Anbietergemeinschaften

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Anbietergemeinschaften

Beitrag#1von armin » Mittwoch 2. Januar 2008, 12:29

Hallo zusammen,

viele kleinere landwirtschaftliche Betriebe vermarkten ihre Produkte direkt. Dabei helfen Anbietergemeinschaften, die meist regional tätig sind. Sie bieten organisatorische Unterstützung, Werbematerial, bemühen sich um einheitliche Standards und versuchen teilweise sogar, eigene Marken zu etablieren. Die Landwirtschaftkammer NRW bietet auf ihrem Portal www.landservice.deeine Übersicht über die in NRW tätigen Anbietergemeinschaften.

Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Ihr mit solchen Organisationen habt. Wie hoch sind die Kosten einer Mitgliedschaft und wann haben sich diese rentiert?

Ist eine Mitgliedschaft der geeignete Weg, Produkte von alten und Gefährdeten Nutztierrassen und Nutzpflanzen zu angemessenen Preisen zu vermarkten?

Bitte teilt Eure Erfahrungen mit und gebt damit anderen eine Orientierungshilfe... (guckguck Peter....)

Armin
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Beitrag#2von Herwig » Mittwoch 2. Januar 2008, 15:54

Hallo Armin,
ich habe verschiedene Erfahrungen gemacht, mit regionalen sowie überregionalen Anbietergemeinschaften. Auch überregionale Internetanbieter waren dabei.

Leider waren meine Erfahrungen nicht besonders positiv. Ursächlich begründet ist das aber auch in meiner Wirtschaftsform, Betriebsgröße und Angebotspalette.

Letzlich hat sich meine Erkenntnis darauf verdichtet, das für meine Produktionssituation nur eine Direktvermarktung richtig bewährt hat.
Hier mal so aufgezählt, was in meiner persönlichen Vermarktung hinderlich war.
  • Die Partner hatten zu verschiedene Voraussetzungen/Vorstellungen (Bio zertifiziert oder eben nicht)
  • Rechtliche Gründe ( Eier stempeln, kein Hofladen, keine Steuernummer, kein Gewerbe)
  • Lieferkontinuität (Im Sommer kein Speck, im Winter kein Ei,im Sommer keinen Honig etc.)
  • Überschneidung der Produktpalette, damit Behinderung der Vielfalt (Spezialisierung sollte unnötig sein)
  • Verteuerung der Produkte bei fehlender Einsicht zur sozialen Vernetzung (durch Transport, Mistrauen)
  • Fehlende Bereitschaft zur Kooperation
  • Teilweise wurden zu große Posten angefordert ( ... eine Palette LeberwurstBild)

Obwohl eben bäuerlich und regional, sind die Anbietergemeinschaften für uns Nebenerwerbslandwirte immer noch zu groß und abgehoben, oder auch: wieder zu groß.
Wenn mann genau hinschaut, ist kein Anbieter in diesen Gemeinschaften, der Nebenerwerbslandwirt, Hobbybauer oder gar Selbstversorger ist. Durch die zunehmende Rückbesinnung auf die Wurzeln des Bauerntums, entdecken die großen Landwirte die Direktvermarktung für sich. Finde ich auch gut!!!!
Ich kenne einige Bauern, die zig Schweine oder ähnliches abliefern und zwei behalten und die direkt vermarkten. Wenn ich hier über das Land fahre, sehe ich an jeder Ecke solche SB Stände der Bauern. Da werden Eier verkauft obwohl die keine Hühner haben, Birken-Kaminholz ohne Wald, Dosenwurst ohne Schweine und allerhand bäuerliches Kunsthandwerk. Natürlich ist das nicht die Regel, die meisten "Büdchen" werden von den Landfrauen so als Zusatzgeschäft betrieben und vom großen Bauern belächelt.
So ist das z.T. auch mit den Anbietergemeinschaften, da haben sich Landwirte auf Heidelbeeren, Spargel, geräucherten Schinken etc. spezialisiert und versuchen davon zu leben. Da können wir oft nicht mithalten.

Darum hatte ich die Idee des Shops bei VIEH, (Wäre ja auch eine Anbietergemeinschaft!!!) wo einfach alle shops auf einer Seite stehen und jeder seine Produkte einpflegt. Wenn jemand nur 2 Gläser Honig hat, die stellt er eben da rein und wenn morgen sein Nachbar kommt und die wegkauft, streicht er das Angebot kurzerhand per Internet wieder raus. Warum macht da eigendlich keiner mit, das frage ich mich ständig. Alle jaulen immer rum und erzählen etwas von : Werd ich nicht los, ...zu hochpreisig für diese Gegend etc.

