Nur eine Vorstellung...

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Nur eine Vorstellung...

Beitrag#1von Chriss » Dienstag 20. August 2013, 05:58

Guten Morgen,
wolllte mich (bzw. uns) nur mal kurz vorstellen:
Wir haben dieses Jahr den Hof meines Lebensgefährten übernommen und überlegen gerade, wie wir ihn bestmöglichst wieder ins "Wirtschaftsleben" zurückführen können.
Dazu die Infos:
Unser Hof umfasst die Fläche von ca. 65ha, größtenteils Ackerland, Teile Grünland, Teil Wirtschaftswald (versuchen ihn gerade zu "renaturieren"; also wieder Laubgehölze anzusiedeln), alles arrondiert.
Hört sich erstmal ganz gut an, allerdings ist auf dem Hof seit bestimmt 25 Jahren gar nichts mehr gemacht worden (erforderliche Investitionen an Gebäuden und Maschinen usw.) was natürlich auch den Charme von dem Hof ausmacht (er ist 1899 gebaut, ein Gebäudeteil ist sogar von 1821), wirtschaftlich allerdings ziemlicher Dung ist.:-(
Da wir beide keine konventionelle Landwirtschaft aufbauen wollen (und aufgrund der bei uns recht hohen Flächenknappheit auch gar nicht könnten; 65ha sind heute ja nix mehr) brauchen wir jetzt neue Lösungen, um den Hof (für sich selbst) tragfähig zu machen.

Wir haben freilaufende Vorwerk-Hühner, eine Charolais-Mutterkuhherde (10 Tiere) und Pferde (Einsteller), dazu natürlich die obligatorischen HofKatzen und einen Hund.

Ich habe mich hier angemeldet, da ich schon jetzt einige gute Beiträge gelesen habe und hoffe, dass ich hier ein paar Anregungen und Lösungsvorschläge bekomme und ganz vielleicht sogar ein paar Lösungen selbst besteuern kann;-)

Also<--Vorwarnung;-) meine Fragen werden kommen!
Danke und LG
Chris
P.S: Kann jetzt noch keine Fragen schreiben, muss mich erst um die Tiere kümmern...;-)
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#2von karinenhof » Dienstag 20. August 2013, 11:04

hallo und herzlich willkommen.

Betreibt Ihr den Hof als Nebenerwerb?

Grüße von Karin aus dem Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#3von Herwig » Dienstag 20. August 2013, 11:47

Ebenfalls Hallo und herzlich Willkommen.
65 ha ist sicher kein moderner Vollerwerbsbetrieb, aber NIX ist es auch nicht. Es gab Zeiten, da haben da 3 Familien von gelebt. Ich glaube auch nicht, dass ihr der Meinung seit von den 10 Rindern und Hühnern leben zu können. Scheint also ein spannendes Leben zu sein, das ihr da vorhabt.
Last uns teilhaben, auf regen Austausch...
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#4von Conny » Dienstag 20. August 2013, 12:43

Herzlich Willkommen

LG Conny
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#5von Claudia » Dienstag 20. August 2013, 19:37

ich verstehe deine frage nicht, ausserdem sind 25 jahre doch nciht ungewöhnlich : )
was heist der hof soll sich tragen? euch im vollerwerb mit, nur renovieren, alle tiere?

ich kann nur sagen was ich würde:
45 hektar verpachten(reicht zum leben), den rest selber im selbstversorgermodus mit direktvermartung weiter bewirtschaften, den gewinn neu investieren in renovierung und anschaffungen. Für heu und so kann man lohnunternehmer arangieren, ist sparsamer als in große maschinen viel geld zu stecken
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#6von Claudia » Dienstag 20. August 2013, 21:55

ach ich denke das ist hochkompliziert. eine rechnung mit ganz vielen variablen und konstanten : )
das fängt bei den regionalen preis- und vernetzungsunterschieden an.

