Blauzungenkrankheit

Moderator: Herwig


Wir fordern die Freigabe des BT-Impfstoffes?

Nein, brauchen wir nicht
0
Keine Stimmen
Nur bei weiterer Ausbreitung
0
Keine Stimmen
Impfung muss sofort eingeführt werden
7
100%
 
Abstimmungen insgesamt : 7

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Blauzungenkrankheit

Beitrag#1von herzwig » Freitag 31. August 2007, 10:27

Seit etwa 2 Monaten ist die Blauzungenkrankheit wieder aufgeflackert und breitet sich mittlerweile mit rasanter Geschwindigkeit aus. Viele Schafhalter sind verzweifelt und fordern Information und Hilfe. Aus diesem Grund laden der Schafgesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer und der Schafzuchtverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, dem 5. September 2007, 19.30 Uhr in die Aula des Landwirtschaftszentrums Haus Düsse in Ostinghausen (Nähe Bad Sassendorf) ein.

Vor fast genau einem Jahr wurde im Raum Aachen erstmalig die Blauzungenkrankheit, eine bis dahin in Deutschland unbekannte Tierseuche, amtlich festgestellt. Zwar ist diese Krankheit für den Menschen völlig ungefährlich, in Rinderund vor allem Schafbeständen kann sie jedoch zu großen Tierverlusten führen. Sie wird durch Mücken übertragen, ist nicht behandelbar und für die Tiere mit großen Schmerzen verbunden. Da es auch keine wirklich wirksamen Mittel gibt, die vor dem Stich der Mücken schützen, haben die Tierhalter kaum eine Chance, vorbeugend etwas zum Schutz ihrer Tiere zu tun. Die Lösung aus ihrer Sicht wäre eine Impfung, deshalb können sie nicht verstehen, dass 1 Jahr nach dem ersten Auftreten der Krankheit immer noch kein Impfstoff verfügbar sein soll. Aus diesem Grunde hat der Schafzuchtverband NRW auch den zuständigen Minister Uhlenberg zu der Veranstaltung eingeladen, um aus erster Hand zu erfahren, ob in dieser Richtung Fortschritte zu erwarten sind.



An so einer Veranstaltung kann nicht jeder teilnehmen, darum halte ich es für wichtig und sinnvoll, wenn wir uns hier austauschen:

  • Wer weiß was neues
  • Ist jemand direkt betroffen
  • wie äußert sich die Krankheit
  • Welche Vorsichtsmaßnamen kann jeder treffen
  • Wie steht Ihr zur Impfung
  • Sollten wir uns überregionalen Initiativen, die Impfungen fordern, anschließen
Herwig zum Berge
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Zur Impfung einige Infos

Beitrag#2von Herwig » Samstag 8. September 2007, 16:39

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Unzählige Fragen gibt es zum Auftreten der Blauzungenkrankheit. Diese wurden unter anderem anläßlich von Telefonkonferenzen mit den Mitgliedsverbänden u. a. heute erörtert.


(VDL/WDL) - Ein Auszug wichtiger Fragen mit den entsprechenden Antworten können Sie in nachfolgenden Pressemeldungen, die uns dankenswerterweise der Eugen-Ulmer Verlag zur Verfügung gestellt hat und in der nächsten DSZ veröffentlichen wird, entnehmen. Als Fachleute geben hier wertvolle Informationen
- Herr Dr. Bätza, Referatsleiter im BMELV,
- Frau Dr. Straubinger, Referentin im für Tierseuchen zuständigen Landesministerium in Rheinland-Pfalz, sowie
- Herr Dr. Winkelmann, Tiergesundheitsdienst Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

WARNUNG
Deutlich weisen wir darauf hin, dass der Einsatz von Lebendimpfstoffen nicht zulässig und damit illegal ist. Bei einem entsprechenden Einsatz würde man Gefahr laufen, dass zwangsläufig weitere Erreger, die dann noch verheerendere Konsequenzen nach sich ziehen könnten, eingeschleppt würden. Weiterhin könnte der Einsatz einer Lebendvakzine zu Fertilitätsstörungen und Aborten führen!

Es ist zu erwarten, dass rechtzeitig bis zum Frühjahr 2008 eine Todvakzine von einer, möglicherweise sogar von zwei Firmen, angeboten wird.
In den Fachartikeln sind auch Arzneiempfehlungen beim Ausbruch der Erkrankung zu entnehmen.

Sicherlich reichen all diese Informationen nicht aus.
Wir als Verbände werden daher weiterhin alles daran setzen, dass nicht nur der wirksame Impfstoff schnellstmöglich verfügbar sein muss, sondern auch entsprechende Mittel für die Bekämpfung verfügbar sein müssen. Darüber hinaus müssen auch finanzielle Hilfen für die Betriebe seitens der Bundesregierung und/oder der Landesregierung ermöglicht werden, um die Verluste die über die Tierseuchenkasse nicht aufgefangen werden, bestmöglich abzupuffern.

Wir verweisen hier auch auf die Entschließung, die anlässlich der DBV-Präsidiumsitzung gemeinsam mit der VDL verabschiedet wurde.


