchte halt leidenschaftlich gerne und da muss es eben sein. Aber sollte ich irgendwann meine Tierhaltung aufgeben würde ich wohl auch kein Fleisch, bzw. fast keines mehr essen, mir vielleicht zweimal im Jahr was vom Biobauern direkt holen. Und auf Wurst würd ich ganz verzichten. Da ich auf Milch und Eier einfach nicht verzichten könnte, werde ich wohl solange ich mich noch einigermassen aufrecht halten kann ein paar Hühner und Ziegen füttern;-)

Ich hab in letzter Zeit viel darüber nachgedacht und ich würde viel effektiver wirtschaften, wenn ich unsere Ernährung auf 80% pflanzliche Kost umstellen würde und neben etwas Geflügel nur entweder zwei kleine Kühe oder ein paar Ziegen halten würde. So könnte ich mich ganzjährig aus dem Garten ernähren und hätte noch Milch und Eier und gelegentlich mal ein Stück Fleisch. Und nicht diese ganzen Kosten, wie im Moment. Ich hab mir letzten Freitag beim Biobauern meinen Getreide u. Kartoffelvorrat für mich und die meinen hier für das nächste halbe Jahr für schlappe 60 Euro geholt, das würde meinem ganzen Viehzeugs keine zwei Wochen reichen. Sicher produziere ich nicht nur für uns, aber so sehr viele Leute ernähre ich jetzt nicht grad mit.

Im Moment fressen unsere Mastschweine und die Autos hier den Regenwald und nicht die Veganer.

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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#10by Jaegertom » Monday 13. October 2014, 23:26

Das ist auch was viele falsch machen.Warum zieht man Schweine auf, die einem die Haare vom Kopf fressen?
Unsere KuneKune haben den GANZEN Sommer nur Gras von Wieden, die keiner will. Davon machen wir Silage für den Winter. Dazu bekommen sie noch Restbrot von uns, selbst gesameltes Obst und Gemüse aus Abfällen, die keiner mehr verkaufen will.
Es liegt viel an der Auswahl der Extensivrassen um das plausibel zu machen.
Auch ich hätte Probleme mit Schweinen, die eine Menge Getreide brauchen. Das einzige Getreide bekommen bei uns Hühner und Ziegen im Winter Rübenschnitzel, die ebenfalls auds der Resteverwertung kommen.
So können wir sagen, dass wir zu 95 % etwas aus Dingen produzieren , dfür das sonst kein Bedarf oder Interesse besteht.
Somit fällt unsere Ökobilanz unschlagbar zum Nachteil der Vegetarierargumente aus. Somit nehmen wir niemanden Lebensmittel weg, um unseren Bedarf zu decken, im egenteil, wir schießen die 95 % abzüglich unseres verbrauchten Eigenanteils der Welternährung zu.
So positiv kann keinerlei Getreideproduktion stattfinden.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#11by Herwig » Tuesday 14. October 2014, 06:53

