Ziegen und Wurmkur

Moderator: Claudia


AbonnentenAbonnenten: 4
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 13654

Ziegen und Wurmkur

Beitrag#1von Herwig » Donnerstag 11. Oktober 2007, 15:05

Inletzter Zeit rufen mich vermehrt Ziegenhalter an, denen nach relativer kurzer Krankheit Tiere sterben.
Verlauf ist meistens: Durchfall, Fressunlust, Schwäche >nach einigen Tagen Tod

Nach meiner Erfahrung ist das meistens auf eine hoffnungslose Verwurmung zurückzuführen. Es gibt eine neue Generation von Innenparasiten, die nicht mehr auf die gängigen Wurmkuren ansprechen. Dazu zählt z.B. Panacur ( Wirkstoff Febendazol) Letzlich ist es so das alle Wurmmittel mit dem Wirkstoff nur noch unzureichend wirken.
Panacur wird inzwischen von Insidern in 5 facher Dosierung gegeben. Das ist Schwachsinn!!!!
Es muß ein Wurmmittel mit anderem Wirkstoff gegeben werden.

Wir hatten hier im Forum schon an anderer Stelle darüber diskutiert, ich möchte darum die Gelegenheit nutzen und hier einen Link einzustellen vonjemandem der mir aus der Seele spricht:
Dr. med.vet. Hubertus Hertzberg
[LEFT]Institut für Parasitologie, Universität Zürich [/LEFT]
[LEFT] [/LEFT]
[LEFT]*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***[/LEFT]
[LEFT] [/LEFT]
[LEFT]Lest das Papier bitte bis zum Ende.[/LEFT]
[LEFT] [/LEFT]
[LEFT]Nach wie vor kann ich nur die Fütterung von Nadeln von Nadelgehölz empfehlen. Die darin enthaltenen Terpentinöle schränken Innenparasiten in der Fruchtbarkeit erheblich ein!![/LEFT]
[LEFT] [/LEFT]
[LEFT]Wir werden noch große Probleme mit den Rsistenzen der Parasiten bekommen, wenn weiterhin einfach prophylaktisch entwurmt wird!!! Do`nt do it!!!!!!!!!!!!![/LEFT]
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#2von karinenhof » Donnerstag 11. Oktober 2007, 15:58

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Fütterung von Weidenzweigen im Winter gemacht. Auch hier scheinen Stoffe in Rinde und Holz zu sein, die die Parasiten nicht mögen.

Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
Benutzeravatar
karinenhof
Moderator
Moderator
Beiträge: 1430
Registriert: 04.2007
Wohnort: 14662 Wiesenaue/ OT Brädikow
Highscores: 25
Geschlecht: weiblich

Beitrag#3von Butterblume » Donnerstag 11. Oktober 2007, 19:38

Meine bekommen aus Heuersparnis sowieso ab jetzt Fichtenzweige.Also statt drei Säcken Heu nur 2 Sack Heu und ein Sack Fichtenzweige mit Ahorn,Weide ect....Aber entwurmen werde ich trotzdem.Allerdings gibt es eine Skala,nach der man an der Bindehautdurchblutung der Augen der Ziegen die wirklich stark verwurmten Ziegen rausfiltern kann.Und diese Ziegen kriegen dann die Kur.
Benutzeravatar
Butterblume
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 11
Registriert: 06.2007
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#4von Rouven » Dienstag 30. Oktober 2007, 22:39

Hallo Herwig,
muss es Fichte sein oder geht jedes Nadelgehölz?
Mein Nachbar hat grad ne Tanne und Kiefer gefällt und weiss nicht so recht wohin mit den Zweigen. Dass wäre dann doch das richtige für meine Schafe oder?

Gruss Rouven
Benutzeravatar
Rouven
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 199
Registriert: 10.2006
Wohnort: 25785 Nordhastedt
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#5von Herwig » Mittwoch 31. Oktober 2007, 08:33

Hallo Rouven,

Fichte,Tanne, Kiefer alles ok.
Nur Eibe nicht, die ist giftig!
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#6von Rouven » Donnerstag 1. November 2007, 07:57

Hallo Herwig,
okay, dann kann ich mich beim Nachbarn ja eindecken mit Zweigen.
Das mit Eibe war mir bekannt, trotzdem vielen Dank .