hier im wendland gibt es ja nicht viel anderes als ackerbau und viehzucht, von daher gibt es nicht nur dutzende lohnunternehmer im preiswettwettbewerb sondern auch reichlich kooperationen und auch mindestens einen maschinenring.

ich hatte das mal für diese region durchgerechnet im vergleich zu gekauften heu, das wäre trotz pacht für grünland und kompelter heuerwerb durch lohnunternehmen noch etwas günstiger gewesen als heukauf. wobei heu hier recht günstig ist.

maschinen selber anschaffen lohnt da "nur" als abschreibungsobjekte, aber das kann man das lohnunternehmen auch. letztendlich brauchts da einen steuerberater für diese rechnung mit 65 hektar, es sei denn man will sein geld dem finanzamt überlassen.
und laufzeiten der maschinen lohnen doch nur (und das wahrscheinlich eher zweifelhaft)wenn sie wirklich laufen und bei 65 ha ist das doch sparflamme- obwohl man damit doch schon in der ackerbau-subventionabhängigen geschichte drin ist- auch als biobetrieb. da wäre direktvermarktung mit "marktlücke" unabhängiger.
aber ich kannte mal einen lohnunternehmer in monopolstellung(rheinland) - huuuh- der hatte preise- also alles region-abhängig : )

p.s. nettes avatarbildchen
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#7von Christina » Mittwoch 21. August 2013, 10:12

Ein herzliches Willkommen auch von mir!
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#8von Fuhrmann » Mittwoch 21. August 2013, 12:02

Chriss hat geschrieben:Unser Hof umfasst die Fläche von ca. 65ha, größtenteils Ackerland, Teile Grünland, Teil Wirtschaftswald (versuchen ihn gerade zu "renaturieren"; also wieder Laubgehölze anzusiedeln), alles arrondiert.


Das ist doch traumhaft, das ist ja wie ein 6er im Lotto. Wenn der Hof schuldenfrei ist und ihr ein gutes Konzept entwickelt könnt ihr locker davon Leben.

Zur Info: Ich habe im Bekanntenkreis einen Biohof mit 50 ha, da Leben 2 Familien von !
Im Nachbarort ist ein Biohof mit 40 ha, der beschäftigt 7 Menschen, die davon Leben.

Das wichtigste ist, dass ihr erst mal für Euch erarbeitet welche Art Bewirtschaftung ihr machen wollt und zu welcher Bewirtschaftung er taugt. Dann könnt ihr Euer Konzept stricken.

65 ha arrondiert, das läßt sich komplett mit Pferden bewirtschaften, da braucht es keinen teueren dicken Schlepper der die Böden verdichtet und die Ernten minimiert. Und die investitionen sind nur ein Bruchteil.

Je nach dem was der Wald hergibt, kann man Gebäude mit Holz aus dem eigenen Wald erstellen, bzw. sanieren.
Und den Wald natürlich ebenfalls mit den Pferden bewirtschaften.

Ich möchte mal Bücher empfehlen:

Für die Landwirtschaft auf jeden Fall: Leben mit Bodenhaftung von Wedell Berry. Das Buch wird wohl nur noch über Antiquariate erhältlich sein. Das wird Euch aber sehr inspirieren.
Ebenfalls Humusphäre von Herwig Pommeresche.
Und "langsamer, Kleiner, Gut " von Therese Grosswiele, ganz frisch erschienen.

Für den Wald die Bücher von Peter Wohlleben, vorrangig: "Der Wad, ein Nachruf" und " Der eigene Wald "

Ehrlich gesagt bin ich positiv neidisch auf Euch. Ich wünschte ich würde so eine Möglichkeit bekommen.

