wer kann mir helfen?

Moderator: Herwig


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 2619

wer kann mir helfen?

Beitrag#1von MiVa » Sonntag 6. Juni 2010, 10:52

Hallo,
bin keine Landwirtin,aber Geschäftsfrau,möchte aber trotzdem gerne was mit Tieren etwas dazu verdienen. Welche Ideen habt ihr? Arbeitsamt war nicht so die große Hilfe,deswegen wende ich mich an euch Fachleute. Halte seit Jahren Tiere als Hobby. Kann man sich mit einem Landwirt zusammen schließen? Zählen Praktikas auch um später Tiere zu züchten? Egal ob ich in Frankreich lebe,es geht mir um die Vorschläge, was ich machen könnte, selbst wenn es nur im Hobbybereich erstmal bleiben sollte und später etwas mehr. Danke für Antworten. Gruß MiVa
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#2von Alex » Sonntag 6. Juni 2010, 22:34

Hallo,

mit Tieren was verdienen, ist schwer, wenn du keinen Hof oder so übernehmen kannst, mußt du erstmal ordentlich investieren, Ich wurschtel jetzt schon recht lang herum, habe wenig Geld zum anlegen musste alles neu kaufen(bzw gebraucht) Ich verkaufe auch Überschuß, aber "verdienen" tu ich nicht wirklich. Ich kenn eine die hat nen kleinen Reitstall aufgemacht, verdient auch ein bißchen was aber für die Krankenkasse reichts nicht) , eine andere hat eine Tierpension und ist noch Tierheilpraktikerin, verdient auch was, muß sich aber ständig mit dem Tierhaltern rumärgern und ihr Mann geht arbeiten und verdient recht gut dazu. Ein anderer hat einen Ziegenhof aufgebaut, alles gekauft Haus und Hof mächtig in die käserei investiert und ist pleite gegangen, trotz 18 Stunden Tag. Ein anderer hat den Hof von seinem Vater geerbt und auf ziegenhaltung und käse umgebaut, der verdient genug für sich und seine Frau und macht einen echt zufriedenen Eindruck. Man kann sicher auch mit Hundezucht was dazu verdienen, hat dann aber auch ständig mit recht seltsamen Menschen zu tun, sprich sie bringen dir nach 4 Wochen einen völlig verstörten Welpen zurück, weil er sich nicht anständig benimmt usw. Will damit nur sagen es gibt sicher Möglichkeiten, aber es gehört viel Energie, Kraft, Wissen und vorallem auch viel Glück dazu. Wir hatten hier auch schon den Fall, daß sich einer eine schöne Herde Gänse auf der Weide gehalten hat, sind gut gewachsen und kurz vor Weihnachten, hat man ihm in der Nacht die ganze Herde von der Weide geklaut. Die Arbeit eines halben Jahres umsonst.

Grüße Alex
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 765
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#3von MiVa » Montag 7. Juni 2010, 09:12

Hallo Alex,
hoffe es geht Dir und Deiner Familie gut und danke für die Antwort.
Hm,sieht ja nicht so rosig aus. Ich könnte in einem Tierheim arbeiten,aber von den Arbeitszeiten und der Strecke hätte ich Probleme meine Kinder in die Schule zubringen bzw. abzuholen.Großeltern sind auch nicht immer da und auch nicht mehr so fit,deswegen dachte ich ja an etwas von Zuhause zu machen im kleinen Rahmen.Mein Mann bringt den Hauptverdienst,aber so lange unsere Kinder noch so klein sind,wollte ich nicht gleich wieder ein Vollzeitjob,damit die Kinder wenigstens ein Elternteil tagsüber sehen.
Dachte an Kaninchenzüchten oder an eine kleine Herde Schafe.Unsere alten Pferde geniessen ihre Rente und manchmal denke ich doch darüber nach eine Stute zu kaufen um mit ihr zu züchten.
Es geht mir einfach darum die Zeit in der die Kinder noch unselbständig sind zu überbrücken bis ich wieder voll arbeiten kann.
Schrottsammeln hat mir jemand gesagt und das stimmt,das bringt Geld,aber nur,wenn man Beziehungen hat um auf den Mülldeponien(Fundgrube) Sachen mitzunehmen.
Und wenn es 100.- bis 150.- €/mtl wären wo ich zur Seite legen könnte,wäre ich froh. Vielleicht hat jemand noch eine andere Idee. Gruß MiVa :)
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#4von Frankenvieh » Montag 7. Juni 2010, 11:05

Um nur die Zeit zu überbrücken und 100€ zu verdienen, würde ich nicht mit Tieren anfangen.
Zeitung austragen
Putzen gehen ....