Gruss Rouven
Benutzeravatar
Rouven
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 199
Registriert: 10.2006
Wohnort: 25785 Nordhastedt
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#7von torpartjejen » Sonntag 7. September 2008, 20:45

Hallo!

Eine meiner ersten Ziegen ist leider auch an Verwurmung gestorben. Schmerzhaftes Lehrgeld. Da ich mich viel mit Heilkräutern beschäftige und die Bauern früher auch nicht in die Apotheke gehen konnten um Wurmmittel zu kaufen und diese Wurmmittel auch in der Umwelt Schaden anrichten können (Grundwasser, bodenlebende Organismen...) suchte ich nach anderen Lösungen als die käuflichen Mittel. Habe seitdem zum Entwurmen meiner Ziegen Wermut (Vorsicht bei der Dosierung) im Fühjahr und Herbst gegeben sowie Rainfarn. Habe seither kein krankes Tier mehr gehabt.Gebe auch Fichtenzweige im Winter.
Benutzeravatar
torpartjejen
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 6
Registriert: 09.2008
Wohnort: Töreboda/Schweden
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Ziegen und Wurmkur

Beitrag#8von Barbara » Dienstag 9. September 2008, 12:16

Herwig hat geschrieben:Inletzter Zeit rufen mich vermehrt Ziegenhalter an, denen nach relativer kurzer Krankheit Tiere sterben.
Verlauf ist meistens: Durchfall, Fressunlust, Schwäche >nach einigen Tagen Tod

Hallo Herwig,
das kann aber auch z.B. durch Kokzidien verursacht sein. Da helfen Wurmmittel nicht. Wir lassen bei Durchfällen, deren Grund nicht bekannt ist, grundsätzlich den Kot untersuchen. Erst danach wird behandelt.
Kokzidien sind z.B. bei uns in diesem Jahr auch ein Problem und sollten nicht unterschätzt werden.
Liebe Grüße
Barbara
Benutzeravatar
Barbara
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 18
Registriert: 01.2008
Wohnort: Bodenseekreis
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#9von Weitersbacher Hof » Dienstag 9. September 2008, 21:13

Hallo Annett,

bei Rainfarn liest man immer, dass vor Selbstmedikation gewarnt wird. In welcher Dosierung verabreichst Du ihn? Wird er getrocknet?

Vor 4 Jahren ist ein Kalb bei uns an Farnvergiftung gestorben, das 1. Tier, das überhaupt Farn gefressen hat; seitdem mähe ich den Farn um jene Weide vor der Beweidung ab. Das war allerdings kein Rainfarn.

Grüße
Doris
Benutzeravatar
Weitersbacher Hof
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 197
Registriert: 04.2008
Wohnort: 66903 Ohmbach
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#10von schweinchen criss » Donnerstag 18. September 2008, 14:11

