Dioxin

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Dioxin

Beitrag#1von Herwig » Samstag 15. Januar 2011, 19:36

Mich würde es mal interessieren, ob bei euch die Nachfrage nach euren Erzeugnissen auf dem Hof ansteigen. Gibt es DIskussionenen an der Gartenpforte über den Dioxinskandal?
Ich habe definitiv einen Kunden der bei mir Fleisch bestellt hat und das mit dem Dioxinskandal begründet hat.
In der Frankfurter Rundschau wurde eine Umfragestatistik veröffentlicht, in der die Menschen gefragt wurden, ob sie bereit wären für sicherere Lebensmittel mehr Geld auszugeben, "nur" 42% der Befragten wäre es mehr Eurowert, wenn die Lebensmittel sicherer wären.
Im Moment haben wir einen Zustand, den ich noch vor 20 Jahren für unmöglich gehalten hätte. Politik und Verbraucherzentralen rufen auf, auf BIO Ware zurückzugreifen.
Vielleicht sollten auch wir Nutztier-Archen darauf aufmerksam machen, dass bei uns anders gefüttert und gezüchtet wird. Unsere Richtlinien im slow farming Bereich erweisen sich als richtig: Genereller Verzicht auf industrielles Fertigfutter!

Mir sagte ein bekannter Züchter, er würde nur Fertigfutter verfüttern, weil er dann überzeugt wäre, das alles drin wäre was seine Tiere brauchen. Nun hat sich herausgestellt, es ist auch das drin, was Tiere nicht brauchen.
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Beitrag#2von legasp96 » Samstag 15. Januar 2011, 19:51

Herwig, ein großer Teil der Verbraucher wird vermehrt die billigen "Bioprodukte" aus dem Discounter einkaufen. Und ich denke, das ist von Politik und Verbraucherzentralen auch so gewollt.
Es wird für vieles Geld ausgegeben, das man nicht wirklich braucht aber meint haben zu müssen. Aber Lebensmittel? Wenn der Verbraucher das "Bioei" beim Discounter sehr viel billiger bekommt, dann wird das gekauft. Der Verbraucher wird sich weiterhin keine Gedanken machen, genausowenig wie Dein Bekannter. Denn wenn er sein Fertigfutter nicht mehr kaufen würde, müßte er sich überlegen wie er seine Tiere vernünftig ernährt und sein Futter auch selbst zusammenstellen. Das ist ihm zu mühsam und genauso ist es dem Verbraucher zu mühsam weitergehende Überlegungen anzustellen.
Grüße
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Beitrag#3von Alex » Samstag 15. Januar 2011, 22:11

Hallo,

ich denke, der Normalverbraucher möchte auch bequem einkaufen und der Weg zwecks ein paar Eiern extra wohin zu fahren, ist ihm in der Regel das nicht wert,( wir wohnen recht abseits) meine treueste Kundschaft ist die, die ich beliefere.

Bei einer größeren Menge Fleisch oder einem halben Lamm kommt die Kundschaft schon eher vorbei.

Grüße Alex
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Beitrag#4von Frankenvieh » Sonntag 16. Januar 2011, 10:27

Das mit den 42%???? Was sind das für Leute? Wer liest denn die Frankfurter Allgemeine?


Gestern im Lidl war das Schweinefleisch und Eier billig wie nie..... Das Kühlfach mit dem Gehackten war leergekauft.... wenn man so in die Wagen schaut was die Leute so einkaufen hat sich gaaar nix geändert.

Ich denke eher das Gegenteil..... Sprit kostet hier 1,52€ und Strom wird auch teurer.... Na, wo spart Otto-Normalverbraucher???? Richtig! am Essen!
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Beitrag#5von Fredo » Sonntag 16. Januar 2011, 11:31

Guten Tag,
bei uns in der Umgebung ist das doch schon sehr real mit der "Bedrohung" durch Dioxin da sehr viele der größeren Betriebe ihre Futtermittel in Bösel kaufen wo halt dieser Skandal aufgetreten ist.

Für einige Betriebe birgt dies aber auch eine gewiße Chance z.B. mein zukünftiger Ausbildungsbetrieb hat eine Legehehnenhaltung zwar nicht auf Bio-Standard aber doch sehr schön geführt (er ist bei den Aurichern Freilandhühnern unter Vertrag). Er hat ca. 24 Stunden nach dem ersten großen aufkommen von diesem Skandal eine riesige nachfrage nach seinen Eiern gehabt und fährt jetzt schon fast jeden Tag mit Eiern los, was vorher nicht der Fall war, und sagt selber das sich das bis jetzt noch nie so gut rentiert hat, mit den Eiern. Für einige Betribe ein sehr einschneidenes Erlebnis, für andere ein freudige Erinnerung in hinsicht auf ihre eigene Wirtschaftliche lage....

