Zu schlauer Bock

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Zu schlauer Bock

Beitrag#1von Canaria111 » Dienstag 2. Oktober 2007, 16:32

Ich habe ja 2 canarische Ziegen und damit das Wetter auch das richtige ist, habe ich jetzt von einen Freund einen Palmero-Bock für 2-3 Monate geliehen bekommen, damit er meine Mädels beglücken kann.

Meine Ziegen leben frei auf dem Gelände und haben eine Pferdbox wo sie gefüttert werden und sich unterstellen können. Seit 10 Monaten nie ein Problem.

Samstag fahre ich also zu meinen Bekannten um den Bock zu holen. Er behauptete, es ist kein Problem diesen in meinen kleinen R4 zu transportieren. Als ich ihn sah, war ich mir nicht mehr ganz so sicher. Ein schönes Tier mit gewaltigen Hörnern. Mein Freund nimmt ihn an den Strick führt ihn zum Auto und sagt "hopp" Schwupps, war er im Auto und legte sich gemütlich hin. Die ganze Fahrt hat er interessiert nach draussen geguckt und war super lieb.

Auf der Finca angekommen kam er erstmal in eine Box, wo er 2 - 3 Tage sich erstmal gewöhnen sollte. 2h später gehe ich gucken.... Bock weg und die Sucherei ging los. Sonntag morgen kam dann auch sein Besitzer und machte sich mit auf die Suche. Sonntags ist bei uns Jagdtag und abends sagte mein Freund dann, den kannst Du vergessen, den werden die Jäger erwischt haben. *seufz* So ein anständiger Bock kostet hier rund 250,-.

Eben bekam ich eine Nachricht, der Bock ist wieder aufgetaucht, kurz vor zuhause ist er in einer Bar eingekehrt, hatte aber kein Geld dabei *ablach* Die Polizei wollte es auch kaum glauben, wie der Bock wie immer freiwillig ins Auto sprang.

Jetzt fragt mich mein Bekannter, wann ich ihn wieder abhole. Jetzt habe ich Schiss, dass er mir wieder abhaut und vielleicht sogar meinen Mädels beibringt, wo man bei mir rauskommt. Ich weiss nicht, wo er rausgekommen ist, um das anzusichern. Was soll ich tun ? Hat jemand eine gute Idee ?
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Beitrag#2von karinenhof » Dienstag 2. Oktober 2007, 16:53

das ist ja ein Ding.
Kannst Du Deine beiden Mädel´s nicht zum Bock bringen?

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Beitrag#3von Herwig » Dienstag 2. Oktober 2007, 16:58

Klasse Karin!!!!Bild
Manchmal liegt das Gute so nahe!

Ich habe eben gegrübelt was man da machen kann?? TzTztz ist doch so einfach!
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Beitrag#4von knüllbergfarm » Mittwoch 3. Oktober 2007, 06:44

Genau wenn der Bock den bogen erstmal raushat wo er raus oder Rüberkommt kanste das vergesen
und deine Mädels machen das Nach.ich Züchte seit 6 Jahren Walliser und die sind ab und an zum Nachbarn der hat seine auf Spalirbaum gezogenen Obstbäume n"halbenmeter hinter unsern Zaun auf
sein Grundstück haben jetzt ein zweiten Zaun in abstand von 3m gebaut nur so kann man die vorm
ausbuechsen abhalten .Also ab zum Bock bevor schlimerses paziert.

Gruss Thomas vone KnüllbergfarmBild
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Beitrag#5von Canaria111 » Mittwoch 3. Oktober 2007, 11:19

Oha, das wollte ich auf jeden Fall vermeiden. Das ist da keine optimale Haltung. Hm, dann werde ich mal schaun, was ich mache...
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Beitrag#6von karinenhof » Donnerstag 4. Oktober 2007, 14:27

boh, das hört sich nicht so gut an. Wenn´s aber auf Zeit ist? Da must schon abgewogen werden, ob es das wert ist.

Aber so schlimm kann´s ja nicht sein, wenn der Bock ausbricht und wieder nach Hause rennt Bild

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Beitrag#7von Canaria111 » Donnerstag 4. Oktober 2007, 14:50

@Karin *lach* nein, sooo schlimm ist es nicht. Bin eigentlich sehr stolz, weil früher alle Tiere in Mini-Käfigen, Kaninchen auf Gitter usw. gehalten wurde. Ich habe viel viel diskutiert (garnicht so einfach als Frau bei einen Canario) und war seeeeehr angenehm überrascht, als ich den Bock abgeholt habe und ich stolz zu den verschiedenen neuen Käfigen geführt wurde. Alles viel grösser oder weniger Tiere pro Käfig, alles pickobello sauber usw.

