Kaufland geht mit gutem Beispiel voran

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Kaufland geht mit gutem Beispiel voran

Post#1by Conny » Sunday 17. January 2010, 17:29

Kaufland verzichtet gänzlich auf den Verkauf von Käfigeier bzw. Eiern aus Kleingruppenhaltung.

Es werden ausschließlich Eier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung verkauft.

Ferner wird kein Gänse- oder Entenfleisch aus Stopfmast oder Lebendrupf angeboten.

Bei Kaninchen suchen sie nach einer Alternative zur gängigen Käfighaltung. Kaninchenfleisch aus Bodenhaltung kann man daher derzeit nur in einigen Kauflandmärkten in Baden-Würtemberg erhalten.

Auch der Fisch liegt Kaufland am Herzen und steht für ein verantwortungsbewusstes Händeln ein. Beim aktuellen Greenpeace Fish-Ranking landete Marktkauf auf dem ersten Platz.


Ich finde, das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung.

LG
Conny
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Post#2by klosterbauer » Sunday 17. January 2010, 19:05

Aber auch:
Kaufland entdeckte purland und stritt so lange mit dem BLE, bis jeder weiß, wo purland gibt (eigenes Rindfleisch-Etikettierungssystem gibt es üblicherweise nur bei deutlicher Kennzeichnung der Ursprungsregion). Wir als kleine Regionalvermarktung werden fast k.o. kontrolliert, uns so ein großer ...

Kaufland bietet auch die extrem günstige Milch ...

Zu der Handelskette fiel mir so einiges ein. Ich denke, grundsätzlich gibt es bessere Wege als beim Discounter oder Megasupermarkt einzukaufen -z.B. bei inhabergeführten Regionalmärkten. Bei uns listet viele Edekas regionale Produkte mit Qualitätsanspruch, haben ebenso die Bioschiene .... (ist bei Tengelmann etc. ähnlich).

Nicht für ungut, Conny - aber Dein Post liest sich wie ein Kaufland-Werbeblock. Und dem kann ich so gar nicht zustimmen, diese Handelsstrukturen machen viel der bäuerlichen Vermarktung kaputt.

Das ist meine Sicht der Dinge, darf hier ja auch rein.

Beste Grüße aus dem Bergischen von
Peter
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Post#3by Bartkaninchen » Sunday 17. January 2010, 20:07

Hallo Peter,
geh mit Conny nicht so schwer ins Gericht. Kaufland hat dafür heute eine ganze Seite des Werbeprospektes genutzt. Für alle Endverbraucher hört sich das ja auch prima an und niemand regt sich auf, dass die Eier, die vormals 89 Cent gekostet haben, jetzt 1,29 € kosten. Mir stellt sich aber die Frage wo die Eier bleiben die bisher aus Legebatterien gekommen sind. Die haben doch nicht alle Hühner sofort aus der Haft entlassen und sie auf die grüne Wiese zwischen den Ställen gestellt.
Was ich gut finde ist die Initiative von EDEKA, die inzwischen auch vermehrt Produkte aus der Produktion von regionalen Anbietern in ihre Regale nehmen.
Einen schönen Abend noch !
LG ! Ralf !
"Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.”

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Post#4by Alex » Monday 18. January 2010, 00:43

Hallo,

die Eier aus Käfighaltung landen in Nudeln Backwaren usw. da denkt der Käufer dann gar nicht daran, daß er Lebensmittel kauft mit "gequälten Tieren" drin.

Grüße Alex
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Post#5by klosterbauer » Monday 18. January 2010, 10:04

Keine Sorge Ralf, tue ich nicht ....
LG
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Post#6by Conny » Monday 18. January 2010, 11:14

Man kann aber auch nicht erwarten, dass sich seit Jahrzehnten alteingefahrenes von Heute auf Morgen ändert. Der Mensch ist träge und scheut Veränderungen, leider.

Gut finde ich halt, dass auch große Ketten so langsam umdenken und sich umstruktuieren. Step bei Step ist immer noch besser, als gar nichts. Man kann nur hoffen, das andere folgen werden und vor allem weiter machen, das Sortiment dahingehend vergrößern und kein Stillstand eintritt.

LG
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Post#7by Daniel » Monday 18. January 2010, 19:13

(huhu Herwig, huhu Klosterbauer, ich bin auch mal wieder da *wink*)

Wobei ich bezweifle, dass Kaufland das aus Gründen des "umdenkens" macht.

Publicity, ein neuer Markt, gut dastehen, eine "weiße" Weste, der Persil Schein der Discount Märkte.

Ich weiß, ich bin da negativ eingestellt, aber ich kenne das Denken einfach zu gut.
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Post#8by carlos » Monday 18. January 2010, 20:54

Hallo,

meiner Meinung nach kann man die "normale"Boden- oder Freilandhaltung auch nicht als Hühnerhaltung bezeichnen.
Dort werden die Tiere auf noch kleinerer Fläche, in Dreck- und Kotlachen gehalten und mit Medikamenten vollgepumpt, bekommen die Schnäbel abgeschnitten, weil sie sich sonst nicht nur gegenseitig die Federn auspicken würden, sondern sich gleich ganz auffressen.
Bei gekauften Eiern gibt es bei mir ausschließlich BIO.

