Wühlmäuse

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Wühlmäuse

Post#1by Herwig » Monday 17. September 2007, 08:16

In unserem Garten und auf unseren Rasenflächen sind in diesem Jahr die Wühlmäuse und Maulwürfe so zahlreich, dass es echt beginnt lästig zu werden.
Ich kenne die Methode, zb. Benzin getränkte Lappen in die Gänge zu legen, damit die abhauen, aber das möchte ich eigendlich nicht machen, weil ich bedenken habe ob ich nicht mein Erdreich damit verseuche.
Es muss doch auch andere Methoden geben um sie zu vergrämen.

Ich hörte etwas von saurer Milch, weiß jemand davon etwas oder eventuell sogar mehr??
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Wühlmäuse und andere

Post#2by Regenbogenschaf33 » Sunday 30. January 2011, 21:48

Guten Abend,

Vom bekämpfen halte ich gar nichts.
Weil " gegen etwas sein" nur Gegendruck erzeugt.
Eine wirksame Methode zum Thema ist: " Kooperation mit der Natur".

Theoretisch:
In meinem Garten werden keine Schnecken, Mäuse -ebend alle die, die den Menschen mit seinen Interessen Stören (aus Sicht des Menschen)
beseitigt oder Vertrieben.

Praktisch heißt das:
Im hinteren Gartenteil gibt es einen vier bis sieben Meter breiten Streifen der wild ist und nach und nach mit artreichen Gehölzen und Stauden bepflanzt wird.
Dort gibt es Totholzberge und Brombeerhecken. Das ist der Bereich für die Schnecken und die Anderen Garten Mitbenutzer.

Am meisten hatte ich Probleme mit Schnecken. Mittlerweile funktioniert die Zusammenarbeit ganz gut: Die Schnecken zeigen mir wenn ich eine Pflanzen falsch gesetzt habe. Chrysanthemen und Basilikum zu ziehen geht gut. bei jeder Aussaat oder Pflanzung bitte ich die Schnecken nur soviel zunehmen- auf zu fressen, das ich noch genug habe.
Und es gibt Futterplätze wo ich hin und wider für Schnecken interessante Küchenabfälle hinlege.

Über das Thema gibt es ein Paar Bücher:
Der Autor heißt Eicke Braunroth, oder "Gärtnern im Biotop mit Mensch."
Oder die Bücher von Ekhart Tolle
Der Dreschflegel Schaugarten in Schönhagen arbeitet auch nach diesen Regeln.

Es kommt darauf an, alle Lebewesen als " Mit Lebewesen", die Welt als Mit-Welt zu erkennen. Das Wort "Umwelt" trennt uns von der Erde, rückt uns ab. Dabei sind wir mittendrin und sehr abhängig von der Erde.

Vielleicht gebe ich mit meiner Ansicht einen Interessanten Denkanstoß?

Viel Spaß beim beschreiten neuer Wege.

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Post#3by Tino Gärtner » Sunday 30. January 2011, 22:17

Also das Wühlmaus- und Maulwurfüberpopulationsproblem habe ich relativ einfach gelöst bekommen.

Auf den Wiesenflächen habe ich einige Greifvogelkrücken stehen, zwischen 3 und 5 Meter hoch, oben ein Rundholz drauf, ca 30cm lang und 5cm Durchmesser. Da sitzt im Sommer immer irgendein Krummschnabel drauf!

Direkt an meinem Kompost und Misthaufenplatz habe ich auch eine stehen. Hier tue ich im Winter immer einige Quadratmeter schneefrei halten, so ein Mäusebussard kann seine Beute eben auch nicht aus einem halben Meter Schnee ausgraben.

Die Nager halten sich im Winter gern in der Nähe des Komposthaufen auf, gibt dort ja immer etwas leckeres zu nagen.

Auch habe ich einige Ecken (zum Ärger meiner Nachbarn) wo Mauersteine, Holzstücke und Reisig wild herum liegen dürfen, hier ist das Rückzugsgebiet der Mauswiesel. Manchmal bekomme ich die braunen Kobolde sogar am Tag zu gesicht- ein Hochgenuß für meine Augen.

