Herkunft unserer Lebensmittel ...

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Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#1von Uwe » Samstag 17. Mai 2014, 18:51

Ich habe einmal mehr auf die Herkunft unserer Lebensmittel geachtet und erstaunliches wenn nicht gar unglaubliches herausgefunden! Die üblichen Dinge wie Mango und Papaya z.B. lasse ich weg! Spontan zähle ich einmal auf:
UNGLAUBLICH!

Kartoffeln aus Israel bzw. aus Ägypten
Weintrauben aus Indien (!)
Zuckermais aus Thailand (!)
Blaubeeren aus Marokko
Erdbeeren aus Israel
Spargel aus Spanien ...

Kann man das noch toppen??
Gruß aus der Wesermarsch ...
Uwe
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#2von Claudia » Sonntag 18. Mai 2014, 07:00

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Letztendlich liegt es aber nicht am Dicounter der billig einkauft, sindern am Verbraucher der billig einkaufen will oder schlicht nicht darüber nachdenkt


Ich finde Nordseekrabben, Schurwolle aus Australien ergänzen das ganze, Und wenn ich länger nachdenke fällt mir bestimmt noch mehr ein.

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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#3von Herwig » Sonntag 18. Mai 2014, 08:59

Ich sehe auch das Problem, das JEDER die Verantwortung bei dem Anderen sucht:

Die Diskounter sagen, der Verbraucher will es ja so
Der Verbraucher sagt, gibt ja nix anderes, das bezahlbar ist
Der Erzeuger wiederum sagt, von den Preisen kann ich nicht leben
Die Umweltbewussten sagen, die Bio/Fairtradeware muss besser beworben werden, (Bewusstseinsbildung)
Die Werbebranche sagt, der Markt ist zu klein, lohnt sich nicht
Die Kritischen sagen, zu viele Fremdarbeiter im Billiglohnsektor in der Landwirtschaft
Die Landwirte sagen, bessere Löhne können wir uns nicht leisten
Die Umweltschützer sagen, dann müssen die Bauern bessere Qualität liefern und auf die Umwelt achten
die Bauern sagen, die Umweltauflagen machen den Markt kaputt

Das könnte ich noch eine halbe Stunde so weiter ausführen...

Fazit: Der Kreislauf muss durchbrochen werden, Prioritäten müssen losgelöst werden von persönlichen Befindlichkeiten, anders wird es wohl nie was werden.
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#4von legasp96 » Sonntag 18. Mai 2014, 16:58

Kartoffeln aus Israel bzw. aus Ägypten
Weintrauben aus Indien (!)
Zuckermais aus Thailand (!)
Blaubeeren aus Marokko
Erdbeeren aus Israel
Spargel aus Spanien ...


Ich weiß nicht, warum man heutzutage zu jeder Jahreszeit alles haben muss, obwohl es nicht schmeckt. Hin und wieder hat die Kundschaft solche Sachen und ich soll gerne zugreifen. Dann probiere ich und es schmeckt entweder nach gar nichts oder sogar eklig. Teuer ist das Zeugs noch dazu.

Mettbrötchen, hochwertige deutsche Bioware hat ihren Preis und die kann ich mir auch nicht leisten, obwohl ich mit dieser ganzen Technologie nichts am Hut habe und auch nie die teuren Fertigprodukte, Soßen- und Suppenpulver, Puddingpulver, Junkfood ... kaufe. Allerdings ziehe ich mein Gemüse z.T. auf der Terrasse. Wenn man erfinderisch ist, dann kommt man da den ganzen Sommer über hin und kann auch noch was einmachen für den Winter. Ist natürlich auch Arbeit (nein ich sehe es nicht als Arbeit), die sich niemand mehr machen will. Den Rest gibts aus dem Hofladen, wobei ich darauf achte, das es deutsche Ware ist.
Ich glaube auch nicht das genug hochwertige deutsche Bioware auf dem Markt ist. Der Bioladen, in dem ich Einiges einkaufe hatte den ganzen Winter über kaum deutsche Bioware, obwohl es so viel im Winter geben könnte, wie Grünkohl, Porree, Rüben, Rosenkohl, Feldsalat, Pastinaken ... . Gut kann daran liegen das der Verbraucher sich auch, wenn er Bio kauft, die Arbeit nicht machen will und die Gemüse dadurch nicht gekauft werden.
Grüße
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#5von Herwig » Montag 19. Mai 2014, 05:33