Grüße aus Thüringen von Sandro
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Post#9by klosterbauer » Monday 18. January 2010, 23:43

Hi Daniel ("wink" zurück) - unabhängig vom Thread-Thema: schön von Dir zu hören! Die Gartenstühle stehen ab März wieder draußen ...

Herzlich sei gegrüßt

Peter
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Post#10by Alex » Tuesday 19. January 2010, 00:07

Hallo,

das Problem ist, wenn große Ketten Bioprodukte verkaufen ensteht wieder ein Preiskampf,
weil der Verbraucher möchte mittlerweilen auch gerne biologisch erzeugte Lebensmittel und ein gutes Gewissen beim Einkauf, greift aber dennoch meist zum günstigsten Produkt, und wenn es in erster Linie ums Geld geht, leidet auch in der Biobranche, die Qualität, es werden nur mehr die Minimalbestimmungen eingehalten.

Ich verurteile niemanden der im Discounter einkauft, ich habe selbst eine große Familie und ich weiß, was mich unsere Lebensmittel, vor allem im Winter, wenn ich wenig selbst produziere kosten. Meiner Meinung liegt das Problem einfach darin, daß die Leute immer aalles haben wollen, sowohl im Bioberreich wie im konventionellen, ich kämpfe auch zu Hause mit meinem Lebensgefährten, weil jeder will im Jan. frische Tomaten und Gurken, Kopfsalat usw. Bei Bäcker soll abends um 17.30Uhr noch das komplette Sortiment im Regal sein und das ganze zum Spottpreis das funktioniert nicht. Ich habe jahrelang in einem kleinen Hofladen so ziemlich mein komplettes Sortiment an Lebensmittel eingekauft was ich noch zum selbshergestellten benötigte, die musste jetzt aufgeben, weil sie konnte in dem Preiskampf der Discounter nicht mithalten, sie sagte wenn 5 km weiter im Real das Andechser Jogurth um die Hälfte verkauft wird, kommt zu ihr kaum noch wer. I)ch habe es sehr bedauert und seitdem noch keinen brauchbaren Ersatzladen bei uns gefunden.

Grüße

Alex
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Post#11by Januschka » Tuesday 19. January 2010, 00:59

Na ja sicher..

es ist nicht Überzeugung sondern die Buchhaltung, die Discounter dazu bringt, sich auch ein Bio-Label zuzulegen.. aber halloooo,

ist es nicht das, was wir mal wollten? Soviel Nachfrage für Bio zu schaffen, daß konventionell weniger attraktiv für immer weniger Bauern wird? Discounter mit Bio ist wie Die Grünen als Partei: Im Mainstream angekommen, Mission accomplished. (zumindest step 1)

Hier machen gerade die kleine und mobilen Schlachter zu weil sie nicht mehr mithalten können und die Bio-Fleischerzeuger haben Probleme ihre Tiere zur Schlachtung zu kriegen... Da hilft nur, mehr Fleischskandale aufzudecken, damit mehr Biofleisch nachgefragt wird und sich wieder wer in die Branche traut.

Ansonsten frage ich gerad in Discountern gern nach Bioprodukten *grinst* die wissen auch, daß es für jede Frage und Beschwerde 9 Leute gibt, die nicht fragen oder beschweren. Das dürfen sie gern hochrechnen. Auch ein Motiv, an Kundenbefragungen mitzumachen und Freunde vorbeizuschicken. Stellt Euch vor die würden denken, wir wären repräsentativ?! Welch ein Spaß!

Mein örtlicher Kleinsupermarkt bestellt mir nun jedenfalls normale Biomilch (gibt hier sonst nur fettarm) und Bio & FairTrade Kochkaffee. Zwei Reihen haben die dafür im Regal freigemacht! Hoffentlich bin ich nciht die einzige, die den da kauft, dann dauert das nciht lang...

Weiter fröhlich Sand im Getriebe sein und nciht NUR das Schlechte sehen. Sonst macht's ja keinen Spaß mehr *grinst*

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Post#12by Angelika » Tuesday 19. January 2010, 13:07

Januschka wrote:
Ansonsten frage ich gerad in Discountern gern nach Bioprodukten *grinst* die wissen auch, daß es für jede Frage und Beschwerde 9 Leute gibt, die nicht fragen oder beschweren. Das dürfen sie gern hochrechnen. Auch ein Motiv, an Kundenbefragungen mitzumachen und Freunde vorbeizuschicken. Stellt Euch vor die würden denken, wir wären repräsentativ?! Welch ein Spaß!
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Ich frage auch gerne laut und fröhlich nach BIO-produkten (was, das habt ihr nicht mehr ?/ was, das habt ihr noch nicht ?)
Ich glaube, das hilft.
Wir haben sogar als wir vor Jahren auf Öland 3 Wochen Urlaub machten in dem kleinen Laden dort nicht-homogenisierte Vollfettmilch bestellt für zweimal die Woche -das ging.

Angelika
Ich wohne seit 1999 mit Mann und Kind in SuedSchweden, habe Gotlandskaninchen (Genbank), Milchschafe, 4 wunderbare Kater und eine Fjordstute.
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Post#13by carlos » Tuesday 19. January 2010, 19:43

Also ich muss feststellen, das sich in den umliegenden tegut-Märkten ein sehr breites BIO-Sortiment entwickelt hat.
Zumindest in den größeren Läden findet man alle Produkte auch von demeter oder alnatura.

Sandro
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