Vegetarier sind Kälbchenmörder! Weil sie wohl die Milcherzeugnisse essen wollen, aber nicht die Konsequenz daraus tragen wollen. Wer Milch konsumiert und kein Rindfleisch isst, verurteilt Kälber zu einem Abfallprodukt!!!! Abfallprodukte werden nicht gewertschätzt, um dann keine Kosten zu verursachen müsste man die im Jungtieralter töten und entsorgen (wie Büffelkälber heute schon). ....Toolle Aktion. Da sind mir die Veganer dann lieber.
Allerdings dürfte ich dann auch so vieles nicht essen und gebrauchen, es geht ja nicht nur um Fleisch und Lederschuhe, Daunendecken etc. Marmelade, Honig, Äpfel, Tomaten alles Tabu weil auch dort die Bienen ausgenutzt werden. Getreide mit Pferdezug erzeugt ist ebenfalls tabu etc. Veganes Leben bedeutet verzicht überall, kein Wollpullover kein Seidenschal keine Bürste mit Schweineborsten und natürlich auch keine Gelantine. Homöopatische Globulis weitenteils unbenutzbar usw. Wo ist da der Schlussstrich?? Hat schon mal jemand Salat mit Zitronensoße gegessen, das glasklare wässerige Dipp als Rest in der Schüssel betrachtet?? Zig Blattläuse dümpeln darin, das ist echt nicht vegan.
Schweine werden heute falsch gehalten, sie könnten komplett mit Abfall gefüttert werden, es sozusagen veredeln. Ich habe für meine Schweine noch nie Getreide verwendet. Ich bekam sogar den Rasenschnitt meines Nachbarn geliefert. Vom Biogärtner bekam ich alles was Freitags vom Markt zurückkam. Vom Biobäcker ebenso. Ich habe per Jahr bis zu 10 Schweine hochgefüttert ohne das sie Mensch oder Umwelt etwas weggefressen hätten.
Kartoffeln, Zuckerrüben, Möhren etc. habe ich den Erntemaschinen hinterhergesammelt. Alles Dinge die auf dem Acker verkommen würden.
Jeden Tag Brennessel gemäht, Fallobst gesucht etc.
Man muss aufpassen, dass man nicht in den Sog der "Massenerzeugung" kommt, so lange man wirklich nach dem Motto lebt, Selbstversorgung mit Überschußvermarktung gerät man auch nicht in die Situation, dass man drauflegt. Füttert man nur ein Schwein, fällt echt genug Abfall an. Für jedes weitere Schwein muss man Aufwand betreiben. Aber Hand aufs Herz, mehr als ein Schwein haben wir auch nicht im Jahr aufgegessen gekriegt, kamen ja noch Hühnchen, Enten , Gänse, Schaf- und Ziegnlämmer dazu, dann alle zwei Jahre einen Ochsen. Das schafft man doch gar nicht wenn man ziemlich wenig Fleisch isst wie wir. Wir leben nach dem Motto: Einmal per Woche gebratenes Fleisch, Wurst und Käse öfter aber nicht täglich, eher nach Verfügbarkeit.
Wer dann noch selber käst hat es richtig gut, ich habe sogar das weiße Spülwasser des Melkgeschirrs verfüttert. Bei mir kam alles zu den Schweinen,die Schiereier aus der Brutmaschine, die steckengebliebenen Küken ebenso, wie faule Gänseeier, alles wurde veredelt. Nachgeburten der Ziegen und Schafe, sowie die Schlachtabfälle vom Geflügel.
Wenn die Zuckerrüben geerntet wurden, bin ich alle zwei Tage mit dem Autoanhänger los und habe die gehächselten Blätter aufgeladen, die Rüben ebenso. Das habe ich mehrere Wochen gefüttert.
Im Sommer haben meine Schweine gar nicht alles fressen können was ich bekam, Kartoffeln, Gras etc. habe ich seliert. Große Plastikfässer mit gekochten Kartoffeln gefüllt, festgestampft, Deckel drauf, fertig.
Den Rasenmäherkorb habe ich einen Tag stehen lassen, am nächsten Tag in einen Müllsack gefüllt, Luft rausgedrückt, fertig war die Wintersilage.
Es gab keinen Verwandten oder Nachbarn, der mir nicht sein Altbrot, Kartoffelschalen oder Gemüsereste an die Tür gestellt hat. Die wurden auch alle mal mit Eiern oder einer Dose Wurst bedacht. So ein Netzwerk ist Gold wert. Mein einer Nachbar ist Angler, der sammelte sogar die Fischköpfe und Schlachtabfälle beim Angeln, so gab es immer etwas zu füttern.
Auf jeder Party oder Familienfeier war es völlig klar, Brotreste und Reste vom Kalten Büffet nimmt Herwig mit etc.
Als wir die Schweineahltung aufgaben, war es echte Arbeit, diese Gewohnheiten zu kanzeln.
Ich habe die Schweinehaltung aufgegeben, wegen gesundheitlicher Probleme, nicht etwa weil ich die Schweine nicht mehr ernährt bekommen habe.
usw, usw
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#12by Claudia » Tuesday 14. October 2014, 06:58

Alex wrote: Aber bei Schweinen seh ich das ganze schon um einiges kritischer. Das Getreide, das meine Schweine i einem Jahr verspeisen, davon könnte ich mich mit meinen Kindern zehn Jahre lang ernähren, das ist einfach Fakt. Ich persönlich hätte höchstens genug Essensreste für ein Schwein und dann dürfte ich keine Hühner halten.