In diesem Sinne
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#9von Herwig » Mittwoch 21. August 2013, 17:45

Fuhrmann ich teile Deine Ansicht was den Neid angeht...
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#10von Christina » Mittwoch 21. August 2013, 19:55

Ach, Ihr Herzchen. Da hättet Ihr doch nur anders heiraten müssen. Wofür gibt es denn die Hektar-Bälle? ;-)
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#11von härtsfelder » Mittwoch 21. August 2013, 20:03

65 ha arrondiert, ein Traum. Das habt Ihr ja wirklich toll getroffen. Wünsche Euch, dass Ihr das Richtige für Euch findet!
Anregungen hätte ich genug z.B.:
- Mutterkuhhaltung mit Wechselweide, anschließend Hühner im beweglichen Hühnerstall drauf
- Hackfrüchte gemischt anbauen, wenn Erntereif Schweine drauf. Für diese noch Weiden mit Kleegras. Und noch Hackfrüchte extra für Frühjahr bis in den Sommer
- ein Teil Milchwirtschaft mit "Heumilch" dürfte in Zeiten mit steigender Lacktoseunverträglichkeit auch stärker nachgefragt weden, siehe Österreich und das Allgäu
-auf jeden Fall Viehlfalt, was ja auch hier Motto ist
Könnte mir vorstellen, mit sowas ohne riesige Investitionen anfangen zu können, wär dann auch mit Pferden möglich wie Fuhrmann schreibt.
Gruß
Matthias

P.S. Christina ach ja, ist halt mal so
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#12von härtsfelder » Donnerstag 22. August 2013, 19:55

Hallo Mettbrötchen-

natürlich nicht, soweit bin ich schon länger im Thema. Halte das aber persönlich für die bessere Alternative für Vieh und auch den Menschen.
Das nit der Ilse hab ich übrigens erst heute dann durch Dich mitbekommen ;-)

Aber das schweift jetzt vom eigentlichen Thema ab.
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#13von Claudia » Freitag 23. August 2013, 06:48

ich bin bei heumich immer zweigeteilt.
ich freu mich das die fütterung von kühen ein wenig in in das bewusstsein des verbrauchers rückt.
aber es bliebt das unangenehme gefühl das "heumilch" nur aussagt wie die kühe gefüttert werden, aber nicht wie sie gehalten werden.
das erinnert an die werbebilder von hühnern auf der grünen wiese für eier in freiland/bodenhaltung.

mit dem laktosefrei versteh ich nicht und wer ist ilse?
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#14von mangalitza » Freitag 23. August 2013, 11:51

Vermutlich ist diese "sachkundige" Aussage gemeint:

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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#15von Claudia » Freitag 23. August 2013, 12:26

Ich weiß nicht was ich schlimmer finde. die aussage
"Das sind besondere Kühe die Heu fressen.." oder das mit dem laktosefrei.
peinlich, peinlich und das vor der wahl : D

@mettbrötchen, das mit der hausmarke habe ich nicht verstanden, meinst du die normale milch oder die laktosefreie hausmarke(gibt es sowas?)
und warum trinken die leute nicht einfach ziegenmilch, ist eh gesünder

außerdem möchte ich nicht wissen, wie viele meinen sie wäre laktoseintolerant und sind es aber gegen die veränderten (wegen käseinausbeutemaximierung) milcheiweiße oder die futtermittel
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#16von Herwig » Freitag 23. August 2013, 13:38

Hallo Moderator!!
Mal bitte ein Thema aufmachen Heumilch und die letzten Beiträge dahin verschieben!
DANKE
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#17von Chriss » Montag 26. August 2013, 14:34

Danke euch allen für das Willkommen und die Anregungen...
Kein Neid bitte, auch keinen positiven;-) Wir haben uns da schon einen ganz schönen Klotz ans Bein gebunden...wobei ich jeden Morgen beim aus der Dielentür gehen und jeden Abend beim FeierabendBier, weiß, warum wir das getan haben!!
Dazwischen kommen manchmal so Anwandlungen, wo ich mir nicht so sicher bin.
Z.B.: wenn mir der Hydraulikkolben des FL unseres alten Treckers um die Ohren fliegt oder das Teil nicht anspringt und das Heu unbedingt rein muss, weil sich hinter mir eine riesige Regenwolke aufbaut;-) oder man sich zum 1000sten Mal die Finger in der Heckhydraulik klemmt...vielleicht kennt ihr ja so Situationen...lol