Bsp Hühner: pro Ei 20cent müsstest du 500 Eier monatlich verkaufen. Da normale Hühner nicht jeden Tag ein Ei legen bräuchtest du wenigstens 600 Hühner. du musst aber noch TSK, tierarzt, Futter ... abziehen

Kaninchen, ich verlange pro kg geschlachtetes Kaninchen 7,50€. das heißt ca 14kg Fleisch pro Monat. Schlachtkanichen wiegen so ca. um die 4kg ausgeschlachtet ca 2,5-3kg. Du müsstest monatlich 6 Tiere verkaufen um auf 100€ zu kommen auch hier musst du Futter, Tierarzt etc abziehen. Das macht ne Menge Arbeit! da kannst du auch gleich einen Vollzeitjob annehmen.

Die Kosten sind immer variabel, Futter ist abhängig vom Wetter, wie Alex schon sagte da gehört ne Portion Glück dazu.


Wir haben Hühner, kaninchen und Rinder. Rechne ich alles zusammen kommen wir auf + - 0. Aber der Kühlschrank ist halt immer mit guten Sachen gefüllt. Bild Mein Tag beginnt um 5Uhr und endet meist nicht vor 21Uhr. Habe aber noch einen Vollzeitjob, wo ich auch Sonn und Feiertags ran muß.
Benutzeravatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Beiträge: 641
Registriert: 10.2008
Wohnort: Thüringen
Highscores: 43
Geschlecht: weiblich

Beitrag#5von Christina » Montag 7. Juni 2010, 13:12

Meine Erfahrung ist, dass man mit Mathenachhilfe viel eher Geld dazu verdienen kann... Wie wäre es mit Tagesmutter oder Hausaufgabenbetreuung? Läuft sowas bei euch? Die Kinder lernen besser, wenn sie vorher mit dem Hund knuddeln durften oder nachher eine Runde auf dem Pony geführt werden... So kann man die Tiere mit einbinden.

Mit der Pferdezucht ist nur noch ganz schwer etwas zu verdienen. Die Preise sind am Boden. Vor allem lohnt es sich nicht, wenn du vorher noch eine Stute dafür kaufen musst. Wenn du es realistisch durchrechnest, wirst du es schnell merken.

Eine Bekannte kauft sich gerade aus den gleichen Gründen wie bei dir eine Hündin und will mit ihr züchten. Ich bin gespannt, denke aber jetzt schon, dass sich das unterm Strich nicht rechnen wird, zumal es dann der Dritthund ist, der extra für die Zucht angeschafft wird. Etwas anderes ist es vielleicht, wenn man eh einen Hund haben möchte und dann mit dem Blick auf eine mögliche Zucht aussucht. Allerdings kann es auch dann gehen, wie bei einer anderen Bekannten: Die Hündin hat nach dem ersten Wurf einfach nie wieder aufgenommen!!! Der Hund bleibt aber (auf der "Ausgabenseite").

Um mich nicht selbst zu sehr zu betrügen, hab ich mit ordentlicher Buchhaltung angefangen. Für jede Tiergruppe gibt es eine Einnahmen-Ausgaben-Liste. Die Liste ist knallhart und zeigt mir immer wieder aufs Neue, dass ich Hobbys betreibe, die mich Geld kosten. Bei den Hühnern könnte ich mir sonst schon vormachen, dass ich kostenneutral bin, aber die Stallinvestitionen vom letzten Jahr sind noch ewig lange nicht wieder drin.

Meine "Marschroute" ist jetzt folgende: So lange ich Geld verdiene werde ich immer auch weiter in die Unabhängigkeit, sprich in die Selbstversorgung investieren. Jeder kleine Schritt ist ein Erfolg.

