Wie die Wärme in einem alten Haus halten?

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Wie die Wärme in einem alten Haus halten?

Beitrag#1von viehev » Donnerstag 22. Oktober 2009, 11:26

Hallo,

Ich wollte fragen, wie ich die Wärme in einem alten Haus halten kann?

Mal schnell zum Haus, es hat noch alte Fenster, aus einfachem GLas (doppeltverglast, man kanns mittigs öffnen, also 2 Scheiben) es zieht eigentlich überall, aber z.Zeit können wir uns keine neuen Fenster leisten...
Die Toilette liegt ausserhalb des eigenlichen Wohnhauses (Anbau) und dort ist nur ne alte einfach verglaste TÜre (hälfte Glas, häfte Holz) unter der der WInd durchzieht, und da auch die Mäuse rein und rausflitzen, aber man braucht die TÜre um hinters Haus in den Garten zu kommen, ich mach die Zwischentüre nach dort schon zu, aber man erfriert fast auf der Toilette...

Das Haus besteht aus 4 Stockwerken, Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss und Speicher (man kommt nur von aussen in den Keller)
Im Erdgeschoss befindet sich Küche, Wohnzimmer, Abstellrumpelkammer und en FLur wo Waschmaschine und Trockner Garderobe +Wandschrank stehen.

In der Küche ist der Küchenherd (Holzherd) + das Feuerloch zum Kachelofen, der eigentliche Kachelofen befindet sich somit im WOhnzimmer,
Über dem Wohnzimmer sind die KInderzimmer, indem direkt darüberliegenden, ist auch ein Lüftungsschacht, vom Kachelofen aus, aber es wird gar nicht richtig warm dort oben, auch wenn mans unten vor Hitze kaum aushaltet!

Vom Speicher runter zieht es auch, da möchte ich jetz nen alten Teppich von der Speicherseite her an die Türe nageln, so dass vllt, die Luft nicht mehr so durchziehen kann, meint ihr des bringt was?
Weil in dem Zimmer wo die Speichertüre ist schläft die Kleine (1 1/2 Jahre) und es ist halt net schön wenns so kalt ist, aber in unserem Schlafzimmer was über der Abstellrumpelkammer liegt, ist es noch kälter!

Das Bad ist auch nur solange Warm, wie der Badofen eingeheizt ist (auch mit Holz) und die Badtüren zu!

Wir hatten letzten Winter solche Heizlüfter, aber die darf ich dieses Jahr net benutzen, weil wir gerade den Nachzahlungsbescheid der ENB* bekommen haben, mit über 700 Euronen (totale Scheisse eben, damit hab ich wenigstens en bissl warm bekommen)

SInd auch am Überlegen den Stromanbieter zu wechseln, wissen aber nicht was günstiger ist...

So und nu hoffe ich, dass jemand von euch Tipps hat, dass man nimmer so frieren muss, möchte auch eben Schaffeller oder Kaninchenfeller für die Kinderbetten + Unsere (also 4 Feller), weiss aber noch net woher bekommen, wisst ihr nen Laden wo es sowas gibt, die auch Verschicken?

Wir haben zwar eigene Schafe, aber die Feller sind net so schön von denen die auf der Weide stehen, hatten zwar schon welche von 2 jungen Lämmern eingeschickt, aber die sind bei denen untergegangen, und nicht mehr aufgefunden worden, leider!

Danke schon mal im Vorraus, für viele hilfreiche Tipps!
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Beitrag#2von Herwig » Donnerstag 22. Oktober 2009, 16:44

Hallo,

also als erstes gilt es die Fenster fitt zu machen.
Es gibt Klebeband mit Schaumstoff zum Abdichten der Ritzen. Aus der Einfachverglasung lässt sich schnelle eine notdürftige Doppelverglasung machen mit Folie und doppelseitigem Klebeband auf den Fensterstegen. Wenn die Staubfrei sind geht auch Haushaltsfolie.

Vor zugigen Türen kann man aus Stoffresten einen Schlauch in Tüerbreite nähen und mit feinen Sand füllen, einfach immer unten mit dem Fuß an die Tür schieben, wenn man reingegangen ist oder jemanden rauslässt.