Alex



Da gebe ich Jägertom recht - warum werden Schweine gehalten die Getreide fressen/brauchen?
DAS ist unser und wahrscheinlich auch dein Problem, die mastintensiven Hybriden, die Unmengen Futter brauchen.Selbst Mixe mit einer alten Rasse, tragen die Genetik in sich.

Ich hab Bentheimer und Wollschweine zur Mast gehabt, Die Bentheimer sind etwas mastintensiver als die Wollis, wachsen aber auch schneller - aber beide Rassen brauchen definitiv kein Getreide- im Gegenteil die Fleischqualität würde deutlich nachlassen (gibt es Studien zu)
Die brauchen zusätzlich zum Gras/Heu ausschließlich Futter das sonst in der Biogasanlage bzw Müllentsorgung landen würde: Kartoffeln aus Rücklauf und Überproduktion, Überrüben, Gefriergetrocknete Früchte, Schosserrüben, Eicheln.Brot fütter ich nicht, weil es ist auch Getreide mit Einfluss auf die Fleichqualität.

Einzig meine laktierenden Sauen bekommen für einen kurzen Zeitraum etwas (0,5 kg) Getreide dazu, wenn die Ferkel zuviel ziehen, weil sie auch lange dranbleiben, aber auch das ist Futtergetreide, welcher nicht den Qualtitätskriterien des menschlichen Verzehrs genügt.

Früchte und Kartoffeln sind überwiegend Bioqualität und sind Lebensmittel die für den menschlichen Verbrauch (Joghurts, Müsli)gedacht waren und aus meist administrativen oder politischen Gründen nicht verwendet werden können und so als Abfall deklariert werden. Das Füttern dieser Lebensmittel ist für mich mehr Bio im Sinne von Nachhaltig als Bio-erzeugtes Getreide für Hybridschweine in Biobetrieben.

Meine Schweine machen aus Abfall wunderbares Fleisch und nicht ein Krümel davon wurde extra für die Tierfütterung erzeugt- sondern alles für den Menschen der es nicht braucht, weil er zuviel hat oder die Qualität nicht ausreichend ist..
Dieses Jahr ist - hier in der Region - ein absolutes Kartoffel-Überschussjahr. Wenn ich die Zahlen höre mit kleinen /mittleren Betrieben die locker 80-100 Tonnen Überschuss haben, der ihnen nicht abgenommen wird, weil die Quote erfüllt wird- finde ich das schon eine beachtliche Menge mit der man viele Schweine und wahrscheinlich auch Rinder, Schafe fett bekommt.
Leider werden die Hybriden nicht alt genug um Rohe Kartoffeln verdauen zu können, die Futteranlagen sind auch wenig kartoffeltauglich und Spaltenböden laden auch nicht zum fressen ein- so das ein großer Teil dieses Lebensmittels in Biogasanlagen landen wird.

Ich für meinen Teil bekomme jetzt für dieses Jahr noch Angler-Sattler-Ferkel und Bentheimerferkel zu meinen Wollis, bei den günstigen Futterpreisen lohnt sich das. Dann kann ich auch geschmackliche Vielfalt verkaufen.

Wie gesagt das Problem ist nicht das Schwein an sich- sondern die Rassen die genommen werden.
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#13by legasp96 » Tuesday 14. October 2014, 18:12

Sich vegetarisch gesund zu ernähren ist überhaupt kein Problem.

Ich will die ja wirklich nicht verteidigen, aber man muss schon ehrlich sagen das vegetarisch und vegan ein riesen Unterschied ist.


Vegetarier sind für mich viel schlimmer als Veganer! Vegetarier unterstützen die Massentierhaltung massiv, da sie nur die Tierendprodukte verzehren und das Tier selbst nutzlos sterben müsste, würden die Fleischesser es nicht verzehren.

