Was der Bauer nicht kennt...

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Was der Bauer nicht kennt...

Beitrag#1von Christina » Mittwoch 8. Dezember 2010, 21:39

...das frisst er nicht!

Den Spruch kennen wir alle. Aber ich hab gerade einen guten zweiten Satz als Erweiterung dazu gelesen:


Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden!

Jeder, der sich das in seinen kleinen Bauernladen hängen will: Gibts im Netz als Wandtattoo zu ersteigern! Bild
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Beitrag#2von Herwig » Donnerstag 9. Dezember 2010, 09:40

Tja, dazu lässt sich nichts weiter sagen...
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Beitrag#3von karinenhof » Donnerstag 9. Dezember 2010, 10:00

das ist klasse. Habe ich so noch nie gehört.

schmunzel Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
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Beitrag#4von Fuhrmann » Donnerstag 9. Dezember 2010, 10:04

Der ist gut ! :-)
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Beitrag#5von Tino Gärtner » Donnerstag 9. Dezember 2010, 12:22

Der Spruch hat was!

Was genialesBild


So und nun werd ich meine Nase wieder ganz tief in die frisch geräucherten Skudden- Knacker stecken!!!


hmmmm, da hat mein Schlachter wieder was leckeres gezaubert!!!!

Bildle Grüße vom

verfressenden Tino
aus der Niederlausitzer Heidelandschaft
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Beitrag#6von mangalitza » Donnerstag 9. Dezember 2010, 13:44

Gut, dass der Städter nicht weiß, was er frisst, sonst wäre das Land ratz fatz überbevölkert!
Michael
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www.nutztier-arche-kastanienhof.de
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Beitrag#7von legasp96 » Donnerstag 9. Dezember 2010, 19:07

Michael, das glaube ich nicht. Die Städter sind doch zum großen Teil gar nicht in der Lage ein gutes Stück Fleisch zu garen.
Grüße
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Beitrag#8von Alex » Donnerstag 9. Dezember 2010, 23:37

Die meisten wissen mittlerweilen was sie da essen, aber es ist viel zu unbequem darüber nachzudenken,

aber der Spruch ist gut.

Alex
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Beitrag#9von Tino Gärtner » Freitag 10. Dezember 2010, 07:41

Ich muß jetzt doch nochmal einen Kommentar abgeben! Bild

Nicht alle Städter sind hirnlose Massentierhaltungsfleischkonsumenten!!!

Auch ich bin ein STADTKIND! Bild

Wir waren bis zur Gebietsreform sogar Kreisstadt, und ich lebe gern und gut in der Stadt!


Bildle Grüße

TINO
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Beitrag#10von Frankenvieh » Freitag 10. Dezember 2010, 09:53

.... und auf dem Dorf gibt's auch welche die gaaaaanz weit weg sindBild
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Beitrag#11von Conny » Freitag 10. Dezember 2010, 19:21

Hallo,

ich bin ein Großstädter und am WE Hobbybauer Bild. Ich weiss aber, was ich esse.

Der Spruch ist trotzdem Klasse Bild
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Beitrag#12von Herwig » Samstag 11. Dezember 2010, 09:29

Vielleicht sollte man den Spruch etwas umschreiben, dann fühlt sich auch niemand angegriffen:

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht! Würde jeder Mensch wissen was er frisst, würde es nur noch Bauern geben.
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Beitrag#13von Biggi » Samstag 18. Dezember 2010, 10:28

Super guter Spruch!

Unsere Schäfchen stehen auf der Weide, damit ich weiß, was auf dem Teller liegt, wir holen unsere Hähnchen bei einem (zugegebenermaßen) Mäster, der aber auch schon fast das Biosiegel bekommen könnte, wenn es kontrolliertes Hähnchenfutter gäbe (ich hab leider keinen Platz für eigene Hühner). Er isst sie sogar selber und das will was heißen. Nachdem mein Mann 9 Monate in einem Großschlacht- und Zerlegehof gearbeitet hat, wissen wir genau, warum das Fleisch im Supermarkt nach Sch...e oder nach gar nichts schmeckt! Bild

Von einem unserer neuen Nachbarn kam mal während einer Diskussion in diese Richtung und warum wir unsere Schafe haben: Ist doch alles Quatsch! Wir leben doch alle gut mit dem, was wir essen! .....

Jedem das Seine!
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Beitrag#14von legasp96 » Samstag 18. Dezember 2010, 22:17

@Mettbrötchen
Auch Hygienestandards sind nicht das Non-plus-ultra. Ich habe einige Jahre in Südostasien gelebt, wo die Hygiene nach unseren Standards sehr miserabel war und bin davon nie krank geworden.