PS: Zeitungaustragen hab ich auch gerade einer Freundin empfohlen, die einen Stall für eine Pferdepension pachten wollte. Ich hab ihr vorgerechnet, dass sie mit der einfachen Tageszeitung in einem Dorf mehr Geld verdient als mit dem Stall, der echte Knochenarbeit dagegen ist!
Zuletzt geändert von Christina am Montag 7. Juni 2010, 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 998
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#6von mangalitza » Montag 7. Juni 2010, 13:15

@Frankenvieh

hier ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen: wenn wir unterstellen, dass jedes Huhn nur jeden 2. Tag ein Ei legt, wären das 300 Eier je Tag bei 600 Hühnern; MiVa möchte "nur" 100,00 EUR im Monat verdienen. Um auf diese 100,00 EUR zu kommen, genügen also etwa 35 Hühner; Eierpreis 20 Cent.
Du hast natürlich recht, dass dabei weder die fixen noch die variablen Kosten berücksichtigt sind. Die 100,00 EUR sind also Umsatz und kein Gewinn, aber das weiß MiVa ja als Geschäftsfrau!

Wenn man keinen Spaß an Tieren hat, sondern Tiere nur hält, um damit Geld zu verdienen, dann sollte man sich besser andere Jobs aussuchen, wie Du richtigerweise schreibst.

Aber viel wichtiger im Vorfeld: habe ich überhaupt Abnehmer für 500 Eier im Monat oder gibt es genügend Interessenten, die mir im Monat 6 Kaninchen abnehmen?
Michael
Nutztier-Arche Kastanienhof (Hof Nr. 56)
www.nutztier-arche-kastanienhof.de
Benutzeravatar
mangalitza
Moderator
Moderator
Beiträge: 511
Registriert: 10.2007
Wohnort: Rheinland
Highscores: 151
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#7von MiVa » Dienstag 8. Juni 2010, 17:56

@ an alle die mir geantwortet haben
vielen Dank.
Ja,an Tagesmutter habe ich auch schon gedacht. Nur muß ich mein Französisch noch etwas aufbessern,da Kinder und Jugendliche so ihre eigene Sprache haben.Mit Kindern arbeiten macht mir Spaß,aber mein erster Beruf(staatl. anerkannte Erzieherin) wird in Frankreich nicht anerkannt,da es diesen Berufszweig nicht gibt.Zeitungaustragen wird in unserem Dorf seit Jahren von einer Familie gemacht,die nicht weit von uns wohnt und die auch keinen richtigen Beruf haben.Sie verkaufen auch Wachteleier,natürlich nicht gestempelt.Bei uns im Dorf wird noch viel einfach so verkauft und geschlachtet.Also nichts mit Schlachthygiene usw. Naja,niemand stört´s und die Leute kaufen die Sachen,weil man sich im Dorf und Umgebung kennt.
Ich lebe mit Tieren zusammen seit ich auf der Welt bin.Scheue mich nicht vor schwerer Arbeit mit Tieren.Bei mir wird fast alles noch mit Hand gemacht. Ich halte Tiere,weil ich sie liebe und,weil sie der Ausgleich sind bei stressigen Tagen. Ich will nicht zusammen rechnen was ich all die Jahre für unsere Pferde, Hunde,Vögel und so weiter ausgegeben habe.Da ich sie als Bereicherung unserer Familie halte, sind das ja auch nur Ausgaben,aber man liebt sie halt. Deswegen dachte ich auch,wenn ich zum Bsp. ein paar Kaninchen halte,oder Schafe und dann die Nachzucht verkaufe... Vielleicht war es etwas übertrieben mit Kleintieren mtl. 100.- € hinzu zuverdienen.Das würde eher gehen,wenn ich ein gutes Kleinpferd für 2000.-€ verkaufe. Ich möchte ja nicht vermehren,sondern schon drauf achten,daß es eine gute Nachzucht gibt.
Ich würde auch gerne in einem Zoo arbeiten,aber noch mal eine Ausbildung machen als Tierpflegerin usw... ich kann ja nicht für jeden neuen Job eine neue Ausbildung machen. Hm,alles nicht so einfach.
Aber Eure Tipps usw sind gut. Muß mir das mal durch den Kopf gehen lassen.Vielleicht kann ich auch irgendwas kombinieren?! Der Wunsch was mit Tieren zu machen,ist sehr stark. Bei mir überwiegt einfach das Zusammenleben mit den Tieren. Vielleicht klappt es doch als Tagesmutter(in Frankreich muß man eine Prüfung machen und man wird kontrolliert),aber da kann/möchte ich erst nächstes Jahr dran gehen,wenn mein Erziehungsurlaub rum ist,weil ich es dann als Vollzeitjob mache oder ich könnte mich wieder irgendwo als Filialleiterin melden. Als Tagesmutter arbeiten wäre in sofern schön,weil ich auch den Kindern die Tiere näher bringen könnte.Wie Christina sagte->Ponyreiten usw. Mal noch weiter überlegen.
Ach so,wegen der Stute. Unsere Rentnerpferde werden ja noch von den Kindern leicht bewegt.So lange unsere Opis noch reitbar sind,wird kein neues gekauft. Sollten die Kinder dann immer noch Interesse am Reiten haben,würde ich eine Zuchtstute kaufen,da ich selbst noch gerne reite.Also nochmals vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Gruß MiVa :)
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#8von schmidti » Dienstag 8. Juni 2010, 18:31