Vegetarier sind Kälbchenmörder! Weil sie wohl die Milcherzeugnisse essen wollen, aber nicht die Konsequenz daraus tragen wollen. Wer Milch konsumiert und kein Rindfleisch isst, verurteilt Kälber zu einem Abfallprodukt!!!! Abfallprodukte werden nicht gewertschätzt, um dann keine Kosten zu verursachen müsste man die im Jungtieralter töten und entsorgen (wie Büffelkälber heute schon). ....Toolle Aktion. Da sind mir die Veganer dann lieber.


eben!
Grüße
Monika
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#14by rainer1 » Tuesday 14. October 2014, 20:07

Hallo

Genauso ist es wie ihr schreibt und seh daf genauso-
Aber was bringt es die Veganer und Vegetarier intresieren diese argumente gar nicht und es ist ihnen egal was man sagt und damit ist die Diskusion dann auch sinnlos.
Und mir kann keiner erzählen das eine Vegane ernährung ohne Tierprodukte gesund ist.
Schau dir doch mal die Veganer und Vegetarier an kenne ein paar die sind alle Kreidebleich und wenn es ans Arbeiten geht viel schneller platt weil einfach die Energie fehlt vom Fleisch ab und an mal.
Und ich hab auch schon Diskussionen geführt und lass es mitlerweile weil es bringt eh nichts die Denken nicht um sondern werden eher beleidigtent und man muss sich als Mörder Leichenfresser Kadaverfresser ect beschimpfen lassen wo sind die den tolerant gar nicht.
Drum lass ich die Diskusionen weil darauf hab ich keine Lust immer das gleiche zu hören ohne einsicht wenn man selbst was sagt und man dann immer der böse ist.

Gruß

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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#15by Alex » Tuesday 14. October 2014, 23:40

Also meine Schwäbisch Hällischen, auch die reinrassigen kann ich nicht nur mit Gras hochziehen, dass geht nicht. Im Moment hab ich auch Fallobst, Brennessel, Gras auch mir bringen die Nachbarn Altbrot und in der Arbeit steht mittlerweilen ein Schweineeimer für mich. Aber nur damit bekomm ich sie nicht satt, wenn das ganze Fallobst wegfällt. Ich hab jetzt ewig nach nen Bauern gesucht, der mir zu einem halbwegs annnehmbaren Preis Futterkartoffeln verkauft. Weil im Winter wirds eng. Bei uns ist das ganz schlecht. Rübenschnitzle sind bei uns schon seit Mai ausverkauft, da hab ich ziemlich blöd geguckt.

Ich bin auch weder Veganer noch Vegetarier aber ich muss nicht ständig Fleisch haben und nach meiner Erfahrung nach ist Fleisch, sowie es ich produziere einfach teurer und aufwendiger als Gemüse, gut vielleicht mach ich ja was falsch, aber es ist eben so. Ich esse auch gern mal nen Lammbraten oder ne Ente auch meine Wurst ist lecker, aber ich brauch es nicht dauernd und im Sommer, wenn der Garten voll frischem Gemüse ist, dann greif ich lieber zur Tomate aufs Brot. Wir essen auch nur zweimal in der Woche Fleisch plus Wurst, aber zwei Schweine machen wir mind. platt im Jahr, zusätzlich noch Ziege Lamm und Geflügel, Im Winter logischerweise mehr als im Sommer, da ess ich meinen Schweinen die Brennesseln weg.

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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#16by rainer1 » Wednesday 15. October 2014, 12:42