hallo,
finde es sehr interessant was ich hier lese. in der tat, auch ich suche zur zeit nach einer alternative für eine wurmkur bei schafen und ziegen. das mit den nadelhölzern mache ich eh im winter. da ich ja mehrere tierarten haben bin ich mittlerweile mit einigen dingen erfolgreich dabei. so habe ich das pferd dieses jahr mit gutem erfolg und fruchthaarpulver entwurmt, gern verwende ich auch tee - weidenrindentee für brieftauben, nicht nur für das geflügel, da hier auch wirkung gegen kokzidien, salmonellen etc. draufsteht - muss sagen hatte ihn mal selbst bei einer darm-und magenverstimmung eingesetzt, echt gut. diesen kann man allen tieren geben. aus brasilien kommt derzeit eine wurmkur für hunde, richtig geeignet für mehrere, da eigentlich verschwindend kleiner preis, mit den wirkstoffen punica granatum- die rinde der wurzeln, was man bereits im mittelalter einsetzte gegen bandwürmer auch, menthe (minze) und artemesia annua anamed - eine pflanze vorwiegend in afrika, brasilien angebaut, die sogar in der malariatheraphie mit erfolg und wurmtreibend eingesetzt wird (chinesischer beifuss).
nur bei den wiederkäuern tue ich mich noch etwas schwer. was wirkt zuverlässig und könnte eine alternative gegen die chemie sein? ausser vermiss ex habe ich dazu nichts gefunden, was speziell für wiederkäuer geeignet ist. und vermiss ex ist ein wenig teuer für eine 10er herde, finde ich, also nicht gerade eine echte alternative. bei den anderen sachen, ausser weidenrindentee bin ich mir da nicht so sicher, ob die wiederkäuer ihn auch bekommen könnten und es wirkt. falls jemand also noch ein paar echt gute tipps für einen kleinen bauernhof weiss, würde ich mich freuen und auch über netten austausch.
l.g. katrin
Benutzeravatar
schweinchen criss
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 18
Registriert: 09.2008
Wohnort: 04509
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#11von Herwig » Donnerstag 18. September 2008, 16:03

Früher wurde häufig auch Kamalah eingesetzt.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#12von schweinchen criss » Donnerstag 18. September 2008, 19:32

Kamalah? kenne ich noch nicht? findet man dazu was zum lesen und was ist es, bzw. gibts das noch in relevanter anwendung? und wirkt es?
Benutzeravatar
schweinchen criss
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 18
Registriert: 09.2008
Wohnort: 04509
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#13von Alex » Mittwoch 18. November 2009, 23:03

Hallo,

ich will auch mal von meinen erfahrungen mit verwurmten Ziegen erzählen,
halte seit 12 Jahren Ziegen hab mit zwei angefangen und dann langsam aufgestockt, am Anfang war alles in Ordnung(halte BDE und melke) habe zweimal im Jahr entwurmz, dann gings mir so wie Herwig anfänglich beschrieben, Tire wurden krank Durchfall Tierarzt und Ziege tot, wurde immer schlimmer, sind dann in eine größeren Hof mit großer Weide usw. umgezogen, anfänglich wieder gut im zweiten Jahr gings wieder los, Weide wird iin Abschnitte unterteilt und regelmäßig umgetrieben, kommen aber zum melken in den Stall, dann hatte ich noch laut Fachbücher Matratzeneinstreu,
mein Bestand wurde immer kränker immer wieder Tierarzt da, holte sogar den von der Tiergesundheit Fachgebiet Ziege und Schaf Blutuntersuchung usw., Tiere wurden immer kränker, ein grausiger Bestand, ich liebe Ziegen wollte aber schon aufgeben, schlechtes Fell schlechte Milchleistung hohe Lämmersterblichkeit, hab dann--ich weiß viel zu spät-- Tierarzt gewechselt, 2009 im Februar, der hat sich viel Mühe gegeben, und sie hatten neben Würmer noch clostridien und leichten E-Selemmangel trotz regelmäßiger Mineralfuttergabe. Haben dieses Jahr wirklich oft entwurmt mit verscjiedenen Medikamenten, unter anderem auch mehrmals mit Eprinex pour on(hat man auch keine wartezeit auf die Milch) miste jetzt auch regelmäßig alle vier bis sechs Wochen aus, und hab trotz Weidegras täglich gutes Stroh bzw. Heu angeboten und sehr früh im Herbst mit kompletter Heufütterung angefangen, haben auch immer Heu drin. und was soll ich sagen, war vorhin wieder im Stall gestanden und hab ihnen zugeschaut die stehn drin mit glänzenden Fell einen dicken Bauch sind ausgeglichen und zufrieden, macht richtig Spaß, Milchleistung war dieses Jahr auch in Ordnung.

Ich will den Tag nicht vor dem Abend loben, aber der Zustand meiner iere hat sich um 100% gebessert, bin jetzt gespannt was das zickeln bringt, werde sie im Jan auch nochmal mit E-Selen spritzen lassen und werde die Weide mit E-Selen im Frühjahr aufwerten. Bin jetzt auch wieder beim Kraftfutter auf Zuckerrübenschnitzel und Hafer umgestiegen hoffe ich kriege die Clostridien so in den Griff.

