Kostenloses Futter, der Wegrand

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Kostenloses Futter, der Wegrand

Post#1by Herwig » Thursday 27. September 2007, 17:00

Früher, als Schäfer habe ich intensiv, zur Freude der Landwirte, die Wegränder genutzt. Das ist kostenloses Futter. Sogar Heu kann man da machen, die Landwirte freut es in der Regel.

Es war zu Kriegszeiten undenkbar, das jemand auf dem Lande die Wegränder nicht nutzte. Innerhalb des Dorfes gab es keinen Wegrand der nicht genutzt wurde, ob die Ziege getütert wurde oder mit der Sichel Futter für ein paar Kaninchen geerntet wurde. Selbst Kühe habe ich angebunden am Wegrand gesehn.

Der Wegrand bringt gutes Futter, weil er nicht gedüngt wird und oft eine Vielzahl von Kräutern beheimatete, die auf den Weiden nicht geduldet wurden.

Auch "Futter" für den Menschen gab es dort: Brennessel, Brombeeren, Sauerampfer und nicht zu vergessen der Löwenzahn und vielerorts Obstbäume satt.

All das ist heute noch möglich.

Ich kenne jemanden, der diese Geschenke des Wegrandes immer noch gut nutzt.
Brennesselsalat, gekocht wie Spinat etc.

Wer es selber nicht mag hat vielleicht ein Schwein? Brennessel ist gutes Eiweißfutter!
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Post#2by Canaria111 » Friday 28. September 2007, 11:12

Jepp.... Brennesseln sind auch prima als Zusatzfutter bei der Aufzucht von verschiedenen Geflügelarten, wenn nicht sogar bei allen.

Leider gibt es auf Teneriffa keine Brennesseln. Als ich noch Bio-Gemüse angebaut habe, habe ich mir meine Brennesseln gezüchtet. Man kann hier deutsche Erde kaufen, wenn ich die genutzt habe, kamen auch immer ein paar Brennesseln raus. War Zufall das ich das entdeckte.
Jetzt muss ich er neu anfangen zu züchten.

Aber vom Wegrand ? Hm, also ich habe meine Esel dort fressen lassen, worauf mir mehrere davon abrieten wegen der Autoabgase.
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Post#3by Herwig » Friday 28. September 2007, 14:03

Ja, genau, WEGRAND!

Natrürlich nicht an der Autobahn oder Bundes oder Landstraße!!
Mit Wegrand meine ich den Rand eines Weges in der Feldmark, der ist in der Regel weniger belastet als eine konventionelle WieseImageImageImage.
Jaaa, kaum zu glauben ist aber so.
Erstmal fahren in der Feldmark wenig Autos, eher Traktoren. Natürlich ist beides schlecht! Ob nun Dieselruß oder Benzinruß. Heute enthält, zumindest in Deutschland, das Benzin kein Blei mehr, genau das war es aber was sich an Straßenrändern ablagerte und das Futter verseuchte!!

Nun kann sich jeder mal an einen Wegrand setzen und die Traktoren beobachten:

  1. Der Traktor wird nur einmal an Dir vorbeifahren um zu seinem Acker oder Wiese zu kommen, aber auf seiner Wiese angekommen, fährt er einige zig Male darauf herum unter Schwerlast des Motors um eine "Behandlung" der Weide auszuführen. Der Rußausstoß ist dann am höchsten, wenn der Traktor richtig arbeiten muß. Eine konventionelle Wiese erfäht aber viele Behandlungen, sie wird geschleppt, gedüngt, gemäht, gemulcht, Heu gewendet, geschwadet, gepresst, abgefahren, gespritzt etc. Also letzlich fällt wenigstens genaussoviel Ruß auf die Weide
  2. Spritzung und Dünger aber, fallen schon mal für den Wegrand weg!
  3. Der Traktor hat seinen Auspuff hoch über der Erde. Durch den kleinsten Windhauch wird der Ruß eher auf dem anligenden Acker oder Weide landen als direkt am Wegrand.
  4. Alle Betriebsstoffe die der Traktor und seine Maschine verliert, landen entweder auf der Straße oder auf dem Acker bzw. der Weide, aber nicht auf dem Wegrand.
  5. Der Wegrand bietet eine große Pflanzen Vielfalt, die auf keiner konventionell bewirtschafteten Weide erreicht wird.
  6. Auf einer Weide kann durch zu hohen Besatz Infektionsdruck durch Außen- und Innenparasiten entstehen.