Mettbrötchen hat natürlich recht mit dem Vorwurf des Kaufverhaltens. Bei den Menschen werden einfach zu viele Begehrlichkeiten geweckt. Man ist echt bestrebt, das teuerste Mineralöl in seinem Automotor zu versenken, kostet das Pfund Butter ein paar Cent mehr, geht die Welt unter.
Allerdings verurteile ich die sogenannten Ökoterroristen nicht. Weil ich fest daran glaube, dass nur überzogene Forderungen Veränderung und Annäherung bringen. (Das ist wie mit den Tarifverträgen, die Gewerkschaften fordern 5 % mehr, die Arbeitgeber fallen fast in Ohnmacht und bieten 1,5 % und irgendwann wird sich auf 3% geeinigt und alle sind zufrieden)
Als in den 70ger Jahren die Ökos auf den Plan traten, wurden sie für verrückt und schwachsinnig erklärt, heute ist BIO, Umweltschutz und AKW Ausstieg völlig normal.
Ja auch ich finde es komisch mit dieser Diskrepanz zwischen den Umfragen und dem tatsächlichen Verkauf von Biowaren, ich glaube, weil es einfach zu schwierig ist, andauernd politisch korrekt einzukaufen, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist. Ich leite ein Jugendzentrum und erfahre auch genau dort, wie es läuft. Die Jugendlichen sind bestens aufgeklärt was die Ernährung angeht, nur dran halten tut sich keiner. Pure Verzweifelung, egal was man kauft oder macht, es gibt immer Nörgeler, sagen die....
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#6von Claudia » Montag 19. Mai 2014, 06:02

Manchmal habe ich gerade bei jungen Menschen den Eindruck es ist eine Prise Resignation dabei. Egal was man kauft es ist sowieso falsch, schädlich, sinnlos.
Skandale wie Dioxin in Bio-Eiern hinterlassen da durchaus ihre Spuren. Immer mehr Zusatzstoffe, Änderungen der Rezepturen, krebsererregendes und alzheimerregendes Aluminium in Lebensmittel und Deos - überhaupt der Hautpflegebereich - , Fleisch in Vegetarischen Frikadellen, da braucht es Stunden zum einkaufen.
Zum Ausgleich werden die Deklarationen immer kleiner. Es gibt Leute die gehen durchaus mit der Lupe in der Tasche einkaufen.
Bio ist kein Sicherheitssiegel für entspanntes einkaufen
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#7von schnuckened » Montag 19. Mai 2014, 09:12

Meine Meinung ist, dem "Normalbürger" wird einfach zu viel des Guten an Selbstverantwortung zugemutet, ohne seine wirtschaftlichen Verhältnisse in Bezugnahme der ideologischen Beeinflussung zu berücksichtigen. Für mich hat das viel von "Zuckerbrot und Peitsche"! Diesen Umstand nutzt der profitgierige von Lobbyismus und Politik gesteuerte Handel gerne auf und knallt ohne Rücksicht auf Verluste seine Auslagen voll, ohne Rücksicht darauf, ob es je die Kunden gebrauchen, verzehren oder verwerten können. Es ist halt da, alles und immer! Und bei Jedem!!! Der Kunde nimmt das nur dankend an. Der braucht sich keine Gedanken mehr zu machen, woher? wohin? was will ich damit?!! Schon gar nicht "geht es anders auch?" Wie gesagt, es ist ja nicht nur "ein Handel" es gibt unendlich viele davon, und die machen den Druck! Zunächst untereinander, um "der Beste" zu sein und dann weiter nach unten zum Erzeuger. Die breite, stumpfe Pyramide des Handels bestimmt, reguliert, kassiert, ohne oder kaum sich den Buckel krumm zu machen! Wie der Sklavenhändler, der nachdem er die Peitsche tanzen lassen hat, die verkauften Neger auf seiner Liste abstreicht!

Nun meine Lieben bekommt die stumpfe Pyramide doch noch seine Spitze, und die nennt sich FREIHANDELSABKOMMEN!
Guten Appetit!

