Zubereitungsarten I

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Zubereitungsarten I

Post#1by steinadlerehemann » Friday 7. December 2007, 14:58

Ich glaube, es wäre zu viel, wenn ich alles bis ins Detail erklären würde.
Bitte fragt doch einfach nach, das ist einfacher :-)))

Tees


Wenn man einen Tee zu Heilzwecken getrunken hat, darf man nicht früher als nach 1 Stunde was essen.
Verzicht auf Kaffee und schwarzen Tee.
Kräutertee trinkt man kühl bis kalt, nur bei Erkältungen - wenn man schwitzen soll - soll er warm oder heiß
getrunken werden.
Zeiten, zu denen das trinken besonders wirksam ist, sind:
- morgens nüchtern eine Stunde vor dem Frühstück
- eine Stunde vor dem Mittagessen
- abends vor dem Schlafengehen
Bei Leber- und Gallenleiden kein Fett, bei Krankheiten der Lunge fettreiche Nahrung.
Bei chronischen Krankheiten dauert der Heilungsprozeß länger als bei akuten Erkrankungen.

Aufguß bzw. Infus

30 g getrocknetes oder 75 g frisches zu 500 ml Wasser -> für 3 Portionen
Findet Verwendung bei ätherischen Ölen, Blüten und zarten Blüten.

Auch bei Bittertees (Wermut, Tausendgüldenkraut, Eberraute, Enzian)
1 flacher Eßl. Kraut + Blätter
1 Tasse kochendes Wasser (250 ml)
überbrühen, zugedeckt 10 (-20) Minuten ziehen lassen.

Abkochung bzw. Dekokt

a) 1 flacher Eßl. Droge und 1 Tasse kaltes Wasser (250 ml)
in geschl. Gefäß aufsetzen. Erhitzen bis zum Siedepunkt. 10-20 Min. ziehen zugedeckt.
Abseihen (leichte Abkochung).

b) 1 Eßl. voll Droge und 1/2 l kaltes Wasser - 10-15 Min. köcheln (bis 1 Std.)
Vor dem Absinken 15 Min. ziehen. Das ist eine starke Abkochung.
Es geht auch 30 g getr. bzw. 60 g frisch zu 750 ml Wasser -> für 3 Portionen

a+b) zur Herstellung von Tees aus Wurzeln, Stengeln, SAmen, Hülsen, Schalen, Rinden,
dickeren Blättern, Hölzern -> alles zerkleinert bitte.
Zur Herstellung von Tees aus verschiedenen Früchten -> alles zerquetscht bitte.

Mischung Aufguß und Abkochung

Findet statt bei harten und zarten Pflanzenteilen.
Abkochung der harten Pflanzenteile.
Damit Bestandteile der Blätter und Blüten übergießen (Aufguß).

Oder

Vorgeschriebene Menge in kaltem Wasser 6-10 -std, ansetzen. Kräuterrückstand + Hälfte
des kalten Wasserauszuges einige Minuten aufkochen.
Mit dem restlichen Mazerat zu Verabreichung mischen.

Auszug oder Mazerat

Bittere Auszüge nicht zuckern, u.U. mit honig oder Kandiszucker.
Nicht zuckern bei Magen- und Verdauungsbeschwerden, Durchfall.

1-3 Teel. Droge + 200 ml kaltes Wasser 12 Stunden bei Zimmertemp stehen lassen.
Leicht anwärmen, passieren.

Duftrauch
- im offenen Feuer oder Kamin kann man Rauchkräuter verbrennen
wie z.B. Rosmarin, Eberraute, Lavendel, Salbei, Koriander,
Kiefernzapfen
- in Räucherschalen: hierzu wird Holzkohle mit einer Zange gehalten,
über eine Kerze zum Glimmen gebracht und dann zu den Rauchkräutern
gegeben. Zum Beispiel bei Zigaretten und Alkohol sind Rosmarin, Lavendel,
Eberraute und Lorbeer als auch Wacholder gut :-)))

Duftzucker
Hierzu eignen sich getrocknete Kräuter wie Lavendel, Duft-Pelargonien, Rosen-
blätter (getrocknet im Tuch zwei Tage), Indianernessel (am Vormittag gesammelt).
Einfach mit Zucker überdecken und 8 Wochen ziehen lassen (vorher gemörsert,
versteht sich).
Anschließend die Kräuter rausfischen. Und sich die Mischung herstellen
im Verhältnis 1 Teil Rosen zu 2 Teile Zucker als Beispiel.
Toll für kühlende Sommergetränke.

