Markstammkohl, eine alte Futterpflanze

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Markstammkohl, eine alte Futterpflanze

Post#1by Ida » Thursday 13. January 2011, 20:17

Hola beisammen,
wir haben letztes Jahr das erste Mal nach den Kartoffeln Markstammkohl angebaut. Ich möchte diese Futterpflanze doch mal ist Gedächtnis rufen, da sie sehr lohnend im Anbau ist. Ich verfüttere sie als Grünfutter na mein Geflügel, das ganz verrückt danach ist.
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Post#2by Tino Gärtner » Thursday 13. January 2011, 21:46

Hallo Ida,

danke daß Du das geschrieben hast!

Schon das Wort ruft Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit ins Gedächtnis!

Ja, es ist eine tolle Futterpflanze, früher haben wir damit unsere Schafe, die Kaninchen, Hühner, Enten und Gänse im Winter mit "Grünzeug" versorgt!

Selbst meine verwöhnten Tümmlertauben haben damals ab und an an den Blättern gezupft!

Wäre schade, wenn diese Pflanze in Vergessenheit gerät!


Imagele Grüße aus der
Niederlausitzer Heidelandschaft

Tino
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Post#3by legasp96 » Thursday 13. January 2011, 21:50

Ja, meine Hühner hatten einige Pflanzen in ihrem ehemaligen Winterauslauf. Das Gehüpfe zu den Blättern war zu schön :)
Markstammkohl habe ich auch an die Kaninchen verfüttert. Die Blätter sollten allerdings nicht naß sein. Den Stamm habe ich gespalten, so das sie sich das Mark herausnagen konnten. Schafe fressen Markstammkohl auch sehr gerne.
Das Schöne am Markstammkohl ist, das er den ganzen Winter durch frisch verfüttert werden kann. Ich hatte ihn noch bei -10 Grad stehen. Natürlich muß er dann vor dem Füttern in die Garage oder den Keller gehängt werden, damit er langsam auftaut.
Grüße
Monika
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Post#4by Herwig » Friday 14. January 2011, 10:05

In früheren Zeiten wurde Markstammkohl besonders auch für die Schäfer angebaut (oder in deren Auftrag).
Markstammkohl gilt als gute verträglich für die Schafe und ist ein super Winterfutter.

Die Fläche wurde dann in Pazellen abgehütet, oder als Nachtpferche eingerichtet, der zurückbleibende Dung war der Lohn für den Landwirt...
Eine Abmachung auf Gegenseitigkeit, von der beide Seiten profitierten. Heute würde sich darauf vermutlich kein Agrarbetrieb mehr einlassen wollen. Schade.
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Post#5by karinenhof » Friday 14. January 2011, 10:47

hallo Herwig,
ich dachte, dass Kohl in jeglicher Form nur mit viel Vorsicht an Schafe verfüttert werden sollte. Aber wenn Du von Nachpferchen sprichst, dann nimmt der Markstammkohl eine besondere Stellung unter den Kohlsorten ein.

Imagele Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Post#6by Frankenvieh » Friday 14. January 2011, 11:17

Markstammkohl wird bei uns hier viel angebaut, zumindest die meisten Kleintierhalter machen dies.

man kann auch die Blätter abzupfen, die wachsen wieder nach! nur nicht übertreiben!


was noch sehr frostsicher ist: Frostara [url=http://]http://pflanzen.garten-arkaden.de/Gemuesesamen/Kohlgemuese/Futterkohl:::4365_4385_4424.html[/url]


was ich noch als schnellwüchsige Futterpflanze anbaue sind Herbstrüben. Die schmecken auch mir..... [url=http://]http://de.wikipedia.org/wiki/Herbstr%C3%BCbe[/url]
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Post#7by Ida » Friday 14. January 2011, 16:48

man kann auch die Blätter abzupfen, die wachsen wieder nach! nur nicht übertreiben!

Hola Frankenvieh, genauso habe ich es gemacht. Zunächst habe ich von unten her die Blätter abgezupft. Jetzt schneide ich die Pflanze oben ab und lasse den Strunk stehen. Aus den verbleibenden Blattachsen wachsen neue Triebe raus. Ich denk, das ich bis Ende März so noch mal etwas Grünfutter habe.


was ich noch als schnellwüchsige Futterpflanze anbaue sind Herbstrüben. Die schmecken auch mir....