Meiner Skuddenherde habe ich gleiche Kur angedeihen lassen und habe dieses Jahr doppelt so vviele lebende Lämmer als die Jahre davor.

Wollte das nun mal loswerden.

Möchte auch grundsätzlich von BDE auf Thüringer Waldziegen umsteigen, aber langsam.


Bis denn

Alex
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 765
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

alternativen zur wurmkur

Beitrag#14von cornelia » Montag 23. November 2009, 19:33

hallo, ihr lieben !
ich muss zugeben, herwig, dass mir kamalah noch nicht untergekommen ist !

einen cleanen ziegenbestand, damit meine ich einen absolut wurmfreien, wird man NIE zustande kriegen.
jeder veterinär, der sich wirklich mit kleinen wiederkäuern beschäftigt, wird das bestätigen.
die besten mittel, um nicht mehrfach im jahr unter der knechtschaft von panacur, cydectin & co zu stehen, sind:
- weiden die nur zweimal im jahr beweidet werden
- artenreiche wiesen, die nicht nur aus luzerne, weidel- liesch- und knaulgras bestehen.
(häufiges beweiden/häufige schnitte fördert die monokultur weniger gräser und lässt das ausblühen und versamen von vielen kräutern nicht zu.)
- ziegen sind äser, (wie rehe) die am liebsten hier junge triebspitzen vom weissdorn, dann fettes gras, dann die rinde einer weide schälen, darauf kräuter pflücken und dann trockenes überständiges gras rupfen, als nachtisch die knospen von nachbars apfelbaum, alternativ die buchenhecke... knuspern würden ( ...mal so als bild...) will damit sagen, dass das nahrungsspektrum der ziegen ein riiiesiges ist, wenn man sie lässt. nahrungsvielfalt ( und damit meine ich nicht rübenschnitzel plus quetschhafer) beugt innenparasiten vor.
- feuchtwiesen und sumpfige weiden nicht beweiden
- wurmmittel, die bei ziegen angewendet werden, in deutlich höherer dosierung als bei schafen verabreichen.
meist indoppelter menge (dosierung muss auf das spezielle präparat abgestimmt sein... mit dem vet klären)

kurz und knapp zu den wurmmittelresistenzen:
bei der wirkstoffgruppe der benzimidazole sind mittlerweile die meisten resistenzen aufgetreten,
(dazu gehören panacur, rintal, valbazen, ovitelmin, systamex und andere) da sie seit jahrzehnten im einsatz sind und ebensolange durch das ausbringen von Dung und gülle immer und immer wieder in den kreislauf eingebracht worden sind.
die avermectine ( dectomax, cydectin, ivomec, enzec und andere) sind noch nicht so lange im einsatz.
bei bedarf (wenn es sich nicht um bandwürmer oder den grossen oder kleinen leberegel handelt) würde ich auf jeden fall ein avermectin verabreichen.

wurmfarn auf den weideflächen ist etwas wunderbares, wenn sich die ziegen bedienen können, wie sie es brauchen. ich würde mich nicht trauen, es als getrocknetes oder frisches kraut den ziegen gezielt zum entwurmen zu füttern. es muss in für die ziege fast toxischen dosen verabreicht werden, um als wurmmittel im akuten fall zu funktionieren. mit sicherheit nehmen es die ziegen bei bedarf und als profilaxe selbständig ein. wobei wir wieder beim thema artenreiche weiden sind....

clostridien sind ein völlig anderes thema und weit unterschätzt. viele mutmasslichen "verwurmungsopfer" sind clostridienopfer.

connigrüsse vom stürmischen hunsrück !
Zuletzt geändert von cornelia am Montag 23. November 2009, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
cornelia
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 31
Registriert: 09.2009
Wohnort: westerwald
Geschlecht: weiblich

Beitrag#15von Burenzucht-Winter » Montag 23. November 2009, 21:22

@alex

bekommt man in ganz deutschland kohle wenn man TWZ hält oder züchtet?
oder ist das nur in thüringen so???