Zu der Biozucht gebe ich dir vollkommen recht. Auch da wird Schmu getrieben. Bio ist nicht gleichbedeutend mit artgerechter Haltung und die artgerechte Haltung ist meiner Meinung nach noch wichtiger als 100 %ige biologische Fütterung.
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Beitrag#15von Herwig » Sonntag 19. Dezember 2010, 11:54

Mettbrötchen, du unterliegst einem Irrtum.

Nur weil es hin und wieder Schmu gibt, sollten gewisse Sachen nicht toleriert werden.
Wer sein Fleisch oder andere landwirtschaftliche Erzeugnisse im Discounter aus konventineller Erzeugung kauft, kann zu 97% sicher sein, es stammt aus der Agrarfarbrik mit Einhaltung der Regeln: Massentierhaltung, Massentierschlachtung, Qualmast, Gentechnisch veränderte Futtermittel, Tiertransporte etc.. Weitere 3% sind sogar so ekelig, das ich da gar nicht drüber nachdenken möchte ( medikamentöse Rückstände, Gammelfleisch etc) Kontrolliert wird hier gar nix!!

Wer es aus kontrollierter Bioerzeugung kauft, geht lediglich das Risiko von höchtens 3%tigem Schmu ein. 97% sind entsprechen den Richtlinien kontrolliert.

Das ist ähnlich als würdest du Fallschirme anpreisen ohne TÜV, weil bei denen mit TÜV auch schon mal einer nicht aufgegangen ist...
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Beitrag#16von Herwig » Sonntag 19. Dezember 2010, 13:00

Mettbrötchen hat geschrieben:
Und ohne Massentierhaltung sind Lebensmittel nun mal nicht in großen Mengen, zu bezahlbaren Preisen, realisierbar.


Also solch eine Aussage kann ich nicht nachvollziehen...
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Beitrag#17von legasp96 » Sonntag 19. Dezember 2010, 14:30

Mettbröttchen, wenn sich jeder mal Gedanken wegen seines Fleischkonsums (da zähle ich auch Wurst dazu) machen würde, müßte es nicht unbedingt diese Massenhaltungen geben. Sie viel Fleisch, wie heute verzehrt wird, muß nicht verzehrt werden.
Wenn ich sehe, wieviel an Lebensmitteln in der Tonne landet, dann frage ich mich, ob es nicht Sinn macht, das die Lebensmittel ihren angemessenen Preis bekommen. Dann könnte unser Fleisch artgerecht aufwachsen, was sicher auch zu weniger Zivilisationskrankheiten führen würde.
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Beitrag#18von Alex » Sonntag 19. Dezember 2010, 16:52

Hallo,

wenn man richtig haushaltet und seine Prioritäten entsprechend setzt, kann man sich selbst mit Hartz 4 gesund und ökologisch ernähren, ein Biorindersteak geht dann zwar nicht, aber Gemüse und Salat und zweimal die Woche vernüftiges Fleisch ist drin, spreche da aus Erfahrung. Ich hole mir z B. die Kartoffeln auch direkt vom Erzeuger in größeren Mengen und komm da sehr günstig weg und die sind allemal besser als die aus dem
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Beitrag#19von legasp96 » Sonntag 19. Dezember 2010, 17:48

Da gebe ich Dir vollkommen recht, Alex! Meiner Meinung nach liegt sehr viel an der Einstellung, die man bestimmten Dingen gegenüber hat.
Ich setze auch Prioritäten. Das heißt, das ich für MICH überlege, was ich wirklich brauche. Wozu brauche ich einen neuen Fernseher, wenn es der alte noch tut? Ich brauche auch kein tolles Auto. Ein Auto ist ein Nutzfahrzeug, das mich von hier nach dort transportieren können muß. Und wenn es mir kalt in der Wohnung ist, dann ziehe ich eben ne Weste über, statt die Heizung zu powern.
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Beitrag#20von Biggi » Sonntag 19. Dezember 2010, 20:57

Mettbrötchen hat geschrieben:Und im Vergleich zum Ausland haben wir in Deutschland extrem hohe Hygienestandards.