Ich habe die hier üblichen Nabos angebaut die gibt es in rund und länglich. Bis jetzt essen wir die selber und die Hühner bekommen die Blätter, obwohl laut wiki in den Blättern mehr Nährstoffe sind. In heller Sosse oder gedämpft und in Butter geschwenkt schmecken sie sehr gut. Ich habe noch vor die geraspelten Rüben wie Sauerkraut in Gläsern einzulegen. Ich habe das mal bei schweizer Freunden gegessen und fand es sehr lecker. Die Rüber vertragen übrigens auch etwas Frost, den wir vor Weihnachten hatten.
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Post#8by Herwig » Friday 14. January 2011, 17:32

Zur gleichen Kategorie zählt übrigens der Furchenkohl, auch ein Futterkohl der bis zu -15 Gard verträgt.

Der Frostara Samen ist meiner Erfahrung nach um ein vielfaches teurer, kann aber auf Sandboden besser gedeihen.
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Post#9by Alex » Friday 14. January 2011, 22:27

Hallo,

darf man den an Ziegen auch verfüttern?

Grüße Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

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Post#10by dani » Saturday 15. January 2011, 09:08

@Alex - Ziegen haben keine Probleme mit Kohl, wenn sie daran gewöhnt werden. Meine bekommen alles was im Garten wächst und übrig bleibt. Erst kommen die Reste auch Kohl in das Ziegen/Hühnergehege, was dann noch bleibt, landet im Kompost.

@Ida - du schreibt, Markstmmkohl als Nachkultur zu Kartoffeln. Wann erntet ihr die Kartroffeln, reicht da die Zeit noch aus dass der Kohl ordentlich wächst? Ziehst du den Kohl vor?

Ich bau zur Zeit ewigen Kohl an, der steht auch ganzjährig zur Verfügung, reicht aber nur für uns und die Hühner.
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Post#11by legasp96 » Saturday 15. January 2011, 16:53

Als Nachkultur zu Kartoffeln eignet sich der Markstammkohl nur, wenn man sehr frühe Kartoffeln hat und den Markstammkohl vorzieht, so das es dann schon schöne große Pflanzen sind.
Ich hatte ihn als Nachkultur zum ersten Salat. Dann ist er im Herbst soweit, das man schon die größeren Blätter verfüttern kann, wenn es morgens zu feucht ist, um den Kaninchen frisches Grün zu holen.
Grüße
Monika
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Post#12by Ida » Saturday 15. January 2011, 19:01

.

@Ida - du schreibt, Markstmmkohl als Nachkultur zu Kartoffeln. Wann erntet ihr die Kartroffeln, reicht da die Zeit noch aus dass der Kohl ordentlich wächst? Ziehst du den Kohl vor?

Hola Dani,
ich hätte wohl dazu schreiben sollen, dass wir im Hinterland von Alicante leben. (Ich habe gerade versucht meinen Wohnort in meinem Profil einzugeben, bin damit jedoch überfordert.) Die Kartoffeln ernten wir Mitte September. Die Pflanzen sind vorgezogen und werden sofort gepflanzt. Hier ist es so, dass der Kohl sowieso erst anfängt zu wachsen, wenn die ärgste Hitze vorüber ist. Dann lohnen sich auch Rettiche und Herbstrüben.
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Post#13by legasp96 » Saturday 15. January 2011, 19:12

Hallo Ida,
das erklärt natürlich alles! Ja Markstammkohl braucht relativ viel Wasser.

Profil anklicken, bis zu Wohnort herunterscrollen und dort Deinen Wohnort reinschreiben. Dann ganz nach unten scrollen und speichern.
Grüße
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Post#14by dani » Saturday 15. January 2011, 21:58

alles klar, das heisst, ich muss sie im Frühjahr pflanzen damit ich dann im Herbst rechtzeitig Futter habe.
Die Kartoffeln werden bei uns Anfang bis Ende September geerntet, also zu spät für Markstammkohl ausser die sind schon ziemlich vorgezogen
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