Naja, meine Mutter und ich sind Froh das wir unsere eigenen Eier und Brathähnchen haben. Wir kaufen zwar auch fertiges Futter aber dies ist von einen befreundeten Landwirt zusammengemischt aus seinen eigenen Weizen, Mais etc.


Mfg:
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Beitrag#6von Frankenvieh » Sonntag 16. Januar 2011, 11:43

Ich habe mal ein bißchen gesucht.....



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Hier könnt ihr auch noch stöbern:*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Letztes Jahr im Winter waren die Bioeier vom Dioxin belastet! Erinnert ihr euch noch? wenn ihr die Links von oben lest, darf man eigentlich GAR NICHTS mehr essen. Ich denke die Menschheit wäre schon ausgestorben... Tja wie lange gibt's schon kleinbäuerliche Freilandhaltung? Seit der Domestizierung des Huhnes! Und wie lange gibt's Hühnergroßhaltungen? seit 50-60Jahren???? Und ich glaube seit dieser zeit gibt's auch mehr Allergien etc.....die Menschheit geht an ihrer eigenen Habgier drauf....

Die sollten mal überlegen was sie schreiben!





Noch eine Überlegung.... Die Schweine- und Rindermäster freuten sich über steigende Preise, die eier sind nach Weihnachten auch nicht weit gefallen, Geflügel etc. gab's auch gut Geld, unser Milchgeld stand letzte Abrechnung auf 37ct pro liter....
haben die Bauern etwa zuviel verdient? Ich finde das schon merkwürdig....so kurz vor der grünen Woche.
( Vor weihnachten waren die sicher zufaul irgentwas komisches nachzuprüfen oder zu melden, wer versaut sich schon freiwillig Weihnachten?Bild)
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Beitrag#7von armin » Sonntag 16. Januar 2011, 13:41

Wir verzeichnen bisher keine verstärkte Nachfrage.

Wundern tut mich das nicht wirklich, denn nach einer Umfrage, die ich letzte Woche zur Kenntnis genommen habe, wollen rund zwei Drittel der Konsumenten ihre Ess- und Einkaufsgewohnheiten nicht ändern. Wenn man sich fragt, warum das so ist, muss man sich nur mal die Links ansehen, die Vicky oben gepostet hat. Was bleibt bei den meisten Menschen davon hängen? "Ist doch eh egal, was man kauft..."

@Vicky: Wirklich sehr sehr gute Frage, die Du da am Schluss gestellt hast...

Armin
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Beitrag#8von Frankenvieh » Dienstag 18. Januar 2011, 08:48

Gestern im Fernsehen kam in "Fakt ist..." was über den Dioxinskandal. Auch in anderen Ouellen las ich, das es wirklich so ist:Freilandeier sind öfters mit Dioxin belastet als Konvieier!


Woher kommt das? Dioxin reichert sich im Boden an. Dioxin entsteht u.a. bei der Verbrennung. Ich streue jetzt keine Holzasche mehr in die Staubbäder. Verbrennen von laub etc. ist bei uns eh schon verboten. dioxin enstand auch in den vielen Müllverbrennungsanlagen oder Krematorien. wer in der Nähe einer solchen Anlage wohnt....das zeug hält sich ja ewig im Boden!


Ich esse zwar keine 80Eier am Tag, aber Kinder brauchen ja eine viel niedrige Dosis!


Wie seht ihr das? Bin ich jetzt verrückt? Ich meine, hätten unsere Vorfahren gewusst was es mit Dioxin auf sich hat, wäre einer auf die Idee gekommen Holzasche ins Staubbad zu kippen oder als Dünger zuverwenden? In einem alten Buch las ich auch das Ofenruß als Dünger verwendet wurde...
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Beitrag#9von Herwig » Dienstag 18. Januar 2011, 10:08

Ja, Vicki, du bist verrückt, genau wie all jene die versuchen darauf zu achten, was sie sich in den Mund schieben.

Wenn du aufhörst kritisch zu sein, hast du verloren, dann schwimmst du mit im Strom der Gleichgültigen.

Ich dachte, es wäre hinlänglich bekannt, dass Dioxine im Boden sind? Bin ganz baff, dass dir das so neu ist. Ein Argument der Agrarindustrie. Das Dioxin reichert sich im Ei an wegen der Kriechtiere etc.

Dioxin ist aber eben nur EIN Stoff der sich im Ei befindet, nachweislich sind in Freilandeiern und dem erzeugten Schlachtvieh insgeamt aber weniger Chemikalien enthalten als im Käfigei aus der Agrarindustrie.
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Beitrag#10von karinenhof » Dienstag 18. Januar 2011, 12:24

Ich habe doch das Gefühl, dass "die" Menschen eher nachdenken, was im Einkaufswagen landet. So einige Gespräche haben wir schon geführt. Auch Nachfrage nach Fleisch war ist da.