Aufklärungsarbeit hat eindeutig gewirkt. Das freut mich total, bin aber halt bisschen pingelig mit meinen Viechern. Die gehören fast mit zur Familie.

Ich denke, irgendwas ist bei mir vorgefallen, dass der Bock einfach abgehaun ist. Vielleicht die Hunde ?

Zu dem Bock. Der wurde von einer Frau mit der Flasche aufgezogen und dementsprechend zahm. Erst eine Woche bevor er zu mir kam, wurde er von meinen Bekannten gekauft. Daher ist nicht sicher, ob er nicht auf den Weg zu seinen vorherigen Zuhause war. Da hätte er noch ewig weiter wandern müssen.

Jetzt hatte ichmir überlegt, wenn ich ihn nochmal in die Box sperre (mit ner besseren Tür) und ihn ne Runde von vorne bis hinten verwöhne, gewöhnt er sich dann nicht so langsam an meine Finca ? Ich hatte die Ziegen auch nicht mit in der Box. Wenn ich sie zusammen tue und er so auf den "Geschmack" der neuen Mädels kommt, könnte das klappen ? Soweit ich weiss, ist er bei der Ziehmutter überall frei gelaufen und niemals abgehaun.
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Beitrag#8von karinenhof » Donnerstag 4. Oktober 2007, 16:04

da freue ich mich.
Obwohl´s mich schon wundert, dass Du Männer aufklären must Bild.
Nein ich hab Dich richtig verstanden und finde das total klasse, dass Du mit den Leuten dort sprichst und vor allen Dingen auch etwas positives damit bewirkt hast!!!!!!

Evt. kannst Du den Bock wenigstens am Anfang (zur Eingewöhnung) in die Nachbarschaft Deiner Mädels stellen. Wenn er dann abhaut, dann hoffendlich zu ihnen.

Bei unserern Soay fängt der Heinrich auch schon an seine Mädels zu treiben. Bin ich nicht traurig, dann kommt der Nachwuchs im nächsten Jahr etwas früher und wenn das Gras so richtig wächst, sind mehr Futterverwerter da.

Liebe Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#9von Canaria111 » Donnerstag 4. Oktober 2007, 16:19

leider viel zu wenig kann ich bewirken, Karin, die Tierhaltung hier auf den Inseln ist durch die Bank weg eine Katastrophe. Aber durch Vorleben kann man schon was bewirken, weil die Canarios keine Tierquäler sind, sondern es einfach nicht besser wissen. Wenn dann meine Tiere gesehen werden, dann kommen die Fragen wie man die so hinbekommen kann Bild

Ich habe nur eine Box frei und kann sie 3 dadurch nicht seperat nebeneinander stellen. Geht nur zusammen oder Bock allein, aber da ist er mir ja weg.

Hier wäre es halt auch eine ideale Zeit, später wird es doch sehr warm und früher wäre es noch zu nass.
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Beitrag#10von Herwig » Donnerstag 4. Oktober 2007, 17:08

Also von Naxos kenne ich das so:
Die binden die Beine der Tier vorzusammen, dann können die nciht schnell laufen >Inakzeptabel wie ich finde

Eine weitere Methode, die ich auch schon mal bei einem Bock angewendet habe, der mir immer über den Zaun gesprungen ist:

Halsband, mit einem kurzen Strick, an dem ein Stück Holz angebunden wird. Der Ziegen bock kann dan zwar in Ruhe herumgehen, aber nicht laufen, weil dann dás Holz vorne zwischen den Beinen herumschleudert> Für eine gewisse Zeit akzeptabel

Weitere Möglichkeit, wenn keine Bäume auf dem Grundstück stehen: Eine Ziege und den Bock mittels einem Strick (60 cm) miteinander verbinden, hat meine Oma immer gemacht.> Kann ins Augen gehen, nicht länger als einen Nachmittag akzeptabel

Die Stalltür öffnen und den Bock an einem Seil, ca 2m anbinden, die Ziegen können dann Kontakt zueinander aufnehmen, dem Bock ausweichen wenn er rüpelhaft wird und evtuelle eine oder zwei Nächte nebeneinander verbringen. > akzeptabel für einen gewissen Zeitraum.