Hallo

Ganz ohne geschrotetes Getreide geht es mit Sicherheit nicht Schweine zu halten um die auf ein vernünftiges Schlachtgewicht zu bringen den etwas fett sollten sie schon haben.
Ich muss auch nicht jeden Tag fleisch unbedingt haben aber bei mir bringt es halt der Beruf mit sich als Metzger da ich ja meine Wurst und so probieren muss das sie gut wird.
Ich weis ja nicht wieviel personen ihr seit Alex aber ich kann dich beruhigen im durchschnitt isst jeder Deutsche ein Schwein im Jahr 30kg Rindfleisch 15 kg Geflügel und ca 18 kg anderes Fleisch sprich Lamm Kaninchen Wild ect also im schnitt ca 143 kg fleisch im Jahr.
Ein Braten ist einfach mal was feines egal ob Schwein Rind Lamm ect und würde darauf nie ganz verzichten können.
Alex du sagst dir fällt das schlachten immer noch schwer und das glaub ich dir gerne den es ist auch bei mir so obwohl ich es ja fast jeden Tag mache aber man gewöhnt sich schon dran so das man nicht mehr so drüber nachdenkt und es routine ist habe ich aber immer den respekt vor dem Tier was Sterben muss und schaue das es ohne Stress und Leid geht.
Ich hab mal kurz im Schlachthof gearbeitet der Verdienst da als Kopfschlächter war richtig gut aber ich konnte es nach ein paar Monaten nicht mehr ertragen emotional und hab wieder in einer kleinen Metzgerei angedangen wo man noch das Tier sieht und Respekt hat im Schlachthof ist es einfach nur Ware das Vieh wie ein Stein und das konnte ich nicht ertragen.
Jetzt in der Metzgerei verdiene ich zwar weniger aber der Beruf macht wieder spass weil man eben was gutes produziert und man den Respekt vorm Tier und dem Leben wieder hat auch wenn ich haltnunmal auch töten muss das gehört halt mit dazu aber da geht es ruhig zu ohne Leid und das ist das schöne.
Wenn wir Rinder schlachten oder ein Kalb fliesen fast Tränen und es ist im Schlachthaus richtig still bis das Tier Tod ist aber es gehört halt mit dazu auch das unangenehme Töten was niemand gerne macht auch ein Metzger nicht die Fleischverarbeitung die macht aber richtig spass dann und mag meine Arbeit.
Und das es eben sein muss sollte jeden klar sein und jeder isst nunmal auch gerne fleisch bis auf ein paar wenige.

Gruß

Rainer
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#17by Alex » Sunday 19. October 2014, 00:22

Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#18by Claudia » Sunday 19. October 2014, 04:59

Ist doch schön wie Studien manipuliert werden können. da wurden 2700 kcal Bedarf angesetzt und damit gerechnet.
Wo bitte schön haben die diese Werte her?
Die DGE hat da andere Empfehlungen:
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Wäre schon mal ein guter Ansatz
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#19by Fuhrmann » Sunday 19. October 2014, 09:42

Im WWF Living Planet 2014 Bericht wird berichtet, dass wir Deutsche 6 Mio ha ausserhalb unseres Landes nutzen um uns zu versorgen.

Interessant finde ich die Zahl von 6 Mio ha, die wir Deutsche ausserhalb unseres Landes nutzen um uns zu versorgen.
Diese Zahl ist mir vorher nie begegnet.

Also 17 + 6 Mio ha = 23 Mio ha
bei 80 Mio. Einwohner braucht jeder 2875 m² zur Ernährung !

Schaut man Pommeresche/Hitschfeld/Dr. Feist an, dann braucht Feist 333 m² je Person bei 12 Min. täglicher Arbeitszeit.
(2000 m² bei 71 Min täglich für 6 Personen)
Ergo braucht die moderne Landwirtschaft fast 8,5 mal so viel Fläche. Quasi eine Bankrotterklärung.

Wobei ich der Meinung bin, dass wir nicht auf Fleisch verzichten müssen.
Es wird immer Abfälle geben, die wir verfüttern können.
Grünland wird als sehr wichtiger Bestandteil zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit gesehen und Tiere können das eben gut in Nahrungsmittel umsetzen.
Und wir sollten uns so regional wie möglich ernähren, darum lieber ein Stück Fleisch aus dem Ort, als Tofu von abgeholzten Regenwaldflächen aus Südamerika.
Ich denke wenn wir den Fleischkonsum auf ein gesundes Maß reduzieren ( Empfehlung der DGE) dann sieht es schon recht gut aus.

Aber es ist eben einfacher Fleisch zu produzieren als schmackhafte pflanzliche Nahrung.

Vlt. brauchen wir auch wieder die Mehrnutzen-Rassen:
Lege- + Fleischhuhn
Zug-Milch-Fleisch Kuh !