mfg
Burenziegenzucht in Bayern/Mittelfranken *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Burenzucht-Winter
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 26
Registriert: 10.2009
Wohnort: Bayern
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#16von mangalitza » Montag 23. November 2009, 22:36

Michael
Nutztier-Arche Kastanienhof (Hof Nr. 56)
www.nutztier-arche-kastanienhof.de
Benutzeravatar
mangalitza
Moderator
Moderator
Beiträge: 511
Registriert: 10.2007
Wohnort: Rheinland
Highscores: 150
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#17von Alex » Dienstag 24. November 2009, 23:05

Hallo

mit Panacur und Valbazen habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, Eprinex hat bei mir gut funktioniert.

Die Weiden werden bei mir auch regelmäßig umgesteckt, wobei ich mit den Schafen weitaus flexibler bin, weil ich die aufgrund des batteriebetriebenen Stromgerätes weiter weg stecken kann, die Ziegen brauchen das am Haustrom angeschlossenes sonst büchsen sie mir immer mal wieder aus.
Außerdem brauche ich sie zum melken im Stall.

Die Weide ist bei mir direkt hinterm Haus, gehört mir aber nicht und ist nur gepachtet, sonst würde ich sie mit Büschen aufwerten.

Zuckerrüben und Hafer füttere ich als Kraftfutter zu, bei den laktierenden Tieren, daß das nicht gegen Würmer hilft ist mir auch klar. Clostridien kommen ja auch oftmals von zu hohen Kraftfuttergaben vorallem Schrot, meine Skudden sind da auch anfällig dafür. darauf hatte ich das bezogen.

Ich schneide im Sommer auch regelmäßig Büsche und Zweige und gebe die noch dazu, und im Winter Fichten usw. Aber eine Weidemöglichkeit wie es ein freilebendes Reh hat, kann ich meinen Ziegen leider nicht bieten, die Zeit um mit ihnen täglich in den Wald´bzw an den Waldrand zu gehen und sie zu hüten hab ich nicht. Wäre natürlich ideal und würde mir auch gefallen, --" mit der Querflöte über die Blumenwiese hüpfen, meinen Ziegen vvvvoraus sie zu den besten Kräutern führen, mich dann im die Sonne legen und ihnen beim fressen zuschauenBildBild".--oder der Peter kommt morgens vvvorbei und bringt sie abends wieder. "Seufz".

Nun gut bis jetzt schauts mit meinem Bestand wieder echt gut aus auch ohne Peter, habe vvor Medikamenteneinsatz wieder runterfahren zu können, werde aber im Jan nochmal gegen Clostridien spritzen.

Hoffe das Beste

Schönen Gruß

Alex
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 765
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#18von klosterbauer » Mittwoch 25. November 2009, 12:55

Ahoi Alex - hier Peter

Der Weg ist mir leider etwas arg weit, das schaff ich nicht ...

Schaffs ja schon bei meinen eigenen Schafen nicht.

Aber trotzdem - bis denne grüßt
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#19von alfredo » Mittwoch 25. November 2009, 22:44

Hallo liebe Ziegenfreundinnen- und Freunde,
mit Wehmut denke ich an die Monate Mai bis September zurück in denen meine Frau und ich in der Abendzeit
- wenn andere sich von den Fernsehprogrammen verbilden lassen - nahezu täglich mit unseren 3 Harzziegen
einen Wald-und Wiesenspaziergang unternahmen. Die Glocken verrieten uns stets den Äsungsort, wobei die drei nie weiter als dreißig Meter sich von unserer Hängematte, in der wir dann immer bis zum ersten Sternenfunkeln den Tag verabschiedeten, entfernten...

Die "Glühwürmchen" auf den Heimwegen waren in diesem Jahr bis Anfang September einfach Spitze in ihrer Aktivität.

Neben Romantik und Erholung pur glänzt das Haarkleid des Trios bis dato. Wenn hier auf dem neuen Grundstück am Samstag eine große Schwarzkiefer gefällt wird, werde ich wohl die Äste als Winterfutterangebot gar nicht beseitigen.