Öfen kann man doppelt nutzen, besonders wenn oben ein Zimmer direkt da drüber ist.
Z.B. der Küchenofen: Ein paar Meter Wiggurohr kaufen, eine Spirale biegen in den Ofen unter die Platte mit Draht befestigen, oben im Zimmer einen alten gebrauchten Heizkörper vom Sperrmüll oder Installateur. Nun eine Wigguleitung nach oben an den Heizkörper und eine Leitung an das andere Ende der Spirale. Wo normalerweise der Entlüfter eingeschraubt ist einen trichter oder ähnliches nach oben anlöten. Alles mit Wasser befüllen und den Ofen Heizen, fertig ist die Schwerkraftheizung für die erste Etage.

Geht auch für das Bad, wo man ja sowieso schon einen Heißwasserboiler hat, auch damit lässt sich billig eine Allesbrennerheizung immitieren, solange man sich zu Nutzen macht, das heißes Wasser immer nach oben steigt, und von unten kaltes nachzieht.

Auf dem Dachboden würde ich kleine Heu- oder Stroballen legen, die isolieren das Haus dann nach oben. Alte Teppiche an der Tür bringen gornix, weil sie keinen Isolationswert haben...
Aber aus dem Baumarkt nur 1,5 qm Sterodur, mit Pappnägel oder Schrauben aufgeschraubt bringt richtig was.

Man kann in den oberen Räumen, durch die ein benutzter Schornstein läuft auch einfach in Höhe des Fußbodens und kurz unter der Decke löcher machen für ein Ofenrohr, das dann Quasi die Wärme aus dem Schornstein ans Zimmer abgibt.

Alle Eisenöfen sollten mit Felssteinen belegt werden, die Speichern noch etwas die Wärme wenn der Ofen ausgeht. (es gehen auch rote Klinkersteine...)

Wenn ihr einen Durchlass zu oberen Zimmer habt vom Kachelofen, besorgt eucg günstig einen Rohrlüfter (kostet nur ein paar Euro) den eibauen und anschließen vielleicht einfach andie Steckdose mizt Stecker, der pustet dann die Warme Luft nach oben in die Zimmer.

Als Zusatzheizung fürs Bad eignet sich viel besser als ein Elektrofen ein Gasheizstrahler, gibt es für ca 15 Euro im Baumarkt, wird auf eine Leihflasche Gas geschraubt und angezündet. Vor allem wird man nicht mit einer Jahresrechnung überrasch, sondern kann nach finanziellen Mittel Gasflaschen kaufen.

Vielleicht fällt mir noch mehr ein...
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Beitrag#3von lieschenvomhof » Donnerstag 22. Oktober 2009, 19:14

also ich wohne auch in einer so "alten Hütte " ich habe mir an jeden Durchgang an jede Haustüre oder auch Bühnentüre einen Vorhang davorgehängt, den ich je weiter ich mich ins "Innerer zurückziehe" zuziehe. Etwas länger wie bodenlang- hält Zugluft ab wenn diese Vorhänge länger sind wie Bodenlänge. Ich benütze hierzu immer schwere Vorhänge wie Leinen z.B. Kleiner Tipp mir hats geholfen auch vor den Fenstern .
beste Grüsse vom lieschenvomhof

meine Familie besteht aus Bartkaninchen,Angorakaninchen,Deutsche Riesen,Brahmas,Sulmtaler,Deutsche Pekingente, Stockenten, Laufenten, Gänse + Pommerngänse,Wachteln und einer Mutter mit ihren drei Hundekindern
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Beitrag#4von viehev » Donnerstag 22. Oktober 2009, 20:42

Mit Heu und Stroh ist dieses Jahr noch bisschen schwierig, weil auch noch en Haufen alter Kruscht oben liegt, so ne alte Holzheugabeln, nen uralter Herd, en uraltbett usw. was halt auf Speichern so rumlungert...

Aber wenn wir da Heu und Stroh raufpacken, kommen dann nicht die Mäuse`noch schlimmer?

Mit Fenster abdichten, werde ich am Wochenende in Angriff nehmen, und auch mit Vorhängen+so Schläuchen vor die Türen, dann wirds hoffentlich net mehr so ziehen, die Speichertüre werd i dann mit sterodur zumachen, und hoffen...
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Beitrag#5von Januschka » Donnerstag 22. Oktober 2009, 21:05

Ach, wie schön zu lesen, daß noch mehr in solchen alten Ruinen leben *grinst*

Gänseliebhaberin, ich geh mal davon aus, daß Euer Schornsteinfeger das Rohr vom Kachelofen nach oben geprüft hat?

