Tierschutz - Missbrauch

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Tierschutz - Missbrauch

Beitrag#1von schmidti » Freitag 2. Juli 2010, 06:57

Liebe Mitstreiter,

als Schäfer kommt man ja berufsbedingt ein wenig rum. Nun habe ich jedesmal, wenn ich eine neue Fläche übernehme bzw.

zuletzt einen lange leerstehenden Stall pachte, Begegnungen der dritten Art mit den ortsansässigen Jagdpächtern. So langsam

platzt mir da echt der KragenBild

Anlässlich der Unterbringung meiner Hunde im Stall, beschwerte sich der Jägdpächter bei mir. Meine Hunde würden sein Wild

vertreiben! Nun ist meine Strategie erst mal ruhig zu bleiben, die Anschuldigungen zurückzuweisen. Bin ja ein netter MenschBild

Aber auch in diesem Fall gab`s eine anonyme Anzeige beim Vet.Amt und folgend eine Vorortkontrolle über die ich erst im Nachhinein

informiert wurde. Nachdem ich dem Veterinär die Lage mit dem Jagdpächter geschildert hatte, fragte der mich nur, ob die Hunde

ständig Wasser im Zwinger hättenBild

Wenn der Jagdpächter per se, nicht mehr weiter weiß, rennt er zum Veterinäramt

Ach ja, bei der letzten Begegnung mit ihm, hat er gedroht meine Hunde zu erschiessen, der TierfreundBild

Habt ihr auch Erfahrungen in dieser Richtung und wie verhält man sich am bestenBild


Bildische Grüße, schmidti
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Beitrag#2von klosterbauer » Freitag 2. Juli 2010, 08:23

Ahoi

bei sowas würde mir auch der Kragen platzen - ich habe ein absolut kollegiales/freundschaftliches Verhältnis zu meinen Jägern. Was aber sicher auch daran liegt, dass wir aus dem gleichen Dorf kommen und nicht umherziehe ...

Eigentlich bin ich immer für deesaklieren - aber schon mal hilft nur ein grober Keil für einen groben Klotz (aber natürlich gaaaanz freundlich).

Ansonsten hilft es, einen guten Draht zum Amte zu pflegen - wenn die wissen, dass man sich echt kümmert, sind die auch viel friedlicher.

Viel Glück

Peter
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Beitrag#3von Herwig » Samstag 3. Juli 2010, 08:31

Zu meiner Zeit hatte ich unendlichen Ärger mit Jägern, den Hegern und Pflegern des Waldes. Hin und wieder gab es jemanden mit dem man reden konnte, aber im Großen und Ganzen: Grande KatastropheBild

Wenn man einen Jäger fragt, vertreibt ALLES das Wild, Schafe , Reiter, Spaziergänger, Katzen und Hunde sind die Zerstörer des biologischen Gleichgewichtes im Wald. Nur der Jäger kann das beurteilen, Naturschützer und Tierschützer sind Spinner.

Fakt ist, ich musste meinen Schafen, wenn ich sie in Waldnähe pferchte Glocken umhängen, damit die Rehe nicht zu nahe an den Elektrozaun kommen und ihn niederreißen. Weder mein, des Nachts angebundener Hund noch meine mitziehenden Esel haben das verhindern können.Ich kann das auch nicht mehr hören... wohin, bitteschön, vertreiben denn die Schafe und Hunde das Wild??? In die Ukraine, oder was.

Jeder Reiter, Treckerfahrer etc. kann bestätigen, das Wild gewöhnt sich in nullkomma nix an Geräusche. Wenn ich mit dem Trecker komme wechselt das Wild gerade mal den Acker, wenn wir mit unseren Kaltblütern im Wald reiten, lässt sich das Wild überhaupt nicht stören.

Für mich stellt sich immer eher die Frage, wie sich ein Wildbestand denn nach einer Treibjagt denn jemals wieder in das Revier traut. (Wobei ich Treibjagd so ungefähr für die feigeste Aktion der Jäger halte.)