Hallo MiVa,

ich möchte Christina`s Gedanken mit "Tierisch unterstützter Pädagogik" im weitesten Sinne nochmals aufgreifen. Ich arbeite selbst auch in dieser Richtung und kann es empfehlen. Auch die Kombination mit altem Handwerk bietet sich an.
Unter den Nutztierarchen gibt es etliche, die in dieser Richtung aktiv sind. Hier könntest du nochmals recherchieren.
Im letzten Nutztierarchen Rundbrief gab es eine interessante Information zu einem speziellen (arbeitspädagogischen) Projekt mit Jugendlichen. Hier kann bestimmt Herwig weiterhelfen.
Sicher gibt es lohnende Möglichkeiten, deinen erlernten Beruf mit der Arbeit mit Tieren zu verbinden!

Bildische Grüße, schmidti
Benutzeravatar
schmidti
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 113
Registriert: 02.2008
Wohnort: Amerika
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#9von MiVa » Mittwoch 9. Juni 2010, 20:52

Hallo,
anworte morgen.Haben schweres Gewitter mit Hagel.Mache jetzt alle Stecker raus. Ciao Sunanda
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#10von MiVa » Donnerstag 10. Juni 2010, 21:47

Hallo an alle,
hoffe ihr habt nicht zu viel Schaden durch das Unwetter gestern bekommen.Wir hatten nochmal Glück gehabt,aber 1-2 Dörfer weiter gab es Hochwasser und Schäden durch den Hagel.

@schmidti
Danke für den Beitrag. Ja,stimmt.Mit dem einen Beruf könnte ich mich im heilpädagogischen Reiten weiter entwickeln. Hab ich gar nicht mehr daran gedacht.

Auf jeden Fall nochmals Danke an alle für die vielen Tipps. Da werde ich bestimmt was draus machen können. Gute Nacht. Gruß MiVa :)
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#11von Frankenvieh » Freitag 11. Juni 2010, 09:52

[quote="mangalitza"]@Frankenvieh

hier ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen: wenn wir unterstellen, dass jedes Huhn nur jeden 2. Tag ein Ei legt, wären das 300 Eier je Tag bei 600 Hühnern; MiVa möchte "nur" 100,00 EUR im Monat verdienen. Um auf diese 100,00 EUR zu kommen, genügen also etwa 35 Hühner; Eierpreis 20 Cent.





Was hab ich denn da gerechnet..... SETZEN!6!!! BildBildBild
Benutzeravatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Beiträge: 641
Registriert: 10.2008
Wohnort: Thüringen
Highscores: 43
Geschlecht: weiblich

Beitrag#12von MiVa » Freitag 11. Juni 2010, 18:12

Verfasst am: Heute, 10:52 Titel:

--------------------------------------------------------------------------------
Hallo,
[quote="mangalitza"]@Frankenvieh

hier ist Dir ein kleiner Fehler unterlaufen: wenn wir unterstellen, dass jedes Huhn nur jeden 2. Tag ein Ei legt, wären das 300 Eier je Tag bei 600 Hühnern; MiVa möchte "nur" 100,00 EUR im Monat verdienen. Um auf diese 100,00 EUR zu kommen, genügen also etwa 35 Hühner; Eierpreis 20 Cent.





Was hab ich denn da gerechnet..... SETZEN!6!!!

@Frankenvieh und Mangalitza
Hallo,
naja,ich hab das zwar gelesen,aber nicht nachgerechnet. Im ersten Moment dachte ich nur:"Was, so viele Eier benötige ich für ~ 100.- €?" :shock: Aber zum Glück gibt es noch aufmerksame Leser. Danke Mangalitza. :lol:
Schöner Abend euch allen. Gruß MiVa :)
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#13von Herwig » Samstag 12. Juni 2010, 07:06

Tja, wobei das zu beachten wäre:

Das Geld ist nicht verdient, sondern eingenommen. Es handelt sich also um Umsatz und nicht Profit. Verdient hat man nur den Profit.