Ansonsten ja, Fenster. Im Luxusfall findet du gleichgroße Fensterflügel, die Du mit 10 cm Zwischnraum von innen einschraubst ( mit Abstandsleisten). Es entsteht ein Luftpolster zwischen beiden Scheiben, daß gerade schmal genug ist, keien Konfektionswalze entsteh zu lassen.
Ansonsten wie schon angeregt ein 'Innenfenster' aus Noppenfolie einkleben. Ist nciht schön, aber deutlich wärmer. geht ja mit eingbautem Rahmen auch auf halber Höhe, dann kannste rausgucken.

Überlange Vorhänge und Wolldecken benutzen wir auch an Durchgängen/Türen. Schwere Vorhänge sind auch an den Fenstern angezeigt (oder Rollos, Rolläden, Fensterläden.. oder und)

Styropor oder dicken Kork an Türen, wegen Glasscheiben an Türen mal Glaser nach Energieglasscheibe fragen. Styro, Noppenfolie. Schlüssellöcher nicht vergessen!

Habt Ihr eine Möglichkeit an Specksteinplatten heranzukommen? Sind teurer als Ziegel, aber staubt weniger und hält super. Specksteinofen war unsere teuerste Reparatur/Investition, aber hat jede Krone gelohnt!

Strohballen sind eine super Idee! Auch Sägespäne, entweder lose geschüttet oder in großen Müllsäcken. Vielleicht habt ihr ja eine Sägerei in der Nähe. Wolle isoliert übrigens Ritzen auch gut.

Filzen lernen! Mach ich gerade, schluß mit kalten Füßen, her mit den Po-Wärmern. Dazu Kaninchendecken und Schaf- und Rentierfelle! In die Betten warme Ziegelsteine! (Umwickeln, wird sonst schietig)

Wärmende Grüße,

Januschka
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Beitrag#6von viehev » Donnerstag 22. Oktober 2009, 21:31

Die Kaninchenfeller, werden wohl eher erst was auf nächstes Jahr. nach Schaffellern bin ich schon auf der Suche, aber die gibts hier leider net wie Sand am Meer, zumindest nicht wenn man sucht...


Der Schornsteinfeger war hier, und halt halt den Schornstein durchgeputzt, aber mehr auch net?!

Fensterläden haben wir, könnt ich da evtl. auch mit Stroh oder Styroplatten oder so zwischen Fenster und Laden abdichten?

Beim Filzen, benutzt du da die eigene Schafwolle?
Wie reinigst du die?
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Beitrag#7von Januschka » Donnerstag 22. Oktober 2009, 22:21

mhmm.. hab noch Fell hier, kommen ja auch noch mehr, aber das nützt Dir auch nix, müssen ja noch zum Gerben. Bei Euch hat keiner sowas und schmeißt das weg? Das machen hier viele, weil sie selbst genug haben und Verkauf schwer ist. Sind zu billig bei IKEA: Second hand oder KLeinanzeigen geht nicht?

Und was die Läden angeht: Alles, was Wind bremst und Ritzen dicht macht, ist gut!

Wir haben einen Schorni der total in Ordnung ist, den haben wir beim Einzug nach Strich und Faden ausgefragt und um seine Meinung gebeten was unser Wärmekonzept angeht, da war der total hilfreich und hatte Ideen un dKontakte Vielleicht hat Eurer auch Ideen zur Optimierung der Ofennutzung??

Filzen:
Eigene Wolle, ja, weiß und schawarz/grau/braun. Die im Filzprozeß sowieso sauber/er wird. Also, hier wird halt mit warmem Wasser und so einer Art grüner Seife gefilzt.. da läuft die Brühe dann im Filzprozeß raus :-) Und hinterher kannste das eh waschen.. eben Wolle :-)
Brauchst nur diese 'Bürsten' (kardor heißen die auf schwedisch, ich das die Begriffe in Deutsch nciht), Platz zum Rumspritzen, Warme Seifenlauge und ein Waschbrett oder altes Bambusrollo. Da gibt es ja Anleitungen im Netz und in der Bibliothek... Wenn Deine kids alt genug sind, machen die bestimmt auch anfangs gern mit ;-)

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Beitrag#8von viehev » Donnerstag 22. Oktober 2009, 22:28

Das Ikea welche hat, hab ich auch schon gehört, aber ich möchte kein Fell wo aus irgendeiner Farm aus Polen oder so kommt, wo die Tiere gequält werden...