Sicher geht das nur für Dauerware, letzlich kann man aber mit ein bischen Mühe fast alles in Gläser oder Dosen haltbar machen. Ich habe jemanden in der Verwandschaft, dessen Frau eine delikate Hochzeitssuppe kocht und abfüllt in 400ml Gläser. Für Single Haushalte optimal! (Und die Leute kriegen mal was vernünftiges in den Bauch) Selbst Eier kann man in Form von Soleiern, Eierlikör, Eiernudeln, eingekochter Eierstich etc. einkochen und vermarkten (Soleier brauchen nicht gestempelt werden!!)
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Beitrag#3von karinenhof » Mittwoch 2. Januar 2008, 22:28

ich finde den Markt, den Herwig hier eingerichtet hat, sehr gut. Mein Problem ist derzeit folgendes:
Von unseren Tieren haben wir noch nichts zu vermarkten. Da stehen wir ja noch am Anfang.
Unsere Gäste nehmen gerne von der selbst gemachten Marmelade mit. Die wird von mir gekocht, wie es meine Oma schon machte (ich nehme allerdings Gelierzucker). Aber ich habe kein Schild mit den genauen Inhaltsstoffen drauf und auch kein Verfallsdatum (die sind sowieso schon eher leer, die Gläser).
Außerdem habe ich daruf kein Gewerbe. Also kann ich sie auch nicht anbieten. Und nu?

Nun muß ich warten, bis wir so viele Tiere haben, dass wir das Fleisch nicht mehr aufgefuttert bekommen, und Ihr es probieren dürft Bild

Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#4von Herwig » Donnerstag 3. Januar 2008, 09:27

Hallo Karin,
ein Gewerbe brauchst du nur zwingend wenn du nicht direkt vermarktest, also nicht direkt an den Endkunden verkaufst. Mit der sogenannten Direktvermarktung kannst du, je nach deiner persönlichen Steuersituation dazuverdienen.
Schau dir mal den Shop von Ansa-Regina an, ganz unten steht der entscheidende Satz!!

Generell, das habe ich hier schon öfter gepostete, kann jeder Steuerzahler im Jahr 41o.- Euro steuerfrei dazuverdienen im Jahr. VERDIENEN!!! Also abzüglich der Unkosten!!! Also Netto. Das heißt natürlich auch, nachweislich über Rechnung!!
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Beitrag#5von klosterbauer » Donnerstag 3. Januar 2008, 10:04

Hallo in die Runde, hallo Armin

da Du mich direkt ansprichst, will ich auch gerne und ausführlich antworten. Aber das wird wohl erst zum oder nach dem Wochenende geschehen, da ich gerade voll in der Arbeit stecke (unter anderem sammle ich gerade Sponsorengelder für ein Agrobiodiv-Projekt im Bergischen ein).

"bergisch pur" ist aber sicher nur ein Beispiel, der Möglichkeiten gibt es arg viele. Für heute vielleicht nur ein Literatur-Tipp. Neben all der grauen Literatur, die ich zur Gründung von bergisch pur wälzte, gibt es aus dem Jahr 1996 von Kai Kreuzer das Buch "Bio-Vermarktung - Vermarktungswege für Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung". Vieles davon ist heute noch wahr. Obs das Buch noch gibt, weiß ich nicht - aber schon mal ist ebay und amazon ja eine echte Fundgrube.
Und was für Bio gilt - das kann auch in abgewandelter Form für alte Rassen/Sorten gelten. Allerdings steht der Trend dazu noch mehr in den Anfängen als Bio damals. Soweit für jetzt - nun mache ich erst noch ein wenig PR und Marketing für meine hauptberuflichen Kunden ...

Beste Grüße
Peter
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Beitrag#6von klosterbauer » Freitag 18. Januar 2008, 21:20

Hallo Armin – und alle, die sich für das Thema Vermarktung interessieren;

Armin hat mich gebeten, ein wenig von meinen Vermarkungserfahrungen zu berichten.

Zum Hintergrund zunächst einmal. Ich bin als Schafhalter Initiator und Gründungsmitglied der Regionalvermarktung bergisch pur. Diese Regionalvermarktung funktioniert so, dass alle bergisch pur-Betriebe – also auch ich – zunächst eine Einlage ähnlich eines Genossenschaftsbeitrages gezahlt haben. Dies war die Basis – heute Einsteiger zahlen mehr als wir Gründer damals, da sie von unseren jetzt zehnjährigen Anstrengungen ja auch profitieren. Knallhart kalkuliert dauert es richtig lange, bis die Einlage durch Mehrverdienst wieder zurückläuft aufs eigene Konto.