Ed
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#8von legasp96 » Montag 19. Mai 2014, 17:50

Mettbrötchen hat geschrieben:
Ich glaube auch nicht das genug hochwertige deutsche Bioware auf dem Markt ist.


Bei Kartoffel ist es so, das die deutschen Biobauern ihre Ware nicht los weren, weil die Märkte lieber billig Bioware aus dem Ausland kaufen.
Und wenn man dann mal guckt was ausländische Bio-Kartoffeln so kosten, dann sind die teilweise nicht, bzw. nur geringfügig, teurer als deutsche Konvi-Kartoffeln.

Womit wir wieder dabei sind, das sich Lebensmittel nur noch über den Preis verkaufen lassen.


Ne, bei diesem Beispiel sind wir nicht bei dem Preis sondern bei der Bequemlichkeit der Menschen. Ich bekomme z.B. meine Einlagerungskartoffeln aus dem Nachbardorf. Dort bestelle ich immer 25 kg und muß den Sack natürlich ins Auto schaffen und zuhause in den Keller. Diese Kartoffeln sind wesentlich günstiger (schmecken aber wesentlich besser) als die SB-Kartoffeln. Aber es ist für die Muttis ( Ich kann nur von den Leuten hier im Dorf schreiben) einfacher ein Beutelchen ausländische Kartoffeln zu kaufen.
Grüße
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#9von Herwig » Dienstag 20. Mai 2014, 05:32

Quatsch...
Ich bin extrem gegen Kinderpornos, extrem gegen Krieg, extrem gegen Menschenrechtsverletzung, extrem gegen Faschismus und sogar extremst gegen Gewalt tc. aber auch extrem für Gleichberechtigung, extrem für soziale Kommunikation oder extrem für Menschenrechte.

Auch du bist Extremist, extrem gegen Wölfe, Extrem gegen PETA, extrem gegen Bedrohungen deiner Familie.

Ich lebe noch und du ja scheinbar auch!!??

Extremismus führt zwingend zu Veränderungen, aber nicht grundsätzlich zu Tod und Verderben.

Und wenn du schon die Nazikeule schwingst (hast du glaube ich mal so genannt!) Ohne Extremisten hätten wir immer noch Adolf Hitlers Nachkommen an der Regireung, die Mauer in Berlin, du hättest noch einen Stundenlohn von 48 Cent unter Tage und Frauen mit ungewollten Kindern.
Alle Revolutionen der Vergangenheit und der Gegenwart sind von Extremisten initiiert und hätten ohne sie nicht stattgefunden im positiven, aber leider auch im negativen Sinne.
Extremismus liegt IMMER im Auge der Betrachters!
Das Unwort des Jahrhunderts ist Ököterrorist, weil es nicht definiert ist, du gebrauchst es z.B. imer dann, wenn es dir recht ist. Dabei bist du selbst ein sogenannter Ökoterrorist lieber Mett, dazu noch Wolfsterrorist, Spritzmittelterrorist etc.... ich kann doch lesen!
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#10von Fuhrmann » Dienstag 20. Mai 2014, 09:01

Spritzmittelterrorist ! :boys_lol:
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#11von Herwig » Mittwoch 21. Mai 2014, 05:43

Fuhrmann lach nicht, du alter Arbeitspferdeterrorist....
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#12von Fuhrmann » Mittwoch 21. Mai 2014, 08:03

Herwig hat geschrieben:Fuhrmann lach nicht, du alter Arbeitspferdeterrorist....
:boykonfetti:

Genau, alle Schlepper gehören verboten, Strom abschalten und Autos & LKWs verschrotten !
Damit wäre das Problem der Lebensmittel aus fremden Regionen ziemlich gelöst.
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#13von Fuhrmann » Mittwoch 21. Mai 2014, 10:17

Um noch mal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:
zum einen hier ein älterer Beitrag, aber der Film scheint noch zu sehen zu sein !

Fuhrmann hat geschrieben:Heute schon in China eingekauft ?
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Interessant: in den Film bei Arte gesagt wurde, dass nur 11 % der Landesfläche Chinas für LW geeignet sind.
Einwohnerdichte Deutschland: 226 Einwohner pro km²
China: 140 Einwohner pro km²


Ich bin der Meinung es sollte klar beschrieben werden wo die einzelnen Rohstoffe herkommen und wo sie verarbeitet werden.
Hier kann ich Forderungen wie von Foodwatch und ähnlichen Organisationen nur unterstützen.