Kleinanzeiger bin ich grad am Stöbern,
Wir hatten auch schon en schönes Fell ín ne Gerberei eingeschickt, aber es kam nie wieder zurück, auf nachfragen, kam keine Antwort..


Mit dem Schornsteinfeger muss ich reden, ma anrufen der ist sicher ma wieder in der Nähe!
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Beitrag#9von Januschka » Donnerstag 22. Oktober 2009, 22:39

Das IKEA Argument kann ich verstehen. Wollte nur sagen, daß für Schafhalter hier, Felle schlecht zu verkaufen sind, weil Fell eben billig im Handel ist. Deshalb werfen viele Schafhalter aus meiner Bekanntschaft die meisten Felle weg. Wenn das bei Euch auch so ist, hättest Du 'nur' Arbeit oder Kosten für das Gerben. Und Kosten sinken ja, siehe oben, wenn mehrere Felle eingereicht werden. bei der Gerberei in Lübeck wird's 10% oder so billiger ab 5 Felle, wenn ich mcih recht erinnere.
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Beitrag#10von viehev » Freitag 23. Oktober 2009, 08:42

Mal sehen, wie das Schaffell, heute Abend aussieht, dass wäre dann das erste was eingeschickt werden würde, ob die beiden Großen noch dazu taugen weiss ich net, kommt ganz darauf an, was die haben wollen (also die wo die Schafe hier kaufen ;) )

Dann mal sehen, einsalzen, und wegschicken oder?
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Beitrag#11von Herwig » Freitag 23. Oktober 2009, 09:10

Heu und Stroh wird seit Jahrhunderten auf dem Dachboden als Wärmeisolieren gelagert. Gegen Mäuse helfen Katzen, Fallen und letzlich Gift.
Auf meinem Heuboden habe ich in 25 Jahren noch keine einzige lebende Maus gesehen, ein paar tote haben die Eulen dort vergessen, aber sonst...

Und schließlich, wenn tatsächlich ein paar Mäuse sich einnisten sollten, besser als frieren ist es allemal!!
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Beitrag#12von viehev » Freitag 23. Oktober 2009, 09:19

Stimmt auch wieder, ich meinte nur weil wir halt im Winter schon viele Mäuse im Haus haben, am Liebsten nisten die sich im Staubsauger ein...

Wie habt ihr das mit dem Stroh, wie habt ihr das um den Kamin rum gemacht?
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Beitrag#13von Frankenvieh » Freitag 23. Oktober 2009, 19:23

Bei uns wurde nie Heu und Stroh auf dem Dachboden gelagert, wie auch hochbekommen. Als wir vom Dachboden aus die Dielung öffneten, lag da Siede, reine Siede ohne Körner, sonst Mäuse...., das war hier die ortsübliche Dämmung.

Den Aufgang zum Dachboden haben wir weggerissen, das war der totale Kälteeinfall. Ist ja ein 4Seitenhof, von der anderen Seite kommt man noch hoch.


Was habt ihr für Decken? Wir haben den Lehm/Stroh drangelassen, Lehm isoliert und nimmt die Wärme auf und gibt sie wieder ab. Wenn ihr einen Dachboden habt, könnt ihr doch von oben her dämmen, geht einfacher als von unten.

Wände haben wir mit Holz verschlagen, dahinter Styroporplatten (Im Flur Obergeschoss). Wir hatten das Glück, der Vorbesitzer hat einige Wände schon vorgemauert, die sind dick, da geht nix raus.

Die Fenster waren das erste was wir einbauen liesen, die alten waren so kaputt. Es gibt Firmen, Tischler, die kommen an sogenannte Rückläufer, da kosten die neuen Fenster einen Bruchteil.