Um also tatsächlich zu verdienen muß man die Unkosten immer noch abziehen:

Anschaffung der Tiere
Wasser
Strom
Tierarzt
und der größte Posten: Futter
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#14von Christina » Samstag 12. Juni 2010, 16:04

...und dann wären wir wieder bei der ursprünglich errechneten Anzahl! Bild

Also falscher Rechenweg, aber richtiges Ergebnis. Frankenvieh, Ich gebe dir dafür deshalb noch ne 3! Bild
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 998
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Verkauf

Beitrag#15von plaetzchenwolf » Samstag 12. Juni 2010, 17:13

Ich fasse mal zusammen, was mir in diesem Zusammenhang begegnet ist:
Das Verkaufen scheint mit ordentlich vielen Fallen behaftet zu sein, die ein ganzes Stück EU-Vorschriften sind, was Verpackung, Hygiene und
Zusammensetzung der Produkte anbelangt. (Verkehrsfähigkeit)
Bei der Gemeinde nachfragen ist immer wichtig, damit nichts vergessen wird, was die Anmeldung anbelangt, hierbei auch an die steuerliche Seite denken- evtl. muß die Steuererklärung über eine spezielle PC-Software gemacht werden, weil die Ämter keine Papiere mehr ansehen.
Zuerst werden wohl dahingehend die Hausaufgaben gemacht werden müssen, bevor ein Testverkauf in einem kleinen "Tante Emma Laden"
im Ort stattfindet, den man fix und ohne große Kosten beliefern kann.
Einfach hinstellen und warten wieviel verkauft wurde, dann dem Inhaber die Provision geben.
Die Präsentation ist wichtig, die Lage des Geschäftes und der Einzugsbereich, die Klientel.
Sollte das Produkt,- sagen wir mal es handelt sich um frische Eier (müssen gestempelt sein) im Laden gut ankommen,
weil der Geschmack besonders natürlich ist oder die Eier von einer besonderen Hühnerrasse stammen, wird die Sache zum Selbstläufer.
Billig muß sowas nicht sein, eine plausibele Erklärung beim Produkt ist aber nötig, damit der Kunde sieht was er erwirbt- am besten
mit Bild und dem Hinweis, daß diese Ware auch mal ausverkauft sein kann, was durch die Art der Haltung bedingt ist.
Inwieweit eine Versicherung nötig wird, die das evtl. Risiko (Salmonellen) anbelangt, kann ich nicht sagen.
Ich würde gerne das Doppelte zahlen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen !
(Es muß nicht alles Diskounter sein)
Die Ausweitung kommt dann ganz von alleine, die aber nicht zu Lasten der vom Käufer gewohnten Qualität geht, sonst schlägt
die Sache sofort um. (Stichwort "Analogkäse")
Benutzeravatar
plaetzchenwolf
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 128
Registriert: 05.2010
Wohnort: Weinbach
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#16von schmidti » Samstag 12. Juni 2010, 20:39

Hallo zusammen,

nicht das ich gegen Produktvermarktung wäre, ich lebe schliesslich auch davonBild.

Dennoch, tiergestützte Pädagogik - Angebote gegen Honorar, bieten sich gerade auch hier an, wenn es um flexible Zeiteinteilung

geht. Will ich ein Ladengeschäft betreiben bin ich den ganzen Tag am Ort gebundenBild. Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht: Man kommt

erstmal mit einem geringen Tierbestand aus. Aber natürlich stets mit unseren alten RassenBild

Bildische Grüße, schmidti
Benutzeravatar
schmidti
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 113
Registriert: 02.2008
Wohnort: Amerika
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#17von MiVa » Sonntag 13. Juni 2010, 20:38