@Fuhrmann
Mit den Pferden mache ich schon einige Waldarbeiten (vielmehr mit einem Pferd, meinem Quarter horse Wallach...man sollte gar nicht meinen wie sehr sich die Tiere zum Holzrücken eignen! War selber erstaunt!).
Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, mit einem Pferd unsere Äcker zu bestellen, obwohl wir einen Teil der Maschinen (Ich glaube wir haben Pflug, Egge und noch irgendwas für mich nicht identifizierbares fürs "Hinter-Pferde-machen") noch auf dem Hof haben.

Anbei...
gibt es hier auch eine Rubrik für Angebote?
Wir haben noch ohne Ende alte und kleine (AB 2,50-3,50m) landwirtschaftliche Geräte, die noch funktionieren, für die wir aber keine Verwendung mehr haben.
z.B.: Sturbock, zweischarwendepflug, sähmaschine, Elevator, Getreidetrocknung, Innensilo usw.
Wir haben noch gar nicht alles entdeckt, was es hier so gibt...lol
Halte euch auf dem Laufenden...

Danke nochmal für die Resonanz...
LG Chriss
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#18von Fuhrmann » Montag 26. August 2013, 18:03

Chriss hat geschrieben:Dazwischen kommen manchmal so Anwandlungen, wo ich mir nicht so sicher bin.
Z.B.: wenn mir der Hydraulikkolben des FL unseres alten Treckers um die Ohren fliegt oder das Teil nicht anspringt und das Heu unbedingt rein muss, weil sich hinter mir eine riesige Regenwolke aufbaut;-) oder man sich zum 1000sten Mal die Finger in der Heckhydraulik klemmt...vielleicht kennt ihr ja so Situationen...lol


Das alles passiert mit einem Pferdegespann so gut wie nicht ! ;-)

Chriss hat geschrieben:@Fuhrmann
Mit den Pferden mache ich schon einige Waldarbeiten (vielmehr mit einem Pferd, meinem Quarter horse Wallach...man sollte gar nicht meinen wie sehr sich die Tiere zum Holzrücken eignen! War selber erstaunt!).


Ich weiss, das ist mein Job, ich mache es viele Tage im Jahr !

Chriss hat geschrieben:Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, mit einem Pferd unsere Äcker zu bestellen, obwohl wir einen Teil der Maschinen (Ich glaube wir haben Pflug, Egge und noch irgendwas für mich nicht identifizierbares fürs "Hinter-Pferde-machen") noch auf dem Hof haben.


Vergiss alles was Du weißt über Pferdearbeit auf dem Acker und auch die alten Geräte kannst Du vermutlich entsorgen oder für ein Museum nutzen.

Wenn Du ein bisschen verstehen willst was ich meine, dann schau dir mal die Photos hier an: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ist das so ein Pflug den Du in der Scheune hast ?? ;-)

Bild


@Moderator: es wäre ganz klasse von Dir wenn Du die beiden Threads von Chriss zusammenfügen würdest.
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Re: Nur eine Vorstellung...