Da sag noch einer Wegrand taugt nichts, das ist eine Weisheit von den Hochleistungzüchtern die nur zu bequem sind sich die Arbeit zu machen oder darüber nachzudenken.
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Post#4by steinadlerehemann » Wednesday 14. November 2007, 16:36

Hallo canaria,
da Brennesseln fast an jeder Ecke "wuchern", stellt es kein Problem dar, wenn Deine Mutter mal ein paar Ableger einfach mitnimmt. von der großen und von der kleinen Brennessel, dann haste beide Sorten.
Am besten dorthin, wo sie auch wuchern kann.
Von Brennesseln können Küken auch ganz schön schnell schwer und dick werden, wenn sie es regelmäßig gemengt mit Ei usw bekommen.
Übrigens auch als Mastfutter gut, wenn Du mal Puten schlachten solltest :-)))
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Post#5by Canaria111 » Wednesday 14. November 2007, 16:54

@
[url=steinadlerehemann da ist es einfacher mal nen bisschen Erde auszustreuen, wenn ich sowieso wieder Gemüse vorziehe. Meine Mama ist sowieso immer vollbepackt *lach*

aber mach Du Dich ruhig lustig über mich. Hauptsache Du mästest mir meine Puten nicht zu sehr, sonst zahle ich das doppelte bei dem Gewicht, wenn die dann doch mal in den Flieger gehen...



@Herwig *lach* bei uns wird auch der kleinste und steinigste Weg befahren
Image aber ich lass meine Pferde trotzdem da fressen, weil sie einfach mal was anderes zwischen den Zähnen haben wollen als das Import-Heu
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Post#6by karinenhof » Wednesday 14. November 2007, 17:01

ich habe unseren Feldweg so eingezäunt, dass unsere Schafe diesen Abfressen können. Mit wenigen Handgriffen gebe ich den Weg wieder frei. So ist das Gras dort kurz, die Wanderer freuen sich und meine Wollknäule bekommen lecker Futter.

Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Post#7by Ludger » Friday 18. July 2008, 23:38

Ich nutze die Wegränder auch gerne, für die Küken ist immer was da und im Sommer freuen sich Puten und Gänse.
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Futter

Post#8by Ulrike W.-E. » Saturday 19. July 2008, 06:05

Hallo,

wer Brennnesseln braucht kann gerne vorbei kommen. Ich gebe reichlich !!! Image

Wie macht Ihr das mit den Brennnesseln. Abpflücken und Trocknen ?
Wie gesagt. Meine Viecher halten das Gras super schön kurz. Aber die Brennnesseln lassen sie mir stehen. So muss ich dann immer Brennnesseln mähen. Da könnte ich die Viecher .....
Aber keines Frisst die. Gibt es ein Tier das die so frisst. Das darf dann aber sofort bei mir einziehen. Und braucht garantiert nicht hungern.

LG Ulrike
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Post#9by armin » Saturday 19. July 2008, 07:26

Hallo Ulrike,

das Tier, das Du suchst, gibt es tatsächlich: Schweine fressen mit großer Begeisterung Brennnesseln. Zu Recht übrigens - wie ich finde - denn das Zeug schmeckt wirklich gut. Ich würde allerdingsx nur die Blätter gekocht genießen, das Schwein frisst alles und zwar roh. Für eine robuste Weideschweinrasse ist das ein super Futter. unsere sind ganz scharf darauf.

Trotzdem werde ich wohl n icht bei Dir vorbeikommen um welche abzuholen, dafür lohnt sich selbst dir kurze Fahrt an den Niederrhein doch nicht - wir haben hier im Bergischen nämlich auch reichlich... Image

Viele Grüße
Armin
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Brennnessel

Post#10by Ulrike W.-E. » Saturday 19. July 2008, 13:00

Hallo Armin,

o.k. behalte ich meine Brennnesseln.
Aber als gebürtige Solingerin, kann ich den Niederrhein wirklich empfehlen. Image

Das mit dem Weideschwein werde ich mir Reiflich überlegen.
Und das mit dem Brennessel essen auch. Ich fürchte, es könnte schmerzen beim essen.
Aber gesünder und preiswerter geht sicher nicht.
Habe über Google auch schon zig Rezepte gefunden.
Schauen wir mal......?