@Alle
Hallo, interessant was ihr da schreibt. Wenn ich zusätzlich ab und zu Eier verkaufen möchte,also nicht schwarz,sondern gestempelt, was muß ich da beachten? Muß ich da irgendwo gemeldet sein,damit ich so ein "Eier-Stempel" bekommen kann? Gibt es da auch wieder Vorschriften,wenn ich nur ein paar Eier aus privater Zucht verkaufen möchte?
Hab mich mal umgehört,wegen dem heilpädogischen Reiten.Es gibt zwei Ställe in meiner Nähe,hab da angerufen,aber leider suchen sie zur Zeit niemand.
Hab noch was gefunden:Ausbildung zum Reittherapeut mit Zertifikat. Damit soll/kann man selbständig unterrichten. Aber wird das Zertifikat überall anerkannt um sich selbständig zu machen? In diesem Punkt konnte ich noch nicht viel herausfinden. Der Preis von über 4000.- € für 4 Wochenende in einem Jahr erscheint mir dann doch etwas zu teuer. Naja,mal weiter forschen und aufmerksam euere Beiträge lesen. Schöner Abend noch. Ciao Sunanda :)
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#18von Christina » Montag 14. Juni 2010, 09:08

Mal so unter uns Gesangsschwestern... ;-)

Wenn man alles offiziell und mit Zertifikat machen will, dann rechnet sich das nicht wirklich - gerade am Anfang, wenn man noch gar nicht weiß, ob das läuft.

Wie wäre es, wenn du einfach mit einer sehr guten Versicherung für die Pferde anfängst und Ponyreiten anbietest, ohne den Anspruch von Unterricht oder Pädagogik?! Für die Lütten ist der Umgang mit den Tieren eh fast wichtiger, als der korrekte Sitz.
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 998
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#19von mangalitza » Montag 14. Juni 2010, 09:58

In Deutschland ist es so, dass Eier, die direkt vom Erzeuger auf der Hofstelle unverpackt abgegeben werden, nicht gestempelt werden müssen. Das kann allerdings in Frankreich (obwohl EU) aber schon wieder völlig anders sein; d.h., in vielen Fragen können wir Dir nur bedingt weiterhelfen. Du musst also bei den für Dich zuständigen Stellen nachfragen. Auf der anderen Seite: Wer viel fragt, bekommt auch viele Antworten (siehe Gesangsschwestern Bild bzw. Christina)
Michael
Nutztier-Arche Kastanienhof (Hof Nr. 56)
www.nutztier-arche-kastanienhof.de
Benutzeravatar
mangalitza
Moderator
Moderator
Beiträge: 511
Registriert: 10.2007
Wohnort: Rheinland
Highscores: 151
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#20von MiVa » Montag 14. Juni 2010, 21:15

@Christina und Michael

Hallo,
ja,das mit dem Ponyreiten ist eine tolle Idee.Muß mich da mal bei unserer Versicherung schlau machen.

Auch wenn ich in Frankreich wohne,eure Antworten können immer hilfreich sein. ich muß die Tipps dann je nachdem etwas bei der Umsetzung verändern.Kommt halt bei uns auf das Gesetz an.
Hatte ein franz. Forum gefunden,das sich auch mit Gesetzen auskennt,aber das hatte leider vor einem Jahr geschlossen. jetzt bin ich wieder auf der Suche nach solch einem franz. Forum. Es ist gut,wenn man von beiden Ländern Tipps usw. bekommen kann. Es heißt zwar EU,aber in der Praxis....Die Ämter erzählen oft einen Käsen,so daß man 2-3x jemand fragen muß bis man eine gescheite Antwort bekommt. :eyes: Deswegen finde ich es schön,daß dieses Forum hier sehr informativ und hilfsbereit ist. :)

Ich danke euch für eure Antworten. Gruß MiVa
Benutzeravatar
MiVa
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 177
Registriert: 04.2010
Wohnort: Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Nebenverdienst

Beitrag#21von bienenoldie » Donnerstag 29. Juli 2010, 17:05

Hallo an Frankreich,
du möchtest also kleine Tiere haltenn, um etwas als Nebenerwerb zu habe. Möglichst nicht zu viel rbeit und auch noch Freude dabei?
Dann kann ich dir vielleicht folgendes empfehlen: halte doch Bienen!
So mit ca. 15 Völkern müsstest du auf die Summe von 1oo € kommen. Du hast den Honig, im eigenen wachskreislauf fällt auch wachs für Weihnachtskerzen an, Propolis wird immer wieder verkauft. Mit einiger Erfahrung kannst du Königinnen züchten und Verkaufen. Die Kosten halten sich auch in Grenzen und sind eigentlich gut kalkulierbar. Du brauchst keinen Stall, kein Heu, keinen Strom- und Wasseranschluss und findest bestimmt Stellflächen bei Bauern, im Wald oder sonstwo.
Klar, anfangs muss man etwas investieren, aber bei richtiger Bienenhaltung kannst(!) Du das auch in relativ kurzer Zeit wieder erwirtschaften. Und Bienen machen freude, es ist entspannend, an Ihnen zu arbeiten. Denn wenn du nicht entspannst und hektisch wirst danken Sie es dir mit einem Stich.
ich hoffe, dass ich wieder mal eine Anregung geben konnte.
Ach ja, natürlich kommt dafür nur die Dunkle einheimische Biene in Frage! Hab gerade selbst mir Königinnen besorgt und möchte darauf umstellen.
Viel Erfolg bei Deinen Überlegungen und es würde sicher alle freuen, wenn du deine Entscheidung hier bekannt gibst und über Deine Anfänge berichtest.
Übrigens bieten sich für Imker auch Führungen für Schulklassen oder Kindergärten an, wenn du einen Schaubienenkasten hast.