Neben Pommeresche ist das Buch FoodCrash von Löwenstein eine sehr gute Informationsquelle.
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[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#20by rainer1 » Sunday 19. October 2014, 12:13

Hallo

Keiner muss auf fleisch verzichten bei uns und jeder kann soviel fleisch essen wie er will.
Nur müsste mal das System umgestellt werden den wir brauchen keine Futtermittel aus Südamerika oder Argentinisches Rindfleisch sprich Steak oder Neuseelandlamm ect das gibt es alles auch bei uns und ich sage sogar in einer besseren Qualität.
Das ist eine reine frage der Nachhaltigkeit was angebaut wird denn bei uns wächst fast alles und wir hätten genug futter.
Das ganze ist halt mit mehr Arbeit verbunden für die Landwirte sprich wieder Kartoffeln Rüben Erbsen anzubauen das ist das problem.
Und keiner denkt mehr an die eigenversorgung es wird alles im Supermarkt gekauft obwohl die meisten selbst einen kleinen Gemüßegarten anlegen könnten so wie es früher überall war wer hat den heute noch einen Gemüsegarten die wenigsten.
Und dann hat sich doch früher fast Jeder ein paar Hühner Hasen Enten Gänse zwei Lämmer und ein Schwein selbst gehalten für den eigenverbrauch zum selber schlachten macht heute auch fast niemand mehr auch auf dem Land nicht wo jeder die möglichkeit dazu hätte das ist das problem.
Schaut doch mal rum heute verfault das Obst von unseren Bäumen weil die meisten zu faul sind es zu nutzen und kaufen sich lieber die Äpfel Birnen Zwetschgen Kirschen ect anstatt das bessere natürliche Obst zu verwerten.
Früher hat man selbst Apfelsaft Most gemacht und eingeweckt das Obst oder eingefroren heute wird alles gekauft und was übrig war ist an die Tiere verfüttert worden wo wir dann wieder fleisch davon hatten nur die Arbeit will keiner mehr machen das ist das problem lieber läst man es verfaulen und kauft es sich wo keiner weis was drin ist im gekauften anstatt auf unsere produkte zu setzen was daheim wächst und man weis was man isst und es auch günstiger und gesünder ist.
Drum sag ich ja immer wir müssen wieder nachhaltiger denken und bereit sein die Arbeit zu machen dann wäre das ganze problem gelöst jeder hätte wieder mehr respekt vor Lebensmittel wenn man dafür arbeitet und es würde nicht die hälfte weggeschmissen so wie heute.
Und das müssen wir wieder hinkriegen dann muss auch niemand auf irgendwas verzichten und es ist genug da bei uns und müssten nichts oder nur wenig Importieren und halt Saisoional essen ich brauch keine Erdberren z.b an Weihnachten da gibt es halt dann die eingefrorenen Apfel wo man gelagert hat ect.
Und dann wird immer gejammert das kein Geld da ist weil man alles kaufen muss anstatt selbst was anzubauen wo man die hälfte sparen könnte.
Heute wird immer der einfachste weg gegangen anstatt wieder nachhaltiger zu wirtschaften und das ist das problem.

Gruß

Rainer
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#21by Glanviecher » Sunday 19. October 2014, 20:19

Hallo Mettbrötchen,

Rainer meint wohl Futter- und nicht Zuckerrüben.

Kartoffeln gibt man an den Endverbraucher ab, der Qualität zu schätzen weiß.

Gruß
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#22by rainer1 » Sunday 19. October 2014, 20:50