Genau! Gegen 20:00 Uhr ist die letzten Schicht der Zerleger beendet, dann kommt die Grobreinigung mit Besen und Schieber, anschließend der Hochdruckreiniger und abschließend der Desinfektionsschaum (in rauhen Mengen, es muss ja alles hygienisch sein!) gegen 1:00 Uhr. Um 2:00 Uhr (morgens) steht die nächste Frühschicht der Zerleger auf der Matte. Alles schwimmt noch vor lauter Desinfektion und da kommen auch die ersten Fleischstücke drauf, geht ja keiner mit nem Lappen zum Trocknen rum. Ist ja alles hygienisch rein! Bild

Das nur ein Beispiel...

Mettbrötchen hat geschrieben:Und ohne Massentierhaltung sind Lebensmittel nun mal nicht in großen Mengen, zu bezahlbaren Preisen, realisierbar.

Auch dem stimme ich zu! 1 kg Schweinefleisch für 1,99 EUR - wer will denn mehr dafür bezahlen???? Ohne Massentierhaltung wäre der Preis um ein vielfaches höher, weil das Angebot nicht annähernd der Nachfrage gerecht werden könnte, genauso sieht es beim Geflügel aus. Nicht, das ich etwas dagegen hätte! Unser Fleisch (das es beweitem nicht täglich auf dem Teller gibt) steht auf der Weide und auch unsere Wurst im Normalfall. Ausnahme Schinken, den gibt es aus dem Laden und ab und an ein Stück Rindfleisch oder Gullasch, weil unsere Truhe zu klein ist, um ein Rinderviertel aufzunehmen, wenn wir grad geschlachtet haben und im Spätsommer das Gartengemüse (von Schwiegermutter) eingelagert ist.

legasp96 hat geschrieben:Bio ist nicht gleichbedeutend mit artgerechter Haltung und die artgerechte Haltung ist meiner Meinung nach noch wichtiger als 100 %ige biologische Fütterung.


Auch das ist richtig! Aber allein schon wenn man die Unterschiede in der Fütterung der Hähnchen und Desinfizierung der Ställe betrachtet. Der Hähnchenmäster, bei dem wir die Hähnchen kaufen, füttert den Tieren homöopatische Immunstimulanzien, Antibiotika sind bei ihm tabu. Das erkennt man auch ganz genau am Dung: während man in vielen Mastställen nur noch mit Gummistiefeln durchkkommt und einem der Dung fast in die Schäfte läuft, kann man bei ihm immer quasi trockenen Fußes durch den Stall. Er bekommt auch mehr für seine Hähnchen als andere, weil er eben nicht pauschal Medikamente einsetzt.

Ich finde es auf jeden Fall klasse, dass man solche Diskussionen hier führen kann! Zeigt es doch, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich Gedanken darüber machen, was sie essen!
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Beitrag#21von Uwe » Sonntag 19. Dezember 2010, 22:26

Mettbrötchen hat geschrieben: Viele "Tierschützer" glauben auch die Bodenhaltung von Hühnern sei schöner fürs Tier.
Wobei genau das Gegenteil der Fall ist.


Ich habe das mal rausgeschnitten ... Bild
Gibt es dafür nachvollziehbare Belege, oder ist das Polemik ...?
Du sitzt ja in einer Enklave der Massentierhaltung, müsstest es belegen können!
Für einen gebürtigen Oldenburger hat "VEC" eine eigene Bedeutung Bild, kennt wohl jeder ...
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Beitrag#22von Christina » Montag 20. Dezember 2010, 19:07

Sorry! Für mich heißt das nur, dass die derzeit übliche Bodenhaltung wirklich noch verbesserungsbedürftig ist! Außerden heißt es für mich, dass Massentierhaltung an sich ein Problem darstellt...
Es heißt für mich aber nicht, dass die Käfighaltung die bessere Variante ist.
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Beitrag#23von Alex » Montag 20. Dezember 2010, 23:56

Hallo,

ob Käfghaltung oder Bodenhaltung in der Massentierhaltung, beides ist meiner Meinung nach sehr scheußlich und ich möchte daraus keine Erzeugnisse kaufen. Aber der Otto-normalverbraucher eben schon und solange den Leuten der neue Fernseher mehr wert ist als ein vernünftiges Ei, wird sich auch nichts ändern. Artgerechte Haltung, die die Bedürfnisse der Tiere vor den Preis stellt, wird nur ein Nischenprodukt sein und bleiben, weil die Menschen im Allgemeinen auf andere Dinge einfach mehr wert legen, als auf das was sie essen. Ein Vollerwerbsbetrieb der ernsthaft überleben will, kann auf Bio machen und hoffen dass genug Kundschaft da ist, oder er bedient die breite Masse. Wenn man bedenkt, dass ein Schweinemastbetrierb, der im Vollerwerb eine Familie ernähren soll im Jahr 12000 Mastschweine durchlaufen hat, um überleben zu können, bleibt mir die Spucke weg. Aber hier ist der Verbraucher der König, es wird das produziert und zu dem Preis, das gekauft wird. Das ein Normalverbraucher mit schmalen Gehalt sich nichts vernünftiges zu essen kaufen kann, lass ich nicht gelten, es werden die Prioritäten eben anders gesetzt, Würde er auf diverse Luxusgewgenstände verzichten, könnte er sich auch was gutes zu essen kaufen. Mich vor meinen großen Plasmafernseher setzten über M assentierhaltung jammern und Bio als zu teuer bezeichnen passt nicht. Aber jeder muss selber wissen, was ihm wichtig ist.