Aber danke.
LG Ulrike
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Post#11by klosterbauer » Saturday 19. July 2008, 20:09

Hallo an den Niederrhein - nochmal zu den Brennesseln.

Meine Schafe fressen sie gerne, wenn die gemäht sind und ein wenig trockener (und ist gut eiweißreich - also nur gesund). Auch im Heu also spitze (aber wer heut schon Wegränder).

Und seit dem ich mit meinen Kühen (Rotes Höhenvieh) wirtschafte, stelle ich fest, wo früher Brennesseln waren, ist heute schönste Wiese. Schmeckt denen nämlich auch - und durch die Beweidung werden die Nesseln auch verdrängt. Schade, dass das nicht mit Disteln geht. Obwohl: die Schafe fressen so lecker die Blüten, dass sich die Disteln zumindest nicht weiter ausbreiten. Und wenn ich dann fleißig mähe, dann kriegen wir auch das in den Griff. Aber das ist ein anderes Thema ...

Beste Grüße ebenfalls aus dem Bergischen von
Peter
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Post#12by Ludger » Saturday 19. July 2008, 21:39

Puten fressen auch Brennnesseln.
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Futter...

Post#13by Ulrike W.-E. » Sunday 20. July 2008, 07:14

Hallo,

fressen die Puten die Brennnesseln selbstständig ab, oder muss ich sie denen reichen ?
Glaube Puten wären besser wie ein Schwein.....!?
Mein Mann schaute gestern so seltsam als ich Info´s über Schweine suchte.....Image

LG Ulrike
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Post#14by Ludger » Sunday 20. July 2008, 07:33

Puten fressen die direkt ab Strauch,ohne Messer und Gabel....Image
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Brennesseln

Post#15by Ulrike W.-E. » Sunday 20. July 2008, 11:57

Danke Ludger,

dann werde ich mich mal mit Puten beschäftigen.
Ich hoffe, auch ohne Messer und Gabel haben die ein paar Tisch Manierren.
Denn Schön sind sie ja nicht !! Aber wenn´s hilft.

Schönes Sonntag wünscht der Niederrhein
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Post#16by gujaclea » Tuesday 9. September 2008, 06:26

Hallo,

gemäht und einen Tag abgetrocknet fressen auch Hühner die Brennesseln, dann brennen sie nämlich nicht mehr.

Viele Grüße
Andrea
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Post#17by Weitersbacher Hof » Tuesday 9. September 2008, 21:19

Hallo,

außer den Cröllwitzern und Glanrindern gibt es bei uns noch eine Tierart, die Brennnesseln abweidet: Lachshähnchen. So sauber arbeiten die Rindviecher nicht und die Puten nur, wenn man ihnen eine kleine Parzelle einzäunt.

Beim Wegrand bin ich immer vorsichtig, weil so viele Hunde spazieren geführt werden. Bei Rindern gibt es von Hundekot wüste Erkrankungen vom Verkalben bis zum Kümmern und Tod des Tieres.

Grüße
Doris
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Brennnesseln

Post#18by Ulrike W.-E. » Wednesday 10. September 2008, 06:02

Hallo Doris,
kann ich meine Lachshähne zur Erziehung vorbei bringen ?
Meine zwei essen keine Brennnesseln. Image
Ich habe 14 Tage jede freie Minute damit zugebracht die Brennnesseln raus zu ziehen, damit ich auch möglichst viele Wurzeln mit raus hatte. Mein Rücken war begeistert.

Jetzt sollte ich den Winter über ruhe haben. Ein paar dürfen ja da sein.

LG Ulrike
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Post#19by Herwig » Wednesday 10. September 2008, 08:24

Hallo,
durch meine verschiedenen Rassen, die ich alle extra halte, kann ich gut bei mir beobachten, welche Hühner Brennessel fressen.

Die Mechelner fressen die radikal ab, sogar die Stengel.
Die Lachshühner fressen nur die frischen Blätter.
Die Bresse naschen mal dran.
Marans, Sundheimer, Vorwerker schauen die nicht mal an.