Im Alltag funktioniert die Abrechnung für Tierhalter so:
Die Metzger zahlen bei Rindern acht Prozent mehr als den Marktpreis an die Landwirte – als Aufpreis für die aufwändigere Fütterung und die Aktivitäten zum Kulturlandschaftsschutz. Ähnlich funktioniert es bei Schafen. Allerdings gibt es da keinen seriösen Marktpreis. So haben wir einen Schaffixpreis festgesetzt, der ganzjährig ohne Marktschwankungen gilt und auf den wieder der achtprozentige bergisch pur-Aufschlag an die Bauern gezahlt wird. Das schafft den Schafhaltern Sicherheit, einen schwankungsfreien guten Preis.

So weit, so gut. In der Realität aber hat sich gezeigt: Im Bereich Lammfleisch existiert zwar eine kontinuierliche und aktuell durch die neuen Vertriebsmöglichkeiten im Einzelhandel Nachfrage nach Lammfleisch. Doch es handelt sich fast immer um Abnahmen von ein bis drei Lämmern. Dies funktioniert nur bei Schafhaltungen, die nur einen kurzen Weg zur Schlachtstätte haben. Bei mir klappt das super - ich setze fast alle Lämmer über bergisch pur ab. Eine größere Schäfer aber haben sich in den vergangenen Jahren wieder aus bergisch pur zurück gezogen, da die Erwartungen (regelmäßig sechs Schafe zum Schlachthof bringen) nicht erfüllt werden konnten. Doch noch immer sind fünf schafhaltende Betriebe aktiv Mitglied bei bergisch pur – fast alle aber auch mit aktiver Direktvermarktung. Denn das Siegel bergisch pur unterstützt natürlich auch bei der Vermarktung ab Hof. Für Rinderhalter übrigens hat sich das System quasi umgekehrt entwickelt. Der Grund: Die hohen Kontrollkosten, die das notwendige bergisch pur-Rindfleischetikettierungssystem (ohne dieses hätte es kein Rindfleisch unter der Regionalmarke gegeben) verursacht. Kleinbetriebe mit Rindfleischproduktion verursachten die gleichen Kontrollkosten für bergisch pur wie Großbetriebe – also mussten die Betriebe eine Mindestzahl an Rindern liefern, um bergisch pur-Mitglied sein zu können.

Wenn ich hier die Liste einschätze, handelt es sich hauptsächlich um Überschuss- und Kleinvermarkter. Für die wäre eine Regionalvermarktung wie bergisch pur aus meiner Sicht nur eine Unterstützung der Direktvermarktung, die Beitrittskosten sind unter Engagement abzubuchen. Aber sicher auf diesem Wege eine schöne Sache (Dabei – liebe Nutztierarche in Habenichts – fällt mir ein: Ich habe Euch zwischenzeitlich auf dem großen Papierstapel vergraben und verschlonzt, aber hier habe ich Euch wieder entdeckt – ich melde mich im März!).

Für die „kleinen“ Produzenten nicht-tierischer Produkte – gerade Frischfleisch lässt sich ja nicht so rumkarren – empfehle ich auch Vermarktungswege, die wenig Struktur und Aufwand erfordern. Z.B. den Kontakt zu einem lokalen Einzelhändler, inhabergeführte Geschäfte nehmen auch Produkte aus der Region. Aber im Laden Erfolg zu haben, das braucht auch eine angemessene Verpackung….
Das Problem für Direktvermarkter ist: Der Trend ist rückläufig. Die Leute wollen zwar gute und auch regionale Produkte, doch durch Bio im Supermarkt und Co kommen immer mehr solcher Dinge in den Handel. Da fahren die Menschen tendenziell seltener auf den Hof. Konsequenz: erste Bauernläden machen bei uns – und sicher auch andernorts wieder dicht.

Soweit die Direktvermarkter. Im Gegensatz zu ihnen sollten – aus meiner Sicht und Erfahrung – die reinen Überschussvermarkter auch den engeren Kreis der Nachbarschaft, das räumliche und sozial nahe Umfeldes beglücken. Bei den dabei vorhandenen Mengen macht der Aufbau einer umfangreicheren Vermarktungsstruktur sicher keinen Sinn.

Spannend wird es künftig sein, das Thema unserer Rassen konsequent auch vermarktungstaktisch aufzubauen. Dazu kommen sicher bald Neuigkeiten aus dem Bergischen. Lasst mir noch ein wenig Zeit ….