Mottensäckchen
bestehen aus Eberraute, Waldmeister, Minze, Rosmarin, Lavendel, Thymian.
Ungeziefer-Säckchen bestehen aus Lavendel, Rosmarin, Thymian, Minze,
Heiligenkraut, Eberraute, Rainfarn, Wermut.

Duftkissen

oje - hier gibt es eine Fülle an Variationen - für den Schlaf oder belebend.
Ich zähle mir meine bekannten Variationen einfach mal auf
- Schlafkissen: Lavendel, Zitronenmelisse, Fenchel, Dill, Hopfen, Minze
Zitronen-Thymian, Heublumen, etwas Baldrian.
- Rosen-Duftkissen (z.B. für das Wohnzimmer???): besteht aus
Rosenblätter, Minze, etwas Nelkenpulver
- Zitronen-Duftkissen: Zitronenmelisse, Zitronenkraut, Zitronen-Thymian,
wenig Baldrian
- Farnkraut-Kissen: besteht aus Farnkraut - toll bei Hexenschuss und Ischias.
- Heublumen-Duftkissen: besteht aus Heublumen, Wird z.B. angewendet
bei Krämpfen der Verdauungsorgane
- belebende Duftkissen:
+ Rosmarin, Eberraute, Salbei, Ysop, Dost
+ Lavendel, Pfefferminze, Engelwurzblätter
+ Rosmarin- und Rosenpelargonienblätter
+ Lavendel, Thymian- und Rosenpelargonienblätter
- Bärlappkissen: 100 - 200 g - 300 g (je nachdem wie toll der Schmerz ist) getrockneter
Bärlapp ins Kissen rein und über Nacht auf die schmerzhafte Stelle legen.
- Kräuterkissen: in trockener Pfanne erwärmen und auflegen Wie z.B. getrocknete
Kamilleblüten einzeln oder Thymian.

Potpourris
Es gibt trockene und feuchte Potpourris.

Trockene
Sie sind weniger wirksam, der Duft geht rascher verloren, aber es ist eine einfache Methode.
- gemischte getrocknete Kräuter
- einige Tropfen Ol hinzufügen (Lavendel, Rosenpelargonien, Zitronenstrauch, Rosmarin)
- Beimischen eines Fixermittels wie z.B. Benzoeharz oder Veilchenwurzelpulver
- 6 Wochen Lagerung in einem geschlossenen Behälter.
Danach Mischung in Gefäße abfüllen. Mengenverhältnis: auf 100 g der trockenen Pflanzenteile
2 Tropen Öl und etwa 15 g Fixiermittel.

Feuchte
- eine Lage halbgetrockneter Kräuter in einem weiten Gefäß mit einer Lage Meersalz bedecken
- Diesen Vorgang wiederholt man, bis die Kräuter aufgebraucht sind und
beschwert die Masse mit einem Gewicht
- täglich durchmischen, weitere Lagen hinzufügen
- die Mischung wird nach einiger Zeit zu gären beginnen. Wenn das geschieht, rührt man nochmals
um, beschwert und läßt den Topf 2 wochen stehen.
- danach sollte eine zusammengebackene Masse entstanden sein, die man nun zerkleinert,
ebenfalls mit ein paar Tropfen Öl und einem Fixermittel mischt und in undurchsichtige Gefäße
füllt.
Mischungen wären z.B.
- Rosenblütenblätter, Basilikum, Salbei, Engelwurz, Zitronenmelisse, Zitronenstrauch,
Minze, Rosmarin, Zitronen-Thymian, Lavendel, Reseda
- Rosen, Nelken, Heliotrop, Kamille, Holunder, Lavendel, Linde, Ysop, Ringelblume,
Kornblume, Indianernessel, Edeljasmin, Muskateller-Salbei.
Duftverstärker gibt es auch:
2-3 Eßl. je Liter beimischen von gem. Anissamen, Gewürznelken, Kastanien, Koriander,
gem. Muskatnuß, Zimtstange, Schale von Zitrusfrüchten.
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