Auch sollte man nicht jeden Steinmarder verfluchen, auch die fangen eine ganze Menge Nager, auch wenn ab und zu mal ein Stück Geflügel auf dem Speiseplan steht.

Ganz wichtig halte ich das Offenhalten von Maueröffnungen in Scheunen, Heuböden etc um den Schleiereulen eine Heimstadt zu bieten, die jagen ja nachts, dann wenn die meisten Nager auch aktiv sind.

Mit Nacktschnecken habe ich eigentlich keine Probleme, ich habe jede Menge Weinbergschnecken. Angeblich sollen die ja bevorzugt die Eier der Spanischen Roten Nacktschnecke fressen, ich kann es zwar nicht beweisen aber halte es durchaus für möglich!


Es grüßt der EINIG WAHRE UNTER DEN GÄRTNERNImage

(zum Gärtner muß man geboren sein, ich bin sogar geborener Gärtner)

Imagele Grüße
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Post#4by Conny » Monday 31. January 2011, 10:55

Hallo,

gegen Wühlmäuse stecke ich leere Flaschen mit dem offenen Hals in die Einstiegslöcher, bisher sind dann Wühlmäuse und Co. abgehauen. Durch den Wind , der sich in der leeren Flasche fängt , wird ein für diese Tiere wohl unangenehmes Geräusch erzeugt. Sieht zwar nicht schön aus, war aber bisher immer effektiv.

Auf der Gänseweide tummelt sich der Maulwurf besonders intensiv. Im Frühjahr, wenn die Gänse die Weide nicht abzugrasen vermögen, lasse ich meine Minishettys mit auf diese Weide. Durch den von den Hufen berursachen Krach, sucht sich der Maulwurf schnell ein neues Revier, meistens beim Nachbarn Image

LG
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Re: Wühlmäuse

Post#5by permakult2012 » Monday 8. July 2013, 14:12

Wir haben bisher auch versucht, mit den Tieren in Frieden zusammen zu leben. Mit dem Wühlmäusen geht es noch einigermaßen, auch wenn ein Kirschbäumchen, mehrere Weiden, Gemüse und Beerensträucher ihnen bereits zum Opfer gefallen sind. Aber noch ist genug durchgekommen. Mit den Schnecken sieht es mittlerweile anders aus. Sie haben uns alles, aber auch alles niedergefressen. Kein Salat, der nicht - trotz Schneckenkrägen - heimgesucht wurde, Zuchini, Karotten, sogar Knoblauch! Allein meine Kräuterschnecke mit Salbei, Rosmarin und Thymian sowie div. Minzen haben sie in Ruhe gelassen. Hatte jedoch auch Petersilie und Schnittlauch im nördlichen unteren Ring angepflanzt, die waren über Nacht weg. Und die Schnecken haben wirklich genug "Rückzugsmöglichkeiten" bzw. Pflanzen zu fressen, jedoch bevorzugen sie unser junges Gemüse. Wir sind ratlos, wie wir das ohne Chemie in den Griff bekommen sollen. Wir haben seit einigen Wochen Schneckenkorn von Neudorff im Einsatz, um wenigstens ein paar Erdbeeren ernten zu können und evtl. einige Möhren (mit schlechtem Gewissen). Einzig die Erbsen entwickeln sich prächtig - aber halt irgendwie etwas einseitige Kost. War das Frühjahr einfach zu feucht oder liegt es an dem Moosboden? Hat noch jemand eine Schneckenplage?
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Re: Wühlmäuse

Post#6by Herwig » Thursday 11. July 2013, 14:29

Kleines Gefäß mit Bier füllen und etwas im Boden einlassen, sodass die Schnecken reinkriechen können. Du brauchst morgens dann nur die Leichen entsorgen... Zuverlässig!!!!
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Re: Wühlmäuse

Post#7by permakult2012 » Thursday 11. July 2013, 22:02

Danke Herwig, haben wir auch gemacht bzw machen wir immer noch, aber iwi zieht man die dann erst recht an (und leider verenden auch regelmäßig die hübschen Weinbergschnecken darin). Wir bräuchten auch kästenweise Bier, um einigermaßen mit den Schleimern fertig zu werden... L.G. Anja
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