Hallo

Genau das meine ich einfach wieder für sich selber für den eigenverbrauch anbauen sprich einen Gemüsegarten und sich ein paar Viehcher halten für den eigenverbrauch wo man locker das futter aufbringen kann ohne draufzuzahlen den man hat immer reste und flächen wo das möglich ist.
Gerade auf dem Land wäre das möglich aber die wenigsten machen es noch weil ihnen die Arbeit zuviel ist und haben ein denken für den Aufwand kann ich es auch kaufen.
Wenn ich es alleine bei uns im Dorf sehe früher hatte jeder einen Gemüsegarten für die eigene familie heute machen die meisten keinen Garten mehr und säen ihn ein als Rassen weil ihnen die Arbeit zuviel ist und denken für den Aufwand und Arbeit kauf ich es lieber und das ist das verkehrte denken finde ich und wenn man ehrlich ist die bessere Qualität und Geschmacksmäßig ist es aus den eigenen Garten viel besser aber das wird vergessen.
Und mit den Küchenapfällen was ja nicht schlecht ist kann man ein paar Hühner halten und hat eigene Eier und auch mal ein Suppenhuhn als beispiel aber die Menschen sind zu beguem geworden das zu machen.
Selbst in der Stadt hat man möglichkeiten freilich nicht die Masse aber doch einige sich auf den Balkon ein paar Tomaten oder so anzubauen was man schon nicht mehr kaufen muss.
Oder auf dem Land ein paar Kaninchen halten die man dann schlachtet für sich und keine kosten verursachen den an jeden wegesrand kann man das futter dafür haben und vorm Winter schlachtet man sie dann halt.
Die Leute sind zu faul geworden es kann doch heute fast keiner mehr schlachten sprich Kaninchen oder Hühner früher vor 20 Jahren konnte das jedes Kind auf dem Land aber heute gilt ja das als eklig und Grausam und kaufen sich lieber das Hühnchen aus Massentierhaltung eine gequälte Kreatur und wird weggeschmissen weil man keinen bezug mehr hat das eigene schmeist man nicht weg weil man eben weis woher es kommt und was es für ein Aufwand war bis es soweit ist und man automatisch mehr respekt hat niemand will sich halt mehr die finger schmutzig machen.
Und da liegt das problem und da müssen wir wieder umdenken verzichten muss niemand auf was deswegen und es ist nachhaltig und man braucht sich keine sorgen machen was man isst und die ganzen Lebensmittelskandale können einen am Po vorbeigehen wenn man weis woher es kommt den aus den eigenen Garten oder die eigenen Kaninchen z.b da weis man das sie nicht mit irgendwas behandelt wurden und kann es geniesen.

Gruß

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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#23by legasp96 » Sunday 19. October 2014, 21:52

Die Leute sind zu faul geworden es kann doch heute fast keiner mehr schlachten


Mit zu faul hat das eher weniger zu tun. Ich sehe es hier, das die Menschen arbeiten gehen um ihr Haus abzubezahlen und sich Urlaub gönnen zu können. Die Kinder bekommen Spielzeug bis die Kinderzimmer aus den Nähten platzen. Ich denke es hat eher damit zu tun, das man keine "schmutzige" Arbeit mehr machen möchte. Wenn man Tiere hat, dann hat man Dreck unter den Schuhen bzw. Fingernägeln, und wenn man frisch gestylt morgens den Hühnerstall öffnen muss, dann ist das vielleicht nicht so angenehm bei Wind und Wetter.
Schlachten können noch Einige hier im Dorf und bei denen könnte man es lernen, wenn man denn wollte.
Nach der Arbeit noch Gemüsegarten? Das geht nicht, denn dann müssen die Kinder zu verschiedenen Aktivitäten (Musikschule, Fußball, Ballett, Reiten ...) gekarrt werden. Das ist zwar alles sehr schade, aber wie soll es anders gehen? Die Kinder gehen irgendwann in die Kreisstadt aufs Gymnasium und wenn sie immer nur zuhause waren, dann können sie nicht mehr mitreden, da die Kreisstadtkinder ganz andere Erfahrungen haben. Es sei denn man ist als Eltern bereit seinen Kindern so ein großes Selbstbewußtsein zu geben, das sie ihre Meinung durchsetzen können. Das würde aber bedeuten, das nicht beide Elternteile arbeiten gehen.
Grüße
Monika
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#24by Alex » Sunday 19. October 2014, 22:17

