Wurmkur und Wartezeit...bin verunsichert...

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Wurmkur und Wartezeit...bin verunsichert...

Beitrag#1von MiVa » Montag 6. Juni 2011, 19:39

Hallo,
möchte meine Ziegenlämmer entwurmen.Habe vom Tierarzt Valbazen 10% Suspension bekommen.Dosierungsanleitung:Rind 100kg->7,5ml Schaf 50kg->2,5ml.Muß ich den Ziegen die doppelte Menge der Schafsdosis geben? Tierarzt und Sprechstundehilfe waren nicht sehr hilfreich.Valbazen soll ja schon bei vielen Wurmarten schon garnicht mehr richtig wirken.Naja,jetzt hab ich das Mittel.
Was mich noch verunsichert.Die anderen 1jährigen Ziegen wurden beim Vorbesitzer mit Ivomec und Concurat behandelt.Beide Produkte sollen nicht für milchgebende Tiere verwendet werden,deren Milch für den menschl. Verzehr ist.Gibt es trotzdem eine Wartezeit? Ich möchte meine Ziegen zwar erst nächstes Jahr melken,habe aber gehört,daß man bei Ivomec bis zu einem halben Jahr warten muß.Wie sieht es bei Valbazen aus? Rind 5 Tage. Bei Ziege und Schaf steht wieder garnichts. Was könnt ihr mir raten? Danke. Gruß MiVa
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Beitrag#2von Alex » Montag 6. Juni 2011, 22:30

Hallo,

Valbazen verwende ich nicht mehr, wirkt bei mir nicht mehr, habe aber auch immer fünf Tage Wartezeit eingehalten. Dein TA muss dir eigentlich nen Zettel mitgeben, auf dem Wartezeit MedikamentTierart und Datum usw. draufsteht, den muss man dann auchFünf Jahre? aufheben, also bei uns ist das zumindest so. Und ein halbes Jahr Wartezeit auf die Milch, das gibts eigentlich gar nicht, hatte noch kein solch ein Entwurmungsmittel und ich hatte schon viele. Du musst darauf achten, regelmäßig den Wirkstoff zu wechseln, sonst züchtest du dir Resistenzen her. Ich lass auch regelmäßig eine Kotprobe untersuchen. Bei der Ziegenhaltung ist ein Tierarzt der sich mit Ziegen auskennt sehr wichtig, hab schon die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ein unerfahrener dir im Notfall den halben Bestand kosten kann.

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Beitrag#3von MiVa » Mittwoch 8. Juni 2011, 19:15

@Alex
Danke für Deine Antwort. Der dt. Tierarzt hat mir nur das Valbazen gegeben.Ich glaube das nächste mal gehe ich wieder zu unserem franz. Tierarzt.Der hat zwar noch Kollegen,aber er ist der Chef und er hat auch die meiste Erfahrung.Er kommt aber nur am Wochenende für Notfälle.Im Prinzip habe ich keinen Tierarzt,der sich mit Ziegen auskennt.Bei unseren Pferden war das schon immer ein Horror.Wenn der Chef nicht selber kam,mußte man den Kollegen auf die Sprünge helfen,damit sie überhaupt etwas diagnostizierten.
Ansonsten bereiten die Ziegen unseren Kindern viel Freude.Noch mehr als die Kaninchen,bis auf einen,unseren Deckrammler.Er bringt die Kinder zum Lachen.Ich sag extra nicht Zuchtrammler,weil er kein Zuchtkaninchen mit Tätowierung usw ist,sondern ein Stallkaninchen/Schlachtkaninchen.Gruß MiVa :)
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Beitrag#4von Alex » Mittwoch 8. Juni 2011, 22:07

Hallo,

ich würde versuchen einen TRierarzt mit Ahnung aufzutreiben, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ziegen im Allgemeinen viel anfälliger sind als Schafe und wenn du dann niemanden an der Hand hast, der weiß was los ist, bist du ganz schnell ne Menge Geld und leider auch Ziegen los.

Ich habe hier am Hof viele verschiedene Tiere und für alle kaum Tierarztkosten ausser für die Ziegen. Mittlerweilen hab ich auch einen TA mit Ahnung gefunden, da bestehe ich auch mittlerweilen auf den Chef, weil sein Assistent kennt sich gut mit Pferden aber weniger mit Ziegen aus und der hat schon sinnloses behandelt, was viel gekostet hat und nichts brachte.