Und auch wenn das BIO beim Diskunter nicht unser BIO ist, so ist es doch ein Schritt in unsere Richtung.

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#11von Frankenvieh » Dienstag 18. Januar 2011, 13:59

Ich habe mir noch nie Gedanken über Dioxin gemacht, aber z.Zt. wird man da ja zugepulvert.....

Mir geht's ja auch um die nichtwissende Kundschaft, die vielleicht sehen wie sich eine Henne in Asche wälzt und soetwas liest.
Ich sagte ja auch das die Menschheit schon ausgestorben wäre, wenn die Agrarindustrie so gesund wäre.... zur zeit sind mal wieder Paprika aus spanien dran, selber schuld wer unbedingt Zeug essen muss was um diese Jahreszeit hier nicht wächst.


Das Gifte im Boden sind und in Pflanzen, Tiere ist mir schon klar. Als Kinder hat man uns verboten Obst von Bäumen zu essen die am Straßenrand stehen....
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Beitrag#12von legasp96 » Dienstag 18. Januar 2011, 18:03

Mettbrötchen hat geschrieben:
Herwig hat geschrieben:..., nachweislich sind in Freilandeiern und dem erzeugten Schlachtvieh insgeamt aber weniger Chemikalien enthalten als im Käfigei aus der Agrarindustrie.


Sagt wer?
Fakt ist: bei Freiland und Bodenhaltung ist der erforderliche Einsatz an Medikamenten eklatant höher als bei Käfighaltung!



Das kommt darauf an wie die Freilandhaltung betrieben wird.
Die s.g. Freilandhaltung, wo die Hühner sich gegenseitig auf den Füßen stehen benötigt sicher viel mehr an Medikamenten da die Hühner dort in einer eigenen Sch... laufen und picken.
Ich denke Herwig hat da an eine artgerechte Hühner- und Schlachtviehhaltung gedacht.
Grüße
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Beitrag#13von Alex » Dienstag 18. Januar 2011, 22:31

Hallo,
Ich bin von meinem vorherigen Tierarzt auch schon ziemlich blöd angemacht worden, ich solle doch meinen Lämmern Lämmerkorn füttern da hätten sie wenigstens alles was sie bräuchten und wenn ich meinen Schweinen kein Sojaschrot füttere dann bräuchten sie ja viel zu lang zum wachsen.

Den hab ich ja mittlerweilen gewechselt.

Aber ganz ohne Medikamenteneinsatz komm ich auch nicht aus, dass muß ich zugeben.

Grüße Alex
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Beitrag#14von steinadlerehemann » Donnerstag 20. Januar 2011, 19:59

Hey Alex,
das finde ich gut - aber wie schaut es aus mit kükenstarter?
Der wurde gemischt - mit Weizen aus belasteten Regionen.
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Beitrag#15von Alex » Donnerstag 20. Januar 2011, 22:29

Hallo,

ich mische auch mein Kükenfutter selber. Ich sag ja, bei mir gibts kein Fertigfutter, ausser das Mineralfutter für die jeweilige Tierart das ich mit reinmische ist gekauft.

Grüße Alex
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Beitrag#16von steinadlerehemann » Samstag 22. Januar 2011, 00:49

nabend Alex, Bild
genau so mache ich es auch, nur ist kükenstarter für Enten, Gänse, Hühner und Puten sehr unterschiedlich zu msichen, nciht so einfach.
Aber lieber so, als was zu kaufen, das ich nicht genau kenne.
Übrigens geht hier jetzt die Frage nach frischen Eiern an, lachmichweg.......

LG
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Beitrag#17von Frankenvieh » Samstag 22. Januar 2011, 11:17

Hey, ihr zwei! Versucht mal alte Bücher über Geflügelhaltung aufzutreiben. Früher gab's auch kein Fertigfutter. Reicht schon die aus DDR Zeiten, da gab's nicht mal Fertighundefutter...

Ich füttere den kleinen viel gekochtes Ei, komplet mit Schale, Quark, Haferflocken, brennnessel. muschelkalk.
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Beitrag#18von Alex » Samstag 22. Januar 2011, 14:56

@frankenvieh

so ungefähr mische ich auch, ich habe dann vom käsen noch die Molke über, die geb ich mit rein, meine Geflügelbabyfuttermischung hab ich von meiner Oma übernommen.

Puten ziehe ich keine mehr auf, da hab ich kein Glück mit.