Wie oben beschrieben ist dieses Leben wirklich sehr schwer, ich habe vier Kinder, von denen zwei in die weiterführende Schule gehen, ich gehe morgens vor der Arbeit melken, meine Kinder, ich hab es auf die Schiene versucht, dass meine Mittlere z. B. ein Referat über Nutztierarchen hielt und ich ein Ferkel mit in die Schule brachte, so bekommen sie auch Aktzeptanz, allerdings hat keines meiner Kids einen großen Freundeskreis, einfach weil sie mit den anderen ihrer Sicht auf die Welt nicht klarkommen. Sie haben wenig aber passende Feunde. Im Urlaub waren wir noch nie, nicht mal drei Tage, ich hab einfach keine Vertretung für den Hof, das finden wir sehr schade, wir wären so gerne mal alle zusammen ans Meer gefahren. Aber ich kenne niemanden der Melken kann und Zeit hat, das in der Kombi ist schwierig. Ich frage die Vokabeln stellenweise beim Melken ab usw. Der Spagat mit der Moderne und alter Lebensweise ist oft mehr als anstrengend. Meine Kinder wissen warum wir das machen, sie essen z. B. kein Fleisch aus konventioneller Haltung, wenn es nicht sein muss. Versuchen Plastik zu vermeiden, probieren grade meine alternativen Zahnputzpulver,usw. freiwillig, ich zwinge niemanden dazu.

Alex
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Re: Vegetarier und Schlachten.

Post#25by Herwig » Monday 20. October 2014, 06:55

Darum Alex, genau darum kannst DU stolz sein auf deine Lebensleistung, du gibst Deinen Kindern etwas mit, was kaum ein anderes bekommt. Es ist nicht wichtig was Deine Kinder heute nach Außen weiter geben, die Freundschaften die sie nun haben sind weniger oberflächlich, Urlaub werden sie später genießen können und beginnen sich zrückzusehnen.
Bei unserer großen Tochter war es so, sie hat bheute ein kleines Häuschen mit einem eigenen Gemüsegarten einige Hühner etc. Kaum eine Anschaffung, die sie nicht mit uns bespricht. Ihr Mann zieht mit, kümmert sich um Hühnerstall etc. Obwohl er eingefleischter Städter ist, hat er neulich selbst einen Hahn geschlachtet etc. (er ist eigendlich Jurist...) Nun haben sie auch Kaninchen, weil sie es wichtig finden das Kinder mit Tieren aufwachsen und den Lauf der Dinge kennen lernen und gesund leben.
Plötzlich stelle ich dann fest, dass all die Dinge, die ich in meinem Leben für wichtig erachtet habe in ihr verankert sind, sie genau das an mein Enkelchen weitergibt. Es gab auch eine Zeit des Auf- und Ausbruchs in ihrem Leben, aber nur wenige Jahre. Das lässt mich sehr zufrieden zurückschauen.
Wir waren auch nicht gemeinsam im Urlaub am Meer, aber haben viele Wochenenden gemeinsam am Lagerfeuer, offenen Grill, mit Freunden etc. verbracht. Noch heute redet sie von unseren Nächten am Lagerfeuer, Stockbrot und Sternschnuppen. Wenn sie bei uns zu Besuch ist, will sie immer unbedingt Lagerfeuer machen mit ihrer Tochter und sich ans Feuer kuscheln, so wie wir damals.
Sie hat Sehnsucht nach unserem Brot, Fleisch und Eintopf...
Unsere Tochter hatte eine beste Freundin, heute, mit 33 ist es immer noch ihre beste Freundin... Man braucht nicht viele Freunde sondern die richtigen, das ist viel wichtiger.
Meine Tochter bekam mit 12 eine eigene Ziege war die einzige die melken konnte in der ganzen Schule, schrieb in der Schule ihre Aufsätze darüber wie wir mit einem Esel wandern gehen und machte ihr erstes Schulpraktikum in einer Ziegenkäserei.
Wir fanden es auch alles anstrengend, aber, wir ernten heute dafür die Anerkennung von ihr.
Langsam reduziere ich unsere Tierhaltung auf das Maß unseres kleiner werdenden Haushalt und angepasst an meine körperliche Leistungskraft.
Unsere jüngste Tochter ist traurig darüber, dass ich die Kaninchen abgeschafft habe, spricht unentwegt davon, dass sie nach dem Studium bei uns wohnen möchte und dann wieder Kaninchen anschafft. OTon: "Schmeiß bloss die Kaninchenställe nicht weg, die brauch ich dann!"
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