Bei meinen vorherigen TA wars irgendwann soweit, dass ich kaum noch Tiere aber ne Menge Rechnungen hatte, weil der nur Plan von Rindern und Schweinen hat, aber null von Ziegen und ich mir hier Clostridien eingefangen hatte, hab ihn sogar mehrfach darauf hingewiesen, dass ich den Verdacht hätte, er stritt aber immer ab, so hab ich Tier um Tier verloren, dann den TA gewechselt, jetzt regelmäßig Impfen und siehe da, die Verluste gehen sichtlich zurück.


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Beitrag#5von Conny » Donnerstag 9. Juni 2011, 11:14

Hei,

man, was hab ich da bloß für Glück. Bild

Mein TA hält selber Ziegen und ein paar Schafe und ist dazu noch Fachtierarzt für Schweine.

Dafür hat er null Ahnung von Pferden und Geflügel. Musste aber feststellen, das die hiesigen TÄ bis auf wenige Ausnahmen, sowie null Ahnung von Pferden haben, geschweige denn von Geflügel.

Und mit dem Zuhören ist das auch so eine Sache. Ich hätte letztlich dadurch beinahe eine tragende Stute verloren. Der TÄin habe ich gehörig meine Meinung gesagt. Rechnung hat sie bisher keine geschrieben, wahrscheinlich traut sie sich nicht, nach dem was passiert ist.

Entwurmen tu ich nur nach einer Kotprobe, wenns nötig ist, sonst nicht. Die Gefahr der Resistenz ist mir zu hoch. Kotprobe gebe ich zweimal jährlich beim TA ab, kostet auch nicht die Welt, auf jedenfall kostengünstiger als das Entwurmungsmittel.

LG
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Beitrag#6von MiVa » Montag 13. Juni 2011, 10:45

@Conny
Danke für Deinen Beitrag.Habe erst heute mal wieder den PC angemacht.Ich bin froh,daß ich mich bei Pferden am besten auskenne.Dadurch haben wir schon viel Geld gespart.Bei den Ziegen wird es auch nicht lange dauern bis ich denen ihre Verhaltensweise usw. verstehe.Das nächste mal gebe ich auch Kotproben ab,damit man besser entscheiden kann welches Wurmmittel am besten ist.Vorallem kann ich dann auf eins bestehen,daß ich bei Milchziegen verwenden kann.Aber ich denke,bei einer guten Weidehygiene werde ich hoffentlich mit nicht zu vielen Parasiten zu kämpfen haben.Bei den Pferden hatten wir nur 1x mit den Dasselnfliegen Probleme,aber mit Würmern weniger. Gruß MiVa :)
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Beitrag#7von starkepferde » Montag 11. Juli 2011, 16:37

Meine 5 Ziegen hatten letztes Jahr große Probleme mit Verwurmung. Panacur und ich weiß nicht was noch alles insges. 3 Wurmkuren) blieben ohne Wirkung. Der Bock ist dann fast eingegangen und wurde grade noch in letzter Minute vom TA gerettet. Irgend ein Schafmittel und Infusionen haben grade noch geholfen. (Auch ich habe bis heute keine Rechnung über die Aktion). Seit dem gehe ich 1 - 2 mal die Woche mit den Ziegen für 1 - 1,5 std. spazieren. Habe Hecken und Wald in der Nähe. Sie fressen auch giftige Pflanzen wie z.B. Pfaffenhütchen, Efeu usw., aber nur in geringen Mengen. Vor allem aber Eichenrinde und Blätter, Rainfarm, Brombeere, Buche, Fichte und und und.
Habe seit letztem Jahr September im 3 monatigem Abstand Kotproben machen lassen und siehe da - keine Würmer, keine Kokzidien.
Vielleicht habe ich mit meinen Ziegen auch einfach nur Glück. Am Anfang waren wir zu zweit und haben alle Geführt, nach 2 Wochen habe ich nur noch die Leitziege an die Leine genommen. Nach weitern 4 Wochen laufen alle wunderbar in der Gruppe langsam am Weg- bzw. Waldrand entlang und fressen was ihnen schmeckt und gut tut und gehen ohne Probleme wieder mit zurück zur Koppel.
Vielleicht ein Versuch wert, die Parasiten zu bekämpfen.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

:smileyvieh: le Grüße Nutztier-Arche 139 \\\"Hardeck"\\\
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Beitrag#8von Herwig » Mittwoch 13. Juli 2011, 11:42

An anderer Stelle im Forum hatte ich schon geschrieben, das Panacur nicht mehr zur Entwurmung von Schafen und Ziegen taugt...
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