Beitrag#19von Chriss » Dienstag 27. August 2013, 06:26

Guten Morgen Fuhrmann,
natürlich ist das nicht so ein Pflug... er ist einscharig und zum Hinterhergehen...lol
sieht ziemlich klapprig aus, wir haben allerdings ein altes Foto auf dem der Erbauer unseres Hofes damit pflügt...soweit ich es erkennen kann mit einem westfälischem Kaltblut davor. Ich schau mal, ob ich es online bekomme...
Ich weiß noch nicht, was ich mit den Sachen mache...wahrscheinlich sandstrahlen, lackieren und irgendwie bepflanzen...;-)
Das eine von meinen Pferden nutze ich zum Reitplatzziehen und Kühe reintreiben und sortieren (den Nachbarn gefällt das so gut, dass ich bei denen die Herden auch treiben darf...) und eben zweimal zum Holzrücken (in unserem Wald befindet sich Bodendenkmäler, alte Wälle aus Römerzeit, und der Schlepper darf dort nicht drüberfahren; schafft er glaube ich auch nicht...), leider kann ich nicht alles Holz mit dem Pferd rausholen, weil wir im Moment sehr viele Dornen im Wald haben und ab einer bestimmten Größe schafft meiner das auch nicht mehr, vielmehr meine Ausrüstung streikt dann...
arbeite nicht mit Kumet oder Geschirr, sondern nur mit Sattel und Vorderzeug, da kann man keine "Tonnen" dranhängen, sonst steht das Pferd auf einmal "nackig" da...hihi...wie schon geschrieben, dass war eine schnelle, aber richtige Lösung, da muss man manchmal improvisieren...
Aber mal unter Pferdemenschen:
Ich finde es schade, dass es nicht mehr Menschen gibt, die Pferde noch wirklich arbeiten lassen!
Erstens sterben die Kaltblutrassen und das ist sehr schade und zweitens wissen 90 % der sogenannnten Reiter gar nicht mehr, was arbeiten mit dem Pferd heißt! Die denken, wenn sie drei Runden auf dem Platz drehen, hat das Pferd gearbeitet...
Dabei gibt es nix schöneres, als wenn man merkt, dass ein Tier seine Aufgabe begriffen hat. Ich denke bei deinen Tieren wird das ähnlich sein!? Mein Kleiner (er ist erst sieben) hat Anfang diesen Jahres seine Arbeitsaufgabe begriffen...meine Arbeit mit den Rindern machen wir seit Mitte letzten Jahres. Und dieses Jahr hatte ich es zum ersten Mal, dass ich draufsaß und einfach wusste "Er weiss, was von ihm verlangt wird und er tut es einfach so"...
Das ist für mich einfach das Schönste, weil das Pferd ist entspannt, (das Vieh auch dementsprechend) die ganze Zeit über, man merkt, dass er mitdenkt, vorausdenkt ,einfach "macht" und konzentriert bei der Sache ist...und wenn die Arbeit getan ist, schaltet er ab und genießt seinen "Arbeitslohn"...
DAS ist Pferdearbeit für mich...
........
Genug geschwafelt, wahrscheinlich denkst du jetzt, ich habe einen Sockenschuss...hihi
.......
Ist für mich auf jeden Fall interessant, allerdings frage ich mich, ob sich (in meinem Fall) das rechnet?
Ich muss noch drei Kinder und die alte leicht pflegebedürftige Mutter des Hofes versorgen, meine Reitschüler betreuen und die Tiere die schon da sind versorgen. Mein Lebensgefährte arbeitet noch außerhalb, weil er immer die Sicherheit haben möchte, dass von außen noch Geld zukommt (er hat unheimliche Angst "seinen Hof" (sprich seinen Garten Eden!) abgeben zu müssen.
Wenn ich mir jetzt noch zwei Kalte kaufe (ich denke mal Minimum) plus die Geräte die notwendig sind (wobei man da mit Sicherheit auch viel selber bauen kann/muss?!) müssen sie ja auch einarbeiten können, was sie zum Leben brauchen...Die Tiere würden das mit Sicherheit machen, aber ich weiß nicht, ob ich das zeitlich schaffen würde, neben allem anderen....so ein Gespann kann man ja nicht einfach in die Ecke stellen, wenn irgendwas Unvorhergesehenes passiert...was bei uns an der Tagesordnung ist...hihi...so einen Schlepper macht man aus und lässt ihn stehen...
Hach ja...aber eine schöne Vorstellung ist es schon...
So...muss jetzt Kalk und Zement kaufen...muss noch mauern...um halb acht macht der Baumarkt auf...Danke Fuhrmann
und LG an alle
Chriss
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