Federbetten? Habt ihr das schon mal probiert? Hatte ich als Kind auch, weil wir so ähnlich kalt gewohnt hatten. Da ist im Winter der Atem auf der Decke gefrorenBild
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Beitrag#14von viehev » Freitag 23. Oktober 2009, 21:33

Wir haben überall nur Holzdecken, also wir wohnen rein auf solchen Dillenbrettern, würde ich ne 5cm lange Schraube durchn Boden drehen, könnt ich sie mir im Raum drunter anschauen...

Wir kommen nur von innen im Haus auf den Speicher, und dort muss man eben hoch, wenn der Schornsteinfeger kommt, wir wollten den Speicher auch vielleicht nächstes Jahr ausbauen, damit dort oben ein 2tes großes Kinderzimmer wäre, oder Elternschlafzimmer je nachdem, weil dort nur ein Fenster ist, an der Giebelseite und wenn wir ne Gaupe bauen wollten, braucht man nen Antrag, so würde ich es ohne eigentlich auch alleine hinbekommen (Handwerklich bin ich doch ganz geschickt) , dann würde es auch komplett isoliert werden, auch das Dach, ich wäre ja dafür Schafwolle zu benutzen, aber Männe meint die würde irgendwann stinken?

Weiss da jemand bescheid, ob Schafwolle das Stinken beginnt?
Bei 22 großen Merino/Bergschafmixen fällt doch einiges an Wolle an...

Federbetten, sagt mir ehrlich gesagt jetz gar nichts, ich weiss gar net wie unsere Bettdecken heissen, mhm ich glaub ich muss nächstes Jahr sämtliche Gänsedaunen nach dem Rupfen trocknen, und daraus Bettdecken machen?

Und als Bodenbelag, eben wie überall PVC, mal sehen
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Beitrag#15von Januschka » Freitag 23. Oktober 2009, 21:41

Ich baue gerade an einem Schlafzimmer in so einem alten Holzhaus. ist ein Eckraum, in dem wir Hausschwamm im Boden hatten. Also Motorsäge, Schiebkarre, alles raus und Feuer machen. Nunja. Not macht Gelegenheiten. Die neue Bodenisolierung ist 5 cm dicker und darunter ist so eine Art 'Kriechgrund', also ein Luftpolster unter dem Haus. Da habe ich ein PVC-Rohr eingelegt, um damit später die überschüssige Sonnenkollektorwärme durchzujagen.. denn hier gehen Holzböden im Sommer durch Kondensation zugrunde. Das war auch das erste, was mit zu Styroporplatten einfiel, aber sicher wohnt ihr alle in Steinhäuser, wo Durchfeuchtung viel länger braucht ;-)

Zu Schafwolle als Dämmmittel gibt es sicher im Internet, ich hatte mal Bekannte, die beim Dachbodenausbau verwendet haben. Aber habe Kontakt verloren.

Wie steht es mit Wärmerückgewinnung durch Luft-Luft-Wärmepumpe? Sei relativ preiswert zu installieren und als Zusatzheizung empfehelenswert (solange mensch nciht öfter Stromausfälle erleben darf).

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fest auf Sonne und Holz setzend
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Beitrag#16von viehev » Freitag 23. Oktober 2009, 21:49

Ich darf net mehr soviel Strom... SOnst dreht mir hier jemand die Gurgel um, auch wenn ich jetzt auf die Glorreiche Idee käme den Heizlüfter anzumachen, ich möchts mir gar net ausmalen, er meint eben 700 Euro Nachzahlung käme nicht von ungefähr...
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Beitrag#17von Januschka » Freitag 23. Oktober 2009, 22:02

Na ja, da hat er ja recht... Heizlüfter sind echte Energiefresser, wie alles, was warm macht. Lieber Wolldecke und Ofen

Aber so mein ich das ncith mit der Wärmepumpe.. das funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank.. such mal im Internet unter Wärmepumpen, da findest Du sicher was.. oder gibt es hier eine Ecke für leben/bauen/Energie?
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Beitrag#18von Januschka » Freitag 23. Oktober 2009, 22:04

Wie fast alle modernen Heizsysteme funktionieren Wärmepumpen eben nicht, wenn der Strom ausfällt. Und sind deshalb für mich einfach keine wirkliche Alternative.
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Beitrag#19von Fuhrmann » Samstag 24. Oktober 2009, 18:35

Ein Holzhaus oder Fachwerkhaus würde ich nie mit Styropor oder ähnlichen Materialen Dämmen die NICHT Atmen. Besser sind da Holzweichfaser o.ä. Wenn Feuchte nicht nach Aussen kann, tut den Wänden nicht gut.

