Soay Schafe

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Soay Schafe

Beitrag#1von Anoha » Dienstag 11. September 2012, 08:48

Erst mal vorweg, ich bin keine Nutztierhalterin, sondern habe einen privaten Gnadenhof (zur Zeit 8 Tiere, in zwei Wochen kommen noch 3 Soay Schafe dazu).
Mehr erfahrt ihr auf meiner Vorstellungsseite.
Zu den 3 Soay habe ich ein paar Fragen.

Auf der Soay Schafseite: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
las ich, das es notwendig ist, im Sommer (und natürlich auch Winter) zuzufüttern, wenn die Schafe im kleineren Gehege gehalten werden. Unser Gehege (Weide mit Obstbestand) ist klein. Es beträgt etwa 900qm für 3 Schafe, mehr Schafe werden es auch nicht, da wir den Bock kastrieren lassen. Wir werden also zufüttern.

Meine Frage nun: Wieviel Heu werde ich pro Tag zufüttern müssen?
Was brauchen die Tiere als Kraftfutter.
Wie hoch muss ich den Leckstein anbringen.

Wir haben bereits einen Stall gebaut, der eine Rückzugsmöglichkeit bietet.
Der Zaun ist etwa 1m hoch und besteht aus Knotengeflecht, ist es sinnvoll hier am oberen Rand noch Stacheldraht (wie auf der Webseite angegeben) anzubringen, wir wollten hier eigentlich nur Latten anbringen um die Holzpfähle zu stabilisieren.

Danke schon mal für eure Antworten.

Liebe Grüße von Anoha
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Re: Soay Schafe

Beitrag#2von karinenhof » Dienstag 11. September 2012, 12:24

hallo Johanna,

900 qm für drei Schafe sind viel zu wenig. Nicht nur das ständige zufüttern ist nicht tiergerecht, sondern die Fläche wird in kurzer Zeit so zugekötelt sein, dass Du nur noch mit viel Chemie die Tiere gesund halten kannst. Die Fläche reicht allenfalls im tiefen Winter als Auslauf, weil bei drei Schafen wächst bald nichts mehr.

Heu und Wasser müssen immer zur Verfügung stehen. Heu in kg kann ich Dir nicht sagen, weil die Tiere sich normalerweise von Gras ernähren und Heu als Ausgleich für die Verdauung brauchen.

Meine Tiere bekommen k e i n Gramm Kraftfutter. Lediglich in unregelmäßigen Abständen (alle zwei Wochen 1 x) ein paar Krümel tockene Brötchen, zum locken.

Salz- und Mineralleckstein müssen jederzeit für die Tiere erreichbar sein. Achte auf Steine ohne Kupferbeimischung. Kupfer ist für die Schafe tödlich. Die Steine habe ich in ca. 75 cm Höhe angebracht.

Stacheldraht ist auf k e i n e n Fall eine Einzäunung für Tiere. Normalerweise reicht das Knotengeflecht von 1 m aus. Jedenfalls so lange, wie genug Futter da ist und kein Hund in der Nähe (so ist es bei unseren Tieren). Also wenn "aufstocken", dann in anderer Form, aber nicht mit Stacheldraht.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich Dir von der Schafhaltung bei dieser Fläche abrate. Sicherlich wirst Du es meinen oberen Zeilen auch entnommen haben.
sonnige Grüße von Karin aus dem Havelland
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Re: Soay Schafe

Beitrag#3von Anoha » Dienstag 11. September 2012, 15:29

Hallo Karin,

es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder Schlachthof oder wir. Ich kann mir vorstellen eine andere Endstelle für die Schafe zu besorgen, muss aber sagen, ich möchte sie nur an einen Gnadenhof weitergeben, an Privatleute ist mir das zu heikel. Als reine Nutztiere möchte ich sie auch nicht vergeben...

Eine andere Möglichkeit ist, - da bin ich auch schon dabei mit meinem Nachbarn zu reden - das mir der Nachbar einen Teil seiner Ziegenweide übergibt. Aber das ist erst mal Zukunftsmusik...
...
Du schreibst von Salz UND Mineralleckstein, welches würdest du empfehlen?

Grüße von Jo
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Re: Soay Schafe

Beitrag#4von karinenhof » Dienstag 11. September 2012, 17:20

suche ich Dir raus. Bei uns gibt es beide Sorten im örtlichen Landhandel mit BIO- Zertifikat.

Wenn Tiere nicht artgerecht gehalten werden können, ist ein Gnadenhof nicht unbedingt die beste Lösung für die Tiere. Bitte verstehe mich nicht falsch, wenn ich so offen und ehrlich darüber schreibe.

sonnige Grüße aus dem Havelland von
Karin
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Re: Soay Schafe

Beitrag#5von eumax » Donnerstag 27. Juni 2013, 22:49

Ich nehme Bergkristallsalsstein. Den gibt es neuerdings auch bei uns im Raiffeisen-Markt.
Du kannst ihn auch einfach auf einen Pfahl legen oder befestigen. Die Luftfeuchtigkeit und Regen lösen ihn langsam auf und das Salzwasser läuft herunter.

Gruß aus dem Rothaargebirge
Axel
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