Wobei in der kommenden Woche bei meinem Kaltblut-Hengst und den Ziegen ivomec zum Einsatz kommen wird...

Es wünscht Euch gesunde, trächtige Ziegen
Alfredo
Benutzeravatar
alfredo
Bauer, Farmer, Landwirt
Bauer, Farmer, Landwirt
Beiträge: 202
Registriert: 01.2008
Wohnort: Möringen bei Stendal
Geschlecht: männlich

Beitrag#20von Alex » Mittwoch 25. November 2009, 23:37

Hallo,

das klingt ja super romantisch, bin ich ja ganz neidisch, so hätt ich mir das auch gewünscht, aber ich muß sagen, wenn du vier Kinder hast, das wäre nicht das Problem, aber wenn du dann in die Schiene kommst mit Hausaufgaben dort ein Termin hier das abholen, dort jenes hinfahren, da den Elternabend, und dabei versuchst dich und die kinder lebensmitteltechnisch selber zu versorgen Garten usw. bleibt leider für sowas keine Zeit mehr, zum fernsehen komm ich im Sommer gar nicht, weil mein Arbeitstag erst zu Ende ist, wenn die Glühwürmchen schon fast wieder schlafen gehen.

Einen erholsamen Winter.

Alex

"Peter hat ja auch keine Zeit"BildBild
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 765
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#21von starkepferde » Dienstag 16. Februar 2010, 16:46

Leider muss ich wieder mal das Thema Wurmkur aufgreifen und eine Frage an alle erfahrenen Ziegenzüchter richten:
Meine Ziegen fangen in 4 Wo. an zu lammen, bis wann kann oder sollte ich die letzte Wurmkur durchgeführt haben?
Habe Anfang Dezember alles entwurmt.
Danke für eure Antworten.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

:smileyvieh: le Grüße Nutztier-Arche 139 \\\"Hardeck"\\\
Benutzeravatar
starkepferde
Moderator
Moderator
Beiträge: 156
Registriert: 01.2009
Wohnort: Büdingen-Orleshausen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#22von Herwig » Dienstag 16. Februar 2010, 17:08

Ich würde erst nach der Lammung kuren.
Dann geht über die Milch auch etwas an die Lämmer und die sind schon mal geschützt.
Einem hochtragenden Muttertier würde ich keine Wurmkur geben.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#23von karinenhof » Dienstag 16. Februar 2010, 17:55

ich würde erst eine Kotprobe einsammeln, einschicken und untersuchen lassen. Dann kannst Du Dir sicher sein, ob und wie Du wann behandeln musst!!!!!

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
Benutzeravatar
karinenhof
Moderator
Moderator
Beiträge: 1430
Registriert: 04.2007
Wohnort: 14662 Wiesenaue/ OT Brädikow
Highscores: 25
Geschlecht: weiblich

Re: Ziegen und Wurmkur

Beitrag#24von eumax » Dienstag 27. August 2013, 06:07

Füttere meine Soayschafe mit Rainfarn sehr erfolgreich gegen Würmer.
Demokratie schließt Regierungen (=Terrorismus) aus.

Und der Arme sagte bleich: "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."
Berthold Brecht
Benutzeravatar
eumax
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 7
Registriert: 04.2012
Wohnort: Bad Berleburg
Geschlecht: männlich

Re: Ziegen und Wurmkur

Beitrag#25von eumax » Mittwoch 28. August 2013, 06:44

Habe meine kleine Soayschafherde von 10 Tieren 14 Tage mit einem dicken Blumenstrauß Rainfarn beglückt. Schon nach 2 Tagen fanden sich keine neuen Würste mehr auf der Weide - nur noch wunderschöne Perlen.
Demokratie schließt Regierungen (=Terrorismus) aus.

Und der Arme sagte bleich: "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."
Berthold Brecht
Benutzeravatar
eumax
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 7
Registriert: 04.2012
Wohnort: Bad Berleburg
Geschlecht: männlich

Nächste

Beteilige Dich mit einer Spende