Wenn der Unterzug zum wärmeleiten nach oben nicht funz ist er vielleicht verstopft, vielleicht sogar von den Vorbesitzern bewußt verstopft worden. Mal schauen ob man mit etwas durchstossen kann, Draht oder ähnlichem. Ggf kann man auch einfach neue Unterzüge einbauen in dem man Rohre oder Kanäle aus Brettern einbaut. So liese sich mit dem Kahelofen viel Haus heizen. Habe das bei eimem Bergbauernhof im Kleinwalsertal gesehen.

Fensterläden schließen, mindert die Wärmeabgabe durch das Fenster und bremst den Zug.

Evtl. den Dachboden baldigst räumen und eine Trittschalldämmung schon auf dem Boden auslegen.

Gummiddichtungen lassen sich unten an die Tür schrauben, ggf. auch ein Brett drannschrauben und vielleicht ein Brett als Schwelle einbringen in den Türrahmen. Das kann man so eng machen, dass auch die Mäuse draussen bleiben.

Evtl. hinter dem Ofen die Wand verklinkern, bringt in alten Häusern einen guten Brandschutz und bildet einen weiteren Wärmespeicher.
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Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Beitrag#20von Januschka » Samstag 24. Oktober 2009, 19:12

Fuhrmann hat geschrieben:Ein Holzhaus oder Fachwerkhaus würde ich nie mit Styropor oder ähnlichen Materialen Dämmen die NICHT Atmen. Besser sind da Holzweichfaser o.ä. Wenn Feuchte nicht nach Aussen kann, tut den Wänden nicht gut.

Evtl. hinter dem Ofen die Wand verklinkern, bringt in alten Häusern einen guten Brandschutz und bildet einen weiteren Wärmespeicher.



*nickt*

Ich krieg auch immer noch das Grausen wenn ich an die Schimmelbildungen hier im Haus denke.. Mit Lehmputz und Nachdenken wär das nie passiert, aber das sollte eben alles schnell und billgi und modern sein... Aber nun ja, wir werden das Haus schon wieder gesund kriegen.

Sind die Wände hinter den Öfen nicht immer aus Mauerwerk, was Wärme speichert?? Weil, stehen doch zumeist an Schornsteinen..

Aber bitte sag mir, Fuhrmann, wie tapeziere ich auf Holzweichfasern, ohne daß mir die Tapete immer reiße (gilt auch für Masonit) und: Gibt es sowas heute noch?


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Beitrag#21von Herwig » Sonntag 25. Oktober 2009, 09:49

Ich hatte den Thread eher so aufgefasst, dass es um eine Soforthilfe geht um die Wärme im Haus zu halten, ich würde und habe natürlich mein Haus auch nicht mit Styropor gedämmt, es ging glaube ich um eine alte Außentür und einen Teppich davor nageln... Da bringen Styroporplatten von außen eben mehr.
Langfristig muß da eine Doppeltür rein, wenn es aber an den Finanzen hapert müssen Notlösungen erstmal weiterhelfen. All meine Maßnahmen würden keine Grundrenovierung ersetzen, helfen aber die Wärme im Haus zu halten.

Für die Wände gibt es gute Lehmputzplatten in verschiedenen Stärken, die auch gut isolieren und tapeziert werden können.

Schafwolle muß als Dämmmaterial vorher mit Borsalz behandelt werden, damit die Motten das nicht in wenigen Monaten aufgefressen ahben. Zur besseren Verarbeitung sollte die Schafwolle in gekämmten Zustand eingebracht werden...

Holzweichfaserplatten reißen nicht so doll, wenn man sie doppelt verlegt und die Stoßkanten dabei ordentlich versetzt, wie beim Mauern halt.
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Beitrag#22von Januschka » Sonntag 25. Oktober 2009, 17:19

Jaa

der thread hat sich wohl ein wenig entwickelt.. öhm, off topic fast.