Grüße Alex
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Beitrag#19von steinadlerehemann » Samstag 22. Januar 2011, 19:39

nabend,
ich habe aber Puten, die ja einen höheren Proteingehalt benötigen.
Bis dato nahm ich Putenstarter - trau mich jetzt das nicht mehr.
Und habe im letzten Jahr schon vorgesorgt an Ackerbohnen, die ich vom hiesigen
Bauern bekomme, der mich auch beliefert mit Weizen.
Alte Bücher habe ich mir schon angeschaut, sie sind aber nicht so genau.
Ist nur eine vage Richtlinie "in etwa".
LG
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Beitrag#20von Alex » Samstag 22. Januar 2011, 22:55

Hallo,

im Putenstarter sind auch Medikamente drin, für mich als Selbstversorger mit ein bißchen Überschußverkauf lohnt sich die Putenhaltung nicht, da sind mir die einfach zu empfindlich. Ich kenne jemanden, der arbeitet in der DEWA, (Fertigfutterhersteller bei uns), der sagt, er faßt kein Putenfleisch an, nachdem er weiß was da reingemischt wird; wenn der das schon sagt, na dann lecker.

Ich finde es eigentlich schade, mir haben meine schon geschmeckt, aber die Verluste waren mir ohne speziellen Putenfutter zu hoch.


Alex
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Beitrag#21von Brenda » Sonntag 23. Januar 2011, 00:48

Hallo,

da verstehe ich gerade etwas überhaupt nicht. Vielleicht kann mir jemand etwas Licht in das Dunkel bringen:
Bei dem Dioxinskandal ist es doch nur um Beimischungen belasteter Fette gegangen. Jetzt sehe ich über diese Links schreckliche Bilder und Berichte. "Aktuell meiden Käufer die üblichen Eier und die Bio-Produzenten bekommen Lieferschwierigkeiten..." Aber im üblichen Hühnerfutter sind doch keine zusätzlichen Fette untergemischt - oder? Vielleicht ja in einem Mastbetrieb - aber doch nicht für Legehennen. Oder etwa doch ???

Liebe Grüße
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Beitrag#22von Alex » Sonntag 23. Januar 2011, 00:56

Hallo,

im Fertigfutter ist alles mögliche mit drin, bei Legehennen z. B. Hormone damit sie besser legen, je nach Tier versch. Medikamente und Antibiotika usw. Man weiß nie so genau, was die da alles reinmischen, deshalb verwende ich es nicht.

Grüße Alex
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Beitrag#23von Brenda » Sonntag 23. Januar 2011, 01:06

Hallo Alex,

danke. Du meinst, das kann auch alles in Legemehl drinnen sein oder bekommen die Legefabriken anderes Fertigfutter? Was die Medikamentenuntermischung angeht, so habe ich in Erinnerung, dass dies verboten ist. Zumindest Kokzidiosemittel in Hühnerkükenfutter. Bin ich falsch informiert?

Liebe Grüße
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Beitrag#24von Herwig » Sonntag 23. Januar 2011, 10:13

Brenda, ich persönlich finde es belanglos, wie genau die Komponenten heißen oder wo sie herkommen. Fest steht, ich kann nicht überprüfen was drin ist, weil die Struktur ducrh mahlen verändert wird. Bei Körnerfuttermischungen erkennt man wenigstens noch die Getreidesorten.
Heute ist es Dioxin, gestern war es Antibiotika, vorgestern Hormone und davor Glykohl. Willst Du allen ernstes darauf warten was als nächstes festgestellt wird??
Es ist doch nur eine Frage der Zeit bis wieder etwas gefunden wird, da brauchen wir uns gar nichts vormachen. Vermutlich sind da Dinge drin, da ist bisher nur noch kein Wissenschaftler drauf gekommen sie dort zu suchen. Wärst du vorher auf ide Idee gekommen, das in Fertigfutter Schmieröl eingemischt wird?? Ich nicht!

Darum habe ich jetzt nicht etwa Glück gehabt, dass mein Futtermittel nicht betroffen ist, sondern es ist eiskalte Berechnung von mir:
Ich weiß, das in gekauften Futtermitteln Dung drin ist, den ich nicht haben will, also kaufe ich das nicht. Meine Tiere brauchen kein Soja und ich bin fest davon überzeugt, dass kein Tier Soja braucht!

Unsere alten Nutztiere sind alle erzüchtet worden, bevor es Soja hier überhaupt als Futtermittel gab, ergo brauchen die das auch nicht!
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Beitrag#25von Herwig » Sonntag 23. Januar 2011, 10:24

Brenda hat geschrieben:Hallo Alex,

danke. Du meinst, das kann auch alles in Legemehl drinnen sein oder bekommen die Legefabriken anderes Fertigfutter?



Woher sollte sonst das Dioxin in den Eiern kommen? Das war ja der Anfang des Skandals, dass Dioxin in Eiern gefunden wurde.
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