Futtererbsen in die Steinmahlwerkschrotmühle?

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Futtererbsen in die Steinmahlwerkschrotmühle?

Post#1by serradella » Friday 19. August 2011, 11:34

Moin,

bisher schroten wir Futtergetreide in einer Mühle mit Steinmahlwerk.

Kann man darin auch Futtererbsen schroten?

Oder ist ein anderer (welcher?) Mühlentyp besser geeignet?



Und wie ist es mit der Verdaulichkeit?

Wie verfüttert man Erbsen (natürlich gemischt) am besten an Schweine, Geflügel, Schafe?

Ganz, geschrotet, eingeweicht, evtl. gekocht?

Danke für Hinweise - serradella
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Re: Futtererbsen in die Steinmahlwerkschrotmühle?

Post#2by Eastwood » Friday 19. August 2011, 12:59

serradella wrote:Moin,

bisher schroten wir Futtergetreide in einer Mühle mit Steinmahlwerk.

Kann man darin auch Futtererbsen schroten?

Oder ist ein anderer (welcher?) Mühlentyp besser geeignet?



Und wie ist es mit der Verdaulichkeit?

Wie verfüttert man Erbsen (natürlich gemischt) am besten an Schweine, Geflügel, Schafe?

Ganz, geschrotet, eingeweicht, evtl. gekocht?


Hallo,

Ich habe einen große Elektrische Schrotmühle (380 Volt) und wenn ich für den Schweine schrote kommen Weizen und/oder Triticale und/oder Gerste mit max 10% Futtererbsen, gut durchgemischt, darein. Das wird dan mit Wasser zur Brei gemacht und so die Schweine verfuttert. (unsere Schweine bekommen auch noch anderes Futter: gekochte Kartoffel, Ruben und Rubenblätter, Brot, Fallobst, Gras mit viel Klee und Löwenzahn, Brennessel etc....)

Wenn ich für die Hühner das Futter schrote kommt Weizen(35%), Gerste(35%), Mais(15%) und Futtererbsen(15%) in der Schrotmühle. Nicht jeden tag aber oft wird das Hühnerfutter auch eingeweicht gegeben......... sind darauf ganz geckig.


Die Erbsen lassen sich sehr gut schroten. Mit ein Steinmahlwerk habe ich keine erfahrung?!?!?

z.Z habe ich keine Schafe mehr aber meine haben nie Erbsen oder Mais bekommen...."NUR" der Weide im sommer und im winter gutes Heu und ab und zu getreide.

Gruß Berti
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Post#3by serradella » Tuesday 23. August 2011, 17:28

Man unterscheidet wohl Stein - und Hammermühlen, Drehstromanschluss haben die alle.....

Der Landhändler meines Vertrauens sagte, dass die Erbsen in der Steinmühle wohl zerkleinert würden, diese Mühlen aber generell das Problem hätten, das der Stein nachgeschärft / behauen werden muss und die letzten Handwerker dieser Kunst heute 80 - 90 JAhre alt wären.

Für Schafe hörte ich inzwischen, die bekämen die Erbsen ganz (und Milchschafe brauchen durchaus eiweißhaltiges KF, wenn man Milch ernten will) und sollte die Steinmühle nicht mehr können, gäb es noch Nachbars Hammermühle fürs Schweinefutter.

Auch hier wieder was gelernt heute, dass nämlich die Durocs mit den Bitterstoffen der Erbsen weniger haderten als andere und höher gezüchtetete Rassen. Geschmeckt hat es ihnen wohl immer bisher ;-).

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Post#4by Herwig » Wednesday 24. August 2011, 06:39

Schrotmühle ist Schrotmühle, egal welches Mahlwerk, die Maschine schrotet Getreide und Hülsenfrüchte zur Ernährung von Tieren.

Steinmahlwerk: Hier unterscheidet man Kegelsteine und Flachsteine. Das Prinzip ist das Gleiche, ein sich drehender Stein zerreibt das Mahlgut gegen einen feststehenden Stein. Beide Arten müssen heute nicht mehr geschärft werden ( bei der Beanspruchung in einem Hobbybetrieb können mehrere Generationen Freudedaran haben,liegt daran, das Getreide heute sauberer ist, Fremdkörper wie Sand, Steinchen etc). Es gibt sogar Steinmühlen die auch Ölsaaten vermahlen. Die Vorteile sind, dass die Konsistenz (Körnigkeit) des Mahlgutes sehr gut eingestellt werden kann in dem der Abstand der Mahlsteine verändert wird, große Leistung und lange laufzeiten erhitzen das Getreide nicht. Nachteil ist, die Mühlen sind sehr schwer und sind meistens Energiefresser.

HAMMERMÜHLE: Auf einer Motorachse sitzt ein Metallkreuz, dass durch sehr schnelle Drehung das Mahlgut zerschlägt. Die Feinheit wird über ein Metallsieb reguliert, das per Hand getauscht wird. Der Vorteil ist, dass das Gerät viel billiger ist als eine Steinmühle und weniger Platz braucht und auch viel leichter ist. Der Energieverbrauch ist meistens auch viel geringer. Nachteil ist, das das Mahlgut unterschiedliche Korngröße hat, von sehr feinem Mehl bis fast ganze Körner. (Für Schweine ganz gut, Geflügel auch, Wiederkäuer weniger) Das liegt am sogenannten Hammer, der rotiert so lang zwischen dem Mahlgut bis es durchs Sieb fällt. Er zerschlägt aber das Mahlgut auch viel feiner, weil es z.T. öfter getroffen wird als nötig.

Hammermühlen mit Starkstrom habe ich noch nicht gesehen, hingegen haben fast alle Hammermühlen nur einen 240V Anschluß.

Ein Leistungskriterium ist die Mahlleistung, wobei hier die Leistung in kg per Std (oder Minute) angegeben wird-
Man sollte sich also an der benötigten Mahlleistung orientieren und dann entscheiden ob man sich für eine Steinmahlwerkmühle oder eine Hammerschlagmühle entscheidet, Im Hinblick auf den Preis hat man sich meistens schon sehr schnell entschieden...
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Post#5by Eastwood » Wednesday 24. August 2011, 13:44

Danke Herwig, für deine Ausführliche beschreibung.

Jetzt weis ich was für eine ich habe....also wie man die nennt.
Eine Hammermühle. Ist auch eine andere sieb dabei. Der Mühle hat 380 Volt. Ist aber auch ein ziemlich größes gerät.
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