Viele Grüße
bienenoldie
Benutzeravatar
bienenoldie
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 26
Registriert: 11.2006
Wohnort: Euskirchen
Geschlecht: männlich

Beitrag#22von norberth65 » Montag 2. August 2010, 12:17

Hallo Miva, vermarkte Schafe. Ist auch noch nen Hobby. Aber wer weiß... An was hast du denn so gedacht?

LG Norberth65
Benutzeravatar
norberth65
Beiträge: 1
Registriert: 08.2010
Wohnort: Bielefeld
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#23von Hilbenhoefle » Samstag 4. September 2010, 07:31

MiVa hat geschrieben:@Alle
Hallo, interessant was ihr da schreibt. Wenn ich zusätzlich ab und zu Eier verkaufen möchte,also nicht schwarz,sondern gestempelt, was muß ich da beachten? Muß ich da irgendwo gemeldet sein,damit ich so ein "Eier-Stempel" bekommen kann? Gibt es da auch wieder Vorschriften,wenn ich nur ein paar Eier aus privater Zucht verkaufen möchte?
Hab mich mal umgehört,wegen dem heilpädogischen Reiten.Es gibt zwei Ställe in meiner Nähe,hab da angerufen,aber leider suchen sie zur Zeit niemand.
Hab noch was gefunden:Ausbildung zum Reittherapeut mit Zertifikat. Damit soll/kann man selbständig unterrichten. Aber wird das Zertifikat überall anerkannt um sich selbständig zu machen? In diesem Punkt konnte ich noch nicht viel herausfinden. Der Preis von über 4000.- € für 4 Wochenende in einem Jahr erscheint mir dann doch etwas zu teuer. Naja,mal weiter forschen und aufmerksam euere Beiträge lesen. Schöner Abend noch. Ciao Sunanda :)


Wie die anderen schon geschrieben haben müssen die Eier nicht gestempelt sein wenn du Direktvermarkter ab Hof bist. Wenn du die Eier in einem fremden Laden verkaufen läßt, dann schon.

Zum heilpädagigischen Reiten: eine Bekannte macht das hauptberuflich und hat eine spitzenmäßige Ausbildung über viele Jahre hinweg. Und genau das ist der springende Punkt: um mit kranken Kindern richtig umgehen zu können bedarf es einer wirklich guten Ausbildung. Sonst kann man an Kindern mehr kaputt machen als man ihnen Gutes tut. Pseudo-Pädagogen, die ihre Kenntnisse aus ein paar Wochenendkursen haben schießen wie Pseudo-Heilpraktiker aus dem Boden. Ich halte das für sehr gefährlich und würde das nicht machen.
Zudem bekam sie auch so einige Auflagen als ihr Hof kontrolliert wurde. Das mag in Frankreich vielleicht leger gehandhabt werden.
Ponyreiten für gesunde Kinder und Pferdeferien sind da sicher besser aber auch hier gilt einiges zu beachten, z.B. daß du eigentlich mind 2 Aufsichtspersonen brauchst sobald es mehrere Kinder sind. Der Umgang mit Pferden ist nicht ungefährlich und wenn einem Kind etwas passiert wirst du dein restliches Leben nicht mehr froh.
Dann lieber Eier verkaufen. Honig läuft eigentlich ganz gut und ist lukrativer als Schafe oder Ziegen aber man muß natürlich Spaß am Umgang mit den Bienen haben. Mein Ding wäre das nicht.
Benutzeravatar
Hilbenhoefle
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 64
Registriert: 04.2010
Wohnort: Schwäbische Alb
Geschlecht: nicht angegeben


Beteilige Dich mit einer Spende