In meinem Einkaufsmarkt sind alle frischen Produkte von der Herkunft deklariert.
Äpfel sind Bio oder konvi, kommen aus Argentinien oder aus Deutschland.
Hier kann der mündige Konsument doch entscheiden woher seine Ware kommt.

Mein Motto beim Einkauf lautet: so bio wie möglich und so regional wie möglich !
Manchmal muss man abwägen was man für sinnvoller hält.

Hier rund ums Rhein Main Gebiet, wird wenig Bio angebaut, weil die Direktvermarkter auch ihre konv. Produkte sehr gut absetzen können.
Da haben wenige überhaupt interesse Bio anzubauen. Die Produkte der wenigen Bio-Erzeuger reichen bei weitem nicht aus. Und so wird Bio in die Region importiert.

Dazu auch noch ein Buchtipp: Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse !
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#14von Herwig » Mittwoch 21. Mai 2014, 14:25

Mett, niiiiemlas wollte oder würde ich Dich beleidigen wollen. Auch wenn wir kontrovers diskutieren, schätze ich Deine Meinung, nicht immer bin ich mit Deiner Wortwahl konform aber ne rote Linie haben wir doch auf jeden Fall, oder!?
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#15von Alex » Mittwoch 21. Mai 2014, 22:39

Also ich wollte gestern Zwiebeln im Supermarkt kaufen, die Bioware war aus Ägypten, dann gab es noch zwei Sorten aus Neuseeland, das fand ich ganz extrem, eine aus Spanien und das näheste war Frankreich. Ich bin dann ohne Zwiebeln nach Hause und hab mir ein paar Frühlingszwiebeln bei meiner Abobiokiste bestellt, die sind von um die Ecke.

Alex
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#16von schnuckened » Donnerstag 22. Mai 2014, 07:42

Also ich muss ganz ehrlich gestehen, es ist mir oft ziemlich Wurst, woher die Ware kommt, wenn ich nicht den besonderen Wert auf die Qualität der Produkte lege, oder von gleicher Qualität ausgehe, oder der Aufwand zu ökologisch einwandfreiem Material zu gelangen eben zu groß ist!
2 Beispiele: Beim Apfel wäre es mir egal, wenn er aus der Region kommt und eine leichte Blessur aufweist. Ich kann mir nie sicher sein, wie dieser behandelt wurde, egal was drauf steht! Also setze ich hier generell auf Selbstversorgung, wie bei vielen anderen Lebensmitteln! Zu Weihnachten kann ich dann auch mal auf Südfrüchte (Apfelsinen) ausweichen, sowieso generell Import!
Nehme ich aber Spargel aus der Region und die Krepel sind holzig, werde ich fuchsig! Dann nehme ich auch gerne welchen aus Griechenland, kräftig und zart, geschmacklich Klasse und preiswert dazu, da aus dem Discounter! Und ich bin mir Sicher, die Griechen haben zwar ihre Macken, aber zu ihrem Boden keine schlechtere Haltung als wir!
Was ich nicht selbst angebaut habe, entzieht sich meiner Kontrolle! Und da kann dich selbst der liebste Nachbar besch... en! Bei uns gibt es die "Rote Erdbeere" (die kleinen mobilen Verkaufsstände) eines großen Obst und Gemüse-Biobauern. Man sagt, wenn die Lichter abends ausgehen, wird kräftig losgespritzt! - Ich weiß es nicht...
Auch die Zwiebel aus Neuseeland wäre Ok, denn bspw. als Beifracht einer riesigen Schiffs- oder Fliegerladung sind die Energiebilanzen nicht schlechter als bei heimischer Kühllagerhaltung! Die Qaulität und allgemeine Ökobilanz muss nicht schlechter sein...
Toll, wer den gut sortierten, halberwege preiswerten und ehrlichen Biohof um die Ecke hat. Hier bei uns zu einem zu gelangen würde die Ökobilanz schon von daher auf den Kopf stellen...