Davon muß aber nun etwas passen.
Besondere Situationen erfordern besondere MaßnahmenBild
Schließlich muß der Bock nicht auf Dauer nach einem Vorschlag wie oben gehalten werden obwohl es letzlich Tiere gibt, die so ihr ganzes Leben verbringen müssen, es also für einen Zeitraum der unter einer Woche liegt zu verantworten ist.
Wenn der Bock in der Weltgeschichte herumirrt und sich womöglich in der Kneipe besäuft oder sonstwie unter die Räder kommt ist das auch nicht gerade tiergerechtBild

Sonst würde ich dir raten ihn einfach mal so einen halbn Liter Feigenschnaps zu gönnen, dann haut er bestimmt auch nicht ab. Meine Oma hat das immer gemacht, wenn eine Sau die Ferkel nicht angenommen hat. Da hat die einfach einen Liter Kartoffelschnaps ins Schrot bekommen, die war dann so breit, das sie alle Ferkel saugen alssen hat.Bild
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Beitrag#11von armin » Donnerstag 4. Oktober 2007, 18:15

Oh, oh; hat der kleine Herwig etwa auch schon mal von Omas Kartoffelschnaps genippt und spricht deshalb heute gern mal dem "leggeren Appelwein"zu???? Bild Bild Bild

@Cris: Ich würd höchstens nen viertel Liter schnaps nehmen, sonst hat der Bock morgen nen Kater... Bild Bild Bild

(... bin ich konstruktiv heute... Bild)
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Beitrag#12von Canaria111 » Freitag 5. Oktober 2007, 09:42

Also, Fazit Eurer Überlegungen ist, den Bock besoffen zu machen *ablach*

Aber wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, vielleicht sollte ich eine Mischung ausprobieren. Grundsätzlich ist es ja so, das der Bock sehr zutraulich sein soll und warum sollte ich es dann nicht schaffen, dass er nicht zu uns zutraulich wird, z.B. mit nen kleinen Fläschken Bier *gg*

Dann, mit Strick und Stall, damit sich die 3 in Ruhe beschnuppern können und wenn das klappt gegen wir zur Stufe 3, mit den Strick/Stock zwischen den Beinen um schnell genug zu sein, wenn er dann immer noch abhauen will.

Und mit viel Leckerchen, müsste das doch klappen. Wir reparieren jetzt am WE erstmal in Ruhe die Boxentür, dass er da nicht mehr rauskommt.
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Beitrag#13von Herwig » Sonntag 7. Oktober 2007, 08:40

Betrunkene Böcke sind ja gar nicht so selten, oder?
Unsere Schwene haben mal gegorene Äpfel gefressenBild, meine Frau hat mich ganz aufgeregt auf der Arbeit angerufen und gesagt: Unsere Schweine sind krank, die knicken immer mit den Hinterläufen ein. Nix krank, besoffen war die!!
Aber so ein Kater macht ja auch sehr ruhig.

Also, hast schon recht, die Tiere müssen sich aneinander gewöhne, der Bock muß heimisch werden. Wenn du ihn dann zu lange behälst, musst du allerdings damirt rechnen das er hinterher beim Besitzer ausbricht und zu dir läuft
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Beitrag#14von torpartjejen » Sonntag 7. September 2008, 21:02

Hallo!

Nun bin ich wohl ETWAS :) zu spät mit meiner Antwort! Will aber trotsdem meine Erfahrungen weitergeben. Da ich nicht so grosse zusammenhängende Weideflächen habe, sondern nur hier und dort mal ein Stückchen, war es nicht lohnend etwas einzuzäunen. Die Lösung für den Bock un die grossen Mädels war eine Longe, wie man sie zum Pferdelongieren hat an einenalten Autoreifen anzubinden. Je nachdem, wie viele Steine man als Gewichte drauflegt, desto weniger können sie damit herumlaufen. Wenn man will, dass sie sich ein wenig fortbewegen können nimmt man weniger Steine. Die Kleinen Zicklein durften frei umherspringen, so lange sie sich in der Nähe ihrer Mütter halten.

Gruss Annett
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Beitrag#15von Herwig » Montag 8. September 2008, 08:25

Hallo Annett,
genau so habe ich das früher auch gemacht, hier schnell das Info für Deutschland:

In Deutschland ist das sogenannte Tütern (Anbinden an Ketten oder Leinen) verboten. Aufmerksame Tierschützer zeigen das sofort an. Beobachter können feststellen das z.B. die kleinen Familienzirkusse das auch nicht mehr (seit dem 1.1.07) machen dürfen und die Tiere in Elektrozäunen halten.

Ob diese Entscheidung eine richtige ist, lasse ich mal dahingestellt, fest steht für Deutschland: Bei Strafe verboten!

Vielleicht kommt das ja in Schweden auch noch, wer weiß??

Ich hatte meinem Bock, der immer die Zäune übersprang ein kleines Kantholz an einer 2 meter langen Leine an das Halsband gebunden. Das hat wenig behindert , er konnte aber nun keinen richtigen Anlauf mehr nehmen um über den Zaun zu springen. Prompt hatte ich eine Meldung beim Kreisveterinär...
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