Lehmputzplatten heißen auch so? Gibt es die im nornmalen Baumarkt? Würde mir sowas mal gern angucken, wenn ich nun nach D komme.. dann kan ich evt, hier Leuten zeigen, wonach ich suche. Das macht das finden einfacher. Ansonsten hilft nur selbst mit Lehm matschen.

Herwig, Borsalz, ist das ein feststehender Begriff? Wie wird die Wolle damit behandelt? Wär ja genial, wenn ich meine Schafe so 'recyclen' könnte ;-) Kurz- miteel und langfristig.. Bild ist einfach vie(h)lseitig!

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Beitrag#23von Frankenvieh » Sonntag 25. Oktober 2009, 18:26

Wir haben von innen gedämmt, natürlich muss man darauf achten das es atmen kann und des kann es bei uns. Ganz so blöd wie unser Vorgänger sind wir dann doch nicht.

Leider ist das ganze Lehmzeugs so verschweinst teuer, das man es sich nicht einfach mal so leisten kann. Vergleich: 25kg Lehmputz 10€ und normaler 3,55€ da überlegt man doch was man tut.



Tapete: Makulatur auf die Wände auftragen ABER NIEMALS Tiefengrund auf die Lehmwände! Ich habe den Flur z.B. gar nicht tapeziert, nur mit Leimfarbe geweißt.


Leimfarbe wird hier im Osten noch hergestellt, also nicht unbedingt im Biobaumarkt kaufen, das fällt genauso wie der Lehm unter ökologisches bauen, also wieder was für besser Verdienende.
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Beitrag#24von viehev » Sonntag 25. Oktober 2009, 18:45

apropos, dann komm ich gleich noch mit was anderem,

Schimmel, Feuchte WÄnde un nu?

Bei uns war letzten Herbst ne Dachplatte futsch, der Regen also ins Gemäuer und überall an der Wand hatten sich die Tapeten gelöst, die hab ich runtergemacht, und die Wände sind eigentlich am abtrocknen, der Putz der dadrunter ist muss irgenden Sandgemisch sein,

Was kann ich denn dadrauf panschen? Möchte am liebsten nimmer tapeziern müssen...

In der Abstellkammer haben wir feuchte Wände weil der Keller direkt drunter ist, auch schimmel, Wie soll man da vorgehen?
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Beitrag#25von Herwig » Sonntag 25. Oktober 2009, 20:28

Also gegen aufsteigende Nässe hilft nachhaltig nur eine Radikalkur, ich habe das so gemacht, weil ich sowieso den Fußboden neu gemacht habe, auf Anraten eines Maurermeisters:

Ich habe immer ca 50 cm Mauerwerk, in höhe eines Steines, durchgehend bis zur anderen Seite rausgestemmt, dann habe ich auf die untere Steinreihe dachpappenstreifen gelegt und das "Loch" wieder geschlossen. Nach ein paar Tagen, wenn der Zement trocken waqr habe ich den nächsten Anbschnitt gemacht, das ist langwierig, aber danach ist es aus mit der Feuchtigkeit.
Ein Bekannter von mir hat eine andere Methode angewand, er hat mit einer Schrotsäge quasi Stück für Stück ums haus gesägt (In der Fuge) und hat dann immer nach ein paar Zentimeter Teerpappe dazischengeschoben, bevor es nach gesackt ist. Ich halte die Methode allerdings für zu gefährlich, wegen Rissbildung etc.

Lehmputzplatten gibt es nur im Lehmbaufachgeschäften. Borsalz ebenso, damit werden auch Balken eingetränkt um sie vor Schimmel zu sichern. Ist ein Pulver auf Salzbasis das dann mit wasser vermischt wird und z.B. mit der Gartenspritze aufgebracht wird. Ist häufig rot oder grün eingefärbt, damit man sieht wo man schon war und wo nicht...

Früher hat man nur sehr geringe Mengen Zement in den Putz gemischt, vorwiegend Kalk, darum erscheinen alte Putze häufig sehr bröselig.

Lehmputz hält auf Mauerwerk am Besten, wenn es nicht so toll gemauert ist, das heißt Fugen nicht ganz füllen, ruhig mal Steine mit großem Absatz mauern etc. Auf Balken nagele ich erst eine Lage Dachpappe, dann Strohmatten mit Kükendraht. Das hält ewig...
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