Wenn der Jagdpächter mit seinem kläffenden Hund aus dem Geländewagen steigt, vertreibt das nicht das Wild, ja ne, is klar, ist ja ein Jagdhund. Hütehunde sind vgl Gefährlicher für das Wild, die sind ja auch auf das Töten trainiert und unerzogene Köter...
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Beitrag#4von Christina » Sonntag 4. Juli 2010, 17:00

Und mal ehrlich: Wenn man bei Wild von Rehen spricht, dann haben wir davon ja wohl auch eher zu viel als schützenswert wenig!! Ein paar natürliche Feinde mehr, und wenn es nur Schafe (mit Hütehunden) sind Bild Bild Bild Bild ist für das Gleichgewicht im Wals sicher eher förderlich.
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Beitrag#5von schmidti » Montag 5. Juli 2010, 06:22

Bildle Dank für eure Meinungen,

dennoch möchte ich nochmals explizit auf die Tatsache hinweisen, das jeder A.....Bild, pardon Hintern,

wenn er nicht weiter weiß zum Veterinäramt rennt, bzw. anonym anruftBild

Diese Denunziationen sind erwünschtBild

Wenn jemand einen Mißstand anprangern will, dann soll er auch dazu stehen - denn sonst ist es Missbrauch der

Tierschutzgesetzgebung. PunktBild

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Beitrag#6von -Sabine- » Sonntag 19. Dezember 2010, 10:53

Herwig hat geschrieben:Zu meiner Zeit hatte ich unendlichen Ärger mit Jägern, den Hegern und Pflegern des Waldes. Hin und wieder gab es jemanden mit dem man reden konnte, aber im Großen und Ganzen: Grande KatastropheBild

Wenn man einen Jäger fragt, vertreibt ALLES das Wild, Schafe , Reiter, Spaziergänger, Katzen und Hunde sind die Zerstörer des biologischen Gleichgewichtes im Wald. Nur der Jäger kann das beurteilen, Naturschützer und Tierschützer sind Spinner.

Fakt ist, ich musste meinen Schafen, wenn ich sie in Waldnähe pferchte Glocken umhängen, damit die Rehe nicht zu nahe an den Elektrozaun kommen und ihn niederreißen. Weder mein, des Nachts angebundener Hund noch meine mitziehenden Esel haben das verhindern können.Ich kann das auch nicht mehr hören... wohin, bitteschön, vertreiben denn die Schafe und Hunde das Wild??? In die Ukraine, oder was.

Jeder Reiter, Treckerfahrer etc. kann bestätigen, das Wild gewöhnt sich in nullkomma nix an Geräusche. Wenn ich mit dem Trecker komme wechselt das Wild gerade mal den Acker, wenn wir mit unseren Kaltblütern im Wald reiten, lässt sich das Wild überhaupt nicht stören.

Für mich stellt sich immer eher die Frage, wie sich ein Wildbestand denn nach einer Treibjagt denn jemals wieder in das Revier traut. (Wobei ich Treibjagd so ungefähr für die feigeste Aktion der Jäger halte.)

Wenn der Jagdpächter mit seinem kläffenden Hund aus dem Geländewagen steigt, vertreibt das nicht das Wild, ja ne, is klar, ist ja ein Jagdhund. Hütehunde sind vgl Gefährlicher für das Wild, die sind ja auch auf das Töten trainiert und unerzogene Köter...


Deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen. Und ich bin nur als Hundebesitzer bzw. Reiter im Wald unterwegs. Ich war mal vor Jahren mit einer Gruppe Kindern zu Pferd im Wald - auf einem WEG! - da hat und der Jäger vor die Füße geschossen. Dem Himmel sei Dank, dass die Pferde so unerschrocken waren ..... Die Begründungen sind immer haargenau die, die Du anführst.

Und bei einer Treibjagd waren die armen Irren mal mitten auf meiner Pferdekoppel zugange. Begründung: Die sei kein "Garten", sondern frei betretbare Fläche. Das zumindest haben sie dann nicht mehr gemacht, nachdem ich die aufsichtführende Behörde informiert hatte.

Ist schon eine sehr spezielle Spezies, so ein Jäger :shock: ...
Viele Grüße, Sabine
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