Soweit für jetzt – ich hatte ja versprochen, das es etwas mehr wird. Zur Diskussion bereit grüßt in die Runde
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Beitrag#7von schmidti » Samstag 9. Februar 2008, 18:48

Hallo zusammen,
das Thema Vermarktung treibt mich auch sehr um, deshalb möchte ich mitdiskutieren. Ich finde, daß Direktvermarktung, wie der Name sagt auch direkt erfolgen sollte. Die Leute wollen das. Ich will das auch, z.B. dem Kunden erlautern wie meine Produkte zustande kommen. Ich vermarkte Wurst und Schinken vom Schaf und Lamm, und Wolle, Wollprodukte.
Vermarkterzusammenschlüssen stehe ich skeptisch gegenüber, da sie meiner Meinung nach eher schaden als nutzen. Direkt vor meiner Haustür gibt es ein sehr schlechtes Beispiel. Der Nachfolger einer LPG macht in Wasserbüffeln. Dann gründet er einen Erzeugerzusammenschluss mit vielen kleinen Direktvermarktern und kann diese natürlich gut kontrollieren. Er ist der einzige Großbetrieb. Die haben sogar einen eigenen Geschäftsführer und eine Fahrzeugkolonne von Mercedes Benz. Das Ergebnis ist, das jeder alles von jedem verkaufen muss und das Wiederverkäuferprinzip die Produkte saumäßig teuer macht. Für mich hat das nichts mehr mit Direktvermarktung zu tun. Die müssen sogar schon abgelaufenen Käse verkaufen Bild.
Die Märkte, die ich besuche sind Erntedankfeste, Weihanchtsmärkte und Grüne Märkte. Wir haben hier ein engagiertes Regionalmanagement, da kann der kleine Direktvermarkter seinen Platz finden.

Ich hoffe auf eine anregende Disskussion
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Beitrag#8von klosterbauer » Samstag 9. Februar 2008, 19:22

Hallo Schmidti,

so von Schmidt zu Schmidti ist ja auch nett.

Also ich unterscheide ganz klar zwischen Direktvermarktung und Regionalvermarktung oder auch Zusammenschlüssen.

Ich selbst vermarkte einiges direkt - das bringt letztlich zwar mehr Arbeit, aber auch gute Erlöse. Aber ich denke, dass ist nicht für jeden etwas, da es einen erheblichen Arbeitsaufwand kostet. Wenn du Märkte besuchst, dann muss da schon Umsatz stattfinden - sonst bringt es das ja nicht. Ich selber erwarte meine Kunden daheim, da kann ich das besser steuern.

Und trotzdem ist für mich auch die Regionalvermarktung über bergisch pur eine echt gute Sache. Allerdings läuft das hier offensichtlich anders als bei Deinem Wasserbüffel-Nachbarn. Der bringt letztlich die ganze Sache nur in Verruf. Bei uns wird immer Erzeugerbezogen verkauft - jeder Kunde, weiß, von wem das jeweilige Produkt ist. Und Altware kommt natürlich erst recht nicht in den Laden - wir vekaufen uns als Premiumware. Das klappt auch gut - die Metzger würden sich ins eingene Fleisch schneiden, wenn die altes Zeug da stehen hätten.

Offensichtlich kommt es auf das WIE an - und Dein Nachbar ist ein schlechtes Beispiel. Aber darum ist die ganze Sache ja noch nicht schlecht. Aber es ist immer ein wenig daneben, wenn einer alle kontrolliert. Da würd ich mich als kleiner auch nicht drauf einlassen. Dass die Kunden das bei Euch mitmachen - bei uns, galube ich, würde das nicht funktionieren - hohe Preise und schlechte Ware.

Beste Grüße aus dem Bergischen von
Peter
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Beitrag#9von schmidti » Samstag 9. Februar 2008, 20:13

Hallo Peter,
mit diesem Namen gilt es sich abzugrenzen Bild
Natürlich hast du Recht, das man nicht alles über einen Kamm scheren kann. Besonders wichtig bei der regionalen Vermarktung ist, den Menschen darzulegen was Regionalität bedeutet. Zumal bei BioBio, "Bioprdukte" vom anderen Ende der Welt.
Aber noch ein zweiter Aspekt schwingt bei meinem Wasserbüffelnachbarn mit. Exoten in der Landwirtschaft: Wasserbüffel, Strausse etc.. Ich finde es gibt so viele attraktive, an die Region angepasste, alte Nutztierrassen Bild, da ist es nicht unbedingt notwendig immer exotischer werden zu wollen. Wie sind da die Meinungen und Erfahrungen? Konkret sehe ich Lamas und Alpakas als wolltragende "Konkurrenz" zu Schafen Bild Oder gibt es da ein Miteinander Bild Natürlich darf jeder halten was er möchte Bild
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