Grüße

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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#17von Fuhrmann » Donnerstag 22. Mai 2014, 11:02

schnuckened hat geschrieben:(...) Man sagt, wenn die Lichter abends ausgehen, wird kräftig losgespritzt! - Ich weiß es nicht... (...)


Ein Gerücht was immer wieder gerne verbreitet wird. Ich vermute es kommt aus der konvi-Ecke !
Leider hat aber noch nie jemand genügend "A r s c h " in der Hose gehabt und eine Schale Obst oder Gemüse in ein paar Labors zu bringen um dieses Gerücht in eine Tatsache zu verwandeln.

Die Sendung Mex und die Zeitrschrift Ökotest lassen immer wieder solche Untersuchungen machen ! Und die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache.

Sollte ein Betrieb hier betrügen würden ihn auch die Ökoverbände sofort ausschließen.

Mir ist ein Studie bekannt, die wiederholt wurde weil die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprachen. Als dann die zweite Untersuchung das gleiche Ergebnis brachte, verschwand die Untersuchung in der Schublade. Es war eben pro Bio ausgefallen !
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#18von Herwig » Donnerstag 22. Mai 2014, 15:38

Ich kann auch nur ganz klar sagen, echte Biobauern haben nachts was anderes zu tun als ihre Existenz auf's Spiel zu setzen und die Äcker zu spritzen.
Reine Stammtischparolen und echtes Gewäsch um eine ganze Gilde in Misskredit zu bringen.
Mir ist kein Fall bekannt, in dem NACHTS vom Biobauern die Felder gespritzt worden sind.
By the way, auch Biobauern dürfen verschiedene Präparate spritzen, angefangen bei Kupferpräparaten und aufgehört bei Brennesseljauche...
Das dieser unhaltbare Unsinn immer wieder verbreitet wird, nicht zu fassen.
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Re: Herkunft unserer Lebensmittel ...

Beitrag#19von Dine » Samstag 24. Mai 2014, 09:02

Raubbau an der Natur??? Gerade die Bewirtschaftung eines Boden nach ökologischen Grundsätzen ist in der Lage selbst offensichtlich "fertige" Böden und Landstriche wieder herzustellen.

Das in meinen Augen bemerkenswerteste Beispiel für eine positive Auswirkung von biologischer Bewirtschaftung bzw. anlegen einer Permakultur finde ich ist in diesem Bericht auf Youtube zu sehen.

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Ich muss dazu aber sagen: ich scheine echt Glück zu haben. Bei uns im Dorf sind wir der einzige Biohof und die "konventionellen" Nachbarn helfen uns wirklich sehr nett aus mit Treckern, Anhängern, Geräten, etc.
Zuerst wurden wir ein bisschen belächelt, aber seitdem sie unsere Bemühungen sehen, das unsere Herde wächst und nachdem Schaffleisch ja auch zur Zeit gut bezahlt wird (und wir schon eine lange Warteliste für dieses Jahr haben) nehmen sie uns jetzt ernster. Und wir kommen alle wunderbar mit einander aus! Ob es daran liegt, dass wir als einzige Schafe im Dorf haben... keine Ahnung. Das wichtigste bei uns ist wirklich, dass die Bauern/Nachbarn wahrnehmen, dass man "gut zu seinem Land ist". Ob man es nun ökologisch oder konventionell bewirtschaftet, ist glaube ich erstmal nebensächlich. Im Gegenteil, als wir unsere Zertifizierung durch hatten, haben sich alle Nachbarn voll mit uns gefreut!

Und - ganz ehrlich - ich bestelle mein 1/2 Schwein (das zwar konventionell zugefüttert wird aber ansonsten draussen auf der Koppel gross wird), das 1/4 Rind (das ebenso gross wird) und meine Hühner, die ich verspeisen möchte (jap, auch kein Bio sondern s.o.) auch gerne bei meinen Nachbarn. Weil ich einfach weis, das die Tiere ein tierwürdiges, gutes und gepflegtes Leben hatten. Weil meine Nachbarn mit eben solchem Herzblut an ihren Tieren hängen wie ich. Alles andere werde ich ab dem nächsten Jahr versuchen im Garten anzubauen. Das wird natürlich nicht ausreichen, aber dann versuche ich beim Hofladen in der Region einzukaufen und was ich dann da wirklich nicht bekomme, kaufe ich als Bioware im Laden.
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