[TABLE][TR][TD]Bild[/TD][TD]Bild[/TD][TD]Interview_Baetza_BMELV.pdf[/TD][TD] 25 K[/TD][/TR][TR][TD]Bild[/TD][TD]Bild[/TD][TD]Schafzucht17_blauzunge.pdf[/TD][TD] 195 K[/TD][/TR][TR][TD]Bild[/TD][TD]Bild[/TD][TD]Schafzucht17_blauzunge_II_interviews.pdf[/TD][TD] 204 K[/TD][/TR][/TABLE][/TD][TD] [/TD][/TR][TR][TD]Bild[/TD][TD]Bild[/TD][TD]Bild[/TD][/TR][/TABLE]
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Beitrag#3von Butterblume » Montag 10. September 2007, 12:30

Im Ziegen-treff.de Forum gibt es ein paar Tips von Tierhaltern,die erkrankte Schafe und Ziegen durchgebracht haben.Bild
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Beitrag#4von Herwig » Mittwoch 12. September 2007, 17:46

Die besondere Brisanz bei der Blauzungenkrankheit sehe ich im Bereich der gefährdeten Nutztierrassen. Im Bereich Rinder und Schafe kann ein Ausbruch den Niedergang einer gefährdeten Rasse bedeuten, besonders wenn sie regional verstärkt gehalten werden. (Man denke an das Bentheimer Landschaf oder, noch schlimmer, das Deutsche Karakul!)

Ich sehe mich darum in der Ansicht bestärkt, das vermehrt Tiere auch in nicht, für sie, typischen Regionen gezüchtet werden müssen!!

Für mich steht außer Frage, das Bestände die in Dänemark oder Niederlande gefährdet sind einen ähnlichen Status in Deutschland bekommen sollten.
Es ist darüber nachzudenken, ob gefährdete Nutztierrassen aus dem Ausland nicht auch auf eine "Rote Liste" in Deutschland gehören. Im Falle einer regionalen Katastrophe, was auch immer das sein könnte, gibt es dann genetische Reserven im Ausland.
Wir sollten darüber diskutieren, ob VIEH nicht eine eigene rote Liste herausgeben sollte, auf der auch Rassen aus dem Ausland eine Chance haben.
Eine echte Liste für die Vielfalt müsste auch Rassen berücksichtigen, die nicht ganz so gefährdet sidn. Angesichts der sich immer weiter ausbreitenden Tierseuchen müssen die Zahlen geändert und anders berücksichtigt werden. Die Tiere sind nicht nur durch die Infektion bedroht sondern auch durch staatlich verordnete Keulungen. Sie sind außerdem zusätzlich gentisch bedroht, weil durch Sperrbezirke und Transportverbote der genetisch wichtige Austausch der Zuchttiere behindert wird. Das Verbot von Ausstellungen und Verkaufsveranstaltungen behindert die Rassen weiterhin in ihrer Ausbreitung, weil Züchter nicht problemlos an Zuchttiere herankommen. Die Haltungsverordnungen, wie Einstallpflich, Verbot der Freilandhaltung oder auch die vielen bürokratischen Verordnungen etc. nehmen Züchtern zunehmend die Lust an der Tierhaltung. Innerhalb kürzester Zeit können unter diesen neuen Umständen Nutztiere in ihren Beständen gefährdet werden.
Die Zahlen, die heute zu grunde gelegt werden um eine Rasse auf die rote Liste zu setzen, sind darum nicht mehr zeitgemäß.
Darum erinnere ich an dieser Stelle auch daran, das Nutztier-Archen zur Erlangung der Anerkennung nicht zwingend deutsche Rassen züchten müssen, oder in Deutschland angesiedelt sein müssen.Bild

Auch die Nutztierrasse des Jahres sollte nicht zwingend eine deutsche Rasse sein, sondern eine Rasse die besonderer Aufmerksamkeit bedarf, egal woher sie kommt.

Lest bitte dazu auch nochmal mein altes Vorwort bei den Rassen: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Vielleicht könnt ihr ja mal eine Meinung dazu abgeben, wie eine Erstellung einer roten Liste gut und sinnvoll gestaltet werden könnte?
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Beitrag#5von Tobias » Mittwoch 12. September 2007, 18:43

Die Idee einer eigenen roten Liste finde ich sehr gut. Sie muss nur klar eine Ergänzung/Bereicherung der aktuellen Listen darstellen und keine ausgesprochene Konkurrenz sein.
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Beitrag#6von Herwig » Donnerstag 20. September 2007, 18:40

Hallo Tobias,
das sehe ich auch so.
Bisher ist aber alles was wir initiert haben auch klar abgegrenzt, Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, wäre hier aber völlig unangebracht.
Das Rad muß allerdings auch nicht völlig neu erfunden werden.
Ich habe nun im Forum wegne der Roten Liste mal eine Diskussion gestartet...
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vorbäugemassnahme zur Blauzungenkrankheit

Beitrag#7von knüllbergfarm » Sonntag 23. September 2007, 22:18

Hallo ihr alle zur vorbeugenden massnahme und zur massnahme im Sicherheitsbereich ist jetzt das einzigste
mittel Butox freigegeben . In den Sicherheitbereich hineintranspotiren ist erlaubt 20 Km zone raus nur mit Blutuntersuchung der einzelnen Tiere auskunft von Veterinäramt Stade,Winsen/Luhe Tier Hochschule Hanover .Auskunft von 17,09,07.Haben uns schlaugemacht nachdem ich mit Herwig Telefonirt habe(unangemeldeter Transport von Rinder/Schafe/ziege kann mit Strafen bis zu 20000€geandet werden) und wir unser Hofmascotchen Pit Walliser Schwarzhalszigenbock 1,20 meter vonHorn zuHornspitze 12 Jahre jung nach Hanover in die T H H Transpotieren mussten damit in ein grosses Geschwür am Hals wegoperirt werden konnte.
Gruss von Thomas von der KüllbergfarmBild
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