Womit Sau und Ferkel füttern?

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Re: Womit Sau und Ferkel füttern?

Beitrag#1von Claudia » Dienstag 21. Oktober 2014, 19:28

Hängt letztendlich von der Rasse und Ferkelzahl ab und wie lange die an der Sau säugen dürfen.Wie schnell sie wachsen sollen oder langsam wachsen dürfen

In der Trächtigkeit gebe ich nur die letzten ungefähr vier Wochen mehr Futter- so das die Sau nicht mehr selber an Gewicht zulegt- Zuviel Gewicht kann Geburtsprobleme geben.
Brennessel, Gras, Vogelmiere lieben alle alterunabhängig. Heu fressen manche echt viel, manche weniger oder gar nicht,

Eicheln fressen die Ferkel, wäre ich aber sparsam mit wegen der Gerbsäure bis sie ein paar Monate alt sind

Getreide gebe ich den Sauen nur in der kurzen Phase wo die Ferkel schon größer sind und sehr viel trinken und nicht genug fressen, geht aber auch ohne Getreide mit gekochten Kartoffeln(bei rohen wird die Futtermenge zu groß), ansonsten füttere ich grundsätzlich kein Getreide oder Schrote.
Lecksteine mache ich nicht, weil alle eine vielfältigen Speiseplan haben und Sand/Erde zum kauen haben.
Zuckerrüben sind auch prima Futter, ansonsten Kartoffeln, Früchte, Trester, Molke, Eier
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Re: Womit Sau und Ferkel füttern?

Beitrag#2von Herwig » Dienstag 21. Oktober 2014, 19:49

Hallo Mett, hast du jetzt Husumer oder Hybriden.
Haben die Freilauf?

Die alten Rassen brauchen echt kein Schrot, es sei denn du magst super gerne Fett. Aber man vertut sich da ganz schön, ruckzuck haben die 4-5 cm Rückenspeck.
Leckstein brauchen die nicht, Hybriden allerdings brauchen Eisenpräparate.

Also spar dein Geld, das wird nur in Fett umgewandelt, mit dem der Schlachter dann nicht weiß wohin.

Meine (Bentheimer und Glöckchenschweine) fraßen sehr gerne Heu und auch etwas Stroh. Brennessel lassen sie meistens erst einen Tag liegen, bis sie angewelkt sind.
Silage alle Sorten (Anwelk, Gras, Mais, Kartoffeln, etc.)
Kartoffeln je nach Verfügbarkeit ruhig roh füttern, gekocht ist der Futterwert gerade mal 10% höher laut Studie. Das rechtfertigt oft eine elektrische Kochung nicht, wer mit Holz kocht, da siehts dann anders aus.

Alles was einem so im Vorratsraum abläuft oder angammelt verdelen die Schweine: Madige Äpfel, schwarz gewordene Bananen, hochgegangene Einweckfrüchte, etc.

Kastanien haben meine nie gefressen, aber dafür Eicheln, die habe ich einfach auf den Flächen zusammengeharkt oder gefegt und mit Laub und Ästen rübergeschaufelt.

Irgendetwas findet sich immer, besonders wenn die anderen Bauern erst mal wissen was man braucht...
Zuletzt geändert von Herwig am Dienstag 21. Oktober 2014, 19:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Womit Sau und Ferkel füttern?

Beitrag#3von Herwig » Mittwoch 22. Oktober 2014, 06:15

Kartoffeln dürfen keinen Frost bekommen, werden dann matschig und stinken erbärmlich...
Sattelschwein setzt gerne Fett an, etwas mehr noch als die Bentheimer.

Ansonsten ist Tierzucht Ländersache, dh. dein zuständiges Vet.Amt bestimmt wie tief und ob der Zaun eingegraben werden muss. Bevor du das alles vorbereitest, solltest du unbedingt das Vet.Amt nach den geltenden Regeln befragen.
Jeder Kreisvet. legt das anders aus.
Allerdings, unterscheidet man zwischen Auslauf und Freiland, lass dich da nicht ins Boxhorn schicken.
Zuletzt geändert von Herwig am Mittwoch 22. Oktober 2014, 06:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Womit Sau und Ferkel füttern?

Beitrag#4von Claudia » Mittwoch 22. Oktober 2014, 06:35

Herwig hat geschrieben:Kartoffeln dürfen keinen Frost bekommen, werden dann matschig und stinken erbärmlich...
.



oh ja!
Deshalb suche ich ja gerade nach einer Lösung, wie man den Kartoffelüberschuss in das Frühjahr retten kann- soooooviel wunderbares Futter

@Mett
wenn Du bisher keine Schweinhaltung angemeldet hattest, würde ich auf jeden Fall vorher beim Vet-Amt fragen, wie sie es denn gerne hätten.

Hier im Landkreis geht Freilandhaltung gar nicht mehr und Auslaufhaltung nur mit ordentlich Auflagen.

Und für ein Sattelschwein brauchst Du defnitiv kein Getreide :boysparschwein:

Gekochte Kartoffeln haben den Vorteil das die Ferkel früh mitfressen können.
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