Grüße Alex
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Beitrag#24von Knut vom Felde » Dienstag 21. Dezember 2010, 10:42

Hallo, heute morgen in den Nachrichten:

Frau Aigner fordert ... dass Lebensmittel in der Bundesrepublik wieder einen viel höheren Stellenwert und deutlich mehr Wertschätzung bekommen. Wir sollten bewusster genießen, uns bewusster ernähren und auch bewusster einkaufen...


Da passt ja sehr gut zu einer Agrarpolitik, die aus meiner Sicht genau das Gegenteil fördert: Massentierhaltung und industrielle Herstellung jeglicher Lebensmittel. Ich kann gar nicht verstehen, warum Frau Grotelüschen gehen musste... Bild

LG Jens Arne
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Re: Was der Bauer nicht kennt...

Beitrag#25von ginkgo1956 » Dienstag 26. Februar 2013, 09:20

Hallo
Morche an alle " Bauern ".
Da muss ich doch auch mal für die Städter sprechen. Die hälfte meines daseins habe ich in der Stadt und die andere auf dem Land
gelebt. Meine erfahrungen zu den Menschen aus der Stadt sind diese. Sie sind, wenn sie aufs Land ziehen sehr viel sensibler für das
Landleben als man zu glauben mag. Wenn ich z.B. mit einen ehemaligen aus der Stadt über den Wald spreche bekomme ich nur voll die begeisterung rübergebracht. Wen ich mit meinen Nachbarn das selbe Thema anschneide....ja dann ist das halt der Wald oder die
Wiese.....Viele Menschen auf dem Land sehen vor lauter Wald die Bäume nicht mehr weil es schon immer so war. Viele aus unseren Dorf sind in die Großstadt gezogen ( Arbeit etc. ) und werden auch nicht wiederkommen.
Wenn ich mit meinen Dicken durch den Wald gehe muss ich mich schon des öfteren wundern was so alles im Wald entsorgt wurde.
Dies hat jeder der auf dem Land wohnt schon das eine oder andere mal gesehen. Das fängt bei Autoreifen an...nee nicht nur ein oder zwei Schlappen , nein da wurden gleich mal so 15 -20 Stück " zwischengelagert ". Vom PKW bis zum Track alles zu finden.
Autobatterien , Sperrmüll , Altglas , Kühlschränke , Altöl etc. Nicht zu fassen was die " Landbevöllgerung " so im Wald entsorgt.
Auch das Hutzelfeuer ist gut um div. altlasten mal schnell zu entsorgen. Wenn man das anspricht wird darüber gelacht und man bekommt zu hören...man solle sich nicht so anstellen , das machen wir hier immer so. Ich möchte nicht den eindruck erwecken
das alle so sind und nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe jahrelang im Rhein-Main gebiet und weit darüber hinaus in der Baumpflege gearbeitet. Man stelle sich vor und wir mussten einen Baum in Frankfurt a/M fällen weil dieser einen Wurzelschaden hatte und die Sicherheit für die Befölgerung nicht mehr gewährleistet war. Da musste man aufpassen das man nicht auch noch
" gesteinigt " wurde. Die entlosen Diskusionen mit den Menschen haben einen wirklich den letzten Nerv gekostet. Aber wir konnten das nachvollziehen. Fälle mal einen Baum auf dem Land. Da kräht kein Hahn danach. Ist doch nur ein Baum. Wir haben doch genug davon. Der stand sowieso im Weg und hat immer einen haufen dreck gemacht.
Natürlich kann man das nicht verallgemeinern aber ich wollte auch mal eine Lanze für die "bösen " Städter brechen . Die meisten die ich kenne und da gehöre ich letztendlich auch dazu denken da einen Schritt weiter.
In diesen Sinne
Mark
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