Anfangs dachte ich, die Tiere würden das von einander lernen, ist aber nicht so.
Ob das rassebedingt ist mit der Brennesselfresserei weiß ich nicht.

Fest steht, das meine Lippegänse auch hin und wieder Brennesseln fressen, meine Puten aber nicht. Die fressen lieber Eicheln. Meine Entenrassen gehen auch gar nicht da ran.

Ich hätte mir auch gewünscht, das meine Gänse Ampfer fressen, das wäre noch echt nützlich!!!Image
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Post#20by milchschaf » Saturday 30. May 2009, 11:07

ich mäh die brennesln ab und fütter sie den schafen wenn sie bissi angewelkt sind sind sie total scharf drauf
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Post#21by steinadlerehemann » Tuesday 2. June 2009, 20:36

nabend,
wenn ich die Brennesseln gesenst habe, schredder ich sie mit dem Grünfutterschneider und
mische normales Gras und Löwenzahn darunter.
Das wird aber ganz schnell genommen, und zwar von allen derzeit auf dem Hof.
Alleinige Gabe der Brennesseln taugt nicht viel. Das fressen auch die Schafe bei mir nicht,
noch nicht mal angetrocknet.

Aber im Winter sind Brennesseln ein gutes Trockenfutter für alle Tiere, daher sense ich derzeit
unsere Brennesselfelder ab, damit sie trocknen kann.

Liebe Grüße
christiane
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Post#22by Conny » Wednesday 3. June 2009, 08:55

Fasane fressen alles, was grün ist, da haben nicht einmal Brennesseln eine Chance.

LG
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Post#23by milchschaf » Wednesday 3. June 2009, 14:49

also meine schafe sind schon immer wild auf brenneseln ich mäh die morges ab und am nächsten tag ist alles ratzeputz weg.ansonsten wer zuviel hat kann auch brennesselheu davon machen früher wurde das viel gemacht und den pferden gefüttert.
heut hab ich an den koppeln die ränder abgemäht wenns trocken ist kommt alles auf den reuter mal sehn obs hält.
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Wegrand - keine Randerscheinung

Post#24by Januschka » Saturday 17. October 2009, 17:23

Also, ich find Wegränder auch prima!

Geben prima Heu und Frischfutter für alles, was bei uns Grünzeug frißt: Schafe, Kaninchen und Hühner, selbst Hundis und uns Zweibeiner. Brennesseln (allerdings getrocknet) werden von Hühnern, Schafenund Kaninchen gefuttert, letztere fressen auch mit Begeisterung unsere ganzen Disteln - vor 2 jahren habe ich eine Ecke 'geschützt', damit die nicht verschwinden.. wer hätte sich sowas träumen lassen..

Und die Rechnung mit dem Trecker auf der Wiese ist her(r)lich :-) Lang lebe das Arbeitspferd!

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Vielfalt am Wegrand

Post#25by plaetzchenwolf » Thursday 6. May 2010, 04:12

Die Vielfalt der Wiesenkräuter am Wegrand ist höher als auf einer beweideten Wiese, das wussten schon die Alten, die ihren Hasen dort das Futter besorgt haben. Hundehalter sind heute mehr als früher, deshalb gibts nun Probleme mit dem Wegrand- allerdings konzentriert sich das auf bestimmte Abschnitte: Wenn einer anfängt, machen die anderen meistens mit. Wegränder, wo kein oder kaum ein Hund zu sehen ist, gibts aber noch genug, wenn sie nicht - wie bei uns seit Jahren in "Mode" von den Bauern mit umgepflügt werden.
(Diese "Landgewinnung" ist recht beliebt- bis in's Schotterbett der Wege)
Den Ruß der Traktoren oder Autos sehe ich nicht als gefährlich an- weil zu große Verwehungen sind- aber: Kein Mensch spricht von dem irrwitzigen Flugverkehr, wo mal eben zig Tonnen Treibstoff "abgelassen" werden dürfen, wenn eine kritische Landung ansteht.
Die Vulkanasche-Wolke hat gezeigt, daß der Flugverkehr viel viel mehr verdreckt, als man der Bevölkerung sagt:
Es war blauer Himmel, wunderbare Ruhe und ... die Luft atmete sich leichter.
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